Veröffentlicht am 12. Juni 2010
Wolfgang Luley: Am Puls der Wörter – Drei Gedichte
Zufall
gedichte
schreiben ein zufall
ein zu fall bringen
von ballast
ein sich ballen ein sich aus
balancieren und ein
stimmen mit worten
ein brückenschlagen beiderseits
ohne beschwörungen und schwurbezeugungen
einander begegnen
Am Puls der Wörter
Ich lebe
über Moden gehend
abseits
aber ich höre stets
den Puls der Wörter
und werde verstimmt
vom Rauschen der Laute
Ich: richtend gerichtet
von den bleibenden
den wahren Worten
wie eine
verstimmte Laute
Sprache
Die Sprache ist mein Feld
und das Wort mein Pflug.
Die Sprache ist mein Gefälle
und das Wort mein Seil.
Die Sprache ist meine Fülle
und das Wort mein Plan.
Die Sprache ist mein Feld
und das Wort mein Stein.
Geb. 1975 in Mannheim; Japanische Lyrik; Ernste und heitere Kurzprosa; Mitglied des Bundesverbandes junger Autorinnen und Autoren
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Nettes Geschwurbel