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Susanne Rasser: Umkehrschluss (Drei Gedichte)

Gast­au­tor · 6. De­zem­ber 2015

Umkehrschluss

Umkehrschluss

Fällt die Wand
vom Nagel,

sprengt der Rahmen
das Bild.

Löst das Ganze
sich zum Teil,

lebt mein Le­ben mich.

Gärtnerinnenglück

Ein Knie­fall
vor schwar­zer Erde.
Das Fingerspiel
am Wurzelwerk.
Das Ein­pflan­zen
und Aufrichten.
In se­hen­der Hoffnung,

im blin­den Vertrauen.

Gros­se, all-
um­ar­men­de Gesten.

Flugstunde, Morgengebet

Lass mich im Re­gen stehen,
setz mich der Son­ne aus,
dreh laue Luft zum Wirbelwind,
da­mit ich wachsen,
flie­gen kann.


Susanne Rasser - Autorin - Glarean MagazinSu­san­ne Rasser

Geb. 1965, lebt als Au­torin von Ly­rik, Er­zäh­lun­gen und Dreh­bü­chern in Rauris/A

Le­sen Sie im Glarean Ma­ga­zin auch wei­te­re Ge­dich­te von Su­san­ne Ras­ser: Richtungsweisend

so­wie Ly­rik von Ma­ri­an­ne Figl: An Sa­lo­me Alt (Ge­dicht)


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Vie­len Dank.

2 Kommentare zu „Susanne Rasser: Umkehrschluss (Drei Gedichte)“

    1. Lie­ber Paul Wall­ner, ich dan­ke herz­lich. Habe den sehr schö­nen Kom­men­tar lei­der erst jetzt entdeckt.

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