Lyrik von Werner K. Bliß

.

.

am straßenrand

im asphaltnass zittert dein abbild
mit dem der bäume um die wette

traumverlassen warten deine schuhe
ein stück hose auf den rest des tages

du willst einen blick auf deine seele
werfen da beginnt es erneut zu regnen

.

.

.

mais um

dieser neuerliche streifen gelb
galeerensträflings fluch
dunkler nach unten
im rumpf ungehörte
klopfzeichen
in grau getaucht
austerntiefe

.

.

.

sonntags

das rechteck
auf augenhöhe

ein zeichen löst sich
setzt andere frei

ein sehgewitter leuchtet in
vergangene zeiten

dunkelste abendstunden
lichtüberworfener horizont

ein mantel formt
drehende wasser

und mittendrin

du

.

.

__________________________

Werner K. Bliß

Geb. 1950, Pädagoge, zahlreiche Lyrik-Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften, Online-Portalen und Anthologien, lebt in Hausach/D

.

.

.

Dein Kommentar ist uns willkommen!