Unheilvolle Apotheose des Fortschritts?
Ursula Petriks „Die Leiden der Neuen Musik“ ist eine detailreiche musikhistorische Dokumentierung und musiksoziologisch differenzierte Bestandesaufnahme.
Ursula Petriks „Die Leiden der Neuen Musik“ ist eine detailreiche musikhistorische Dokumentierung und musiksoziologisch differenzierte Bestandesaufnahme.
Die beiden poetischen Meditationen in Otto Taufkirch: Zwei Wort-Bilder heissen „Worte“ (manchmal fliegen die worte im wind) und „Neubeginn“ (der tag verfiel)
Für Saxophon-Gourmets ist dieses „Kagel-Schubert-Projekt“ von „Sax Allemande“ ein Muss, für die anderen eine exotische Bereicherung ihres „Stil-Horizontes“.
Eric Baumanns „Einen Sommer noch“ schildert das Leben mit der Diagnose „Bösartiger Hirntumor“. Beeindruckender Report zwischen Verzweiflung und Hoffnung!
Die Schachstudie Güterbahnhof beschäftigte Peter Krug drei Jahre lang. Ein Beispiel, wie präzise im Computerzeitalter am Problemschach gearbeitet wird…
Die dem berühmten Unterhaltungsgeiger Georges Boulanger gewidmete neue CD von Prima Carezza: Pourquoi, Madame? bringt Schweizer Salon-Musik vom Feinsten.
Mit einer „Missa brevis für gemischten Chor, Chororgel (Orgelpositiv) und grosse Orgel“ legt der Doblinger Verlag neue Kirchenmusik von Kurt Estermann vor.
Grace Jones nach Jahrzehnten der Show-Absenz stimmlich präsent wie immer – „Hurricane“! In ihrer neuen CD schlägt sie auch düstere Töne an.
Das Panoptikum der Musiker-Entgleisungen hält ein paar wüste Beschimpfungen aus der hehren Gilde der Komponisten parat – von geschmacklos bis infam…
Den neuen Roman von David Safier: Jesus liebt mich zeichnen aberwitzige Fabulierlust und null Respekt vor (pseudo-)religiöser Rührseligkeit aus.
„Musik unterrichten“ von Ralf Beiderwieden löst als Musik-Methodenlehre das Diktum ein, „aus der Praxis für die Praxis“ geschrieben zu sein. Note sehr gut!
Jene Streicher-Lehrerschaft, die schon mit dem „Sassmannshaus“ arbeitet, setzt diese kindgerecht konzipierte „Orchester-Vorstufe“ ebenfalls mit Gewinn ein.
„Neue Musik-Anekdoten (2)“ versammelt wiederum einige der köstlichsten Bonmots und Sentenzen aus dem Munde der grossen Komponisten.
Die Tragikomödien von Roland Topor sind nichts für Puristen oder Romantiker, und Begriffe wie „Norm“ oder „Tabu“ wurden definitiv nicht von ihm erfunden…
Die Anthologie „Die Zukunft der Demokratie“ ist eine provokante Bestandesaufnahme und zugleich ein Granulat moderner antikapitalistischer Denk-Strömungen.
Unsere Rätsel-Rubrik „Wer bin ich? – Woman Power“ fragt nach bedeutenden Frauen aus der Musik-, der Literatur- und der Schach-Geschichte.
Die Rubrik „Heute vor … Jahren“ zeichnet diesmal eine Klassik-Kultursensation nach: Die Erstaufführung von Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“.
Morbachs Belesenheit vermag die faszinierende Musikwelt des Barock, ihre bestimmenden Elemente und Persönlichkeiten in unsere moderne Zeit zu transferieren.
Hildegund Lohmann-Beckers „Handbuch Gesangspädagogik“ ist eine nützliche Tipps- und Info-Sammlung in die Hand aller Gesang-Lernenden wie -Lehrenden.
Diesmal in der Rubrik Heute vor… Jahren: „Die Zofen“ von Jean Genet. Das Stück treibt die Entindividualisierung des Einzelnen auf die tragische Spitze.