Rainer Wedler: Drei Weihnachtsgrotesken (Kurzprosa)

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Drei Weihnachts-Grotesken

Rainer Wedler

Dieses Jahr

haben wir Weihnachten ausfallen lassen.
Jetzt hat mein Vater zwei neue Schneidezähne, meine Mutter trägt den Arm noch immer in der Schlinge, meinem Bruder sitzt die Nase schief. Warum nur ich kein bleibendes oder nicht wenigstens ein vorübergehendes Andenken ans Fest habe, das wissen die Götter. Oder das Christkind. ♦

Der Nikolaus

wird das Christkind heiraten. Eigentlich fällt sowas ja unter den Pädophilenparagraphen. Aber Promis sind  eben exempt. Oder es traut sich keiner an sie heran. Wie dem auch sei, diese Weihnachten soll die Hochzeit gefeiert werden.
Ein Störfaktor könnte allerdings Knecht Ruprecht werden, das ist der mit der furchterregenden Rute. Aber warten wir’s ab, vielleicht gibt’s ja ´nen flotten Dreier oder so. ♦

Einen ganz besonders ausgefallenen Weihnachtsschmuck

hatten wir im letzten Jahr. Oder soll ich sagen, einen abgefallenen? Es geschah zu der Zeit, da Cyrenius Landpfleger in Syrien war. Die Nachbarin hatte Sturm geläutet, Frohe Weihnachten allerseits, und sich dabei an einem Sektglas festgehalten. Auf die Dauer schien ihr das aber zu unsicher, also hängte sie sich mit der freien Hand an den nächstbesten Zweig, auf dem die Kerzen traulich brannten, Halleluja, dann ging sie, den Zweig festumklammernd,  dabei zwangsläufig den im Lichterglanz erstrahlenden Baum nach sich ziehend, mit Getöse zu Boden, klingelingklingeling, ein lustig Klirren und Knistern hub an,  es roch nach brennendem Tannengrün, eine Eimerkette war schnell gebildet und das Haus gerettet.
Der kurzzeitige Weihnachtsschmuck zog sich wachs-, wasser- und ruhmbekleckert in die eigenen Gemächer zurück, Frohe Weihnachten und vielen Dank für den schönen Abend. ♦


Rainer Wedler - Schriftsteller - Glarean MagazinRainer Wedler

Geb. 1942, nach dem Abitur als Schiffsjunge in die Türkei, nach Algerien und Westafrika; Studium der Germanistik, Geschichte, Politik, Philosophie, Promotion über Burleys „Liber de vita“, zahlreiche Lyrik-, Kurzprosa- und Roman-Veröffentlichungen

Lesen Sie im Glarean Magazin auch die Kurzprosa von Herbert Friedmann: Im Literaturhaus (Satire)

P. Maset: Wörterbuch des technokratischen Unmenschen

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Von „Beschulung“ bis „Humankapital“

von Dr. Rainer Wedler

Pierangelo Maset - Wörterbuch des technokratischen Unmenschen - Radius Literatur Verlag - Glarean Magazin

„Wörterbuch des technokratischen Unmenschen“ – der Titel lässt aufhorchen. Ein Desiderat, denkt man, die längst fällige Fortschreibung der Tradition von Victor Klemperers „Lingua tertii imperii“, Karl Korns „Die Sprache in der verwalteten Welt“ und dem Gemeinschaftswerk „Aus dem Wörterbuch des Unmenschen“ von Gerhard Storz, Wilhelm E. Süskind und Dolf Sternberger, den in Heidelberg zu hören der Rezensent das Glück hatte. Doch um es vorwegzunehmen: der Leser wird ein wenig enttäuscht.

Dem Technokraten, ein generalisierender Begriff, wird Unmenschlichkeit unterstellt. Niemand wird bestreiten wollen, dass ungebremstes Gewinnstreben und oft unreflektierter technologischer Fortschritt eine sichtbare Gefahr für unsere Gesellschaft darstellen, aber daraus über den Titel eine Assoziation zum totalitären System des Nationalsozialismus herzustellen, geht über das Ziel hinaus.

Dazu einzelne Stichwörter.
– alternativlos: Das kann phantasielos sein, denkfaul, unmenschlich ist es gewiss nicht.
– Benchmarking: Am Anglizismus mag man sich stören, auch daran, dass Objektivität oft nur vorgetäuscht ist, überzogen die Schlussfolgerung: Für den technokratischen Unmenschen hingegen ist das „Benchmarking“ ein wunderbares Instrument „zur Optimierung der von ihm erstrebten Herrschaftsform“ (S. 35).
– Engagement: Es bedarf schon einiger Gedankenwindungen, um diesen Begriff ins Unmenschenwörterbuch zu befördern. Dass mit einiger Mühe jeder Begriff ins Negative gewendet werden kann, beweist der Autor auch hier. „Engagement“ wird dann nämlich zu einem Instrument, das „Ausfallerscheinungen in Staat und Gesellschaft kostengünstig korrigieren soll“. (S. 59) Über diesen Satz kann man diskutieren, man sollte es, dennoch gehört „Engagement“ nicht in dieses Wörterbuch.

Gründliche Überarbeitung nötig

Die Liste liesse sich leicht fortsetzen, wir wollen aber nur zwei gelungene Beispiele vorstellen.
– Audit: Ein furchtbares Wort, das zu Recht dem Unmenschen zugeschrieben werden kann.
– Beratung/Consulting: Ein camouflierender Begriff, unmenschlich wäre auch hier zu stark. „McKinsey und Konsorten haben den Umbau der Gesellschaft mitbewirkt und sehr viel Geld aus Behörden und Unternehmen herausgezogen, die nicht selten nach einer ‚Beratung‘ am Boden liegen“ (S. 37). Dem ist nichts hinzuzufügen.

Wäre nicht der fatale „Unmensch“ in den Titel geraten, man hätte Pierangelo Masets neues „Wörterbuch des technokratischen Unmenschen“ mit ganz anderen Augen gelesen, denn den meisten kritischen Bemerkungen des Autors ist zuzustimmen. Ein schmales Buch, das manches erhellt, dem aber zu wünschen wäre, dass es für die zweite Auflage gründlich überarbeitet würde.

Wäre also nicht der fatale „Unmensch“ in den Titel geraten, man hätte mit ganz anderen Augen gelesen, denn den meisten kritischen Bemerkungen des Autors ist zuzustimmen. Gelungene Beispiele sollen genannt werden:
Beschulung, Corporate Identity/Corporate Design, Eindringtiefe, Humankapital, Kreativität/Kreativwirtschaft, Philosophie, Update/Upgrade.

Trotz aller Kritik: Ein schmales Buch, das manches erhellt, dem aber zu wünschen wäre, dass es für die zweite Auflage gründlich überarbeitet würde.

Pierangelo Maset: Wörterbuch des technokratischen Unmenschen, Radius-Verlag Stuttgart, 144 Seiten, ISBN 978-3871739491

Lesen Sie im Glarean Magazin zum Thema Wirtschaft & Ethik auch das „Zitat der Woche“ von
Peter Ulrich: Bewusstseinsschub der Menschheit erforderlich
… sowie zum Thema Wörterbuch über den
Duden: Das Bedeutungswörterbuch

Rainer Wedler: Die Weihnachtsaktion (Satire)

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Die Weihnachtsaktion

Rainer Wedler

Sehr verehrte, liebe Marktleiterinnen und Marktleiter!
Ganz herzlich darf ich Sie begrüssen zu unserer alljährlichen Weihnachtsaktion. Wie Sie sehen, möchte ich Sie mit der zwar bekannten, aber doch jedes Jahr wieder neuen Spezialkleidung einstimmen auf die kommenden Wochen und Monate, die der eigentlichen Aktion vorausgehen, die den Älteren unter Ihnen noch als Weihnachtsfest bekannt sein dürfte. Zwar ist mein rotes Aktionskleid etwas zu warm für diesen wunderbaren Spätsommer, ha, ha, aber neue Entwicklungen auf dem Stoffsektor haben es leichter und weniger warm gemacht.
Aber was rede ich von mir, meine lieben und verehrten Marktleiterinnen und Marktleiter. Reden wird von der Aktion der Aktionen, reden wir von der Weihnachtsaktion. Sie sehen hier zu meiner Linken unser bekanntestes Produkt, unseren Schnelldreher, unser GOLDNUSS-PÄRCHEN. Nun dreht euch mal. Sind sie nicht zum Anbeissen? Braun wie VON HAUSEN-Schokolade, diese braunen Brüstchen, wie sie hüpfen, und erst der Hintern, die kleinen Arschbäckchen, alles goldbraun-nussig. Eine aufmerksamkeitsstarke und ungewöhnliche Weihnachtspromotion. Und nun, meine sehr verehrten Marktleiterinnen und Marktleiter, zu meiner Rechten ein weiterer Blickfang. Der echte Weihnachtsmann in seiner typischen Kleidung: rotes Gewand mit Kapuze, wahlweise auch mit Mitra, weisser Bart und kleiner Jutesack. Als nette Geschenke für die kleinen Kunden verteilt er aus dem Säckchen FLUPPIES, das sind wuschelige und flauschweiche Kerlchen mit Fühlern und beweglichen Knopfaugen. Und der Gag: Die lustigen kleinen FLUPPIES haben selbstklebende Füsschen. Und natürlich verteilt der gute Weihnachtsmann GOLDNUSS-PÄRCHEN an die lieben Grossen.
Nun, jetzt kennen Sie die Akteure. Wir kommen sodann zur Durchführung der Aktion:
1) Einsatztermin und Aktionspunkt müssen mit dem Markt vereinbart werden. Der Markt verfügt über angemessene Bestand an Produkten der SIANOVE-Gruppe.
2) Es ist die aktionstypische Kleidung, wie soeben erwähnt, zu tragen.
3) Die SIANOVE-Gruppe stellt Ihnen die kleinen FLUPPIES zur Verfügung. Pro Einsatztag dürfen maximal 100 FLUPPIES (= Verpackungseinheit) ausgegeben werden. Die Ausgabe erfolgt aus dem Jutesäckchen. Entfernen Sie die Folie unter den Füsschen und heften Sie das lustige Kerlchen den Kindern an oder auch den Grossen.
4) Nutzen Sie den ganzen Einzugsbereich des Aktionsplatzes und gehen Sie aktiv auf den Verbraucher zu.
5) Sorgen Sie für Ordnung und Sauberkeit an Ihrem Aktionspunkt.
6) Füllen Sie den Einsatzbericht mit exakten, eindeutigen Angaben aus.
7) Unser GOLDNUSS-PÄRCHEN wird direkt aus der Box angeboten, damit der Verbraucher neben dem softig-nussig-feinen Geschmack auch die schöne Innengestaltung und die farbtypische Gesamtgestaltung wahrnimmt.
8) Die Übergabe der ganzen Praline erfolgt, indem Sie das Pralinenkörbchen unten anfassen und nach vorn aus dem Tiefzieheinsatz lösen. Greifen Sie mit Daumen und Zeigefinger den Körbchen-Henkel und überreichen Sie das Probierstück mit der aufgeklebten Siegelmarke nach vorn – in Richtung des Konsumenten. Der Konsument darf die Praline auf keinen Fall selbst aus der Box nehmen !
9) Vermeiden Sie auf jeden Fall Mehrfachabgaben der Probe an eine Person.
Wenn Sie sich genau an unsere Vorschriften halten, kann eigentlich nichts schiefgehen und Sie werden grossen Erfolg mit den Produkten der SIANOVE-Gruppe haben. Sie sollten allerdings von eventuell auftretenden Einsatzhindernissen ohne Verzug per Lockruf die oberste Einsatzleitung am Stammsitz unserer Firma in Kenntnis setzen. Nur dann haben wir die Chance, notwendige Korrekturen zu veranlassen.
Sollten Sie noch irgendwelche Fragen haben, so stehe ich gerne zu Ihrer Verfügung. Wie ich Ihren schon weihnachtlich glänzenden Gesichtern entnehme, scheint dies aber nicht der Fall zu sein. Deshalb darf ich mich ganz herzlich von Ihnen verabschieden, nicht ohne Ihnen recht guten Erfolg bei unserer gemeinsamen Pflege altchristlichen Brauchtums und wahrer Gläubigkeit zu wünschen. Zum Abschluss unserer alljährlichen Einsatzbesprechung darf ich unser GOLDNUSS-PÄRCHEN nun bitten, uns mit ihrer wunderbaren, exotischen SIANOVE-SHOW zu erfreuen und mit heissen Rhythmen auf das Fest der Feste einzustimmen.
Sie alle, meine lieben Marktleiterinnen und Marktleiter, darf ich gleichzeitig zu einem Glas Sekt einladen und zum Genuss unserer vielfältigen SIANOVE-Produkte. – Vielen Dank für Ihre freundliche Aufmerksamkeit! ♦


Rainer Wedler - Schriftsteller - Glarean MagazinRainer Wedler

Geb. 1942, nach dem Abitur als Schiffsjunge in die Türkei, nach Algerien und Westafrika; Studium der Germanistik, Geschichte, Politik, Philosophie, Promotion über Burleys „Liber de vita“, zahlreiche Lyrik-, Kurzprosa- und Roman-Veröffentlichungen

Lesen Sie im Glarean Magazin auch die Satire von
Bernd Giehl: Museumsreif
ausserdem im Glarean Magazin zum Thema Weihnachten über

Joachim Elias Zender: Geliebte alte Bücher

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Verführerische Kulturgeschichte des Buches

von Dr. Rainer Wedler

Liebe macht glücklich! So viel Gefühl muss erlaubt sein bei einem schönen Buch mit dem Titel „Geliebte alte Bücher“. Ein Buch für Auge, Hand und Herz nicht nur, sondern auch und nicht zuletzt ein praktischer Leitfaden für Fachleute und Laien gleichermassen, ein Kompendium, das dem bibliophilen Rezensenten einiges Überraschendes bietet, dem wissbegierigen Anfänger auf anschauliche und anregende Weise in den Kosmos Buch behutsam einführt.

Joachim Elias Zender: Geliebte alte Bücher - Sammeln - pflegen - schätzen
Joachim Elias Zender: Geliebte alte Bücher – Sammeln – pflegen – schätzen

Zender erzählt komprimiert und dennoch gut verständlich eine kleine Kulturgeschichte des Buches bis ins 20. Jahrhundert: Von der Papierherstellung über die verschiedenen Drucktechniken bis zum gebundenen Endprodukt. Wir erfahren von berühmten Druckern und wichtigen Druckorten, davon, wie die Illustrationen ins Buch gekommen sind, ihre unterschiedlichen Techniken vom Holzschnitt und Kupferstich bis zu den Bilddrucktechniken des modernen Massendrucks.

Fazit-Banner - Glarean Magazin
Zender erzählt in seinem „Geliebte alte Bücher“ sehr komprimiert und dennoch gut verständlich eine kleine Kulturgeschichte des Buches bis ins 20. Jahrhundert. Das Buch eines Bucherotikers für Bibliophile – verführerisch schön!

Es geht aber auch um das Sammeln, Aufbewahren und Pflegen, darum, wie und wo man ein altes Stück erwerben, wie Fälschungen erkennen kann. Solange es Bibliophile, ja, Bibliomane gibt, wird das gedruckte Buch nicht untergehen, auch nicht angesichts des Vordringens von E-Book und Konsorten. „Geliebte alte Bücher“ mit seinen verführerisch schönen Fotos verrät den Buchexperten Zender als Bucherotiker. ♦

Joachim Elias Zender: Geliebte alte Bücher / Sammeln – pflegen – schätzen, Halbleinen, 136 Seiten, Thorbecke Verlag, ISBN 978-3799508728

Leseprobe

Buch-Illustration: Die alte Buchhandlung „Shakespeare&Company“ in St. Germain / Paris

 

Rainer Wedler - Schriftsteller - Glarean Magazin

Rainer Wedler

Geb. 1942 in Karlsruhe, Studium der Germanistik, Geschichte, Politik, Philosophie, Promotion über Burleys „Liber de vita“; zahlreiche Lyrik-, Kurzprosa- und Roman-Veröffentlichungen in Büchern und Zeitschriften; lebt in Ketsch/BRD

Lesen Sie im Glarean Magazin zum Thema Kulturgeschichte auch den Essay von
Joanna Lisiak: Des Künstlers Seele

Rainer Wedler: Keiner hat Gottfried Wilhelm… (Satire)

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Keiner hat Gottfried Wilhelm gefragt

Rainer Wedler

Keiner hat Gottfried Wilhelm gefragt, wie auch, der war schliesslich tot, ziemlich lange schon. Hermann Bahlsen ficht das nicht an. Leibniz hat noch Glück gehabt, weil Bismarck schon für den Hering vergeben war. Nicht auszudenken, ein saurer Leibnizhering mit weichen Gräten! Immerhin kriegt der Leibniz postum als Cakes eine Goldmedaille auf der Weltausstellung in Chicago, wenn schon die Welfen ihren Philosophen nicht zu schätzen wussten. Leibniz – Hannover – Bahlsen – Keks. Natürlich hat der hinterlistige Herr Bahlsen die Konnotation gewollt: Bahlsenkeks – dem Leib nizt! Und was haben wir heute? Den couch cake. Der Gerechtigkeit halber sei allerdings hinzugefügt, dass viele dem Hannoveraner gefolgt sind, die Beukelaers und die Griessons, die Lambertzs und die Coppenraths usw. usf.

Ich kekse, wenn du kekstest.
Ich kaks bereits, sagst du, mein Keksweib, meine Kebse.
Wie schade, wo wir doch stets zusammen keksend auf dem Laken lagen.
Und Krümel piekten.
Nicht wenn ich die Kekse im Apfelkorb versteckte.
Und doch, sagt sie, die Kekse haben Zähne.
Ich weiss, ich weiss, bei Leibniz sind´s gar 48. Wenn ich genau sein will, sind an den vier Ecken noch furchteinflössend grosse Reisszähne, macht nach Adam Riese 52.
Und du, sagt sie, hast nicht mal 32 mehr.
Du gehst mir auf den Keks, sag ich, ich kekse jetzt allein, du Keifweib von einer Kekse.

Leibniz sei´s geklagt, der Keks ist alt und wabbelig, heraus kriecht die Monade. Die Keksverkäuferin hat mich betrogen, die graugraue Kellerassel, die nachts nackte Egelschnecke. Zu hoch gegriffen, Freund, es fehlt das on, genau schau hin, es ist nur eine Made, eine ganz gemeine Made nur, just made in Moder. Da hat sich´s ausgekekst.

Kegelkekse sollen rollen für den Sieg. Siech heil! Was sollen Prinzenrollen sollen? Nichts und abermals nichts. Kackkekse sind´s, dreh fleissig die beiden runden Deckel gegenläufig in deinen warmen Händen, bis sie sich lösen. Was siehst du dann? Kackbraunen Keksekleber, den Kinder mit viel zu grossen Schneidezähnen herunterkratzen, bis sie Keksbrei kotzen (pardon!) und das Verhältnis der Anzahl ihrer Zähne sich bald verschlechtert zur Leibnizzahl von 52.

Der Keksfortschritt in Gestalt des Fortschrittskekses ist unaufhaltsam. Panta rhei. Heraklit soll´s gesagt haben, sagt Simplikios aus Kilikien, sagt die Zunft der Philosophen. Aber auch das Volksgut weiss davon zu berichten: Und wenn du glaubst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein (neues) Kekslein her. Und das heisst: Soft Cake Orange. Kein Agent Orange zwar, doch reicht´s, die Geschmacksknospen zum Verdorren zu bringen. For ever! Einen Big Mac in seinen Lauf hält weder Ochs noch Esel auf. Zur Not kommt er eben als Cake Orange. Basis = ein fluffy Keks, Zwischenlage = Pampe mit chemorange Geschmack, obendrauf ein Schokoladenhut, tut immer gut.

Wer nun glaubt, der Panzerkeks schützte ihn gegen alle Arten von aufdringlichen, aber auch heimtückisch getarnten Keksen, der irrt. Er ist ein grosser Irrer vor dem Herrn, aber er möge sich trösten, er ist nicht allein. Hier gilt die altüberlieferte Weisheit: errare humanum est (nach Hieronymus, Brief 57). Der Panzerkeks, auch Panzerplatte, ist zwie- und dri-, gar viegebacken, furztrocken ist er dann und diente einst als Proviant für Krieger und Seeleute. Letztere tunkten ihn ins Brackwasser ihrer Trinkgefässe, dann schoben sie die amorphe Masse zwischen ihre skorbutösen Zähne und würgten sie hinunter. Als Heldenspeise hat das panis militaris bis heute überlebt und soll so manchem zum Überleben verholfen haben. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an die Schnupftabaksdose des Alten Fritzen. Das schussfeste Stück, nicht Friedrich, die Dose natürlich, kann heute noch im Museum bewundert werden. Und was, bittschön, ist der Unterschied zwischen einem kleinen Holzkästchen und einer Panzerkeks 4x5x0,5 cm?

Alleine keksen ist wie einsam koksen, ergo mach ich kehrt und kriech auf krebsesweise zurück zu meiner Kebse. Genug des Stabens, wo laben wir denn? Im Labsaal, dem dämmerig erleuchteten, da find ich sie, ausgebreitet in ihrer ganzen Pracht, aufbereitet, ja zubereitet und wunderbar drapiert. Für mich? Für mich! Fürcht ich mich? Ich Johann Fürchtegott und sonst nichts auf der Welt.
Mein süsser kleiner Knabberkeks, so fang ich an.
Nichts, nur ihre Kügelchen gehen langsam auf und ab und auf und ab.
Rate mal, was ich dir mitgebracht?
Nichts, nur ihre Kügelchen…
Einen Glückskeks.
Nichts, nur…
Knusper, knusper Knäuschen, welch Sprüchlein ruht in meim Kabäuschen?
Sie stellt die Beine auf, sie lebt!
Ich singe: Wie freu ich mich, wie freu ich mich, wie treibt mich das Verlangen.
Die Quietschkautsch fällt ein in meinen Lustgesang.
Lass den Qietsch, sagt sie unwirsch. Und räkelt sich und röchelt was, ruckeldiezuckel, fällt hinter sich. Aufs Kanapee. Zurück
Bleib liegen, Wittchen weiss wie Schnee! Mein Zweiunddreissigzähnigs.
Wer knappert an meim Kekschen? fragt sie.
Ich bin´s der Wolf und fress dich auf mit Haut und Härchen.
Ich ruf den Jägersmann und dann! Und dann.
Dass ich nicht lach, der weide Mann hat sich verkekst im finstern Tann, wo ihm der Fuchs geklaut sein Navy-Navi. Warum auch hat er nicht sein Waldi-Navi mitgenommen.
Du kecke quecke Schnecke, steh auf und wandle, dich, und mich zum Zwecke, weisst schon was.
Warum schon wieder das!
Why not! Und dies und das, zum Spaks, mein Knabberkeks. Vastekst?

Notwendiger Ekskurs: Prof. Dr. Käk S. Deause will in seiner über erkleksliche Jahre sich erstreckenden Forschungsarbeit herausgefunden haben, dass ein direkter Zusammenhang bestehe zwischen dem Keks als solchem und der Libido als solcher, nicht hingegen zwischen der Libido an und für sich und dem Keks für sich an. Alles Keksolores, meint hingegen sein schärfster Widersacher in rebus panificiorum Prof. Dr. mult. Butt R. Cakes von der Oxford University, Department Cooking & Baking,  Deause habe als Franzose die Interessen der Biscuit- und Gâteaulobby der Grande Nation vertreten, man solle sich doch nur einmal seinen Namen genau ansehen. Damit stehe er, Deause, in der verkorksten Tradition des unseligen Marquis de la Galette, der im Fin de Siècle eine Professur an der Sorbet in Paris innehatte, dem man den Schlund beizeiten mit Brei von Keks hätte zustopfen müssen. Der Wissenschaftsgesellschaft wäre viel Ungemach erspart geblieben.

Ich, Schüler des kritischen Empirismus, neige nach zahlreichen Experimenten und deren exakter Auswertung den Ergebnissen der Deauseksen Forschung zu, ja, ich würde sie, wenn es denn sein müsste, jederzeit in einem Streitgespräch verteidigen. Und, dies würde allerdings die Grenzen der Sittlichkeit für manchen überschreiten, und ich würde sogar einen kleinen Kreis von Exzellenzforschern zu einem Feldexperiment einladen.

Zurück in der guten Stube.
Der Boden voller Brösel. Der Bröselhund ist tot, der Putzfrau hat gekündigt, was tun? Tschto delat? (Lenin 1912) Das haben wir´s: Schoko lad. Der dunkle Schokokeks, die Haare wirr, liegt immer noch auf weicher Lade, schade, und weiss nicht, tschto delat.
Der tiefe Brunnen weiss es wohl; In den gebückt, begriffs ein Mann, Begriff es und verlor es dann.
Hartkeks, der ich bin, partiell, doch immerhin, lass ich mich von dir erweichen, deiner weichen Weisheit.
Dann komm, mein Prinz, zum Doppelkeks.

Pan di stelle meldet sich zum Dienst, tiefbraungebrannt, hochdekoriert mit elf Zuckersternen, leuchtend weiss wie Kristall, fürs Nahkampfkeksen ohne Kettenhemd und Helm. Reiss mir die Sterne ab, Kiksilitzchen sind´s sonst nichts, und degradier mich zum Gemeinen! Ganz unten will ich wieder anfangen und mich hochkeksen in der Kekserkarriere, mir Stern für Stern aufs neu im ketzerischen Kebsendienst erwerben.

Nun aber, in Zeiten fortschreitender Profanierung des Heiligen, so auch des allerheiligsten Kekses, duplo und dreieinig, soll´s Kekse geben in Form und Grösse von Visa Card und Visitenkarten. Darf ich Ihnen meinen Visitenkeks überreichen? Oder:tut mir leid, aber wir akzeptieren keine Visakekse. Nicht bewährt hat sich der Postkartenkeks. Nicht einer soll den Empfänger nach der Stempelung unverkrümelt erreicht haben, die Deutsche Post weigert sich daher, weiterhin Kartenkekse zu befördern. Natürlich ist es jedem unbenommen, seinen Nachrichtenkeks höchstpersönlich zu überbringen, es sind allerdings nur wenige derartige Fälle bekannt geworden und diese sollen sich auf innerörtliche Bereiche erstreckt haben. Kinder, so geht die Fama, haben sich als nicht zuverlässig erwiesen, weil sie – man hätte es sich denken können – die Nachrichtenkekse kurzermund gegessen haben.

Eine längere Karriere war dem Kassiberkeks beschieden. Lesen und essen ist eins. Da konnten die Ärzte noch so oft röntgen oder lange auf den Stuhlgang warten, nichts zu sehen, nichts zu finden, viel zu riechen. Mancher Kokserchef hat seine Geschäfte aus dem Knast problemlos weitergeführt. Auf welch krummen Wegen nun irgendein Kriminaler, dem das Ganze gewaltig auf den Krimikeks gegangen war, hinter das Geheimnis gekommen ist, weiss die interessierte Öffentlichkeit bis heute nicht. Die Behörden mauern. Den Journalisten zeigen sie die Monsterkekseszähne.

„Back dir deinen Feind“ war der Slogan für den Psychokeks aus der Esoterik-Dunkelkammer. Mitgedacht war natürlich „Und friss ihn!“ Menschenschützer haben dem Spuk ein Ende gesetzt. Allerdings mussten sie einen weiten Weg gehen über alle Instanzen bis nach Karlsruhe. Ob der Geschäftsfrachter heute unter fremder Flagge fährt, weiss ich nicht, denkbar ist es alle Mal.

Mir jedenfalls hat der Mörderkeks als solcher sehr gut getan, und keiner kann mich daran hindern, hin und wieder mir einen Feind zu backen und zu fressen und letztendlich der cloaca maxima zuzuführen. In schönster Bastarda für den älteren Feind oder in Verdana für jüngeren steht auf dem keksekleinen Platz, um nur zwei Beispiele zu nennen: Möge es dir übel ergehen im Lande (Bastarda) oder To hell with you, motherfucker! (Verdana). Ich kann mir Zeit lassen, die Rache kalt geniessen, erst die Zähne am Rand abbeissen, dann Wort für Wort zerbeissen und zerspeicheln. Genuss ist langsam oder er ist nicht (deutsches Volksgut).

Oh du mein Rehkikslein auf dem Canapee. Schokoladentaler hast du statt Augen! Ohnegleichen locken deine Brüste!! Oh mandelförmiger Cantuccio sempre umido!!! An dir möcht ich mich totfressen, Komet werden am vollbekeksten Firmament, als neuer Keks dort leuchten in Ewigkeit Amen. ♦


Rainer Wedler - Schriftsteller - Glarean MagazinRainer Wedler

Geb. 1942, nach dem Abitur als Schiffsjunge in die Türkei, nach Algerien und Westafrika; Studium der Germanistik, Geschichte, Politik, Philosophie, Promotion über Burleys „Liber de vita“; zahlreiche Lyrik-, Kurzprosa- und Roman-Veröffentlichungen

Lesen Sie im Glarean Magazin von Rainer Wedler auch
Die Weihnachtsaktion (Satire)
ausserdem zum Thema Satiren über das „Tintenfass“ im
Diogenes-Verlag: „Was zum Teufel ist mit Gott los?“

Rainer Wedler: Ein Mann muss einen Bart haben (Satire)

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Ein Mann muss einen Bart haben

Rainer Wedler

Schliesslich nur noch Stereotypien. Der Bart ein sichtbarer Punkt am Ende eines langatmigen, vielfach verschränkten Satzes.
Australischen Kängurus wurde nicht auf die Sprünge geholfen. Die Schafe auf Neuseeland blieben ungeschoren. Die Siamkatzen – ein besonderer Markt in Frankreich – ungezüchtet. Die Dissertation über die Fortschreibung des Arbeitsrechts ein Zettelgrab. Der Entwicklungshelfer flog nicht nach Tansania.
Zum Bart hatte er geheiratet. Höherer Dienst beim Finanzamt. Formulare, Stempel, Unterschriften, Mitarbeitermotivation, Kaffeepausen, Unzufriedenheit. Alle zwei Jahre eine Gehaltserhöhung, Audi, Fünfzimmerküchebad. Dazwischen Österreich, Spanien, auch Frankreich.
Die Wohnung eine Inszenierung. Das meiste vom Trödel, der Rest von Romer.
Bevor sie zu Bett gingen, nahmen sie gleichsam alle Räume noch einmal ab. Hie und da wurde ein Nippes nach vorne gerückt, ein Kleinod nach hinten, die alte Bibel in den richtigen Winkel zum Samowar. Dabei beteuerten sie sich gegenseitig, wie schön sie es doch hätten.
An besonderen Abenden machte er eine Flasche Riesling auf. Sie tranken ihn aus den Jugendstilgläsern mit dem dünnen grünen Fuss. Das Glas in der Hand, schritten sie durch die Räume. Sie öffnete die vollen Schränke.
Sind wir nicht glücklich?
Sie hat es tatsächlich ausgesprochen. Er hat aufgehört, sich darüber aufzuregen. Vielleicht wollte er aber auch ein Gran Ironie heraushören.
Seit sie in Kunst machte, war er oft allein.
Das Kaktus war seine erste Pflanze. Er hatte ihn aus einer Laune heraus gekauft. Bald stand daneben ein zweiter auf seinem Schreibtisch.
In seinem Testament hat er festgelegt und sich dabei von einer alten Inka-Weisheit inspirieren lassen, man solle ihn mit dem Gesicht nach unten beerdigen, damit er bei einem Versuch, sich freizugraben, nur immer tiefer kommen würde. Ausserdem soll seine Todesanzeige nur Vor- und Nachnamen nennen und nur das Datum seines Todes, nicht: In tiefer Trauer Marianne Wittlich, geb. Forster.
Sie hatten viele Jahre miteinander gelebt. Er konnte nicht einmal sagen, dass es schlecht gewesen war. Emotionen waren ihm fremd.
Warum läuft Herr K Amok? Ein Freund hatte ihn auf diese Lösung hingewiesen. Er konnte ihn nicht verstehen. Sicherlich, es kränkte ihn ein wenig, dass sie zweimal die Woche siebdruckte, linolschnitt, töpferte, dass sie fast ebenso oft zu den Redaktionssitzungen eines kleinen Emanzenblättchens – blauer Klatschmohn oder so ähnlich – fuhr. Am Anfang war er eher zufrieden. Er hoffte, den runden Couchtisch nach und nach leeren zu können, da er es sich zum Prinzip gemacht hatte, Bücher erst dann ins Regal zu stellen, wenn er sie zumindest kursiv gelesen hatte. Alles andere wäre ihm als Verrat erschienen. Da er aber ständig neue Bücher kaufte, kamen auf ein gelesenes schnell mehrere neue.
Er fühlte sich so sehr eingeengt, dass er einmal daran dachte, alle Bücher auf der Strasse zu einem Scheiterhaufen aufzuschlichten und sich an ihrem Feuer zu wärmen. Er würde viele Benzin darüber schütten. Die Seiten würden verkleben, verkohlen. Endlich frei sein.
Wittlich dachte auch an den Wannsee.
Zu den Kakteen waren im Laufe der Zeit gekommen: Questenkraut, Männertreu (vermeeret den Mannlichen Saamen), Natterwurz (ist gut für gifftige Biss), Meerrettisch (macht Haar wachsen), Huflattich (löschet eigentlich alle innere Hitze) …
Der Efeu hat inzwischen das Fenster vor seinem Schreibtisch zugewuchert. Der Verlust an Licht störte ihn nicht, da er ohnehin nur nachts zum Lesen kam. Das Kästchen mit dem geschnitzten Drachenboot, das der Grossvater aus dem Generalgouvernement mitgebracht hatte, musste als erstes weichen. Der Efeu schlang sich längst um die Beine des Schreibtischs. Wittlich wollte die Pflanzen nicht stutzen. Wenn er doch einmal schnitt, dann nur, um Setzlinge zu gewinnen.
Wir wollen keine Kinder, sagten sie, und sie sagten es immer öfter. Sie aber wusste, dass er log. Hatte er nicht erst letzte Woche einem kleinen Buben Schneewittchen vorgelesen und hatte nicht bemerkt, dass er schon tot war? Er wusste nur noch nicht, wie er sterben würde.
Wittlich liess seinen Bart ungehemmt wuchern, was die Nahrungsaufnahme schliesslich so erschwerte, dass er sie immer mehr einschränkte. Hin und wieder klemmte er versehentlich den Bart in die Schublade des Schreibtischs. Es schmerzte, wenn er aufstehen wollte.
Die gleichen Interessen seien es gewesen, die sie zusammengeführt hätten. Ein verspäteter Bus hatte seinen Puls nie schneller gehen lassen. Wenn du älter wirst, spielt das, was sie Liebe nennen, keine Rolle mehr, wenn es denn je eine Rolle gespielt hat, pflegte er zu sagen.
Trotzdem ab und zu das Bedürfnis, mit einer Frau zu schlafen. Die wenigen Male zwischen den immer ausgedehnteren Perioden, wo es ihr Zeitplan erlaubt hätte, entzog sie sich der ehelichen Pflicht, wie sie den Vorgang ganz unironisch nannte, indem sie Kopfschmerzen, in wachsendem Masse aber ideologische Gründe vorschob, die ihr die Szene reichlich lieferte. Endlich konnte sie argumentativ, wie sie wohl glaubte, überdecken, dass sie nie gerne mit ihm geschlafen hatte.
Wenn ihn die Augen schmerzten, setzte er die Brille ab und verbarg sein Gesicht in beiden Händen, wie wenn er weinen würde. Wenn er wieder aufsah, verschwamm sein Gesicht im Gewirr der Pflanzen. Er war Teil des grünen Szenarios geworden. Um sich wieder daraus zu lösen, setzte er schnell die Brille wieder auf.
Der Schreibtisch war inzwischen grün überwuchert. Jedes Mal, wenn er lesen wollte, musste er vorsichtig die empfindlichen Triebe von der Lampe pflücken. Je länger er sein Gesicht im Spiegel des nächtlichen Fensters betrachtete, desto mehr verwirrte sich der Bart mit den Stengeln und Blättern. Einmal war sein Bild ganz verschwunden. Die Pleoptik hätte ihm dieses Phänomen vielleicht erklären können, ihm aber lag nicht an einer Erklärung. Es faszinierte ihn, wie sich selbst ins Nichts auflösen konnte, wie er in der Dunkelheit verschwand.
Nach dieser Entdeckung las er kein Buch mehr. Er beherrschte jetzt die Technik, seine Augen so zu stellen, dass er sich draussen immer mehr verflüchtigte. Schliesslich gelang es ihm, die Dauer, bis er wieder auftauchte , ständig zu verlängern.
Ob er es geplant hatte, weiss niemand.
Jedenfalls liess ihn seine Frau nach Ablauf der gesetzlichen Frist für tot erklären. ♦


Rainer Wedler - Schriftsteller - Glarean Magazin

Rainer Wedler

Geb. 1942, nach dem Abitur als Schiffsjunge in die Türkei, nach Algerien und Westafrika; Studium der Germanistik, Geschichte, Politik, Philosophie, Promotion über Burleys „Liber de vita“, zahlreiche Lyrik-, Kurzprosa- und Roman-Veröffentlichungen

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Drei Weihnachtsgrotesken