Dirk Maassen: Avalanche (Musik-CD)

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Brücke zwischen den Welten

von Christian Busch

Schon der vor 100 Jahren geborene Leonard Bernstein trat für die Verwischung der Grenzen von Unterhaltungs- und Ernster Musik ein. In seinen Werken gingen Jazz und Klassik eine erstaunliche Symbiose ein, die ein breites Publikum für sich einnahm und die tiefen Gräben zwischen beiden scheinbar gegensätzlichen Musikkulturen vergessen ließ. Aus „Romeo und Julia“ wurde die „Westside-Story“.

Dirk Maassen - Avalanche - Moderne Musik - Glarean MagazinAuf seinem neuen, bei Cargo Records erschienen Album „Avalanche“ wendet sich Ausnahmepianist Dirk Maassen, mittlerweile mit über einer Million monatlichen Hörern auf Spotify, iTunes und Co. einer der präsentesten deutschen Komponisten und Performers für postmoderne Klangmusik, nicht mehr nur an eine flüchtige Online-Gemeinde, sondern auch an ein dem festen Tonträger wie CD und Vinyl verbundenes Publikum. Dabei kombiniert er – wie Bernstein – gekonnt die unterschiedlichen Bereiche. Mal balladesk, mal impressionistisch, mal liedhaft geschlossen, mal atmosphärisch verdichtet und mit Freude am Experimentieren, wie zum Beispiel in dem fado-artigen Gitarrenstück „Allewind“, gibt Maassen, 1970 bei Aachen geboren und in Ulm lebend, ein vielfältiges und facettenreiches Spektrum seiner Kunst.

Cineastisch untermalender Impressionismus

Seine Titel, etwa „Eclipse“, „Nocturne“, „Falling stars“, „Muse“, „Liberty“ wurzeln in romantischen Klang- und Bilderwelten, sind aber eher impressionistisch cineastisch untermalend, jedoch keineswegs unmelodiös gestaltet. Vor allem in „Muse“ gelingt die völlig nach innen gekehrte Transponierung des romantischen Interieurs in neuzeitliche Klang- und Vorstellungswelten, bevor er sich in „Spirit“ wieder mehr den nach außen gekehrten unverwüstlichen Jazz-Welten nähert, ohne indes ganz in ihr aufzugehen.

FAZIT: Maassens fast neo-romantische Musik in „Avalanche“ legt bei modernen Menschen verborgene Sehnsucht, Ängste und den Wunsch nach Freiheit offen. Sicher der Grund für seinen enormen Erfolg! Am Ende kann der Hörer darin sein Glück finden oder aber wieder in die eine oder andere Sphäre zurückkehren, sei es in die lautere, extrovertiertere und dem Leben zugewandte Jazz-Welt oder in die strenge Tiefe von Beethovens „Mondscheinsonate“ – oder gar in die existentielle Abgründigkeit einer Schubert-Sonate. Jedenfalls ist die Brücke zwischen U- und E-Musik mal wieder gekonnt geschlagen.

Die Begleitung durch das Deutsche Filmorchester Babelsberg fungiert weitgehend als sphärischer Hintergrund. So assoziiert der Hörer bei manchen, mehr als kontemplativen Sequenzen wohl unfreiwillig schon eine potentielle Filmszene, etwa den Journalisten Sebastian Zöllner, der in Kaminskis Tiefenschichten stöbert – oder natürlich auch etwas ganz anderes. Hier hinterließ die Zusammenarbeit mit Lorenz Dangel, dem Träger des Deutschen Filmpreises (für die beste Filmmusik in „Ich und Kaminski“) unüberhörbar ihre Spuren. Auch die Nähe von „Helios“ zur Filmmusik von „Das Piano“ (1993) sowie die von „Nocturne“ zur berühmten „Love Story“ soll erwähnt werden.

Harmonisch geglättete Melodieführung

Die Melodieführung – keineswegs von epischer Länge – ist dabei noch gefälliger, harmonisch geglätteter als etwa bei den berühmten nächtlichen, elegisch-träumerischen Charakterstücken eines Frédéric Chopins oder Gabriel Faurés. So kommt „Gravity“ doch deutlich leichtfüßiger daher als etwa das berühmte „Regentropfen“-Prélude Chopins.

Dirk Maassen - Pianist - Rezension Glarean Magazin
Romantischer Neoklassiker oder Klassik-Popmusiker? Pianist jenseits der Etiketten: Dirk Maassen (Geb. 1970)

Zusammengefasst: Maassens fast neo-romantische Musik in „Avalanche“ legt bei modernen Menschen verborgene Sehnsucht, Ängste und den Wunsch nach Freiheit offen. Sicher der Grund für seinen enormen Erfolg! Am Ende kann der Hörer darin sein Glück finden oder aber wieder in die eine oder andere Sphäre zurückkehren, sei es in die lautere, extrovertiertere und dem Leben zugewandte Jazz-Welt oder in die strenge Tiefe von Beethovens „Mondscheinsonate“ – oder gar in die existentielle Abgründigkeit einer Schubert-Sonate. Jedenfalls ist die Brücke zwischen U- und E-Musik mal wieder gekonnt geschlagen – auf dass viele sie ergreifen, um „hinüberzugehen und wiederzukehren“. ♦

Dirk Maassen: Avalanche – Musik-CD, 45 min, Cargo Records

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Mathias Löffler: Rock & Jazz Harmony

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Das ultimative Harmonik-Kompendium

von Walter Eigenmann

Die sog. Harmonielehre, darüber herrscht kein Zweifel, gilt sowohl manchen Klassik- als auch vielen Rock/Pop- oder Jazz-Musikern als trockene Materie. Verstaubte Theorie halt, die man allenfalls im Musik-Hochschulstudium als „Nebenfach“ durchstehen muss oder als Improvisierender gleich ganz ignoriert.
Doch ebenso zweifellos behält in dem neuen 800-Seiten-Wälzer von Mathias Löffler: Rock & Jazz Harmony der Autor im Vorwort absolut spartenübergreifend recht: „Talent mag vom Himmel in die Wiege fallen, Wissen jedoch nicht. Jeder Musiker, Maler oder Bildhauer informiert sich und steht im Austausch mit Kollegen, um zu lernen.“

Drei unterschiedliche Lernebenen

Mathias Löffler - Rock & Jazz Harmony - Die Klangwelt der Rock- und Jazzmusik verstehen - Ama VerlagDieses Lernen bzw. Lehren kommt in Löfflers breit und stringent aufgebauter „Harmonielehre“ in vielfältiger Manier daher. Theoretische Ausführungen (von den Basics wie das Notenlesen bis zum komplexen Modal Interchange) stehen neben graphisch illustrierten Harmonik-Analysen; Zusammenfassende Kapitel-Aufgaben zum Selber-Lösen wechseln sich ab mit konkreten Anweisungen für das improvisatorische Instrumentalspiel; Regelmäßig eingestreute „Definitionskästchen“ als unverzichtbare Lerninhalte kontrastieren (später) mit frei anwendbaren „Strategien“ für das selbstständige Analysieren. Und es fehlen weder die Download-Hinweise zu online verfügbaren MP3-Dateien noch eine große Fülle an Notenbeispielen aus der ganzen jüngeren Rock- und Jazz-Szene.

Rock & Jazz Harmony - 3 Vierklänge - Mathias Löffler
Die drei wichtigsten Vierklänge der Rock- und Jazzmusik, wo ein Ton die gleichmäßige Terzschichtung durchbricht

Grundsätzlich schreitet dabei das Lehr- und Übungsbuch vom Einfachen zum Schwierigen fort; gleichwohl hat der Musikpädagoge Löffler die großen Bereiche seines fast 800-seitiges Kompendiums geschickt in drei „Lernebenen“ strukturiert: In eine Art „Quick Set Up Guides“ mit zahlreichen inhaltlich zusammenfassenden „Konzentraten“; in den ausführlich erläuternden Fließtext mit zahlreichen Songbeispielen; und in eine dritte Ebene, die für Fortgeschrittene das punktuelle Lernen gestattet. Diese dreiteilige „Binnenform“ der Stoffbehandlung ermöglicht ganz unterschiedlichen Leserschichten ein modales Buchstudium und trägt wesentlich dazu bei, die Lektüre individuell und abwechslungsreich anzugehen.

Ein Fahrplan für das Crossover-Studium

Dem Band vorangestellt ist dabei ein sog. Fahrplan als Orientierungshilfe. Dessen Wegweiser leiten den Leser nicht aufsteigend von Kapitel zu Kapitel, sondern offerieren die Möglichkeit einer Crossover-Lektüre:

Mathias Löffler - Rock & Jazz Harmony - Der Fahrplan - Ama Verlag

Den „Grundlagen“ gestattet Löffler 150 Seiten, danach ist das „Basislager“ erreicht, und das Interesse des Lesenden kann sich zu splitten beginnen. Die ersten drei Kapitel enthalten dabei die intensivsten Trainingseinheiten mit zahlreichen Aufgaben-Seiten, die das Gelernte abrufen und vertiefen sollen.

Themenfelder lückenlos erfasst

Häufig eingestreute Aufgaben erlauben dem Leser eine Standort-Bestimmung des Gelernten (Rock & Jazz Harmony - Aufgaben-Beispiele)
Häufig eingestreute Aufgaben erlauben dem Leser eine Standortbestimmung seines Gelernten

Meines Wissens war auf dem Buchmarkt bislang keine thematisch verwandte Publikation verfügbar, die den rein musiktheoretischen Aspekt der sog. U-Musik – Löffler definiert „Rock & Jazz“ breit, subsumiert darunter auch Blues, Soul, Latin, Schlager, Metal oder Country u.a. – derart tiefgreifend und differenziert behandelt. Themenfelder und Begrifflichkeit sind dabei anfänglich bzw. als Grundlage durchaus der Klassischen Harmonielehre entnommen. Ungefähr ein Drittel des Buches dürfte dezidiert dieser „traditionellen“ Lehre des 17. bis 19. Jahrhunderts zuzuordnen sein, wobei auch Anfänger wie Wieder-Einsteiger aller Stufen ihren Nutzen daraus ziehen können. Der Link zum historisch angehäuften Wissensfundus ist also gegeben. Darüber hinaus aber bereitet der Band das gesamte theoretische Material der neueren U-Musik-Geschichte auf, soweit es harmonietechnisch überhaupt analysier- bzw. vermittelbar ist.

Lehr- und Wörterbuch zugleich

Dass sich in Theorie und Praxis ohnehin die Schwerpunkte, Methoden und Historien der beiden Sparten U- und E-Musik teils synonym überschneiden, ist klar. Dass aber die „Populäre Musik“ der letzten ca. 80-100 Jahre vom frühen Afro-Blues bis in unsere Tage des Aleatorischen FreeStyle-Jazz sich inzwischen ebenfalls einen musikhistorisch katalogisier- und didaktisch aufbereitbaren Begriffsapparat generiert hat, wird eben an solchen Arbeiten wie Löfflers „Harmony“ ersichtlich, die kaum einen Aspekt außer Acht lässt, der klanglich irgendwie Eingang ins heutige – ansonsten ja stilistisch völlig unübersehbare – Konzertleben gefunden hat. (Über die ganze Fülle des behandelten Materials orientiert hier das Inhaltsverzeichnis von Rock & Jazz Harmony).

Auch komplexere Harmonik-Strukturen werden in "Rock & Jazz Harmony" von Mathias Löffer anschaulich erläutert
Auch komplexere Harmonik-Strukturen werden in „Rock & Jazz Harmony“ von Mathias Löffer anschaulich erläutert

In seinem ganzen didaktischen Aufbau ist der Band als Lehrbuch also sehr gut verwendbar. Gleichzeitig ist er mit seinem begriffsorientierten, teils auch modalen Konzept und der übersichtlichten Gliederung der Themenfelder (bis hin zum mehrseitigen Registerverzeichnis) auch ein Nachschlagewerk. Wohltuend dabei nicht nur für das Heer der „Garagen-Musik“-Amateure: Löfflers Buch versteht sich nicht als wissenschaftliche Abhandlung, sondern stellt den theoretischen Bezug zur Rock- und Jazz-Musik in einer ungezwungenen Sprache her. Nicht Dozieren, sondern Vermitteln war offensichtlich angesagt.

Harmonische Analyse direkt an den Songs

Stufen- und Skalen-Analyse von "Blue In Green" (Miles Davis)
Stufen- und Skalen-Analyse von „Blue In Green“ (Miles Davis)

Am konkretesten wird dieser Ansatz im letzten, dem „Analysen“-Kapitel. Auf fast 100 Seiten behandelt Löffler hier beinahe Takt für Takt das harmonische Gerüst von „Klassikern“ wie „Hey Joe“ (Jimi Hendrix) oder „Every Breath You Take“ (The Police) über Pop-Hits wie „I Turn To You“ (Christina Aguilera) oder Film-Titel wie „A Foggy Day“ (George Gerschwin) bis hin zu legendären Jazz-Titeln wie „500 Miles High“ (Chick Corea) und „Keep Me In Mind“ (John Scofield) oder auch Bepop-Evergreens wie „Donna Lee“ (Charlie Parker). Auch hier wieder illustrieren teils umfangreiche Notenbeispiele und unterstützen die Analyse der harmonischen Binnenstrukturen.

Die Referenz in Sachen Rock-Jazz-Harmonik

Gitarrist, Band-Gründer, Dozent: Autor Mathias Löffler (geb. 1965)
Gitarrist, Band-Gründer, Dozent: Autor Mathias Löffler (geb. 1965)

Im Unterschied zu vielen vergleichbaren „Schulbüchern“ zum Thema gelingt es dieser „Harmonielehre“ des 53-jährigen Band-Gründers, Profi-Gitarristen und Dozenten Mathias Löffler, seinen weitläufigen und komplexen Gegenstand in besonders transparenter Manier aufzubereiten. Dazu trägt nicht nur die raffinierte didaktische Bändigung der Theorie bei, sondern auch der ständige Bezug zum „musikalischen Alltag“ mit Song-, Noten- und Hörbeispielen direkt „aus der Praxis“. Bei zukünftigen Auflagen ist zu wünschen, dass die Online-Anbindung des Buches noch ausgebaut bzw. aktualisiert wird, um so das moderne Lernverhalten weiter Jugend-Kreise zu unterstützen. Aber auch schon jetzt flankieren diverse Audio-Download-Optionen  das Buch und verstärken so die Stoffvermittlung.

FAZIT: „Rock & Jazz Harmony“ von Mathias Löffler macht deutlich, dass Konzerterfolge auch in der U-Musik-Welt tatsächlich nicht „vom Himmel fallen“, sondern ursächlich mit der „Harmonik“ zu tun haben, die alles „im Innersten zusammenhält“. Die genaue Kenntnis der „Harmonielehre“ ist also nicht der Widerpart des spontanen Musizierens, sondern deren Voraussetzung… Kurzum: Löfflers höchst umfangreiches, aber seinen Gegenstand sehr abwechslungsreich verkaufendes Kompendium ist meines Erachtens die neue Referenz zur Thematik und gehört als Lehr- wie als Wörterbuch in jede Musik-Unterrichtsstube an Hoch- wie an Volks- und Musikschulen.
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„Rock & Jazz Harmony“ von Mathias Löffler macht deutlich, dass Konzerterfolge auch in der U-Musik-Welt tatsächlich nicht „vom Himmel fallen“, sondern ursächlich mit der „Harmonik“ zu tun haben, die alles „im Innersten zusammenhält“. Die genaue Kenntnis der „Harmonielehre“ ist also nicht der Widerpart des spontanen Musizierens, sondern dessen Voraussetzung… Kurzum: Löfflers höchst umfangreiches, aber seinen Gegenstand sehr abwechslungsreich verkaufendes Kompendium ist meines Erachtens die neue Referenz zur Thematik und gehört als Lehr- wie als Wörterbuch in jede Musik-Unterrichtsstube an Hoch- wie an Volksschulen. Doch auch jeder Musiktheorie-Anfänger – und der Instrumentalist im „klassisschen“ Sektor sowieso… – wird die „Rock & Jazz Harmony“ als willkommene Ergänzung, ja als notwendige Horizonterweiterung seiner Musik erfahren. Der professionelle Songwriter oder Arrangeur schließlich erhält zahlreiche weiterführende Anregungen, die seine Arbeit intensivieren werden. ♦

Mathias Löffler: Rock & Jazz Harmony – Die Klangwelt der Rock- und Jazzmusik verstehen, 784 Seiten, AMA Verlag, ISBN 978-3899222395

Lesen Sie im Glarean Magazin zum Thema Musiktheorie auch über
Christoph Wünsch: Satztechniken im 20. Jahrhundert

Gebhardt & Stark: Wem gehört die Popgeschichte?

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Beeindruckender Zitatenschatz zur Populären Musik

von Walter Eigenmann

Einen zwar relativ kurzen, aber ungeheuer vielfältig ausgeprägten und ebenso nonstop wachsenden wie omnipräsent aktuellen, dabei gesellschaftlich mannigfaltig verschränkten musikhistorischen Rahmen wie jenen der Popgeschichte in knapp 400 Buchseiten zwängen zu wollen ist natürlich ein vermessenes Unterfangen. In ihrem Band „Wem gehört die Popgeschichte?“ müssen sich die beiden Autoren Gerd Gebhardt und Jürgen Stark denn auch mit einem eher generösen – wenngleich in seiner dokumentarischen Fülle unbedingt beeindruckenden – Tour d’horizont bescheiden, der nicht die stilistische Analyse, sondern die thematische Breite, weniger die objektiv-formalen Ausprägungen denn die subjektive Erfahrungsebene der sog. Popmusik in den Fokus heben.

Vom Blues bis zum Krautrock

Gero Gebhardt - Jürgen Stark: Wem gehört die Pop-Geschichte? (Bosworth Verlag)„Pop“ scheint dabei das Autoren-Duo grundsätzlich – und semantisch korrekt, aber thematisch diverses  unbekanntes „Nicht-Klassisches“ ausklammernd – als „Populäre Musik“ zu definieren: Ihre „Popgeschichte“ hebt an mit dem-Jazz-Übervater „Blues“, streift die „Roaring Twenties“ und vergisst auch nicht „Krautrock“ oder „Neue Welle“ bis hin zu „Hippie-Meditation“ oder „Heavy Metal“. Ein Blick auf das Inhaltsverzeichnis zeigt die erschlagende Materialfülle, die Stark und Gebhardt zu bewältigen hatten – aber auch den bewusst gewählten subjektiven Zugriff, den Musikjournalist Stark und Musikindustrie-Insider Gebhardt (als anerkannte Experten und jahrelange Szene-Prominente) auf jeder Seite ihres Pop-Panoramas an den Tag legen. (Jürgen Stark unverhohlen dazu in der Presse: „Unser beider Leben zieht sich durch das Buch. Wir definieren uns über Musik.“)

Persönlich gefärbter Blick auf die Thematik

Denn v.a. dieser persönlich gefärbte Blick der beiden Autoren auf die Thematik, beim ersten geschult auch als Texter und Komponist eigener und anderer Bands, beim zweiten entwickelt während längjähriger Präsidien wichtiger Phono-Verbände, hebt ihre „Popgeschichte“ übers Lexikalische gewöhnlicher Kompendien hinaus. Der zwei fachhistorisch gut beschlagenen Autoren Zeitreise durch fast ein Jahrhundert heterogenster internationaler Pop-Kultur gerät so jenseits des Meeres von Namen und Zahlen zur locker-interessant lesbaren Geschichtensammlung innerhalb von Geschichte, aber auch zu einem hervorragenden Exkurs über Kommerz und Konvention, Kunst und Künstlichkeit, Musik und Politik, Lautes und Leises, Zeitverhaftetes und Ewgiggestriges, Triviales und Revolutionäres, Monetäres und Ideales, Kulturelles und Subkulturelles, Affirmativität und Subversivität innerhalb des diffus fassbaren (und diskutierten) Spannungsfeldes „Musik-Gesellschaft“.

Umfangreicher Zitaten-Schatz

Gerd Gebhardts und Jürgen Starks „Wem gehört die Popgeschichte?“ ist kein Nachschlagewerk, sondern ein informativer Rück-/Vorausblick auf einen Musik-Bereich, dem heutzutage einfach jede/r ausgesetzt ist und bleiben wird.

Dabei greifen Gebhardt und Stark vor allem zu dem bei belletristisch gefärbter Geschichtsschreibung immer probaten Mittel des exzessiven Zitierens: Kaum eine Seite, in der nicht ein Star (oder Sternchen), ein Komponist, ein Texter, ein Bandmitglied, ein Politiker, ein Philosoph, ein Industrieller, ein Medienvertreter, ein Manager oder sonst irgend ein prominent Involvierter zu einem Thema aussagt, provoziert, polemisiert oder informiert. „Wem gehört die Popgeschichte?“ – so rhetorisch die Frage auch gemünzt sei – ist auch ein instruktiver Zitaten-Schatz von Manifesten und Manifestationen, woraus eine in ihren zahllosen, schrill-unvermittelten Kontrasten ebenso amüsante wie frappante Lektüre resultiert – quasi ein lesend erfahrbarer Spiegel überhaupt der Pop-Kultur.

Wohltuende Zurückhaltung im Bild-Einsatz

Bezüglich Bildmaterial hält sich – ganz im Gegensatz zu vielen verwandten Büchern und zur graphisch überfluteten Medienwelt der Popmusik – das Buch wohltuend zurück. Um trotzdem einer drohenden Bleiwüste entgegenzutreten, sind neben den bereits erwähnten zahllosen Zitaten auch viele, die Chronologie oft durchbrechende, meist soziologische Exkurse der beiden Autoren eingestreut, die musikgeschichtlich größere Rahmen herstellen, auch mal stilistische Nebengeleise befahren, oder einfach ideologische Grabenkämpfe dokumentieren.
Jedenfalls ist Gebhardts und Starks „Wem gehört die Popgeschichte?“ kein Nachschlagewerk, auch keine musikhistorische Monographie. Dass keinerlei lexikalischer Anspruch besteht, darauf verweisen nicht nur der Buchtitel, sondern auch das überraschend dürre Namen- und Sachregister, das man sich denn doch etwas üppiger gewünscht hätte. Wohl aber ist diese „Popgeschichte“ ein – mit seinen zahllosen persönlichen Dokumenten – sehr informativer und – bei seinem konsequent subjektiv-selektiven Blickwinkel – authentischer Rück-/Vorausblick auf einen Musik-Bereich, dem heutzutage – ob freiwillig oder unfreiwillig – einfach jede/r ausgesetzt ist und bleibt.
Dieser Band sollte nicht als einziger über die Popgeschichte im persönlichen Bücherregal stehen. Aber stehen durchaus. ■

Gerd Gebhardt / Jürgen Stark: Wem gehört die Popgeschichte? – Bosworth Edition, 384 Seiten, ISBN 9783865432896

Lesen Sie im Glarean Magazin zum Thema Neue Popmusik auch über die
CD von Katie Melua: Pictures

… sowie zum Thema Kultur- und Musikgeschichte den Essay von
Joanna Lisiak: Reife Männerstimmen – Die Aura von Stimmfarben

Susi Weiss: Bar-Piano-Arrangements (Evergreens)

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Swing- und Pop-Classics für Profis und Amateure

von Walter Eigenmann

Wer nach eingänglichen, leicht bis mittelschwer spielbaren Bar-Piano-Arrangements fragt, der dürfte als Antwort in den meisten Fällen v.a. einen Namen hören: Susi Weiss. Denn mittlerweile ist die „klassisch“ studierte Bad-Aiblinger Bar-Piano-Dame, die spätestens seit ihren Auftritten als Pianistin auf dem ZDF-„Traumschiff“ bekannt wurde, in den einschlägigen Fachkreisen fast ein Synonym für gepflegte Bar-Klavier-Musik geworden. Ihre Heft-Reihe „Susi’s Bar Piano“ ist inzwischen bei Amateuren wie Profis sehr verbreitet, und jetzt legt sie bereits den fünften Band mit Hit-Titeln aus der schön-schummrigen Welt des Bar-Klavierspiels vor.

Susi's Bar-Piano - Band 5 - Swing, Evergreens und Pop-Classics (Dux-Verlag)Letzteres ist dabei gar so einfach nicht, wie’s sich während des romantischen Tête-à-têtes bei Drink und Kerzenschein jeweils so einschmeichelnd anhört. Die Kunst des effektvollen Bar-Piano-Musizierens verlangt ein eigenes emotionales und doch leicht unterkühltes Timbre, einen speziellen rhythmischen „Groove“, und ein quasi „atmosphärisches“ Dynamik-Feeling, das die noble Balance zwischen Präsenz und Dezenz hält. Gute Bar-Pianisten sind selten – wenn sie mittlerweile nicht überhaupt ihre ganze Musikalität an Mikrophon und Mixer delegiert haben… Jahrelange Erfahrung, gehobene Klaviertechnik und ein (auch stilistisch) breites Repertoire sind für diesen Job unabdingbar; nichts ist falscher als das Klischee, der Bar-Piano-Player sei ein herabgesunkener Konzert-Pianist. Bar-Klaviermusik hat ihre ganz eigenen, keinesfalls simplen Gesetze, und sie ist neben der klassischen und der Jazz-Pianistik eine eigenständige (wenngleich immer seltener gehörte) dritte Klavier-Disziplin.

„Seidene Halbwelt“ in Noten übersetzt

Dieses spezifisch Improvisatorische, die musikalisch „seidene Halbwelt“, ja eine gewisse Laszivität in Rhythmus, Klang und Ausdruck des guten Bar-Pianos nun in primitive Notenschrift umzusetzen ist abermals eine sehr spezielle Herausforderung. Die Arrangeurin Susi Weiss hat da in ihren Heften einen pragmatischen, an den Voraussetzungen des eher dilettierenden Klavierspielens orientierten Ansatz gefunden. Einerseits pflegt sie rechtshändig eine oft üppige und dabei die Melodien simultan stützende Akkordik…

Susi Weiss: Aus dem Arrangement von
Susi Weiss: Aus dem Arrangement von „Aquarius“

.… während die Linke rhythmisch eher simpel grundiert, zuweilen aber durchaus auch synkopisierendes Profil entwickelt:

Susi Weiss: Aus dem Arrangement von
Susi Weiss: Aus dem Arrangement von „Summertime“

.Das Tonarten-Spektrum ist mit zumeist höchstens einem Vorzeichen betont eng gehalten, während die Harmonik grundsätzlich sehr kontrastierend, spannungsreich daherkommt. Letzteres ist übrigens einer der besonderen Reize aller Weiss’schen Bearbeitungen.
Demgegenüber gänzlich verzichtet wird auf technisch Anspruchsvolles wie z.B. weiträumiges Arpeggieren oder variatives Skalenspiel. Wobei der/die Pianist/in das nackte Notenmaterial der Arrangeurin durchaus nicht sakrosankt nehmen sollte:  Versiertere Amateur-Spieler werden auch „zwischen den Noten“ lesen und je nach Spiellaune, insbesondere in den „Slows“, spezifisch barpianistisch „füllen“.

Willkommene Ergänzung des gepflegten Bar-Piano-Repertoires

Dieser aktuellste „Susi’s Bar Piano“-Band ist mit seinen 20 berühmten (und auch weniger berühmten) „Swings, Evergreens und Pop-Classics“ jedenfalls eine neuerlich interessante Ergänzung des gepflegten, aber nicht zu schwierigen Bar-Piano-Repertoires. Sicher nix für „Beginners“ nach zwei oder drei Jahren Unterricht, aber lockeres Spielmaterial für ambitionierte „Aufsteiger“ mit einem besonderen Bar-Feeling.
Bleibt nur zu hoffen, dass die offensichtlich sehr produktive Autorin das Niveau ihrer bisherigen Publikationen halten kann; man darf auf die weiteren Arbeiten dieser aus vielfältiger eigener Praxis heraus schaffenden Arrangeurin gespannt sein. ♦

Susi Weiss (Bearb.), Susi’s Bar-Piano / Band 5 (Swing, Evergreens, Pop-Classics), Edition Dux, 68 Seiten, ISMN M-50017-381-6

Inhalt

– Watermelon Man (Herbie Hancock)
– Just A Gigolo (Nello Casucci)
– Basin Street Blues (Spencer Williams)
– Isn’t She Lovely (Stevie Wonder)
– Piano Man (Billy Joel)
– Total Eclipse Of The Heart (Jim Steinman)
– Aquarius/Hair (Galt Mac Dermot)
– Cry Me A River (Arthur Hamilton)
– Dream A Little Dream Of Me (Willy Schwandt)
– s Wonderful (Georg Gershwin)
– Summertime (Georg Gershwin)
– In The Mood (Joseph Garland)
– Baby, It’s Cold Outside
– Daimonds Are A Girl’s Best Friend (Jule Styne)
– All My Myself (Eric Carmen)
– As Time Goes By (Herman Hupfeld)
– Harlem Nocturne (Earle Hagen)
– Blue Bossa (Kenny Dorham)
– Honeysuckle Rose (Andy Razaf)
– Mona Lisa (Ray Evans)

Lesen Sie im Glarean Magazin zum Thema Pop- und Jazz-Klaviermusik auch über Thomas Stabenow: Die Klavierstücke (CD)

…sowie zum Thema auch über Verband deutscher Musikschulen: Klavierunterricht

String Thing: Rhythmus & Groove im Streicherunterricht

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Groove it!

von Walter Eigenmann

Pop auf der Geige, Rock mit der Bratsche, Folk im Cello, oder Latin für den Bass – geht das?? Das geht. Und wie. Den Beweis angetreten haben (längstens auf der Konzert-/Studiobühne und nun auch in Buchform) die vier deutschen StreicherInnen Jens Peizunka (Kontrabass), Mike Rutledge (Violine), Nicola Kruse (Violine) und Susanne Paul (Violoncello) – genannt „String Thing“. Das (durchwegs auf Hochschulen klassisch ausgebildete) Streicherensemble String Thing „groovt“ nunmehr schon seit zwanzig Jahren durch volle Konzertsääle und hat sich jetzt mit dem Wiesbadener Musikverlag Breitkopf & Härtel zusammengetan, um dem ganz besonderen Musik-Phänomen „Groove“ auch auf den theoretischen bzw. instrumentaldidaktischen Grund zu gehen. Entstanden ist die 140-seitige Grundlagen-Untersuchung „Groovy Strings – Rhythmus&Groove im Streicherunterricht“.

Was ist eigentlich Groove?

String Thing - Groovy Strings - Rhythmus & Groove im Streicherunterricht (Breitkopf & Härtel Verlag)Doch was ist eigentlich Groove? Mit „Groove“ verbinden die vier BuchautorInnen keinen fixierten musikwissenschaftlichen Terminus, sondern als erstes mal ein „stiltypisches Rhythmusmodell“, eine „stilistisch eindeutige rhythmische Ausprägung eines Musikstückes“; Groove umfasst „Tempo, Art der rhytmischen Phrasierung bis hin zur Verwendung typischer harmonischer, melodischer und rhythmischer Strukturen und Figuren“ (Christoph Hempel). Sodann betonen die AutorInnen den körperlichen, den spontan mitreißenden Aspekt dieses Begriffes: „Groove kann entstehen, wenn bei einem Musiker die Vorstellung des Rhythmus und seine Körperbewegung genau übereinstimmen. Dazu müssen ihm beide Ebenen mit einer Selbstverständlichkeit, einer ‚Von-alleine-Qualität‘ verfügbar sein wie etwa der Herzschlag, das Atmen oder das Gehen“.

Groove-Beispiele von im Heft durchgängig benutzten Phrasierungssilben, basierend auf der gängigen Praxis in Bigbands
Groove-Beispiele von im Heft durchgängig benutzten Phrasierungssilben, basierend auf der gängigen Praxis in Bigbands

„Jazz, Rock und Pop kann man lernen“

Diese Selbstverständlichkeit ist allerdings erst das Resultat, nicht die Voraussetzung der Jazz-/Pop-Ausbildung, denn wie die AutorInnen grundsätzlich die gängige Unterrichtspraxis an den Musik-Schulinstitutionen kritisieren: „Die Meinung unter Jazz-Pädagogen ist immer noch verbreitet, ein Schüler könne von selbst gut phrasieren oder eben nicht. Entgegen dieser Einschätzung sind wir der festen Überzeugung, dass man lehren und lernen kann, Musik aus den Bereichen Jazz, Rock und Pop stilgerecht und ‚akzentfrei‘ zu spielen. Was bisher fehlte, ist eine Methodik, die es ermöglicht, die notwendigen Grundlagen dazu systematisch zu vermitteln.“ Und weiter: „Es erscheint uns gerechtfertigt, so unterschiedliche Stile groovender Musik wie Swing, Heavy Metal, Reggae, Bossa Nova und Blues unter einem aufführungspraktischen Dach zusammenzufassen und von einer übergeordneten Aufführungspraxis zu sprechen, denn bei allen beträchtlichen Unterschieden haben diese Stile eines gemeinsam: ihre afroamerikanischen Wurzeln. Daraus erklären sich die keineswegs zufälligen, beliebigen oder austauschbaren Gesetzmäßigkeiten, von denen das Rhythmusempfinden (Groove), die Artikulation, die Phrasierung und damit die spieltechnischen Besonderheiten groovender Musik geprägt sind.“

Didaktisch und praktisch leicht realisierbare Unterweisung

String Thing Quartett - Glarean Magazin
String Thing Quartett

Dass ihre „groovige“, theoretisch-methodisch sehr durchdachte, didaktisch leicht realisierbare und dabei betont am praktischen, ja „emotionalen“, weil v.a. rhythmischen Musizieren ausgerichtete Unterweisung in ziemliches musikpädagogisches Neuland vorstößt, ist den vier Buch-AutorInnen durchaus bewusst. Zu sehr verbreitet ist im herkömmlichen Streicherunterricht noch immer das „klassische“, zuweilen mit fast versnobtem Rokokko-Perücken-Puder überzuckerte Image des brav vor seinem Notenständer aufgestellten Geigenschülers, welcher lustlos, aber pflichtbewusst sein Boccherini-Menuettchen rauf- und runterfiedelt, mehr ahnend als wissend, dass seine Violine einen der Hauptpfeiler altehrwürdiger abendländischer Instrumentalkultur symbolisiert. Und das Autoren-Quartett bedauert: „Für Bläser, Pianisten und Gitarristen ist die Beschäftigung mit Jazz, Rock und Pop längst selbstverständlich. Nur bei den Streichern ist dies nach wie vor eher ungewöhnlich, und entsprechende Literatur ist kaum zu finden.“

Sehr richtig auch die Feststellung im Vorwort des Bandes, dass „groovende“ Musikstile aller Richtungen den jungen Musikinteressierten möglicherweise überhaupt erst den Zugang zu Geige, Bratsche oder Cello eröffnet: „Die Beschäftigung mit populärer Musik in der mitunter schwierigen Phase der Pubertät kann eine neue Perspektive aufzeigen, wenn z.B. das Spielen von klassischer Musik als ‚uncool‘ gilt und deshalb die Möglichkeit erwogen wird, den Musikunterricht entweder ganz aufzugeben oder von einem Streichinstrument zu einem Pop-tauglicheren, ‚cooleren‘ Instrument zu wechseln.“ Allein dies schon eine schlagende Argumentierung für den Einbezug von Pop-Musik in den „klassischen“ Geigenunterricht, dessen Musikauswahl nicht nur mit vergangenen Jahrhunderten, sondern auch mit der persönlich-alltäglichen, massiv Medien-gesteuerten Erlebniswelt der Jugendlichen zu tun haben sollte. (Andernfalls dürften in der Tat, wie allenthalben befürchtet, die Jahre der Geige als „Breiteninstrument“ gezählt sein.)

Unterschiedliche Musikpädagogik bei Klassik und Pop

„String Thing“: Mozart oder Hendrix? Mozart UND Hendrix!

Allerdings erfordern Jazz- und Popularmusik eine von Klassik deutlich unterschiedene Musikpädagogik. Deren Methodik- und Repertoire-Ansätze für den modernen Streicherunterricht jetzt auf gleichermaßen umfassende wie anregende Weise systematisiert und in ein effizientes Unterrichtskonzept gebracht zu haben ist eine echte Pionierarbeit der als Musiker und Lehrer mehrfach international ausgezeichneten „String-Thing“-Autoren. Zusätzlich aufgewertet wird der großformatige, auch layouterisch und notentypographisch sehr ästhetisch gestaltete Band durch die mitgelieferte Extra-CD, deren Audio-Tracks (Geige, Bratsche & Cello) sowohl zur Einstimmung am Unterrichtsbeginn als auch für den Playback-Hintergrund eingesetzt werden können.
Alles in allem ist „Groovy Strings“ nicht nur eine bis jetzt sehr vermisste Materialsammlung, sondern auch ein methodisch progressiv anwendbarer Leitfaden, der zwar nur bedingt bei Anfängern, aber ab spätestens drittem Unterrichtsjahr systematisch eingesetzt werden kann, und dessen hoher Spaßfaktor die vor lauter ehrwürdiger Geigentradition muffige Luft in so mancher Musikschulstube schlagartig verbessern könnte. „Groovy Strings“ ist nicht die Alternative, aber eine wertvolle Ergänzung zum „Klassik“-Unterricht. Das Werk gehört definitiv in die Notenmappe eines jeden Streicher-Pädagogen – direkt neben Mozart & Co. ♦

String Thing: Groovy Strings, Rhythmus&Groove im Streicherunterricht, 140 Seiten & CD, Breitkopf-Härtel Verlag, ISBN 978-3-7651-0387-2

Lesen Sie im Glarean Magazin zum Thema Streicherunterricht auch über
M. Dartsch & S. Richter: Der Cellokasten
… sowie zum Thema Musikunterricht über
Gerd Arendt: Instrumentalunterricht für alle?
Ausserdem im GLAREAN zum Thema Musik-Psychologie: Was bringt den Jazz wirklich zum Swingen? – Über das Mikrotiming im Rhythmus

Grace Jones: Hurricane (Audio-CD)

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Amazing Grace is back

von Walter Eigenmann

Wie schrieb ein Fan über Grace Jones‚ soeben erschienene „Hurricane“-CD: „Wow, sagenhaft, großartig, klasse, fantastisch, genial, super, spitzenmäßig, hervorragend, überfliegerhaft, brillant, sensationell, grandios, hammerhart, umwerfend!“ Nun ja, das mag leicht übertrieben sein… – aber aufsehenerregend ist es allemal, wenn eine wahre Kult-Figur des internationalen Pop-Entertainments vom Formate der nunmehr 60-jährigen jamaikanischen Sängerin und Schauspielerin Grace Jones nach 20 Jahren(!) erstmals wieder eine neue Platte auflegt. Phänomenale körperliche (Bühnen-)Präsenz und exorbitantes Outfit, gekoppelt mit einem vor unterkühltem Eros vibrierenden Alt waren jahrzehntelang die Markenzeichen des exzessiven schwarzen Femme-Fatale-Monsters mit der androgynen Brikett-Frisur.

Das Auferstehungs-Event des Jahrzehnts

Grace Jones: Hurricane
Grace Jones: Hurricane

Musikalisch ist „Hurricane“ für alle Jones-Jünger definitiv das Auferstehungs-Event des Jahrzehnts, und Beinahe-Woodoo-Knaller wie „Corporate Cannibal“ oder Intim-Schmachter wie „I’m crying (Mother’s Tears)“ kommen als wahrhaft ausgereifte Titel daher, die hochprofessionelles Equipment und wirkliche Sound-Kreativität beweisen – notabene von so erfahrenen alten Jones-Musik-Weggefährten wie das Reggae-Duo Sly&Robbie, Tricky, Brian Eno oder Tony Allen maßgeblich mitgezeichnet.

Kritischere Stimmen sprechen bei „Hurricane“ durchaus auch von „Düsternis“ und von „Sprechgesang mit angezogener Handbremse“ – aber cool lässt Jamaikas menschgewordenes singendes Raubtier keinen, schon gar nicht nach einer zwei Jahrzehnte dauernden Absenz im Musikgeschäft. Zweifellos das Pop-Comeback des Jahres. ■

Grace Jones, Hurricane, Wall Of Sound/Pias/Rough Trade, EAN 5413356575019

Inhalt

1. This Is
2. Williams‘ Blood
3. Corporate Cannibal
4. I’m Crying (Mother’s Tears)
5. Well Well Well
6. Hurricane
7. Love You To Life
8. Sunset Sunrise
9. Devil In My Life

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Greg Alper Band: Fat Doggie (Fusion Music)

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Classic-Highlights für den Musikunterricht

■ J. S. Bach: Präludium C-Dur (Klavier) ■ J. S. Bach: Menuett G-Dur (Klavier)
■ J. S. Bach: Musette D-Dur (Klavier) ■ J. S. Bach: Vom Himmel hoch – Choral (Orgel)
■ J. S. Bach: Invention Nr. 8 BWV 779 (Klavier) ■ C. Ph. E. Bach: Solfeggietto c-moll (Klavier)
■ G. Bingham: 50 Airs Anglois (Blockflöte/n) ■ B. Bartok: Allegro barbaro (Klavier)
■ B. Bartok: Bauernlied (Mikrokosmos/Klavier) ■ B. Bartok: Mitsummen (Mikrokosmos/Klavier)
■ L. v. Beethoven: Albumblatt „Für Elise“ (Klavier) ■ L. v. Beethoven: Die Ehre Gottes aus der Natur – Gesang&Klavier)
■ L. Boccherini: Menuett (Keyboard) ■ J. Brahms: Guten Abend, gut‘ Nacht (Querflöte&Gitarre)
■ J. Brahms: Walzer A-Dur (Klavier vierhändig) ■ J. Brahms: Ungarischer Tanz Nr.5 (2 Panflöten)
■ F. Chopin: Prélude e-moll op.28/4 (Klavier) ■ M. Clementi: Sonatine für Klavier op.36/5 (1.Satz)
■ Cl. Debussy: Syrinx (Querflöte solo ■ Cl. Debussy: Le petit nègre (Klavier)
■ C. Franck: Panis Angelicus (Posaune & Klavier) ■ G. Gershwin: Summertime (Gesang & Klavier)
■ Gounod&Bach: Ave Maria (Trompete & Klavier/Orgel) ■ G. F. Händel: Ch’io mai vi possa (Gesang&Klavier)
■ G. F. Händel: Largo (Ombra mai fu – Orgel) ■ J. Haydn: Deutscher Tanz D-Dur (Klavier)
■ S. Joplin: The Entertainer (Klavier) ■ F. Liszt: Liebestraum (Nocturne – Klavier)
■ J.-B. Lully: Air G-Dur (Cello & Klavier) ■ E. MacDowell: To a Wild Rose (Klavier)
■ F. Couperin: Postludium A-Dur (Orgel) ■ N. W. Gade: 1. Elegie  (Klavier)
■ F. Mendelssohn-Bartholdy: Abschied (Klavier) ■ F. Mendelssohn-Bartholdy: Trost (Klavier)
■ F. Mendelssohn-Bartholdy: Venetianisches Gondellied (Klavier) ■ W. A. Mozart: Klaviersonate C-Dur KV 545 (Andante)
■ W. A. Mozart: Klaviersonate C-Dur KV 330 ■ W. A. Mozart: Rondo Alla Turca (Klavier)
■ W. A. Mozart: Menuett G-Dur (Klavier) ■ J. Offenbach: Can-Can (Violine)
■ M. Ravel: Prélude (1913 – Klavier-Piano) ■ D. Scarlatti: Sonata a-moll (Klavier)
■ F. Schubert: Ave Maria (Keyboard) ■ F. Schubert: Ave Maria (Panflöte & Orgel)
■ F. Schubert: Moment musical op. 94/3 (Klavier) ■ E. Satie: Gymnopédie Nr.1 (Klavier)
■ R. Schumann: Melodie (2 Gitarren) ■ R. Schumann: Träumerei (Klavier)
■ C. Gurlitt: Nocturno F-Dur (2 Klaviere 8-händig): Piano 1 / Piano 2 ■ Fr. Smetana: Die Moldau (Keyboard)
■ Johann Strauss: An der schönen blauen Donau / Wiener Walzer (Klavier) ■ P. I. Tschaikowsky: Italienisches Lied (Klavier)

Musik-Materialien

Das Notensystem Akkord-Griffe für Keyboard
Aufgaben-Blatt Musiknoten Akkord-Griffe für Gitarre
Rhythmus-Diktate
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Notenlinien-Blätter (Notenpapier) zum Ausdrucken

A4 hoch (Solo mit Violin-Schlüssel) A4 hoch (Solo mit Baß-Schlüssel)
A4 hoch (für Klavier) A4 hoch (für Klavier&Solostimme)

Größere Klassik-Besetzungen (Orchester, Ensemble, Chor, Kammermusik)

■ A. Vivaldi: Vier Jahreszeiten/Le Quattro Stagioni (Sommer/L’estate) ■ J.S. Bach: Air D-Dur (Orchester-Suite Nr. 3 BWV 1068)
■ Urner Tanz-Lieder: Meitäli wenn dü witt go tanzä & Zogä-n-am-Bogä (4st. Gem. Chor) ■ 3 Schweizer Weihnachtslieder für 4st. Männerchor a cappella a) Auf ihr Hirten b) ’s ist für uns eine Zeit angekommen c) Es kam die gnadenvolle Zeit
Zwei englische Weihnachts-Rufe für 4st. Gemischten Chor (pdf) a) How many miles to Bethlehem? b) We wish you a merry Christmas ■ C. M. v. Weber: Jägerchor aus „Der Freischütz“ (4st. Männerchor & Blasorchester – Partitur)
Gloria (Les anges dans nos campagnes) für Blockflöten-Quartett (Partitur) ■ W. Eigenmann: Aura Lee für 4st. Männerchor
■ J. Brahms: In stiller Nacht / Gemischter Chor (pdf) ■ Negro Spiritual/Jubilee: Free at last (Gemischter Chor)
■ R. Wagner: Hochzeitsmarsch (Wedding March – Keyboard) ■ R. Wagner: Hochzeitsmarsch (Lohengrin / Klavier-Orgel)
■ Polo Hofer: Giggerig für 9.st. Saxophon- Orchester ■ H. Berlioz: Chor der Trinker (aus „Fausts Verdammnis“) für 4st. Männerchor)
■ W. Eigenmann: Frisch auf (Sing-Spruch) für 4st. Männerchor ■ W.A. Mozart: Ave verum corpus KV 618 Motette für Gemischten Chor, Streicher und Orgel (Partitur)
■ M. Schneider: Danke für diesen guten Morgen 4st. Gemischter Chor ■ B. Coulais: Vois sur ton chemin – aus „Les Choristes“ (Piano/Klavier easy)

Kostenlose Jazz-Stücke

■ Fats Waller: Bright Eyes-Piano für Klavier (pdf) ■ Otto Motzan: Bright Eyes-Piano für Klavier (pdf)
■ Fats Waller: The Sheik of Araby für Klavier (pdf) ■ Ted Snyder: The Sheik of Araby für Klavier (pdf)
■ Traditional: The Cotton Mill Blues für Klavier (pdf) ■ Traditional: Another Shade of Blue für Klavier (pdf)

Diverse Gratis-Musik

■ 2 Gospel-Songs: a) Amazing Grace b) Oh when the Saints (2 Panflöten) Happy Birthday (Klavier)
Happy Birthday (Keyboard) Happy Birthday (Gitarre)
Happy Birthday (Trompete&Klavier) ■ J.P. Martini: Plaisir d’amour (Alt-Saxophon Es & Klavier / Piano)
Flohwalzer/Kotelett-Walzer/Chopsticks (Klavier) ■ W. Eigenmann: Chroma-Boogie (Klavier)
■ A. Zwyssig: Schweizerpsalm-Nationalhymne („Trittst im Morgenrot daher / Männerchor) ■ Mani Matter: s‘Zündhölzli (Kavier)
■ Deutschland: Deutsche Nationalhymne (Vokal/Gesang und Klavier) ■ S. Yradier: La Paloma / Die Taube (Klavier)
■ Bach/Gounod: Ave Maria (Sopran & Alt & Orgel) ■ Drei Kinderlieder: a) Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann b) Ist ein Mann in‘ Brunn‘ gefallen c) Merily we roll along (Violine & Klavier)
■ R. Wagner: Ritt der Walküren (Ride of the Valkyries – Klavierauszug) ■ Spiritual: Oh When The Saints (Alt-Saxophon Es & Klavier)
■ Pulton: Aura Lee (Alt-Saxophon Es & Klavier ■ Karl Svoboda & Ella Endlich: Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (Küss mich, halt mich, lieb mich – Klavier easy)
■ Karl Svoboda & Ella Endlich: Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (Küss mich, halt mich, lieb mich – Keyboard easy) Nationalhymne Israel: Hatikvah-Hoffnung (Ha Tikwa) (Vocal & Piano)
■ Yann Tiersen: Amelie – Film (Leichte Bearbeitung für Klavier / Piano easy) ■ Yann Tiersen: Amelie – Film (Leichte Bearbeitung für Keyboard easy)

Kostenlose Audio-Files (Midi)

Happy Birthday (Gitarre) J.S. Bach: Air D-Dur (Orchester-Suite Nr. 3)
J. S. Bach: Menuett G-Dur J. S. Bach: Präludium C-Dur
J.S. Bach: Invention Nr. 8 BWV 779 J. Brahms: Guten Abend, gut Nacht
F. Couperin: Postludium A-Dur G.F. Händel: Tochter Zion, freue dich
W. Eigenmann: Chroma-Boogie Jingle bells & Go tell it on the mountain
Zwei russische Weihnachtslieder: Bajuschki baju & Jolotschka Drei Kinderlieder (Violine&Klavier): a) Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann b) Ist ein Mann in‘ Brunn‘ gefallen & c) Merily we roll along
Morgen kommt der Weihnachtsmann Leise rieselt der Schnee & Süsser die Glocken
H. Berlioz: Chor der Trinker (aus „Fausts Verdammnis“) Gloria (Les anges dans nos campagnes)
W. Eigenmann: Frisch auf (Sing-Spruch) A. Vivaldi: Vier Jahreszeiten/Le Quattro Stagioni (Sommer/L’estate)

Pop, Rock, Filmmusik

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■ Imagine Dragons / Thunder Klavier (Easy) ■ Justin Timberlake / Can’t stop the feeling Klavier ■ Avicii / Wake me up / Klavier & Vocal
■ Avicii / Hey Brother Klavier ■ James Bond-007 / Skyfall / Adele (Klavier & Vocal)
■ James Bond-007 / Skyfall / Adele (4-stimmiger Chor SATB) ■ Maroon 5: Payphone (Keyboard) ■ Maroon 5: Payphone (Klavier)
■ Yann Tiersen: Amélie-Thema (Comptine d’un autre été –  l’après midi / Klavier) ■ Lady Gaga: Alejandro (Klavier) ■ Michael Jackson: Earth Song (Klavier/Keyboard/Gesang)
■ Abba: Mamma mia (Keyboard) Harry Potter – Hedwig-Thema (Klavier) ■ Hot Butter: Pop Corn (Keyboard)
■ ACDC: Money talk (Klavier) ■ Christina Aguilera: Hurt (Keyboard) ■ Green Day: Boulevard of broken dreams
■ Christina Aguilera: Hurt (Keyboard) ■ Green Day: Boulevard of broken dreams (Keyboard) Star Wars – Main Theme (Klavier-Piano) Star Wars – Main Theme (Keyboard)
James Bond-007 / Monty Norman / Theme (Keyboardf) ■ John Lennon / The Beatles: Imagine (Klavier&Keyboard) River flows in your / Yiruma / Twilight (Klavier)
■ Pink: U + Ur Hand (Klavier) ■ Mani Matter: s’Zündhölzli (Keyboard) ■ Queen: We will rock you (Klavier)
■ Rihanna: Don’t stop the music (Keyboard) ■ Rihanna: Umbrella (Keyboard) ■ Melanie Fiona: Monday Morning (Klavier)
■ Melanie Fiona: Monday Morning (Keyboard) ■ Leona Lewis: Better in time (Keyboard) ■ Film-Theme (Badelt): He’s a Pirate (Klavier)
■ Film-Theme (Badelt): He’s a Pirate / Fluch der Karibik (Keyboard) ■ Mariah Carey: Hero (Song & Klavier/Guitar – Piano) ■ Film-Theme (Dion): My heart will go on / Titanic (Keyboard)
■ Film-Theme (Disney): The bare necessities (Dschungelbuch/Jungle book – T. Gilkyson – Keyboard) ■ The Beatles: Yellow Submarine & Yesterday (Keyboard) ■ Henry Mancini: The Pink Panther (Klavier)
■ Bruno Mars: Grenade (Klavier / Piano) ■ Bruno Mars: Grenade (Keyboard) ■ Scorpions: Still loving you (Piano & Keyboard)
■ Adele: Someone like You (Keyboard) ■ Adele: Someone like You (Klavier) ■ Fugees: Killing me softly (Keyboard)
■ Helene Fischer: Von hier bis unendlich (Solo-Gesang & Piano/Keyboard) ■ Carly Rae Jepsen: Call me maybe (Klavier / Piano / Keyboard) ■ Emily Sande: Read all about it (Keyboard)
■ Helene Fischer: Atemlos durch die Nacht (Keyboard) ■ One Republic: Counting Stars (Keyboard) ■ One Direction: Steal My Girl (Klavier – Piano)
■ Adel Tawil: Lieder (Keyboard) ■ Ed Sheeran:  Supermarket Flowers (Melodie-Singstimme & Klavier) ■ Ed Sheeran:  Perfect (Klavier einfach / Easy Piano & Vocal-Gesangs-Text)
■ Adele: Hello (Keyboard) ■ Josh Groban:  You raise me up (Klavier easy) ■ Ed Sheeran:  Photograph (Klavier einfach / Easy Piano & Vocal-Gesangs-Text)
■ Maroon 5: Memories (Klavier/Piano) ■ Selena Gomez: We Don’t Talk Anymore (Klavier/Piano)

Gratis-Weihnachtslieder

Jingle bells (2 Panflöten) Go tell it on the mountains (Keyboard/ pdf)
Oh du fröhliche (2 Violinen) Adeste fideles – Herbei o ihr Gläub’gen (Keyboard)

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Christmas for Pan

„Christmas for Pan“ ist eine Sammlung der 22 schönsten Weihnachtslieder aus aller Welt für eine oder zwei Panflöte/n. Der Schwierigkeitsgrad bewegt sich zwischen sehr leicht bis mittelschwer. Mit Strophen-Texten zum Mitsingen. Jedes Stück kann auch solistisch gespielt werden.

Lesen Sie hier mehr über „Christmas for Pan“


Alle Jahre wieder (2 Violinen) Lasst uns froh und munter sein (Klavier)
■ Zwei russische Weihnachtslieder: Bajuschki baju & Jolotschka (Gitarre solo) Stille Nacht, heilige Nacht (Gitarre – Keyboard – Piano)
Stille Nacht, heilige Nacht (Klavier) Stille Nacht, heilige Nacht (Keyboard)
Stille Nacht, heilige Nacht (Akkordeon)

Vom Himmel hoch (Akkordeon) Leise rieselt der Schnee & Lasst uns froh und munter sein (Klarinette&Klavier)
Go tell it on the mountains (2 Panflöten) Kling, Glöckchen (Klavier – Keyboard – Gitarre)
Feliz Navidad (Klavier – Keyboard – Gitarre) Kumbaya my Lord Spiritual (Chor&Gitarre)
In dulci jubilo (Keyboard) Ihr Kinderlein kommet (Klavier)
Ihr Kinderlein kommet (Keyboard) Was soll das bedeuten / Hirtenlied (Gesang&Gitarre)
■ G. F. Händel: Joy to the World (aus Messias / Klavier – Keyboard – Gitarre) Oh Tannenbaum (Klavier)
Hark! The angels sing (Lied&Akkorde) Morgen kommt der Weihnachtsmann & Ihr Kinderlein kommet (Violine&Klavier)
Andachtsjodler (Klavier) Es schneielet, es beielet (Klavier)
Süßer die Glocken nie klingen & Leise rieselt der Schnee ( Gitarre) ■ G. F. Händel: Tochter Zion (Klavier/Piano)
Winter Wonderland ( Klavier) Winter Wonderland ( Keyboard)
■ J.Hopkins: Wir drei Könige aus dem Morgenland (Saxophon Es & Klavier/Piano)

Kostenlose Schach-Materialien

5-Züge-Eröffnungsbuch für „Fritz“-Turniere (Ersteller: Michael Scheidl) Download: ZIP-Datei

Five Engine Crackers

Die folgenden 5 modernen Schach-Studien sind für manche Schachprogramme echte Engine Crackers. Viel Spass beim Analysieren mit oder ohne Computer 🙂

FEN-Strings für das schnelle Copy/Paste der Stellungen in das eigene Schachprogramm:

  • 5N1n/3P1p1p/5P1k/1Pp1P2p/4KP1P/2p5/p4b2/5N2 w – – 0 1
  • k7/P4pp1/1P6/2p1P3/2P1n3/p5pB/P4n2/K5b1 w – – 0 1
  • 2k5/p2p4/1P6/P3p3/1q2N3/2p5/K7/7Q w – – 0 1
  • 7k/pp1pBp1N/1p3Pp1/b3K1PR/P3P2p/R1n4P/2P1N1P1/3q4 w – – 0 1
  • 4kb2/Rpn1p1rP/1P1pBPN1/4p3/4P1Qn/3b4/1r2R1K1/3qN3 w – – 0 1

Katie Melua: Pictures (Audio-CD)

Ungefähre Lesezeit für diesen Beitrag: 2 Minuten

Eine Ausnahmeerscheinung in der Pop-Szene

von Walter Eigenmann

Wenn eine Künstlerin wie die 23-jährige britisch-georgische Sängerin Katie Melua wirklich als einzige in den letzten 30 Jahre mit zwei verschiedenen Platten 100 Wochen lang in den Charts war – was kürzlich eine Auswertung der deutschen „Media-Control“ ergeben haben soll -, dann muss man von einer Ausnahmeerscheinung in der Szene sprechen. Daran einen gehörigen Anteil haben mag zwar (auch) der Profi-Arrangeur, Komponist und Melua-Produzent Mike Batt, aber da die Sängerin viele ihre Songs nicht nur selber singt und begleitet, sondern auch komponiert und textet, kann von einem „gemachten Erfolg“ von Battes Gnaden oder gar von einer musikalischen „Eintagsfliege“ mitnichten die Rede sein.

Wandlungsfähige Blues-Stimme

Katie Melua - Pictures - Audio-CD (Dramatico)Just ab heute hat nun die zweifache „Echo“-Preisträgerin ihr drittes Album in den Läden: „Pictures“ (Label Dramatico). Es ist ein Dutzend wiederum jener seltsam berührenden „Bilder“ geworden, wie sie inzwischen zum Markenzeichen dieser bildhübschen jungen Georgierin mit der sanften, aber auch wandlungsfähigen und präsenten, klaren Blues-Stimme avanciert sind.

Sensible Songs mit schmiegsamem Timbre

„Pictures“ versammelt zwölf wirklich schöne, mit Jazz-, Blues- und Folk-Elementen angereicherte, sehr sensibel gesungene Titel. Das erklärte Melua-Vorbild Eva Cassidy schimmert dabei zwar immer noch zuweilen „zwischen den Noten“ hindurch, aber Melos und Rhythmik dieser neuen Musik-„Bilder“ lassen auch unüberhörbar die Entwicklung hin zu weiteren Stil- und Ausdrucksmitteln (bis hin zu Reggae-Anklängen) erkennen.
Ein Glück, dass der oft üppig-überladene Back-Sound, mit dem Mentor Batt noch im Melua-Album „Piece By Piece“ das feine, schmiegsame Timbre seines „Zöglings“ manchmal fast zupampte, jetzt etwas runtergefahren wurde. Mentor Batt scheint gemerkt zu haben, dass weniger oft mehr ist, er holt die junge Sängerin nun endgültig in die Mitte.
Wenn Katie Melua ihre weiteren Alben nicht nur derart schnell wie bisher, sondern auch weiterhin auf diesem hohen Niveau produziert, ist noch enorm Großes von dieser Künstlerin zu erwarten. Oder wie’s vielversprechend heißt in ihrem Song „Ghost Town“: „We were born to ride, side by side; We were always reaching for the stars, And they can still be ours…“

Katie Melua, Pictures (Audio-CD), 45 Minuten, Label Dramatico

Lesen Sie im Glarean Magazin auch über die neue
CD von Grace Jones: Hurricane

… sowie über die Pop-/Jazz-CD von
Liska & Honzak: Bercheros & Uncertainty

Frieder W. Bergner: Das U und das E in der Musik

Ungefähre Lesezeit für diesen Beitrag: 15 Minuten

Das E und das U in der Musik

oder

wie eine fragwürdige Unterteilung, entstanden im deutschen Biedermeier, nicht nur für Verwirrung in den Köpfen heutiger Musikliebhaber sorgt, sondern auch kreative Musiker diskriminiert und einer Vielzahl von Komponisten die materielle Lebensgrundlage entzieht

von Frieder W. Bergner

Schon als ich vor etwa 30 Jahren begann, meinen Lebensunterhalt nur mit dem Spielen und Erdenken von Musik zu verdienen, erfuhr ich, dass die zeitgenössische Musik in zwei Kategorien eingeteilt wird: In „Ernste Musik“ und in „Unterhaltungs-Musik“. Ich komponierte damals noch eher wenig, weil ich den Hauptanteil meines Einkommens als Studio-Musiker in einem Rundfunk-Orchester sowie als Instrumental-Solist (Posaune) im Jazz und in der Improvisierten Musik verdiente. Eines war für mich jedoch völlig klar: Wenn in einem Konzert Musik aufgeführt wurde, die ich komponiert hatte, dann wollte ich, dass das Publikum während der Aufführung meiner Werke der Musik zuhörte. Ich wollte nicht, dass die Leute in diesen Konzerten während der Musik miteinander redeten, also sich unterhielten.

Frieder W. BergnerIch verstand mich deshalb auch nicht als Komponist von Unterhaltungsmusik, denn die Leute sollten ja meiner Musik erst mal zuhören, und sich erst nach dem Konzert darüber unterhalten. Natürlich wollte ich den Anspruch an mein Publikum auch nicht so weit treiben, zu verlangen, dass alle mit ernster Miene meiner Musik lauschten, das erschien mir dann doch übertrieben. Über einen witzigen Einfall des Komponisten sollte schon geschmunzelt oder gelacht werden dürfen, schließlich hatte er dies ja beim Komponieren beabsichtigt.
Deshalb verstand ich mich auch nicht als Komponist von Ernster Musik. Überhaupt konnte ich mir nicht recht vorstellen, dass es Komponisten geben kann, die allen Ernstes jegliche humoristische Attitüde in ihren Werken vermeiden wollen und sich deshalb freiwillig als Komponisten sog. Ernster Musik bezeichnen.

Zitat-Banner Glarean Magazin
„Es gibt keine leichte oder ernste Musik, es gibt nur gute oder schlechte Musik“ (Leonard Bernstein)

Aus diesen Gründen war mir damals schon die Unterscheidung von Ernster Musik hier und Unterhaltungsmusik dort völlig suspekt, all das erschien mir wie ein Kasperltheater um eigenartige Begriffskonstrukte und willkürliche Einrichtung von nutzlosen kulturtheoretischen Schubladen. Und natürlich wusste ich auch noch nichts davon, dass die Tatsache, dass ich bei den Urheberrechtsgesellschaften als U-Komponist geführt wurde, für mich erhebliche finanzielle Einbußen bringen würde.

Musik – bitte Ruhe!

Festzelt - Biergemeinde - Musik-Stimmung - Glarean Magazin
„Der bockwurstkauende, biertrinkende Prolet, der vor der Bühne beim sommerlichen Open-Air auf den Auftritt irgendwelcher Schlagerfuzzis mit ihrem epochalen Werk wartet…“

Was ich aber schon damals sehr genau verstand, war dass diese beiden Begriffe immer wieder zu einem bestimmten Zweck benutzt wurden. Menschen, die irgend eine bestimmte Art Musik entweder nicht mochten oder aber nicht verstehen wollten, bedienten sich wechselseitig immer wieder dieser beiden Begriffe, um die jeweils andere Art Musik zu diskriminieren. Der bockwurstkauende, biertrinkende Prolet, der vor der Bühne beim sommerlichen Open-Air auf den Auftritt irgendwelcher Schlagerfuzzis mit ihrem epochalen Werk „Das war ein Meisterschuss“ wartete, pfiff und krakeelte angeekelt, wenn vor diesem Hit das Orchester ein Stück aus George Gershwins „Porgy and Bess“ spielte. Weil ihm das nämlich zu ernste Musik war.
Ähnlich angeekelt reagierte der hochdekorierte Landeskirchen-Musikdirektor Professor P., als mein Freund M., sein Sohn, der eben noch bei den Bach-Wochen in dem mecklenburgischen Städtchen G. den 1. Trompeten-Part im Orchester mit Bravour gespielt hatte, als Student im fernen Dresden Mitglied der „Stern Combo Meissen“ wurde – einer Rockband, die damals einfach nur versuchte, interessante moderne Musik zu spielen. Für den Herrn Landeskirchen-Musikdirektor war das – ich zitiere wörtlich – „von Negermusik beeinflusste Unterhaltungsmusik“. Und deshalb redete er fortan mit seinem Sohn kein Wort mehr. Und weil er wenig später (mit dem Sohn unversöhnt) starb, hinterließ er jenem ein Trauma, das ihn Jahre später an der Musik verzweifeln und sich dem Alkohol zuwenden ließ.
Eine Geschichte wie aus der antiken Tragödie – und alles nur wegen „E und U“…

Soli Deo Gloria

Natürlich haben Menschen von jeher versucht, Musiken voneinander zu unterscheiden. Dabei waren es weniger die Musiker oder Komponisten, die dies taten, sondern eher jene, die Musik oder auch deren Kategorisierung und Abgrenzung – für welche Zwecke auch immer – benutzen wollten. Der Klerus bestand in alter Zeit strengstens darauf, dass geistliche Musik etwas ganz anderes sei als profane Musik, die ja, wie z.B. Tanzmusik, „fleischliche Gelüste“ provoziere. Die Musiker damaliger Zeiten selbst waren da weit weniger pingelig und auf Unterschiede bedacht. Unbekümmert recycelten sie Themen aus eigenen Tanzmusikkompositionen zu Material für Passionen und Messen – und umgekehrt. Tatsächlich funktionierte dies auch bestens: Kein Mann kam beim Hören einer Messe auf die Idee, sich seiner Nachbarfrau in der Kirchenbank unsittlich zu nähern, nur weil das Fugenthema des Kyrie Jahre zuvor schon einmal Thema einer sinnenfreudigen Gigue gewesen war…

"Bei der Uraufführung der Zauberflöte auf der Wieden in Wien herrschte eine Atmosphäre, die einer heutigen Musikkneipe vergleichbar wäre". (Bild: Spektakuläre Première in der Inszenierung von Schikaneder)
„Bei der Uraufführung der Zauberflöte auf der Wieden in Wien herrschte eine Atmosphäre, die einer heutigen Musikkneipe vergleichbar wäre“. (Bild: Spektakuläre Première in der Inszenierung von Schikaneder)

Bei der Uraufführung der Zauberflöte auf der Wieden in Wien herrschte eine Atmosphäre, die einer heutigen Musikkneipe vergleichbar wäre: Spektakuläre Blitze, Explosionen und andere theatralische Effekte waren gefordert, um die Aufmerksamkeit eines essenden, trinkenden und auf Amüsement fixierten Publikums zu erringen. Welches Schicksal wäre dieser Mutter aller Opern wohl beschieden gewesen, hätte es im klassischen Wien die E-U-Kategorisierung bereits gegeben? Nein, diese willkürliche Unterscheidung entwickelte sich, wie wir wissen, später.

Im 19. Jahrhundert entstand eine neue „Wissenschaft“, die Musikologie. Erste Anstöße dazu gaben u.a. Robert Schumann und sein Lehrer Friedrich Wieck mit der „Neuen Zeitschrift für Musik, herausgegeben durch einen Verein von Künstlern und Kunstfreunden“ (Bild). Deren Absicht war (Zitat):

"Erste Anstöße zu einer wissenschaftlichen Musikologie gaben u.a. Robert Schumann und sein Lehrer Friedrich Wieck mit der 'Neuen Zeitschrift für Musik'" (Bild: Deckblatt der Zeitschrift)
„Erste Anstöße zu einer wissenschaftlichen Musikologie gaben u.a. Robert Schumann und sein Lehrer Friedrich Wieck mit der ‚Neuen Zeitschrift für Musik'“ (Bild: Deckblatt der Zeitschrift)

„An die alte Zeit und ihre Wege mit allem Nachdruck zu erinnern, darauf aufmerksam zu machen, wie nur an so reinen Quellen neue Kunstschönheiten gekräftigt werden können, sodann die letzte (jüngste) Vergangenheit, die nur auf Steigerung äußerlicher Virtuosität ausging, als eine unkünstlerische zu bekämpfen, endlich eine neue, poetische Zeit vorzubereiten, beschleunigen zu helfen.“ Den „Davidsbündlern“ um Wieck und Schumann ging es also um Abgrenzung von der ihrerseits verachteten Episode des Virtuosentums.

Wie wir heute wissen, war die romantische Epoche nicht nur eine Zeit großer Kunst, sondern auch durch zahlreiche, heute grotesk anmutende Grabenkämpfe, durch Rufmorde und gegenseitige Verächtlichmachung der verschiedenen ästhetischen und politischen Lager gekennzeichnet. Möglich wurde dies durch das Entstehen zahlreicher publizierter Printmedien. Damit entwickelte sich das, was wir heute massenmediale Rezeption von Kunst und Kultur nennen.  Es gab nun erstmalig in der Kunstgeschichte Menschen, die ihren Lebensunterhalt damit verdienten, Kulturereignisse für das Publikum zu reflektieren, meist ohne selbst Künstler zu sein.  Es schlugen also nicht mehr nur eifersüchtelnde und erfolgsneidische Kreative verbal aufeinander ein (z.B. Börne vs Heine), sondern inzwischen mischte die neu entstandene Berufsgruppe der Kunstkritiker (z.B. Hanslick vs Wagner) kräftig mit.

Ernst – und unterhaltend

"Die neu entstandene Berufsgruppe der Kunstkritiker mischte kräftig mit". (Bild: Hanslick gegen Wagner in einer zeitgenössischen Karikatur)
„Die neu entstandene Berufsgruppe der Kunstkritiker mischte kräftig mit“. (Bild: Hanslick gegen Wagner in einer zeitgenössischen Karikatur)

Ästhetische wie inhaltliche Abgrenzung mag sinnvoll sein, oft genug jedoch kann man in der Kunst Ziele und Absichten am einfachsten fixieren, indem man sagt, was man nicht will. Die Trennlinie aber zwischen „ernst“ und „unterhaltend“ zu ziehen ist ebenso dumm wie nichtssagend. Wenn man das Überdauern von Zeitaltern und das Haftenbleiben im kollektiven kulturellen Bewusstsein als vielleicht einziges einigermaßen brauchbares, statistisch begründetes Qualitätskriterium für Kunst überhaupt nimmt, so zeigt sich, dass sich gerade die musikalischen Giganten der Geschichte dadurch auszeichneten, dass ihre Musik je nach kompositorischer Absicht beides war, ernst und auch unterhaltend. Wer würde dem Lacrimosa aus Mozarts Requiem seinen tiefen Ernst und seine Trauer aberkennen wollen, weil es den (tänzerischen = unterhaltsam-profanen) Dreierrhythmus benutzt? Nein, diese beiden Attribute sind so untauglich wie nur eben möglich, in der Geschichte ebenso wie heute.

"Du sollst die Schönheit lieben, denn sie ist der Schatten Gottes über dem Weltall". (Die chilenische Dichterin und Nobelpreis-Trägerin Gabriela Mistral)
„Du sollst die Schönheit lieben, denn sie ist der Schatten Gottes über dem Weltall“. (Die chilenische Dichterin und Nobelpreis-Trägerin Gabriela Mistral)

Die chilenische Dichterin und Nobel-Preisträgerin Gabriela Mistral hingegen formulierte ihre Forderungen an den Künstler ebenso einfach wie poetisch: „Du sollst die Schönheit lieben, denn sie ist der Schatten Gottes über dem Weltall. Sie soll aus deinem Herzen aufsteigen in dein Lied, und der erste, den sie läutert, sollst du selber sein. Du sollst die Schönheit nicht als Köder für die Sinne darbieten, sondern als natürliche Speise der Seele.“

Obwohl ich kein religiöser Mensch bin, sagen diese wenigen Worte mir mehr darüber, wie Kunst sein soll, als alle klugen Aufsätze, die ich von theoretisierenden Kritikern und neunmalklugen Inhabern höchster akademischer Titel und Weihen je gelesen habe. Denn diese Sätze spiegeln die Magie der Kunst ebenso, wie sie die Verantwortung des Künstlers formulieren!

Franz Schuberts „Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh´ ich wieder aus“

Darin finde ich auch jene wichtigen Schaffenskriterien, die ich für Künstler anerkennen mag. Weitab von E, U und all den geschwätzigen Deklarationen der Theoretiker gelten diese knappen Worte für Franz Schuberts: „Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh´ ich wieder aus“ mit der unvergleichlichen absteigenden Moll-Melodielinie ebenso wie für das so vollkommen wie einfach komponierte Beatles-Lied aus dem sog. White-Album: „Blackbird singing in the dead of night. Take these broken wings and learn to fly. All your life, you were only waiting for this moment to arise“.

Kunst mit Wissenschaft erfassbar?

Das White-Album der Beatles: „Blackbird singing in the dead of night. Take these broken wings and learn to fly. All your life, you were only waiting for this moment to arise“

Nichts gegen die Musikologie, aber wenn sie Wissenschaft sein will, sollte sie sich in ihren Versuchen zu kategorisieren endlich vom dünnen Eis solcher alles und nichts sagenden Attribute wie „ernst“ und „unterhaltend“ zurückziehen und sich, wenn dies überhaupt beim Thema Kunst möglich ist, in Definitionen und Fakten äußern. Sonst behalten auf Dauer all jene recht, die rundweg bestreiten, dass Kunst in ihrer Relevanz überhaupt mit den Methoden der Wissenschaft erfassbar ist. Selbst der große Adorno, welcher – wo er sich mit gesellschaftlich-soziologischen Tatsachen und deren Wirkung auf die Kunst beschäftigte – ein brillanter Analysator war, versagte bei den meisten seiner Versuche, den Fragen von Wert oder Unwert der Musik seiner Zeit auf den Grund zu gehen. Dabei wird er unkonkret-schwurbelig bis anmaßend in seinen Urteilen, weil auch er letztlich immer wieder bei den unseligen Buchstaben E und U landet.

Falls für jene unter uns, die heute Musik komponieren, irgendwelche Kategorisierungen und Einordnungen, die mehr zu sagen versuchen als „gut oder schlecht“, überhaupt wichtig sein können, dann müssen gerade wir uns mit diesen gesellschaftlichen Fakten beschäftigen, also mit der Art und Weise, wie Gesellschaft und Ökonomie sich mit unserer Kunst befasst, mit deren Praktiken der Veröffentlichung, Vervielfältigung und Verwertung. Denn genau hier gibt es Erscheinungen, deren Analyse sich lohnt, weil sie durch Zahlen, Mengen und Fakten begründet werden kann: Es gibt Musik, die industriell vermarktet wird, und solche, die nicht industriell vermarktet wird.

Vor der Musikindustrie sind alle gleich

„Sklaven, die die Peitsche der Werbung im Nacken haben“ (Udo Lindenberg über die deutschen Radiomacher)

Diese Unterteilung ist für die Komponisten und Interpreten, aber auch für das Publikum mindestens ebenso gravierend, wie die Unterscheidung zwischen gut und schlecht. Und außerdem vollzieht sie sich in vielen Fällen auch noch völlig unabhängig von jener. Es wird ja von der Musikindustrie innovative, ästhetisch anspruchsvolle Musik ebenso intensiv vermarktet wie die grottenschlechte. Letztere lässt sich jedoch im Gegensatz zu ersterer quasi am Fliessband produzieren, was zur Folge hat, dass sie von der Industrie natürlich in viel größerer Menge auf den Markt gekippt wird als erstere.

Thomas A. Edison diktiert in seinen Phonographen (1877)
Thomas A. Edison diktiert in seinen Phonographen (1877)

Mit der mechanischen Abbildung der akustischen Schwingungen durch Thomas A. Edison 1877 begann, wie wir wissen, eine neue Epoche für die Musik. Auch diese Kunst konnte nun ihrer Flüchtigkeit entrissen werden, und das einmalige Ereignis, bei dem Musiker einen Moment verzauberten, indem sie die Luft um sich herum in Schwingungen versetzten, konnte konserviert und später wiedergegeben werden. Dies war eine Entwicklung, die, wie viele Erfindungen der Menschheit, Segen und Fluch zugleich bedeutete. Plötzlich konnte sich jeder für wenig Geld den Gesang Enrico Carusos in sein Heim holen und hatte Anteil an einem Kunstereignis, das vorher nur wenigen, privilegierten Reichen vorbehalten war.

Gigantische Überschwemmung mit Musik

Andererseits wurde dadurch auch die so konservierte Musik zu einem Ding, einer Schallplatte, später einer CD, das man nach Belieben produzieren, vervielfältigen und verkaufen kann. Es entstand diese Industrie, die Musik (in Form ihres mechanischen oder digitalen Abbildes) produziert und damit Handel treibt. Und weil Industrien, wie schon Karl Marx herausfand, nur expandieren oder dann untergehen können, sorgte die Musikindustrie fortan für eine Überschwemmung der Welt mit Musik in gigantischem Ausmaß.
Und so entstand auch der Unterschied zwischen Menschen, die durch Komposition von Musik und durch deren Produktion Millionäre wurden – und solchen, die trotz harter, qualifizierter Arbeit als Musiker und Komponisten gerade mal ein Existenzminimum erwirtschaften:

Statistik der Musikbranche 2006/2007 - Quelle: Bild-Klick
Statistik der Musikbranche 2006/2007 – Quelle: Bild-Klick

Es ist also keinesfalls eine Frage von E oder U, oft nicht einmal eine Frage von gut oder schlecht, ob ein neues Musikstück von zahlreichen Menschen zur Kenntnis genommen wird oder nicht, und ob Komponieren oder Musizieren ein lukrativer Job ist oder nicht. Leute in den Chefetagen der Phono- und Veranstaltungs-Industrie entscheiden darüber. Sie bestimmen, welches Produkt – in unserer Sprache: Welche Komposition, welcher Solist, welches Ensemble – der Segnungen des Marketing teilhaftig wird und welches nicht. Also darüber, wofür der Werbeetat der Firma eingesetzt wird.

Kunstszene kontra Industrie, und…

Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich rede nicht vom öffentlich subventionierten Kunstbetrieb, wo die bescheidenen Tantiemensummen für die Aufführung eines sinfonischen oder kammermusikalischen Werkes letztlich aus Steuermitteln bezahlt werden, sondern von der Musikindustrie, die wirklich Gewinne von gewaltigen Ausmaß und somit auch Tantiemen in dieser Größenordnung erwirtschaftet.

Für uns Komponisten nun, die aus irgendeinem (oft nicht nachvollziehbaren) Grund in den Verzeichnissen der Tantiemen-Inkassogesellschaften in der U-Schublade gelandet sind, ist es höchst fatal, dass diese, wie z.B. die deutsche GEMA, einfach leugnen, dass es zwei verschiedene Produktions- und Verwertungsebenen in der Musik gibt: In der einen Ebene – ich nenne sie die Kunstszene – wird Musik quasi in handwerklicher, manufakturieller Tätigkeit in Einzelstücken hergestellt, d.h. komponiert und aufgeführt mit dem Ziel, die Welt und das menschliche Leben mit Kunst zu bereichern. Die Aufführungen erreichen im Erfolgsfalle Zahlen im Hunderterbereich und der Verkauf von Tonträgern erreicht Zahlen, die in nur sehr seltenen Fällen über den einfachen Tausenderbereich hinausgehen. Beide zusammen erwirtschaften Tantiemen in Größenordnungen, die nicht weit entfernt von einem mitteleuropäischen Durchschnittseinkommen liegen.

Zweifelhafte Unterscheidung in U- und E-Musik durch die deutsche GEMA
Zweifelhafte Unterscheidung in U- und E-Musik durch die deutsche GEMA

„Wir schützen und fördern die Urheber von Musik, vertreten die Interessen der Komponisten, Textdichter und ihrer Verleger weltweit und begleiten aktiv die Musikmärkte.“
„Wir prägen die kulturelle und wirtschaftliche Identität des Musiklebens und bilden die Brücke zwischen den Urhebern, der Musikwirtschaft und der Öffentlichkeit.“
„Unsere Unternehmenskultur ist geprägt durch respektvollen und offenen Umgang untereinander, durch Wissen und Erfahrung sowie durch Förderung von Eigenverantwortung.“ (Aus dem Leitbild der GEMA)

Die andere Ebene – der musikalisch-industrielle Komplex – folgt vollkommen anderen Gesetzen. Musik ist für ihn ein Produkt (wie Autos und Waschmittel), das in riesigen Stückzahlen industriell hergestellt und möglichst gewinnbringend vermarktet wird. Dieser Prozess vollzieht sich nach genau denselben Mechanismen, wie bei anderen Produkten auch. Es wird am Markt nach Bedarfszahlen geforscht, mittels Werbung der Konsum angeheizt und es gibt Erfolge mit riesigen Profiten, aber auch Flops, die rote Zahlen schreiben. Aufführungszahlen im Hunderterbereich, bzw. Tonträgerverkäufe im einfachen Tausenderbereich wie in der Kunstszene, kommen in den Rechnungen der Industrie nicht vor, und wenn doch, dann als extremer Misserfolg.

…Handwerksbetrieb gegen Konzern

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Beide Szenen sind ökonomisch ebenso unvergleichbar wie ein kleiner Handwerksbetrieb mit einem weltweit agierenden Konzern. Fatal an der Sache ist eben nur, dass die Produkte letztlich fast keine Unterschiede aufweisen. Ein Konzert ist ein Konzert, und eine CD ist eine CD.  Fatal ist ebenso, dass beide Szenen, was das urheberrechtliche Inkasso betrifft, oftmals grundsätzlich gleich behandelt  werden. Alle Verteilungsschlüssel und Punktesysteme, die ja auf der untauglichen Unterscheidung zwischen U und E beruhen, sorgen somit dafür, dass Komponisten, deren Stücke (meist in einem völlig mechanischen Akt) als Werke der U-Musik eingestuft sind, pro Aufführung nur ein Bruchteil der Tantiemen-Ausschüttung erhalten, die sie bekämen, wenn ihr Werk E wäre, obwohl die Inkassogesellschaft vom Veranstalter der Aufführung just die selbe Summe eintreibt – in dem Fall gibt es zwischen E und U keine Unterschiede!

Note für Note…

Man begründet dieses Ungleichgewicht heute damit, dass U-Musik grundsätzlich und stets massenhaft aufgeführt und verbreitet wird, während E-Musik ohnehin nur von einer kleinen Gruppe von gebildeten Liebhabern lebt. Deshalb können Komponisten von E-Musik von ihren Tantiemenüberweisungen oft recht gut leben, während U-Komponisten bei gleicher Aufführungszahl nur geringfügige Cent-Beträge ausbezahlt bekommen, von denen sie nicht einmal ihre Briefmarken bezahlen können!

Erste Partitur-Seite der Kantate „Rosen, wild wie rote Flammen“ nach Heines „Harzreise“ von Frieder W. Bergner

Ein selbst erlebtes Beispiel soll diese (völlig willkürliche) Ungleichbehandlung verdeutlichen: Meine Kantate „Rosen, wild wie rote Flammen“ für Vokalsoli, gr. Orchester, Jazzband und Rockensemble nach lyrischen Texten aus H. Heines „Harzreise“ bekam von der GEMA statt der von mir beantragten E (X, 10) die Einstufung U (XI, 5). Laut Verteilungsplan bedeutete dies ein Verhältnis von 1200 Punkten zu 60, das heißt die GEMA sprach mir ein Anrecht auf genau 5% der zu verteilenden Netto-Tantiemeneinnahmen zu. Die „restlichen“ 95% der auszuzahlenden Einnahmen verteilte sie ohne mich zu fragen an andere Komponisten.
Diese Kantate war ein Auftragswerk anlässlich der festlichen Eröffnung einer ostdeutschen Landesgartenschau. Die Honorarsumme lag bei etwa 70% der vom Dt. Komponistenverband veröffentlichten Honorarrichtlinie (Minimum) für Kompositions-Aufträge für Konzert und Musiktheater. Nicht gerade üppig, zumal, wenn ich hinzufüge, dass ich fast ausschließlich daran ca. 6 Wochen gearbeitet habe, 6 Tage pro Woche. Ich denke, ich habe straff gearbeitet, sicher gibt es Kollegen, die 30 Min. konzertante Musik für diese Besetzung schneller schreiben können, aber auch welche, die dafür länger brauchen.
Beim Schreiben dieser Komposition bin ich ethisch-ästhetischen und künstlerischen Impulsen und Kriterien wie auch intellektuellen Ansprüchen gefolgt, die ich ausführlichst darlegen könnte, wenn dies nicht zu weit führte. Das Stück wird aller Voraussicht nach keine weitere Aufführung haben, nicht weil es durchfiel, sondern weil (hoffentlich) zu einem neuen entsprechenden Anlass ein neuer Auftrag an einen Komponisten erteilt werden wird. Das heißt, dass es für mich einen immensen Unterschied macht, ob ich von der GEMA 60 oder 1200 Anteilspunkte einer Summe X ausbezahlt bekam!

Weniger Geld für gleiche Arbeit?

Nun soll dieser mein Artikel nicht eine Jammer-Arie über Einkommensverluste sein, sondern ich will damit verdeutlichen, dass diese blödsinnige E-U-Trennung nicht nur Unheil in den Köpfen von Musikliebhabern anrichtet, die in der Flut von veröffentlichter Musik nach irgendeiner Orientierung suchen, sondern dass diese für eine große Zahl von Komponisten bewirkt, dass sie von ihrer Arbeit nicht leben können. Nämlich für all jene, die Idiomatik und Interpretationsweisen aus Pop und Jazz in ihren Werken verwenden und deren Werke deshalb zur U-Musik erklärt werden, obwohl sie sich weder in Ästhetik, Anspruch, Umfang noch durch Aufführungszahlen von Werken unterscheiden, die zur E-Musik erklärt wurden.

Noten und Noten - ein komplexes Spannungsfeld...
Noten und Noten – ein komplexes Spannungsfeld…

Die Einstufung einer Kompositionen nach E bzw. U wird den betroffenen Komponisten von der GEMA bezeichnenderweise nur auf Anfrage mitgeteilt. Sie erfolgt in einem ersten Schritt in Unkenntnis der Partitur (!). Erst wenn der Komponist Einspruch dagegen erhebt, darf er das Werk beim sogenannten Werkausschuss vorlegen. Dieser besteht zwar aus durchaus qualifizierten Komponistenkollegen, sie entscheiden aber nach Kriterien, die rein mechanisch sind: „Diese (Kriterien) beinhalten z.B. Changes-Notationen, Spielanweisungen des Jazz, tonale Kadenzierungen, rhythmische Patternbildungen etc. Der Werkausschuss darf sich in seiner Einstufungsentscheidung nur auf die Beurteilung der verwendeten musikalischen Parameter im Gesamtzusammenhang des Werkes stützen. Die Ethik und Ästhetik beim Komponieren verantwortet allein der Komponist, darüber darf der Werkausschuss nicht befinden.“ (Zitat: Vorsitzender des GEMA-Werkausschusses).  So wird also mit der Begründung, dass man ja keine willkürliche Entscheidung nach ethisch- ästhetischen Prinzipien treffen darf, eine Willkürentscheidung nach der Notation von bestimmten Teilen der Partitur getroffen…

Wie sähe eine bessere Welt aus ?

"Vergessen wir E und U und überlassen die Genrebezeichnungen den Komponisten selbst oder dem Publikum, so sie Schubladen zum Einordnen der Musik benötigen." (Frieder W. Bergner)
„Vergessen wir E und U und überlassen die Genrebezeichnungen den Komponisten selbst oder dem Publikum, so sie Schubladen zum Einordnen der Musik benötigen.“ (Frieder W. Bergner)

Wahrscheinlich wäre es ganz einfach: Vergessen wir E und U und überlassen die Genrebezeichnungen den Komponisten selbst oder dem Publikum, so sie Schubladen zum Einordnen der Musik benötigen. Bei Jazz, Zwölftonmusik, Be Bop, Mercey-Beat, Minimal Music, New Age und so vielem anderen hat dies doch bestens funktioniert.  Die Tantiemen aber sollten nach Verwertungszahlen ausgeschüttet werden, d.h. mit steigender Zahl der Aufführungen oder Verkaufszahlen der Tonträger verringert sich deren Auszahlungssumme, und die Differenz wird auf die Auszahlung weniger gespielter Werke aufgeschlagen. Damit sind zwar künstlerische und ästhetische Prinzipien gänzlich außen vor (spätes Pech für die Davidsbündler…), aber man schafft wenigstens ansatzweise Verteilungsgerechtigkeit, so wie dies heute jeder halbwegs zivilisierte Staat mit verantwortungsbewusster Steuergesetzgebung versucht.

Wert oder Unwert von Musik kann man sowieso weder mit Buchstabenkürzeln wie E und U noch in Tantiemenbeträgen ausdrücken, das Urteil wird im Herzen von Publikum und Musikern gefällt und erhärtet sich in jenen Jahren, Jahrzehnten und Jahrhunderten, die ein Werk überdauert – oder eben nicht. ■


Frieder W. BergnerFrieder W. Bergner

Geb. 1954 in Zwickau/BRD, Studium an der Dresdner Musikhochschule, zahlreiche kompositorische Arbeiten und Arrangements in den Genres Jazz, Pop, Rock und Kammermusik u.a. für Theater und Rundfunk, lebt als freischaffender Komponist und Instrumentalist in Ottstedt/BRD

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