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Wer bin ich? – Woman Power 13

Ohne Augenlicht, doch voller Kreativität

Walter Eigenmann · 12. April 2011

Wer bin ich - Woman Power 13

Ohne gleich einen „Wunderkind“-Status unter den Komponistinnen für mich reklamieren zu wollen, kann ich doch musikalische „Frühreife“ in Anspruch nehmen, denn schon als Siebenjährige erhielt ich intensiven Klavier- und Orgelunterricht, u.a. beim tschechischen Virtuosen Leopold Kozeluch. Dabei standen die Sterne für eine Pianisten- (und später Komponisten-)Karriere alles andere als gut: Schon in meinem vierten Lebensjahr erblindete ich, und in der Folge kamen schwerste familiäre und gesundheitliche Probleme hinzu. Trotzdem gelangte ich in späteren Reisejahren zu internationalem Ruhm als Konzertpianistin.

Alle Gattungen der weltlichen Kunstmusik

1786 gab ich das öffentliche Konzertieren auf und widmete mich fast ausschliesslich dem Komponieren. Dieses fiel enorm umfangreich aus, obwohl nur ein kleiner Teil davon in Autographen oder Druckausgaben erhalten geblieben ist. Mein Schaffen umfasst beinahe alle damals gängigen Gattungen der weltlichen Kunstmusik. Lange Zeit völlig verkannt, hat die Musikforschung mein Oeuvre längst einer genaueren Durchsicht und inzwischen auch das früher eher marginalisierende Urteil einer grundlegenden Revision unterzogen. Das nachstehende Notenbeispiel gibt den Anfang meiner „Klavierfantasie in G-Dur“ wieder:

Notenbeispiel: Wer bin ich? (Woman Power 13 - Musik)

Also: Wer bin ich?


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