Kompositionswettbewerb 2018 für geistliche Musik

Instrumentale Vertonung von sakralen Texten

Kompositionswettbewerb 2018: Das Gemälde «Vanitas – Stillleben mit Totenkopf» von Sebastian Stoskopff (1597-1658)Einen internationalen Kompositions-Wettbewerb für geistliche Musik schreibt das Festival International de Musiques Sacrées Fribourg aus. Die eingereichten Werke sollen ausschließlich für ein Instrumentalensemble mit 1 Bratsche, 1 Fagott, 2 Posaunen, 2 Pauken und 1 Harfe geschrieben sein. Inspiriert worden sein müssen die Vertonungen von dem Gemälde «Vanitas – Stillleben mit Totenkopf» von Sebastian Stoskopff (1597-1658). Einsende-Schluss ist am 15. Oktober 2017; hier finden sich die weiteren Details der Ausschreibung. ♦

50-Euro-Musik-Preisrätsel (Juli 2017)

Der neue Preisrätsel-Spaß

In regelmäßigen Abständen schreibt das Glarean Magazin ein Preisrätsel aus – diesmal wieder aus der Welt der Musik. Wer als erste/r die vollständige Lösung des untenstehenden Musik-Kreuzworträtsels einreicht, erhält 50 Euro (Ausland) bzw. 50 Franken (Schweiz).
Das neue 50-Euro-Musik-Kreuzworträtsel kann (via Druck-Funktion des Browsers) ausgedruckt, ausgefüllt und anschließend als Scan-Grafik mit einem Link via „Kommentar“ eingereicht werden.
Weitere Möglichkeit: Alle Lösungswörter werden mit ihren passenden Waagrecht-/Senkrecht-Nummern via „Kommentar“ geschrieben. – Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Einsende-Schluss ist am 15. Juli 2017 (13 Uhr)

Viel Spaß und Erfolg!

Das neue 50-Euro-Musik-Kreuzworträtsel (Juli 2017)
Das neue 50-Euro-Musik-Kreuzworträtsel (Juli 2017)

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Internationaler Kompositionswettbewerb (Klavier)

Solo-Werke für Piano gesucht

Christoph Delz - Pianist und Komponist (1950-1993)
Christoph Delz – Pianist und Komponist (1950-1993)

Für Komponistinnen und Komponisten jeglicher Nationalität (mit Geburtstag nicht vor dem 1. Januar 1983) schreibt die Stiftung Christoph Delz einen internationalen Klavier-Solo-Kompositionswettbewerb 2018 aus. Für den in Zusammenarbeit mit dem Lucerne Festival organisierten Wettbewerb kann ein Werk für Klavier solo eingesandt werden. Der Einsatz von elektronischen Hilfsmitteln für die Werk-Aufführung ist ausgeschlossen. Der Preis ist mit total 50’000 Schweizer Franken dotiert, Einsende-Schluss ist am 31. Oktober 2017. Hier finden Sie den Download der weiteren Wettbewerbs-Bestimmungen. ♦

Der Fheodoroff-Kompositionswettbewerb 2018

Gesucht: Neue Werke für Chor und Orchester

Nikolaus Fheodoroff (1931-2011)
Nikolaus Fheodoroff (1931-2011)

Für Komponistinnen und Komponisten jeder Nationalität und jeden Alters schreibt das österreichische Land Kärnten seinen Internationalen Nikolaus-Fheodoroff-Kompositions-Preis 2018 aus. Eingereicht werden kann ein Werk von 20 bis 25 Minuten Dauer in der Besetzung Großer Chor & Großes Orchester. Das Motto lautet: «Friede ein Wort – NUR ein Wort?» (gemäß einer Komposition von Nikolaus Fheodoroff, 1987). Der Wettbewerb ist mit 10’000 Euro dotiert, Einsende-Schluss ist am 30. April 2018, hier findet sich die detaillierte Wettbewerbs-Ausschreibung. ♦

Weitere Kompositionswettbewerbe im Glarean Magazin

Internationaler Klavier-Kompositionswettbewerb der Christoph-Delz-Stiftung

Severin von Eckardstein plays Robert Schumann

Ein Plädoyer für die Romantik

von Christian Busch

Wenn es dunkelt, die Sonne im Waldesschatten versinkt und der Himmel in sternklarer Nacht im Blütenstaub still die Erde küsst, spannt in dämmrigen Felsenklüften die Seele weit ihre Flügel, als flöge sie nach Haus, und lüftet ihr innerstes Geheimnis: die Liebe. „Durch alle Töne tönet / im bunten Erdentraum / Ein leiser Ton / Für den der heimlich lauscht“ (Friedrich Schlegel)

Wie in Joseph von Eichendorffs Landschaften formte die Romantik wie keine andere Epoche die Sprache und Welt der Seele, welche sich in Abgeschiedenheit und privater Intimität ungeachtet gesellschaftlicher Wirklichkeit und politischer Zensur zu Wort bzw. zum Tone meldet. Schon der große Idealist Beethoven hatte sich in seinem 1816 komponierten Liedzyklus «An die ferne Geliebte» zur romantischen Tonsprache der Innerlichkeit bekannt, welche seinen romantischen Nachfolgern den Weg ebnete. Robert Schumann, der als schweigsam, introvertiert, hochgebildet und als Inbegriff der deutschen Hochromantik gilt, fand sein Element zwischen mildem Eusebius und wildem Florestan im Phantastischen, in der musikalischen «Fantasie» des Klaviers, dem Instrument der Seele.

Balance zwischen Florestan und Eusebius

Severin von Eckardstein (*1978)

Der 1978 in Düsseldorf geborene Pianist Severin von Eckardstein hat sich nun in seiner neuen CD neben den drei Fantasiestücken op. 111 und den Fantasiestücken op. 12 auch Robert Schumanns einzigartiger Fantasie in C-Dur op. 17 angenommen. Bei der 1838 vollendeten Fantasie, die zugleich Ausdruck von Schumanns leidenschaftlicher, aber problematischer Beziehung zu Clara Wieck  («das Passionierteste, was ich je geschrieben habe») als auch eine Hommage an Beethoven (man höre nur die Triolen aus der Mondscheinsonate im dritten Satz) war, kommt es zweifellos immer wieder neu darauf an, die Balance zwischen sanguinischem Florestan und dem jede extrovertierte Effekthascherei fremd anmutenden Eusebius in Schumanns Temperament zu finden. Jegliches Zuviel an jugendlicher Überschwänglichkeit oder distanziert abgeklärtem, vermeintlich reifen Musizieren sind hier eher abträglich.

Brodelndes Temperament neben harmonischer Liebes-Sehnsucht

Pianist Eckardstein gelingt in "Robert Schumann" der perfekte Spagat zwischen Sentimentalität und teilnahmsloser Distanz mit einer am Ende edlen Note. Ein Plädoyer unserer Zeit für die Romantik - hervorragend.
Pianist Eckardstein gelingt in „Robert Schumann“ der perfekte Spagat zwischen Sentimentalität und teilnahmsloser Distanz mit einer am Ende edlen Note. Ein Plädoyer unserer Zeit für die Romantik – hervorragend.

Umso verblüffender das Ergebnis, das Schumanns «Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust» mit großer Natürlichkeit und Klarheit vereint. Die großen Sprünge und Gegensätze in der Komposition, hier brodelndes Temperament, ausbrechender Stolz und rauschhafte Getriebenheit einerseits, träumerischer Schwebezustand, friedvoll-harmonische Sehnsucht nach Liebe andererseits sind auf wundersame und doch scheinbar selbstverständliche Weise – und doch ohne Glättungen – verbunden; phantastisch!  Und wenn man die CD in seine Sammlung einreiht, hat man das Gefühl, dass auf den älteren, durchaus leidenschaftlicheren Aufnahmen (Arrau, Kissin, Le Sage) ein wenig Staub liegt.
Die ebenfalls äußerst gelungenen Darbietung der Fantasiestücke op. 111 und op. 12, welche in ihrer zwar virtuosen, aber immer romantisches Ethos verkörpernden Episoden faszinieren, runden die CD, die außerdem mit einem fachkundig-emphatischen Kommentar des Künstlers im Booklet versehen ist, ab.
Ein Plädoyer unserer Zeit für die Romantik. ■

Severin von Eckardstein (Klavier): Severin von Eckardstein plays Robert Schumann, Cavi-Music (Harmonia Mundi)

Hörproben