Musik: Zum Tode des Gitarristen Julian Bream (1933-2020)

Lesezeit für diesen Beitrag: 4 Minuten

Ausnahmemusiker mit grosser Kulturvielfalt

von Horst-Dieter Radke

Am 14. August dieses Jahres starb 87-jährig der englische Gitarrist und Lautenist Julian Bream. Auch wenn manch einer ob des unvermeidlichen Todes und des doch langen Lebens mit den Schultern zuckt: Ich finde es immer wieder bedauerlich, wenn jemand stirbt, den ich zeitlebens sehr geschätzt habe, mag er oder sie noch so alt geworden sein. Dies trifft auf Julian Bream ganz besonders zu.

Erste Erfahrungen mit der Gitarre machte Bream mit der Jazzgitarre seines Vaters. Im Alter von 11 Jahren bekam er eine spanische Gitarre geschenkt, auf der er Unterricht von Boris Perott erhielt. Mit 12 Jahren gewann er einen Preis für sein Klavierspiel, der es ihm ermöglichte, am Royal College of Music zu studieren. Gitarre lernte er autodidaktisch weiter und gab im Alter von 13 Jahren sein erstes Konzertdebüt. Mit 18 Jahren trat er mit der Gitarre in der Londoner Wigmare Hall auf. Während seiner Militärzeit kamen ihm die frühen Erfahrungen auf Vaters Jazzgitarre zu Gute, denn er spielte in dieser Zeit Gitarre in der Royal Artillery Band.

Mit Klassik durch Europa

Nachruf auf den Gitarristen Julian Bream - Glarean Magazin 2020
Julian Bream (15. 7. 1933 – 14. 8. 2020)

Nach seiner Militärzeit nahm er jeden musikalischen Job an, den er bekommen konnte. Er spielte Filmmusik für die BBC und tourte mit klassischem Gitarrenrepertoire durch Europa (ab 1954) und den Rest der Welt (ab 1958). Nebenbei entdeckte er die Laute, passte das Instrumente an seine Bedürfnisse an – er spielte ein relatives grosses Instrument, und nicht nur mit einer einzelnen hohen Saite sondern deren zwei –, brachte mit dem Tenor Peter Pears die Lieder von John Dowland wieder in die Konzertsäle und gründete das Julian Bream Consort, das zu den ersten Ensembles gehörte, das alte Musik auf Originalinstrumenten spielte. Er spezialisierte sich jedoch nicht nur auf alte Musik, traf Musiker anderer Kulturen (etwa Ali Akbar Khan und Paco Pena), und spielte auch Kompositionen zeitgenössischer Komponisten, von denen eine ganze Reihe speziell für Bream komponierten. Benjamin Brittens „Nocturnal“, oder Hans Werner Henze die Sonaten „Royal Winter Music“. Die spanische Gitarrenmusik legte er in Einspielungen von der Renaissance bis zum 20. Jahrhundert vor. Seine Einspielungen auf CD sind auch heute noch verfügbar, einzeln und in Sammlungen.

In erster Linie Musiker

Julian Bream war der erste Gitarrist, der mich für die klassische Gitarre einnahm. Segovia liess mich kalt, und andere waren mir noch nicht untergekommen. Bream war Gitarrist, natürlich, aber in erster Linie Musiker. Er brillierte nicht vordergründig mit stupender Technik, sondern interpretierte die Musik, die Komponisten niedergeschrieben hatten. Seine Technik ist selbstverständlich enorm, man kann keine Begrenzungen hören, aber sie tritt hinter der Musik zurück.

Julian Bream - Gitarrenmusik aus drei Jahrhunderten - Glarean Magazin
Legendäres Bream-Album auf Vinyl: „Gitarrenmusik aus drei Jahrhunderten“

Meine Begegnung mit diesem Ausnahmegitarristen geschah folgendermassen: Als Schüler war ich immer knapp bei Kasse, doch einmal hatte ich Dank eines kurzen Jobs etwas mehr Geld als üblich in der Tasche und ging in einen Plattenladen. Heraus kam ich mit einer Kassette, die zwei LPs von Julian Bream enthielt. Titel: „Gitarrenmusik aus drei Jahrhunderten“. Ursprünglich wollte ich etwas von Jimi Hendrix oder ähnliches kaufen. Da man sich damals aber die Platten noch im Laden anhörte und die Kassette von Bream vor der Ecke ‚Rock/Pop‘ stand, kam ich gar nicht erst bis dahin. Ich hörte nur bis zum dritten Stück („Tombeau sur la mort de M. Comte de Logy“ von S.L. Weiss, nach zwei Stücken von Bach), danach gab es kein Überlegen, kein ‚Für und Wider‘ mehr. Mein finanzieller Etat war wieder auf dem üblichen Niveau, und ich zog mit den neuen Platten heimwärts.

Die Laute der Gitarre angepasst

Tatsächlich enthielten die beiden Platten der Kassette wenig originäres Gitarrenrepertoire. Da war unweigerlich das d-moll Präludium von Bach, da war Villa-Lobos mit seinem Choros Nr. 1. Und da waren die Spanier Torróba, Albéniz, de Falla und Turina, von denen nur der erste tatsächlich für die Gitarre geschrieben hatte, die Musik der anderen Spanier von den Gitarristen aber schon so vereinnahmt war wie die Lautenmusik von Bach. Zusätzlich fand sich auf den Platten aber auch Musik von Domenico Scarlatti, Maurice Ravel, Luigi Boccherini, Joaquin Rodrigo und Benjamin Britten. Letzterer mit dem Nocturnal, das er nach Motiven Dowlands extra für Julian Bream geschrieben hatte.

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Aber, ob nun für Gitarre komponiert oder nur für Gitarre arrangiert – die Musik klang authentisch, und Willkürlichkeiten wie bei Segovia, bei aller interpretatorischen Freiheiten die sich Bream nahm, konnte man nicht finden. Bald darauf bekam ich mit „The Woods so Wild“ eine LP geschenkt, auf der Bream Laute spielte. Auch das hat mich damals berührt und für die Laute interessiert, die ich nur am Rande und eher oberflächlich beachtet hatte bis dahin. Heute weiss ich, dass Bream kein originärer Lautenist war, dass er das Instrument seiner Gitarrentechnik angepasst hat. Ich höre trotzdem noch ab und an seine Lauten-Alben, weil auch da das Phänomen, dass er als Musiker unabhängig vom Instrument das Werk darbietet, trotz allem überzeugt. In letzter Konsequenz ziehe ich das aller vermeintlichen Werktreue vor.

Gitarrenmusik als Trost und Freude

Nun ist er also abgetreten. Sein letztes Konzert liegt schon 18 Jahre zurück. Die beiden Schallplatten höre ich nicht mehr so oft wie seine CDs, aber sie sind mit mir durch all die Jahrzehnte meines Lebens gegangen und waren mir oft und oft Genuss, Entspannung, Trost und Freude, das wird auch sicher so bleiben. Und jedes Mal wenn ich sie höre, höre ich Musik und nur nebenbei Gitarre. Ich bedauere seinen Tod sehr, auch wenn ich weiss, dass er letztendlich für jeden unvermeidlich ist. ♦

Lesen Sie zum Thema Klassische Gitarrenmusik auch über Jakob Banso: Connect – Electronic Works For Guitar

Jacques Stotzem: Places we have been (Audio-CD)

Lesezeit für diesen Beitrag: 6 Minuten

Melodisch frei entfaltete Gitarre

von Horst-Dieter Radke

Er muss nichts mehr beweisen, denn in seiner nunmehr fast vierzigjährigen Karriere hat der belgische Gitarrist Jacques Stotzem ausreichend gezeigt, dass er nicht nur ein versierter Steelstring-Gitarrist ist, sondern auch ein ganz passabler Komponist und Arrangeur. Stotzem gehört nicht zu denen, die Pattern aneinanderreihen, sondern baut seine Kompositionen logisch und harmonisch auf. Melodien werden nicht in ein Akkordgerüst geklemmt, sondern entfalten sich frei und nicht selten von kontrapunktischen Basslinien untermalt. Seine harmonischen Strukturen sind dem Jazz näher als einfachen Folk- und Blues-Songs. Nun legt er mit „Places we have been“ ein weiteres Zeugnis seiner Schaffenskraft auf.

Jacques Stotzem - Places we have been - Musik-CD Gitarre - Acoustic Music Records - Glarean MagazinNeben seinen eigenen Kompositionen arrangiert Stotzem Songs aus Rock und Pop für die Akustikgitarre, von Jimi Hendrix und Rory Gallagher beispielsweise. Letzterem hat er sogar eine eigene CD gewidmet: To Rory (2015).

Ruhige musikalische Reise

Die aktuelle CD „Places we have been“ – die 18. in seinem Oeuvre – enthält neun grösstenteils ruhige Kompositionen, die schon beim ersten Hören für sich einnehmen. Doch erst beim wiederholten Auflegen entfalten sie ihre ganze Schönheit. Stotzem will mit diesem Album an die Stationen seiner musikalischen Reisen erinnern, denn er ist Gast auf den Konzertbühnen der ganzen Welt. Wo die einzelnen Stationen liegen, erfährt der Hörer nicht, denn die Titel sind recht allgemein gehalten und Reminiszenzen an bestimmte Regionen sind kaum zu erkennen.

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Er spielt von Plätzen, an denen „wir“ waren (Places we have been), beschreibt musikalisch erlebte Momente, die ewig andauern könnten (It could last forever), erzählt von Aufbruch (Morgen geht’s weiter) und Ankommen im Nirgendwo (Middle of nowhere), von ruhigen Momenten (La tranquillté des jours simples) und nostalgischen Erinnerungen an einen Abend (Nostalgie d’un soir). Das ist so unbestimmt benannt, dass sich der Hörer nicht von fremden Erinnerungen gefangen nehmen lassen muss, sondern eigene daran knüpfen kann. Stotzems musikalische Reise wird so auch zu einer eigenen, selbst erlebten.

Nahtlos-kunstvolle Übergänge

Jacques Stotzem - Gitarrist - Places we have been - Glarean Magazin
Jacques Stotzem (*1959)

Die Werbung spricht von der „Leichtigkeit der Melodielinien“. Für mich hört sich das immer an wie die Werbung für Schokolade, die „so leicht schmeckt“. Worte, die tatsächlich keinen Sinn ergeben und nur einen subjektiven Eindruck beim Leser oder Hörer erzeugen sollen. Was aber klar wird beim Hören, dass es eben tatsächlich Melodien sind, die Stotzem als Grundlage seiner Kompositionen nimmt und auch deutlich ausarbeitet, keine leeren Harmonien, keine Akkordcluster oder einfach nur kurze Riffs. Man kann mitsummen, wenn man will. Man könnte mitsingen, wenn man sich einen Text dazu einfallen lässt. Die Melodien sind nicht einfach gebaut, aber durchaus eingängig. Man hört diese Melodien auch dann noch, wenn der Gitarrist das Zupfen/Picking verlässt und perkussive Schlagtechniken anwendet. Er beherrscht dies so kunstvoll, dass es fast nicht bemerkt wird, wenn er von der einen zur anderen Technik wechselt. Das geht so nahtlos ineinander über, dass die Übergänge als solche nicht auffallen.

Anfangstakte des Titelstücks der CD "Places we have been" des Gitarristen und Komponisten Jacques Stotzem
Anfangstakte des Titelstücks der CD „Places we have been“ des Gitarristen, Arrangeurs und Komponisten Jacques Stotzem

Fazit: „Places we have been“ von Jacques Stotzem ist nicht nur den Afficionados der Steelstring-Gitarre zu empfehlen, sondern allen, die gern ruhige, anspruchsvolle Musik hören. Man hört sie sich nicht so schnell leid – wenn überhaupt -, und findet immer wieder etwas in diesen kleinen „Miniaturen“ zu entdecken. Dieser ruhige Musiker gibt etwas von seiner Unaufgeregtheit auch an seine Hörer weiter – selbst dann, wenn die Momente der Spannung und Entspannung häufig wechseln. Kaufempfehlung. ♦

Jacques Stotzem, Gitarre: Places we have been (Audio-CD), Acoustic Music Records

Lesen Sie im Glarean Magazin zum Thema Gitarren-Musik auch über Jakob Bangso: Connect – Electronic Works for Guitar (Audio-CD)

… sowie über das neue Harmonik-Kompedium des Gitarristen Mathias Löffler: Rock & Jazz Harmony


English translation

Melodically free unfolded guitar

by Horst-Dieter Radke

He doesn’t have to prove anything anymore, because in his almost forty-year career the Belgian guitarist Jacques Stotzem has sufficiently shown that he is not only an experienced steelstring guitarist, but also a quite passable composer and arranger. Stotzem does not belong to those who string patterns together, but builds his compositions logically and harmoniously. Melodies are not clamped into a chord structure, but unfold freely and often accompanied by contrapuntal bass lines. His harmonic structures are closer to jazz than simple folk and blues songs.

Besides his own compositions Stotzem arranges songs from rock and pop for the acoustic guitar, by Jimi Hendrix and Rory Gallagher for example. He even dedicated a CD to the latter: To Rory (2015).

Quiet musical journey

The current CD „Places we have been“ – the 18th in his oeuvre – contains nine mostly quiet compositions, which already capture the listener’s attention on first hearing. But only when they are repeated do they unfold their full beauty. With this album Stotzem wants to recall the stages of his musical journeys, because he is a guest on concert stages all over the world. The listener doesn’t know where the individual stations are, because the titles are quite general and reminiscences of certain regions are hardly recognizable.

He plays from places where „we“ were (Places we have been), describes musically experienced moments that could last forever (It could last forever), tells of departure (Morgen geht’s weiter) and arrival in nowhere (Middle of nowhere), of quiet moments (La tranquillté des jours simples) and nostalgic memories of an evening (Nostalgie d’un soir). This is so vaguely named that the listener does not have to let himself be captivated by foreign memories, but can tie his own to them. Stotzem’s musical journey thus also becomes his own, self-experienced one.

Seamless, artistic transitions

The advertising speaks of the „lightness of the melody lines“. For me, it always sounds like advertising chocolate that „tastes so light“. Words that really don’t make sense and are only meant to make a subjective impression on the reader or listener. But what becomes clear when listening to them is that they are actually melodies that Stotzem takes as the basis of his compositions and also clearly elaborates, no empty harmonies, no chord clusters or just short riffs. You can hum along if you want. You could sing along if you come up with a text. The melodies are not simple, but catchy. You can still hear these melodies even when the guitarist leaves plucking/picking and uses percussive percussion techniques. He masters this so artfully that it is almost unnoticed when he changes from one technique to the other. This merges so seamlessly that the transitions as such are not noticeable.

Conclusion: „Places we have been“ by Jacques Stotzem is not only to be recommended to the Afficionados of the Steelstring guitar, but also to everyone who likes to listen to quiet, sophisticated music. You don’t get tired of them so quickly – if at all – and you always find something to discover in these little „miniatures“. This quiet musician also passes on some of his unexcitement to his listeners – even when the moments of tension and relaxation change frequently. Buy recommendation. ♦

Jacques Stotzem, Guitar: Places we have been (Audio-CD), Acoustic Music Records

Jakob Bangso: Connect – Electronic Works for Guitar (CD)

Lesezeit für diesen Beitrag: 5 Minuten

Von der Schwierigkeit, aufmerksam zu sein

von Horst-Dieter Radke

Der erste Höreindruck von „Jakob Bangso: Connect – Electronic Works for Guitar“ war für mich irritierend. Ich hatte Schwierigkeiten, mich durchgängig auf die Musik zu konzentrieren. Immer wieder schweifte die Aufmerksamkeit ab, verselbstständigten sich die Gedanken. Da dies nicht unbedingt an der Musik liegen musste, versuchte ich beim erneuten Hören besser dabei zu bleiben. Ich meine inzwischen, dass dieses „Aufmerksamkeitsdefizit“ der ungewohnten Kombination von akustischem und elektronischem Instrumentarium geschuldet ist. Das, was die Gitarre spielt, ist nicht spektakulär und isoliert betrachtet wenig abwechslungsreich. Der elektronische Anteil entspricht nicht dem, was wir allgemein als „Musik“ verstehen; kaum wahrnehmbare Melodien, insgesamt nahe an das Spektrum von „Geräuschen“ gerückt. Konzentriere ich mich auf das Zusammenspiel beider musikalischen Instrumente, fällt es mir leichter, die Aufmerksamkeit aufrecht zu erhalten.

Mehr Klang als Sein

Jakob Bangso: Connect – Electronic Works for Guitar (CD) Rezension Glarean MagazinDas erste Stück „Periferi“ von Tine Surel Lange lebt von der Kommunikation der Gitarre mit der Elektronik. Natürlich aufgenommene und verfremdete Geräusche werden mit den von der Gitarre erzeugten musikalischen Einheiten live über ein Midi-Keyboard gemixt. So entsteht im Grunde jedes Mal ein anderes Werk. Ob sich diese von Aufführung zu Aufführung ähneln, kann ich auf Grund einer CD natürlich nicht beurteilen.
Der Gitarrenpart besteht aus Arpeggien und sehr einfachen Melodien, meist nur aus wenige Tönen gebildet, die kaum variiert werden. In der zweiten Hälfte wurde per Overdub eine zweite Gitarrenstimme hinzugefügt. Oder per Loop, was nahe liegt, wenn man an die Live-Performance denkt. Die elektronischen Klangspiele sind nicht unbedingt dem Gitarrenpart zuzuordnen. Für mich wirkt das deshalb beliebig. Ich habe den Eindruck, es wurde mehr Aufmerksamkeit auf den „Klang“ (Sound) gelegt als auf den Gehalt der Komposition.

Tanz mit dem Computer

Jakob Bangsø Die fünf auf der CD vertretenen elektroakkustischen Werke wurden extra für den jungen dänischen Gitarrenvirtuosen Jakob Bangsø komponiert. Der mehrfach preisgekrönte Musiker (geb. 1988) hat sich schnell als einer der aktivsten und vielseitigsten Instrumentalisten Dänemarks etabliert. Als Solist hat er sich besonders bei internationalen Gitarren-Wettbewerben hervorgetan. Vor drei Jahren erhielt er als erster Gitarrist überhaupt das zweijährige Karrierestipendium The Young Elite von der Danish Arts Foundation.

„Streams“ von Andreja Andric ist eine Suite für Gitarre und Computer. Elektronik steht bei dieser Suite in stärkerem Zusammenhang mit der Gitarrenstimme als bei der Komposition zuvor. Sie hat ausserdem mehr Substanz. Der Gitarrenklang wird vom Computer resampled. Die Software dafür hat der Komponist selber entwickelt. Jeder Satz der Suite ist anders, nicht nur im Klang, sondern auch im gesamten musikalischen Ausdruck. Die einzelnen, jeweils recht kurzen Sätze, sind kontrastierend angelegt. Die Abfolge ist logisch und eher aufmerksamkeitsfördernd. Die beiden Tänze könnten auch ohne Electronic funktionieren und beispielsweise im Unterricht der Mittelstufe eingesetzt werden. Diese Suite ist für mich die stärkste Komposition auf dieser CD.

Jakob Bangso - Gitarrist - Rezension Glarean Magazin
Mehrfacher Preisträger internationaler Gitarren-Wettbewerbe: Jakob Bangso

Das Stück „Feed“ von Klavs Kehleet Hansen lebt von Rückkopplungen. Der offene Ausgangsakkord der präparierten Gitarre ist Basis für die elektronischen Effekte. Die Gitarrenstimme ist relativ belanglos und dient lediglich als Grundlage für die elektronischen Effekte. Zusammen klingt es wie der Dialog zwischen Gitarre und Elektronik. Ein interessantes kleines Stück, das aber nach dem Hören kaum Erinnerung hinterlässt.

Auch nach wiederholtem Anhören für mich am schwersten zu folgen ist „Dive“ von Wayne Siegel. Das liegt aber weniger am musikalischen Gehalt, sondern daran, dass ständige Assoziationen gefördert werden. Die Elektronik hat auch bei diesem Stück eher ergänzenden Charakter, wirkt so als eine Art „Klangerweiterung“ der Gitarre. Der Komponist (Jahrgang 1953) ist der versierteste unter denen, die auf dieser CD vertreten sind. Er hat für viele Genres komponiert, nicht nur elektronische Musik sondern auch Orchesterwerke und Kammermusik. Trotz dieses „Aufmerksamkeitsdefizits“ beim Hören bleibt von dieser Komposition von allen Komposition dieser CD noch lange nach dem Hören am meisten im Ohr.


Exkurs: Komponieren für Gitarre & Computer

W.E. / Anhand der Suite „Streams“ von Andreja Andric lässt sich veranschaulichen, welche kompositorischen Basics vom Urheber eines modernen elektronischen Werkes erbracht werden, und wie hoch dann unter Umständen die musikalische Verantwortung des Interpreten gehen kann. In jedem Falle ist eine symbiotische Beziehung beider Künstler unabdingbar, wenn ein gültiges Resultat, sprich adäquate Umsetzung des kompositorischen Willens einerseits und der instrumentaltechnischen Realisierung andererseits generiert werden soll. Der Anteil des Improvisatorischen ist dabei ein sehr bedeutsamer, ja eigentlich essentieller:

Andreja Andric - Streams für Gitarre und Computer - Indroduction - Glarean Magazin
„Play everything arpeggio, molto rubato. Dwell on each chord as long as necessary. Change speed and dynamic according to the feel of the moment. Practice with the computer and listen closely to the combined sound that comes out of the loudspeakers, follow it and adapt your playing to it.“ (Spiel-Anweisung des Komponisten Andreja Andric für den Gitarristen im 1. Satz von „Streams“ – Kompletter Notenausschnitt siehe unten).

Komponist Andric selber über sein Werk „Streams“: „Die Partitur ist auf ihre wesentlichen Bestandteile reduziert, um die Improvisation zu fördern, und bietet so Platz für verschiedene  Interpretationen, erleichtert die rechtzeitige Entwicklung des Stückes. Der Computer ändert die Tonhöhe des Instruments in Echtzeit, nach vorbereiteten Schemata.
Auf diese Weise fügt es der auf dem Live-Instrument gespielten Musik Rhythmen und Melodien hinzu und „formt“ die Live-Performance auf diese Art. Der Prozess erinnert an die Wirkung, die heisse Luft auf unsere Wahrnehmung hat, wenn wir auf entfernte Objekte schauen, oder, wie es der Titel andeutet, dass das fliessende Wasser einen Einfluss auf unsere Wahrnehmung des Bachbettes und der Kieselsteine unter dem Wasser hat“.
Der folgende Ausschnitt beinhaltet die musikalischen sowie die aufnahme- und computertechnischen Angaben des Komponisten für den 1. Satz seinen Suite „Introduction“. Besten Dank an Andreja Andric für die Zusendung seiner Notationen:

Andreja Andric - Streams - Score (Introduction) - Glarean Magazin

Ein versöhnlicher Ausklang

FAZIT: Die CD von Jakob Bangso: Connect ist eine gelungene Zusammenstellung von Gitarrenmusik, die mit und von elektronischen Elementen lebt. Insbesondere die Kompositionen von Andric, Siegel und David lohnen die Anschaffung. Es sind Stücke, die man gerne wiederholt hören mag. Die Kompositionen von Lange und Hansen brechen am stärksten mit den üblichen Hörgewohnheiten und können deshalb vielleicht erst nach vielfachem Hören entsprechend gewürdigt werden.

„451“ von Kaj Duncan David ist die abschliessende Suite dieser CD. Sie scheint vom Interpreten etwas mehr zu fordern, als die Kompositionen zuvor. Den Titel hat der Komponist in Anlehnung an Bradbury’s Roman „Fahrenheit 451“ gewählt. Die einzelnen Sätze sind lediglich mit A, B und C überschrieben und unterscheiden sich stark voneinander. Der erste Satz lebt von grossen dynamischen Unterschieden, der zweite kommt sehr perkussiv und im dritten Satz steht die Gitarre so stark im Vordergrund, dass die Elektronik kaum zu spüren ist. Sie ist aber vorhanden. Unklar ist mir, ob die zweite Gitarrenstimme per Overdub oder per Loop eingespielt wurde. Ein sehr schöner Ausklang dieser Suite und damit auch dieser CD. ♦

Div. Komponisten: Connect – Electronic Works for GuitarJakob Bangso Gitarre, Audio-CD (48 min), DaCapo Classical (Naxos)

Lesen Sie im Glarean Magazin zum Thema Elektronische Musik auch über
Electronic Chamber Music (CD & Vinyl)

… sowie zum Thema Neue Musik das
Interview mit dem Schweizer Komponisten Fabian Müller

Frank Martin: Werke mit Gitarre (CD)

Lesezeit für diesen Beitrag: 5 Minuten

Ausdrucksvolle Modernität des Saitenspiels

von Walter Eigenmann.

Weder beherrschte Genfs berühmtester Pfarrerssohn und der Schweiz wohl meistaufgeführter Komponist selber akzeptabel die Gitarre, noch komponierte der Schöpfer von Oratorien wie „In terra pax“, Opern wie „Der Sturm“ oder div. bedeutender Solo-Orchesterkonzerte dezidiert solistisch für dieses Instrument. Mit einer Ausnahme: Im Jahre 1933 schrieb Frank Martin (1890-1974) seine „Quatre pièce brèves“ für Gitarre solo.
Der viersätzige, suitenartige Zyklus entstand wohl auf Anregung des spanischen Gitarrenvirtuosen Andrés Segovia, der um 1930 herum in Martins Heimatstadt weilte, der aber dann die Zusendung der Partitur nicht beantwortete und das Werk auch nie öffentlich spielte. Man kann spekulieren, ob Martins intime, auch herbe, fast spröde, mitnichten aggressiv atonale, aber zumal im Vergleich mit Segovias üblichem „folkloristischem“ Repertoire durchaus sehr avanciert anmutende Tonsprache den weltberühmten Musiker abschreckten, oder ob Segovia einfach den spieltechnisch nicht unerheblichen Aufwand für dieses zehnminütige Werk scheute.

Standards des Gitarren-Oeuvres

Frank Martin - Werke mit Gitarre - Musiques SuissesDer musikgeschichtlichen Reputation der Martinschen „Vier kurzen Stücke“ tat’s indes keinen Abbruch: Inzwischen wurde ihre Spielbarkeit längst mit Aufnahmen so namhafter Künstler wie Jürgen Rost, Julian Bream, Jose Escobar oder Raphaella Smits dokumentiert, und sie zählen zu den unverzichtbaren Standard-Werken des klassischen Gitarren-Oeuvres wie des Gitarren-Studiums. Schon als personalstilistisch wichtige Station nach Martins intensiver Auseinandersetzung mit Schönbergs Zwölftontechnik, mithin als kompositorisches Experiment, das einen quasi neoklassizistischen Rahmen mit emanzipiertem Material füllt und dabei alle Klangsinnlichkeit behält, weist sich dies Opus auch im Gesamtwerk Martins als bedeutsame Wende seiner Entwicklung aus. Mit diesen „Pièce brèves“ hat sich der Komponist bezeichnenderweise länger befasst; er bearbeitete sie sowohl für Klavier als auch später für Orchester.

„Quatre pièce brèves“ als Ausgangspunkt

Frank Martin - Glarean-Magazin
Frank Martin (Genf 1928)

Die „Quatre pièce brèves“ fungieren denn auch als sowohl zeitlicher wie stilistischer Ausgangspunkt einer Disk, welche unlängst der deutsche Gitarrist Harald Stampa gemeinsam mit Benjamin Scheck (Gitarre) und Richard Pechota (E-Bassgitarre) sowie den Musikern Tino Brütsch (Tenor), Samuel Zünd (Bariton), René Koch (Bass), Barbara VigFusson (Sopran), Miriam Terragni (Querflöte), Antje-Maria Traub und Gregor Loepfe (Klavier) einspielte. „Frank Martin – Werke mit Gitarre“ heisst die unterm bekannten Schweizer Label „Musiques Suisses“ aufgenommene und im Rahmen des sog. „Migros-Kulturprozentes“ realisierte CD, und sie präsentiert praktisch vollständig, was zu der Verbindung Martin&Gitarre zu sagen bzw. zu spielen ist. Da wären (neben den erwähnten „Pièces“) als CD-Auftakt (aber zugleich Martins Spätwerk zuzurechnen) die drei „Poèmes de la mort“ (für 3 Männerstimmen, 2 E-Gitarren und Bassgitarre), entstanden in den Jahren 1969-71, in der Zeit seines „Maria „Triptychons“ und des Zweiten Klavierkonzertes.

Ihre literarische Grundlage beziehen die drei „Todes-Gedichte“ von Francois Villon, dem abenteuerlich-vagabundierenden, genialen Balladen- und Bänkel-Sänger des französischen Spätmittelalters, während sie musikalisch sogar taktweise Anleihen bei der (lyrischen) Popmusik – am hörfälligsten in der „Ballade“ – machen. Dass der 80-jährige Martin hier nicht nur bezüglich Besetzung (mit der Verwendung von Elektro-Gitarren), sondern auch idiomatisch die damals aufkommenden populären jugendlichen Pop-Mainstreams aufgriff, spricht verblüffend für Martins Experimentierlust, seine lebenslang beibehaltene Auseinandersetzung mit neuen musikalischen Strömungen und für seine Kraft der Assimilation. Die vorliegende Einspielung legt Wert auf grösste klangliche Verschmelzung und Dichte: Ungetrübter Hörgenuss bei diesem quasi mittelalterlichen Trio-Gesang in Kombination mit moderner Saiten-Elektronik. Dem warmen, tragenden Schmelz und dem nicht gar zu expressiven Intonieren der beiden hohen Männerstimmen kommt – gegenüber z.B. einer Bühnenaufführung – die Aufnahme in der Waldshuter Kirche „Waldkirch“ sehr entgegen.

Mittelalterlich archaisierendes Idiom

Martins „Prélude“-Autograph

Ein gewisses mittelalterlich-archaisierendes Idiom – Martin hatte eine erklärte, zumal literarische Affinität zu dieser Epoche – schlägt immer wieder auch in den „Drey Minneliedern“ durch, welche Martin 1960 als RIAS-Auftragskomposition (für Sopran&Klavier) schrieb und später für die hier verwendete Fassung mit Flöte&Gitarre anstelle des Pianoparts bearbeitete: Einerseits schlichtes, pastorales Dialogisieren im „Ach herzeliep…“ und im ersten Teil des „Ez stuont ein frouwe alleine…“ mit einer streckenweise fast impressionistisch behandelten Flöte, wobei sich das Saiteninstrument mit der Basslinie auf rhythmisch markierende Stützung zurückzieht, und andererseits beschwingt-verspielte, teils tänzerische Ausgelassenheit im „Unter der linden…“. Drei reizvoll intime, sehr inspirierte Textvertonungen, deren Ausdruckskraft durch eine in Volumen und Dynamik eher zurückhaltende, die grosse Phrase betonende Sopranistin sehr einfühlsam unterstrichen wird.

Durchhörbarkeit und Noblesse des Satzes

Harald Stampa
Technische Souveränität in Verbindung mit deklamatorischer Gestaltungskraft und feinem Klangsinn: Konzertgitarrist Harald Stampa (*1963)

Geschickt schob man auf der Platte nach diesen drei Liebesgesängen und der abschliessenden, hübschen Kinder-Petitesse „Quant n’ont assez fait dodo“ (für Tenor, Gitarre und Klavier 4-händig) wieder ein rein instrumentales Ludium dazwischen mit zwei der „Etudes“ für Streichorchester (1955/56) in der Bearbeitung für 2 Gitarren von Harald Stampa. Hierzu der Arrangeur selber im (überhaupt sehr instruktiven, meistenteils von Thomas Seedorf verfassten) CD-Booklet: „Die Paul Sacher gewidmeten Etüden für Streichorchester hat Frank Martin selbst 1957 für zwei Klaviere eingerichtet. Für mich boten sich besonders die Etüde Nr. 2, original ausschliesslich pizzicato von den Streichern gespielt und damit sehr gitarrenähnlich klingend, sowie die Etüde Nr. 3, die an einigen Stellen an den 2. Satz der Quatre pièces brèves erinnert, für eine Transkription auf zwei Gitarren an.“ Auch hier wird mit der Gitarre wieder ein ganz eigener Frank Martin kammermusiziert, den Durchhörbarkeit, ja Schlichtheit des Satzes, originäres Melos, und „schöne Noblesse“ des ganzen musikalischen Habitus‘ auszeichnen.

Natürliche Melodik, expressive Harmonik

In anderem Zusammenhang, nämlich über sein In-Terra-Pax-Oratorium schrieb Frank Martin einmal: „Ohne eine einzige Anforderung des Musikers in mir zu opfern, habe ich versucht […] eine Musik zu schreiben, die das Ohr jedes Hörers erreicht: durch eine so natürliche Melodik und eine so direkte wie expressive Harmonik, als es mir nur möglich war.“

Frank Martin: „…Musik zu schreiben, die das Ohr jedes Hörers erreicht: durch eine so natürliche Melodik und eine so direkte wie expressive Harmonik, als es mir nur möglich war.“ (© Copyright 1959 by Universal Edition A.G., Zürich/UE 12711)

Gerade diese kompositorische Intention ist auch omnipräsent in dieser Auswahl-CD für Gitarre: Eine feine, intime, bis ins letzte Arpeggio dem Instrument abgelauschte, wenngleich weniger dessen spieltechnisches Potential denn seine Klangwelt, sein „Fluidum“ auslotende und bei aller harmonischen Fortschrittlichkeit immer spontan „nachvollziehbare“ Musik. Herausragend bei der Realisierung dieses kompositorischen Willens dabei der  Hauptsolist der CD, der Waldshuter Konzertgitarrist Harald Stampa, dessen nicht nur technisch immer souveränes, sondern auch klangsinnliches, teils fast romantisch empfindsames, teils packend-herbes Spiel vor allem in den „Quatre pièces“ eine intensive Beschäftigung mit der Martinschen Tonsprache vermuten lassen. Denn im Gegensatz zu manchen seiner Berufskollegen scheut er die starke agogische und dynamische Deklamation gerade im Zusammenhang mit Martins bewusst angestrebter satztechnischer „Durchhörbarkeit“ nicht, womit er ausdrucksvoll und spannend der oft gelesenen (eigentlich nachgeplapperten) Einschätzung entgegentritt, Martins Melos sei „brav-ausgewogen“, „typisch schweizerisch“ halt…
Uneingeschränkt also präsentiert „Musiques Suisses“ mit dieser niveauvollen Martin-Einspielung von Gitarren-Werken eine in dieser originellen Werkauswahl bisher nicht angetroffene, sehr begrüssenswerte CD-Produktion zum aktuell 25. Todesjahr eines der bedeutendsten helvetischen Komponisten. ♦

Frank Martin, Werke mit Gitarre, Musiques Suisses (Naxos) (Migros-Kulturprozent), Audio-CD – 44 Minuten

Lesen Sie im Glarean Magazin auch über
Frank Martin: Messe für Doppelchor (CD)

… sowie zum Thema Gitarren-Musik über
Jacques Stotzem: Places we have been (Audio-CD)

Gratis-Downloads (Musiknoten, Materialien, Schach, E-Books etc.)

Lesezeit für diesen Beitrag: 8 Minuten

Kostenlose Musiknoten, E-Books, Pop-Songs

Hier finden Sie kostenlose und frei verwendbare Musiknoten (Klassik, Pop, Volksmusik, Jazz, etc.) und andere Materialien wie Audio-Dateien, Schach-Datenbanken, E-Books u.a.
Einige Gratis-Downloads sind trotz Freeware nur mit persönlichem Passwort/Kennwort zu öffnen und ausschliesslich für den privaten/häuslichen Gebrauch bestimmt.

Die Musiknoten liegen meist im PDF-Format vor. Zur Beachtung: Es sind keine Mehrfach- oder Sammelbestellungen, sondern nur Einzellieferungen möglich. –

Falls Sie sich für unseren Gratis-Service mit einer kleinen Spende bedanken möchten, können Sie das hier tun:

Classic-Highlights für den Musikunterricht

♦ J. S. Bach: Präludium C-Dur (Klavier) ♦ J. S. Bach: Menuett G-Dur (Klavier)
♦ J. S. Bach: Musette D-Dur (Klavier) ♦ J. S. Bach: Vom Himmel hoch – Choral (Orgel)
♦ J. S. Bach: Invention Nr. 8 BWV 779 (Klavier) ♦ C. Ph. E. Bach: Solfeggietto c-moll (Klavier)
♦ G. Bingham: 50 Airs Anglois (Blockflöte/n) ♦ B. Bartok: Allegro barbaro (Klavier)
♦ B. Bartok: Bauernlied (Mikrokosmos/Klavier) ♦ B. Bartok: Mitsummen (Mikrokosmos/Klavier)
♦ L. v. Beethoven: Albumblatt „Für Elise“ (Klavier) ♦ L. v. Beethoven: Die Ehre Gottes aus der Natur – Gesang&Klavier)
♦ L. Boccherini: Menuett (Keyboard) ♦ J. Brahms: Guten Abend, gut‘ Nacht (Querflöte&Gitarre)
♦ J. Brahms: Walzer A-Dur (Klavier vierhändig) ♦ J. Brahms: Ungarischer Tanz Nr.5 (2 Panflöten)
♦ F. Chopin: Prélude e-moll op.28/4 (Klavier) ♦ M. Clementi: Sonatine für Klavier op.36/5 (1.Satz)
♦ Cl. Debussy: Syrinx (Querflöte solo ♦ Cl. Debussy: Le petit nègre (Klavier)
♦ C. Franck: Panis Angelicus (Posaune & Klavier) ♦ G. Gershwin: Summertime (Gesang & Klavier)
♦ Gounod&Bach: Ave Maria (Trompete & Klavier/Orgel) ♦ G. F. Händel: Ch’io mai vi possa (Gesang&Klavier)
♦ G. F. Händel: Largo (Ombra mai fu – Orgel) ♦ J. Haydn: Deutscher Tanz D-Dur (Klavier)
♦ S. Joplin: The Entertainer (Klavier) ♦ F. Liszt: Liebestraum (Nocturne – Klavier)
♦ J.-B. Lully: Air G-Dur (Cello & Klavier) ♦ E. MacDowell: To a Wild Rose (Klavier)
♦ F. Couperin: Postludium A-Dur (Orgel) ♦ N. W. Gade: 1. Elegie  (Klavier)
♦ F. Mendelssohn-Bartholdy: Abschied (Klavier) ♦ F. Mendelssohn-Bartholdy: Trost (Klavier)
♦ F. Mendelssohn-Bartholdy: Venetianisches Gondellied (Klavier) ♦ W. A. Mozart: Klaviersonate C-Dur KV 545 (Andante)
♦ W. A. Mozart: Klaviersonate C-Dur KV 330 ♦ W. A. Mozart: Rondo Alla Turca (Klavier)
♦ W. A. Mozart: Menuett G-Dur (Klavier) ♦ J. Offenbach: Can-Can (Violine)
♦ M. Ravel: Prélude (1913 – Klavier-Piano) ♦ D. Scarlatti: Sonata a-moll (Klavier)
♦ F. Schubert: Ave Maria (Keyboard) ♦ F. Schubert: Ave Maria (Panflöte & Orgel)
♦ F. Schubert: Moment musical op. 94/3 (Klavier) ♦ E. Satie: Gymnopédie Nr.1 (Klavier)
♦ R. Schumann: Melodie (2 Gitarren) ♦ R. Schumann: Träumerei (Klavier)
♦ C. Gurlitt: Nocturno F-Dur (2 Klaviere 8-händig): Piano 1 / Piano 2 ♦ Fr. Smetana: Die Moldau (Keyboard)
♦ Johann Strauss: An der schönen blauen Donau / Wiener Walzer (Klavier) ♦ P. I. Tschaikowsky: Italienisches Lied (Klavier)

Musik-Materialien

Das Notensystem Akkord-Griffe für Keyboard
Aufgaben-Blatt Musiknoten Akkord-Griffe für Gitarre
Rhythmus-Diktate
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Notenlinien-Blätter (Notenpapier) zum Ausdrucken

A4 hoch (Solo mit Violin-Schlüssel) A4 hoch (Solo mit Bass-Schlüssel)
A4 hoch (für Klavier) A4 hoch (für Klavier&Solostimme)

Grössere Klassik-Besetzungen (Orchester, Ensemble, Chor, Kammermusik)

♦ A. Vivaldi: Vier Jahreszeiten/Le Quattro Stagioni (Sommer/L’estate) ♦ J.S. Bach: Air D-Dur (Orchester-Suite Nr. 3 BWV 1068)
♦ Urner Tanz-Lieder: Meitäli wenn dü witt go tanzä & Zogä-n-am-Bogä (4st. Gem. Chor) ♦ 3 Schweizer Weihnachtslieder für 4st. Männerchor a cappella a) Auf ihr Hirten b) ’s ist für uns eine Zeit angekommen c) Es kam die gnadenvolle Zeit
Zwei englische Weihnachts-Rufe für 4st. Gemischten Chor (pdf) a) How many miles to Bethlehem? b) We wish you a merry Christmas ♦ C. M. v. Weber: Jägerchor aus „Der Freischütz“ (4st. Männerchor & Blasorchester – Partitur)
Gloria (Les anges dans nos campagnes) für Blockflöten-Quartett (Partitur) ♦ W. Eigenmann: Aura Lee für 4st. Männerchor
♦ J. Brahms: In stiller Nacht / Gemischter Chor (pdf) ♦ Negro Spiritual/Jubilee: Free at last (Gemischter Chor)
♦ R. Wagner: Hochzeitsmarsch (Wedding March – Keyboard) ♦ R. Wagner: Hochzeitsmarsch (Lohengrin / Klavier-Orgel)
♦ Polo Hofer: Giggerig für 9.st. Saxophon- Orchester ♦ H. Berlioz: Chor der Trinker (aus „Fausts Verdammnis“) für 4st. Männerchor)
♦ W. Eigenmann: Frisch auf (Sing-Spruch) für 4st. Männerchor ♦ W.A. Mozart: Ave verum corpus KV 618 Motette für Gemischten Chor, Streicher und Orgel (Partitur)
♦ M. Schneider: Danke für diesen guten Morgen 4st. Gemischter Chor ♦ B. Coulais: Vois sur ton chemin – aus „Les Choristes“ (Piano/Klavier easy)

Kostenlose Jazz-Stücke

♦ Fats Waller: Bright Eyes-Piano für Klavier (pdf) ♦ Otto Motzan: Bright Eyes-Piano für Klavier (pdf)
♦ Fats Waller: The Sheik of Araby für Klavier (pdf) ♦ Ted Snyder: The Sheik of Araby für Klavier (pdf)
♦ Traditional: The Cotton Mill Blues für Klavier (pdf) ♦ Traditional: Another Shade of Blue für Klavier (pdf)

Diverse Gratis-Musik

♦ 2 Gospel-Songs: a) Amazing Grace b) Oh when the Saints (2 Panflöten) Happy Birthday (Klavier)
Happy Birthday (Keyboard) Happy Birthday (Gitarre)
Happy Birthday (Trompete&Klavier) ♦ J.P. Martini: Plaisir d’amour (Alt-Saxophon Es & Klavier / Piano)
Flohwalzer/Kotelett-Walzer/Chopsticks (Klavier) ♦ W. Eigenmann: Chroma-Boogie (Klavier)
♦ A. Zwyssig: Schweizerpsalm-Nationalhymne („Trittst im Morgenrot daher / Männerchor) ♦ Mani Matter: s‘Zündhölzli (Kavier)
♦ Deutschland: Deutsche Nationalhymne (Vokal/Gesang und Klavier) ♦ S. Yradier: La Paloma / Die Taube (Klavier)
♦ Bach/Gounod: Ave Maria (Sopran & Alt & Orgel) ♦ Drei Kinderlieder: a) Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann b) Ist ein Mann in‘ Brunn‘ gefallen c) Merily we roll along (Violine & Klavier)
♦ R. Wagner: Ritt der Walküren (Ride of the Valkyries – Klavierauszug) ♦ Spiritual: Oh When The Saints (Alt-Saxophon Es & Klavier)
♦ Pulton: Aura Lee (Alt-Saxophon Es & Klavier ♦ Karl Svoboda & Ella Endlich: Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (Küss mich, halt mich, lieb mich – Klavier easy)
♦ Karl Svoboda & Ella Endlich: Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (Küss mich, halt mich, lieb mich – Keyboard easy) Nationalhymne Israel: Hatikvah-Hoffnung (Ha Tikwa) (Vocal & Piano)
♦ Yann Tiersen: Amelie – Film (Leichte Bearbeitung für Klavier / Piano easy) ♦ Yann Tiersen: Amelie – Film (Leichte Bearbeitung für Keyboard easy)

Kostenlose Audio-Files (Midi)

Happy Birthday (Gitarre) J.S. Bach: Air D-Dur (Orchester-Suite Nr. 3)
J. S. Bach: Menuett G-Dur J. S. Bach: Präludium C-Dur
J.S. Bach: Invention Nr. 8 BWV 779 J. Brahms: Guten Abend, gut Nacht
F. Couperin: Postludium A-Dur G.F. Händel: Tochter Zion, freue dich
W. Eigenmann: Chroma-Boogie Jingle bells & Go tell it on the mountain
Zwei russische Weihnachtslieder: Bajuschki baju & Jolotschka Drei Kinderlieder (Violine&Klavier): a) Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann b) Ist ein Mann in‘ Brunn‘ gefallen & c) Merily we roll along
Morgen kommt der Weihnachtsmann Leise rieselt der Schnee & Süsser die Glocken
H. Berlioz: Chor der Trinker (aus „Fausts Verdammnis“) Gloria (Les anges dans nos campagnes)
W. Eigenmann: Frisch auf (Sing-Spruch) A. Vivaldi: Vier Jahreszeiten/Le Quattro Stagioni (Sommer/L’estate)

Pop, Rock, Filmmusik

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♦ Imagine Dragons / Thunder Klavier (Easy) ♦ Justin Timberlake / Can’t stop the feeling Klavier ♦ Avicii / Wake me up / Klavier & Vocal
♦ Avicii / Hey Brother Klavier ♦ James Bond-007 / Skyfall / Adele (Klavier & Vocal)
♦ James Bond-007 / Skyfall / Adele (4-stimmiger Chor SATB) ♦ Maroon 5: Payphone (Keyboard) ♦ Maroon 5: Payphone (Klavier)
♦ Yann Tiersen: Amélie-Thema (Comptine d’un autre été –  l’après midi / Klavier) ♦ Lady Gaga: Alejandro (Klavier) ♦ Michael Jackson: Earth Song (Klavier/Keyboard/Gesang)
♦ Abba: Mamma mia (Keyboard) Harry Potter – Hedwig-Thema (Klavier) ♦ Hot Butter: Pop Corn (Keyboard)
♦ ACDC: Money talk (Klavier) ♦ Christina Aguilera: Hurt (Keyboard) ♦ Green Day: Boulevard of broken dreams
♦ Christina Aguilera: Hurt (Keyboard) ♦ Green Day: Boulevard of broken dreams (Keyboard) Star Wars – Main Theme (Klavier-Piano) Star Wars – Main Theme (Keyboard)
James Bond-007 / Monty Norman / Theme (Keyboardf) ♦ John Lennon / The Beatles: Imagine (Klavier&Keyboard) River flows in your / Yiruma / Twilight (Klavier)
♦ Pink: U + Ur Hand (Klavier) ♦ Mani Matter: s’Zündhölzli (Keyboard) ♦ Queen: We will rock you (Klavier)
♦ Rihanna: Don’t stop the music (Keyboard) ♦ Rihanna: Umbrella (Keyboard) ♦ Melanie Fiona: Monday Morning (Klavier)
♦ Melanie Fiona: Monday Morning (Keyboard) ♦ Leona Lewis: Better in time (Keyboard) ♦ Film-Theme (Badelt): He’s a Pirate (Klavier)
♦ Film-Theme (Badelt): He’s a Pirate / Fluch der Karibik (Keyboard) ♦ Mariah Carey: Hero (Song & Klavier/Guitar – Piano) ♦ Film-Theme (Dion): My heart will go on / Titanic (Keyboard)
♦ Film-Theme (Disney): The bare necessities (Dschungelbuch/Jungle book – T. Gilkyson – Keyboard) ♦ The Beatles: Yellow Submarine & Yesterday (Keyboard) ♦ Henry Mancini: The Pink Panther (Klavier)
♦ Bruno Mars: Grenade (Klavier / Piano) ♦ Bruno Mars: Grenade (Keyboard) ♦ Scorpions: Still loving you (Piano & Keyboard)
♦ Adele: Someone like You (Keyboard) ♦ Adele: Someone like You (Klavier) ♦ Fugees: Killing me softly (Keyboard)
♦ Helene Fischer: Von hier bis unendlich (Solo-Gesang & Piano/Keyboard) ♦ Carly Rae Jepsen: Call me maybe (Klavier / Piano / Keyboard) ♦ Emily Sande: Read all about it (Keyboard)
♦ Helene Fischer: Atemlos durch die Nacht (Keyboard) ♦ One Republic: Counting Stars (Keyboard) ♦ One Direction: Steal My Girl (Klavier – Piano)
♦ Adel Tawil: Lieder (Keyboard) ♦ Ed Sheeran:  Supermarket Flowers (Melodie-Singstimme & Klavier) ♦ Ed Sheeran:  Perfect (Klavier einfach / Easy Piano & Vocal-Gesangs-Text)
♦ Adele: Hello (Keyboard) ♦ Josh Groban:  You raise me up (Klavier easy) ♦ Ed Sheeran:  Photograph (Klavier einfach / Easy Piano & Vocal-Gesangs-Text)
♦ Maroon 5: Memories (Klavier/Piano) ♦ Selena Gomez: We Don’t Talk Anymore (Klavier/Piano)

Gratis-Weihnachtslieder

Jingle bells (2 Panflöten) Go tell it on the mountains (Keyboard/ pdf)
Oh du fröhliche (2 Violinen) Adeste fideles – Herbei o ihr Gläub’gen (Keyboard)

Christmas for Pan - Die schönsten Weihnachtslieder aus aller Welt - Für 1 oder 2 Panflöte(n) - Scriptum VerlagAnzeige

Christmas for Pan

„Christmas for Pan“ ist eine Sammlung der 22 schönsten Weihnachtslieder aus aller Welt für eine oder zwei Panflöte/n. Der Schwierigkeitsgrad bewegt sich zwischen sehr leicht bis mittelschwer. Mit Strophen-Texten zum Mitsingen. Jedes Stück kann auch solistisch gespielt werden.

Lesen Sie hier mehr über „Christmas for Pan“


Alle Jahre wieder (2 Violinen) Lasst uns froh und munter sein (Klavier)
♦ Zwei russische Weihnachtslieder: Bajuschki baju & Jolotschka (Gitarre solo) Stille Nacht, heilige Nacht (Gitarre – Keyboard – Piano)
Stille Nacht, heilige Nacht (Klavier) Stille Nacht, heilige Nacht (Keyboard)
Stille Nacht, heilige Nacht (Akkordeon)

Vom Himmel hoch (Akkordeon) Leise rieselt der Schnee & Lasst uns froh und munter sein (Klarinette&Klavier)
Go tell it on the mountains (2 Panflöten) Kling, Glöckchen (Klavier – Keyboard – Gitarre)
Feliz Navidad (Klavier – Keyboard – Gitarre) Kumbaya my Lord Spiritual (Chor&Gitarre)
In dulci jubilo (Keyboard) Ihr Kinderlein kommet (Klavier)
Ihr Kinderlein kommet (Keyboard) Was soll das bedeuten / Hirtenlied (Gesang&Gitarre)
♦ G. F. Händel: Joy to the World (aus Messias / Klavier – Keyboard – Gitarre) Oh Tannenbaum (Klavier)
Hark! The angels sing (Lied&Akkorde) Morgen kommt der Weihnachtsmann & Ihr Kinderlein kommet (Violine&Klavier)
Andachtsjodler (Klavier) Es schneielet, es beielet (Klavier)
Süsser die Glocken nie klingen & Leise rieselt der Schnee ( Gitarre) ♦ G. F. Händel: Tochter Zion (Klavier/Piano)
Winter Wonderland ( Klavier) Winter Wonderland ( Keyboard)
♦ J.Hopkins: Wir drei Könige aus dem Morgenland (Saxophon Es & Klavier/Piano)

Kostenlose Schach-Materialien

5-Züge-Eröffnungsbuch für „Fritz“-Turniere (Ersteller: Michael Scheidl) Download: ZIP-Datei

Five Engine Crackers

Die folgenden 5 modernen Schach-Studien sind für manche Schachprogramme echte Engine Crackers. Viel Spass beim Analysieren mit oder ohne Computer 🙂

FEN-Strings für das schnelle Copy/Paste der Stellungen in das eigene Schachprogramm:

  • 5N1n/3P1p1p/5P1k/1Pp1P2p/4KP1P/2p5/p4b2/5N2 w – – 0 1
  • k7/P4pp1/1P6/2p1P3/2P1n3/p5pB/P4n2/K5b1 w – – 0 1
  • 2k5/p2p4/1P6/P3p3/1q2N3/2p5/K7/7Q w – – 0 1
  • 7k/pp1pBp1N/1p3Pp1/b3K1PR/P3P2p/R1n4P/2P1N1P1/3q4 w – – 0 1
  • 4kb2/Rpn1p1rP/1P1pBPN1/4p3/4P1Qn/3b4/1r2R1K1/3qN3 w – – 0 1