Die ausgelagerte Unanständigkeit – oder: Der Markt der Lust
Else Jerusalems Milieu-Roman „Der heilige Skarabäus“ beginnt dort, wo Wiens mondäne Ringstrasse ihre Maske verliert – ein paar Schritte genügen…
Else Jerusalems Milieu-Roman „Der heilige Skarabäus“ beginnt dort, wo Wiens mondäne Ringstrasse ihre Maske verliert – ein paar Schritte genügen…
Satiriker Peter Biro liest im Zug ein Zeitungsschnipsel und lernt dabei viel über das bislang tabuisierte Thema „Erotik und Hauswirtschaft“. Titel seiner Erkenntnisse: „Kamasutra mit Fleischzange“.
„Kaukasische Tage“ der Autorin Umm-El-Banine Assadoulaeff ist eine intelligent geschriebene Autobiographie im Spannungsfeld zwischen Orient und Occident.
Homosexualität vor 100 Jahren öffentlich in Bildern zu zeigen war ein Tabubruch. Der Band „Loving“ dokumentiert eindrücklich schwule Männer von 1850-1950.
Jede Autorin, jeder Autor hat sie schon mal schmerzlich erlebt: Die Schreibblockade. Wie lässt sie sich überwinden? Satiriker Peter Biro hat Antworten…
Der weltweit bewunderte, im traditionellen Georgien jedoch angefeindete „Schwulen-Film“ von Levin Akin „And Then We Danced“ bietet feinsinnigste Kino-Kunst.
Die US-Historiker Jane Gerhard und Dan Tucker zeigen in dem Bildband „Feminismus“ den weiten Weg der bisherigen Frauenbewegung – und wie weit er noch ist…
Speak Up heisst der neue Jugend-Roman von Laura Steven. Seine Protagonistin kommt frisch und selbstironisch, aber auch verletzlich und sarkastisch rüber.
In dem Kurzprosa-Text von SAID: „Magdalena und ihre Frage“ monologisiert eine Frau über ihr Date mit einem Fremden – und ihre religiösen Ängste deswegen…
Ein Jahrhundert-Theologe, aber auch wegen starker Libido jahrelang mit 2 Frauen lebend: Karl Barth im Biographie-Roman „Zu dritt“ von Klaas Huizing.
Sind Feminismus und Machotum nur die zwei Seiten der gleichen Medaille? Zu diesem Ergebnis gelangt der neue Roman von Meg Wolitzer: Das weibliche Prinzip …
Das Handbuch von Ann Wiesental: Antisexistische Awareness liefert für Awareness-Gruppen und UnterstützerInnen hilfreiche Tipps für die Opferberatung.
Dominik Riedos „Nekrolog auf meinen pädophilen Vater“ ist beklemmend – den am eigenen Leib erfahrenen Kindesmissbrauch literarisch aufbereitend.
Schade um den gut recherchierten Stoff dieser Klaus-Mann-Biograph von Thomas O.H. Kaiser, denn der Band lässt ein formal tragendes Inhaltsprinzip vermissen.
Die Untersuchung „Ohnmachtsrausch und Liebeswahn“ von Regine Schricker bietet fundierte Analysen bedeutender Romane und Filme zum weiblichen Masochismus.
Ist der Roman „Fucking Friends“ von Roland Heer simpler Porno, und erst noch miserabler – unterm Mäntelchen der Selbstfindung? Günter Nawe: „Vergessen!“…
Tod und Liebe bestimmen die Brennpunkte von Reutterers Novelle „Siesta mit Magdalena“: „Die Ego-Bedürfnisse hingeführt zu einer befreienden Sexualität“.
Das Gespür des Schriftstellers Daniel Mylow für die leise, feine Melancholie ist hier zu einer sehr imaginativen Geschichte verdichtet: „Fliegen“
Diesmal in der Rubrik Heute vor… Jahren: „Die Zofen“ von Jean Genet. Das Stück treibt die Entindividualisierung des Einzelnen auf die tragische Spitze.