Wer bin ich? (Woman Power 7)

Musikalische Auseinandersetzung mit Auschwitz und Tschernobyl

von Wal­ter Ei­gen­mann

Wer bin ich_Glarean Magazin_November 2009Dass ich ei­nen ge­nia­len Kom­po­nis­ten als Leh­rer hatte, war mei­ner Kar­riere si­cher nicht hin­der­lich. Mehr noch, eben die­ser Leh­rer be­ein­flusste mein schöp­fe­ri­sches Werk maß­geb­lich. Gleich­wohl ge­lang es mir im Laufe mei­nes lan­gen Le­bens, ei­nen un­ver­wech­sel­ba­ren Per­so­nal­stil zu ent­wi­ckeln. Dazu ge­hört, zu­mal in mei­nen Vo­kal­wer­ken, auch der Ein­be­zug von sti­lis­ti­schen Strö­mun­gen und Tech­ni­ken der Neuen Mu­sik nach 1945 bis hin zu ak­tu­el­len im­pro­vi­sa­to­ri­schen Kom­po­nen­ten. Al­ler­dings blieb mein kom­po­si­to­ri­sches Be­stre­ben, auch wo es un­er­war­tet kühn und ar­ti­fi­zi­ell er­scheint, im­mer der künst­le­ri­schen Aus­sage bis hin zum re­li­giö­sen Be­kennt­nis ver­pflich­tet.

Epochale Chiffren als Zentren des musikalischen Schaffens

Die mu­si­ka­li­sche wie die ethi­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit «mei­nem» Jahr­hun­dert ist die tiefste Ba­sis mei­nes Schaf­fens. Zwangs­läu­fig wur­den mir epo­chale Chif­fren wie «Ausch­witz», «Hi­ro­shima» oder «Tscher­no­byl» nicht nur zum Ge­gen­stand exis­ten­ti­el­ler Re­fle­xion, son­dern auch zu Zen­tren mei­nes um­fang­rei­chen Opern-, So­lo­lied-, Chor- und Kan­ta­ten-Schaf­fens.

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Die Lö­sung die­ses Per­so­nen-Rät­sels kann via Kom­men­tar- Funk­tion «ein­ge­sandt» wer­den. Die Kom­men­tare wer­den ei­nige Tage spä­ter frei­ge­schal­tet.

Der nach­fol­gende No­ten-Aus­schnitt ist ein Bei­spiel mei­ner zwölf­tö­nig kon­zi­pier­ten Zah­len­sym­bo­lik und ent­stammt ei­ner im Jahre 1974 kom­po­nier­ten Mo­tette.

Also: Wer bin ich?

Notenbeispiel

Notenbeispiel für "Wer bin ich?" - November 2009 Glarean Magazin

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