Veröffentlicht am 3. Mai 2011
Mikrokosmische Schilderungen mit universalem Aussagegehalt
Als Tochter eines Missionars hatte auch ich eine Mission: Schon früh war mir die Vermittlung zwischen fernöstlicher und westlicher Kultur sowohl in meiner belletristischen Arbeit als auch in meinem Privatleben ein zentrales Anliegen. Erzogen in China, aber später dann Literaturprofessorin in Amerika, bildeten auch Rassengleichheit und Völkerverständigung die ethischen Grundlagen meiner Romane, Biographien, Dramen, Essays und Gedichte.
Literarisch trugen dabei meine Überhöhung des Realismus durch biblische und asiatische Stilelemente sowie die Verbindung mikrokosmischer Schilderung mit universalem Aussagegehalt ganz wesentlich zum Weltruhm meines vielfach ausgezeichneten Schaffens bei.
Besonders nachhaltig wirkte zudem mein Einsatz für die Rechte von Kindern gemischter Herkunft und für internationale Adoptionen — ein Engagement, das weit über den literarischen Bereich hinausreichte. Nicht zuletzt trug auch die Verfilmung eines meiner berühmtesten Romane wesentlich dazu bei, dass das westliche Publikum erstmals ein differenzierteres Bild des chinesischen Alltagslebens gewann.
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