Interview mit Fernschach-Großmeister Arno Nickel

Der Fernschachmeister als Schach-Forscher

von Wal­ter Ei­gen­mann

Neu­este Schach-Da­ten­ban­ken wie die hier kürz­lich be­spro­chene «Corr Da­ta­base 2011», aber weit mehr noch die mo­der­nen Schach-Re­chen­pro­gramme, bei­spiels­weise die ver­brei­te­ten PC-En­gi­nes «Rybka», «Stock­fish», «Shred­der» oder «Fritz» u.v.a. mit ih­rer mitt­ler­weile ex­tre­men Spiel­stärke, die kei­nen in­ter­na­tio­na­len Groß­meis­ter mehr fürch­tet, las­sen im­mer wie­der neu und im­mer hef­ti­ger die Dis­kus­sion auf­flam­men, ob das Fern­schach nicht in­zwi­schen tot ist. Und nicht we­nige der frü­her glü­hen­den Ver­eh­rer des alt­ehr­wür­di­gen Kor­re­spon­denz­schachs (Cor­re­spon­dence Chess) ha­ben sich in­zwi­schen ent­täuscht da­von zu­rück­ge­zo­gen: «Ich will nicht ge­gen Ma­schi­nen spie­len!»

Denn je län­ger desto mehr kann im Fern­schach das Phä­no­men be­ob­ach­ten wer­den: Man rech­net nicht mehr, man lässt rech­nen. Stun­den-, ja ta­ge­lang «brü­tet» jetzt nicht mehr der FS-Spie­ler über den Par­tien, son­dern Rybka&Co. wird mit den Stel­lun­gen ge­füt­tert, wo­nach meist ein tak­tisch ein­wand­freier, ja oft so­gar bril­lan­ter Zug re­sul­tiert – was aber in den Tur­nier-Re­sul­ta­ten nicht als Pla­giat de­kla­riert wird, son­dern als per­sön­lich-mensch­li­che Ei­gen­leis­tung auf­taucht…

Arno Nickel
Arno Ni­ckel

Über die Zu­kunft des in­ter­na­tio­na­len Fern­schachs, die Chan­cen und Ge­fah­ren der neuen Soft­ware-Ge­ne­ra­tio­nen für das Fern­schach, die spe­zi­fi­schen An­for­de­run­gen, die der Ein­be­zug von Schach­pro­gram­men für den am­bi­tio­nier­ten FS-Spie­ler mit sich bringt, be­fragte das Glarean Ma­ga­zin den in­ter­na­tio­na­len Fern­schach-Groß­meis­ter Arno Ni­ckel (ak­tu­ell die Num­mer 25 der Welt­rang­liste).
Der auch im Nah­schach er­fah­rene Tur­nier­spie­ler Ni­ckel ist seit Jahr­zehn­ten eine in der in­ter­na­tio­na­len Cor­re­spon­dence-Chess-Szene sehr ak­tive und be­kannte Per­sön­lich­keit. Dar­über hin­aus gilt der 58-jäh­rige Ber­li­ner Schach-Jour­na­list, -Or­ga­ni­sa­tor, -Au­tor und -Ver­le­ger als ver­sier­ter Ken­ner auch auf dem Ge­biete der neuen Schach-Soft­ware. Für seine en­ga­gierte und poin­tierte Stel­lung­nahme hier zum gan­zen The­men­kom­plex «Mo­der­nes Fern­schach» bes­ten Dank! –

Alle Ressourcen nutzen – auch Schachprogramme

Glarean Ma­ga­zin: Hand aufs Herz, nutzt der Top-25-Spie­ler Arno Ni­ckel nicht auch wie viele an­dere Fern­schach-Meis­ter ex­zes­siv die mo­der­nen Schach-En­gi­nes, als da sind: Rybka, Shred­der, Fritz, Hi­arcs u.a., oder auch die zahl­lo­sen star­ken Free­ware-Pro­gramme wie bei­spiels­weise Stock­fish, Crit­ter oder Hou­dini?

Arno Ni­ckel: Eine nette Ein­stiegs­frage. Wenn nun noch de­fi­niert würde, was un­ter «ex­zes­siv» (das Maß über­schrei­tend, aus­schwei­fend) zu ver­ste­hen ist, dann könnte ich dar­auf viel­leicht bes­ser ant­wor­ten, aber ich ver­su­che es gern auch so: Fern­schach ist per se ex­zes­siv, wenn wir mal von den Zeit­be­din­gun­gen und den theo­re­tisch un­be­grenz­ten Hilfs­mit­teln aus­ge­hen – oder auch von der idea­lis­ti­schen Ziel­vor­stel­lung, eine per­fekte Schach­par­tie zu spie­len. Wäre man da nicht ein lau­si­ger Fern­schach­spie­ler, wenn man nicht alle seine Res­sour­cen nutzte, um zum Er­folg zu kom­men?
An­de­rer­seits gilt: Masse macht noch keine Klasse, das rein quan­ti­ta­tive Maß der En­gine-Nut­zung sagt für sich ge­nom­men nicht viel aus. Es geht um das Wie der Nut­zung und um das Wozu.

GM: In­wie­fern hat der ver­brei­tete Ge­brauch von Schach-Soft­ware das Durch­schnitts­ni­veau des Fern­schachs ver­än­dert?

AN: Die Ver­än­de­run­gen auf dem Durch­schnitts­ni­veau sind na­tür­lich dra­ma­tisch, ver­mut­lich noch gra­vie­ren­der als an der Fern­schach­spitze. Spie­ler, die frü­her – ohne Com­pu­ter – ein­fa­che tak­ti­sche Zu­sam­men­hänge nicht ver­stan­den oder an­fin­gen merk­wür­dig zu spie­len, wenn ihr Buch­wis­sen er­schöpft war, spie­len auf ein­mal mus­ter­gül­tige Par­tien, die auch ein Anand über weite Stre­cken kaum bes­ser be­han­deln könnte. Ihr Pech ist nur, dass viele sol­cher – ich nenne sie mal: vir­tu­el­len – Schach­par­tien re­mis aus­ge­hen, weil der Geg­ner den glei­chen Se­kun­dan­ten­stab nutzt. Das kann auf die Dauer na­tür­lich nicht be­frie­di­gen, wes­halb auch «Durch­schnitts­spie­ler» frü­her oder spä­ter die Lust am Ri­siko wie­der­ent­de­cken und ei­gene Wege su­chen, viel­leicht nicht in je­der Par­tie, aber doch hier und da, weil sie tief im In­nern wis­sen, dass nur die ei­gene Leis­tung wirk­lich be­frie­di­gen kann.

Nivellierung des Niveaus infolge elektronischer Sekundanten

In ge­wis­ser Weise hat die Ni­vel­lie­rung des all­ge­mei­nen Leis­tungs­ni­veaus in­folge elek­tro­ni­scher Se­kun­dan­ten, die stär­ker sind als ihre mensch­li­chen Ar­beit­ge­ber, zu ei­ner Leis­tungs­ver­zer­rung ge­führt, da die na­tür­li­chen Un­ter­schiede zwi­schen den Spie­lern nicht mehr un­ge­fil­tert zur Gel­tung kom­men. Der stär­kere Spie­ler muss sich zu­neh­mend Ge­dan­ken ma­chen, wie er ver­mei­den kann, dass der schwä­chere ent­schei­dend von En­gine-Leis­tun­gen pro­fi­tie­ren kann – keine leichte, son­dern eine höchst de­li­kate Auf­gabe. Wel­che Er­öff­nun­gen, wel­che Stra­te­gien soll man wäh­len, um ei­nen no­mi­nell oder po­ten­ti­ell schwä­che­ren Schach­spie­ler zu über­spie­len? Das ist ins­be­son­dere für den Schwarz-Spie­ler eine ziem­lich heikle Sa­che. Man kann nicht ein­fach wie im Nah­schach die Stel­lung kom­pli­zie­ren, den Geg­ner in Zeit­not brin­gen und der­glei­chen, man muss tat­säch­lich schon eine stra­te­gi­sche Aus­ein­an­der­set­zung an­pei­len und darf den Geg­ner auf kei­nen Fall un­ter­schät­zen. In der Tat en­den wohl auch viel mehr Fern­schach­du­elle zwi­schen zum Bei­spiel 2400ern und 2600ern re­mis als im Nah­schach. Man kann ver­su­chen, mit­tels Da­ten­ban­ken ein Dos­sier sei­nes Geg­ners zu er­stel­len, um seine Stär­ken und Schwä­chen aus­zu­lo­ten, aber wird die­ses auch wirk­lich ak­tu­ell sein und zu­tref­fen? Der Fern­schach­geg­ner ist schon auf­grund sei­ner un­be­kann­ten Res­sour­cen an Hilfs­mit­teln viel mehr eine «black box» als je­der Nah­schach­geg­ner. Das macht aber an­de­rer­seits auch ei­nen ge­wis­sen Reiz aus. Man wird ge­zwun­gen, die Mess­latte hö­her zu le­gen und da­mit auch die An­for­de­run­gen an sich selbst zu er­hö­hen.

Kann man auch ohne Schach-Software noch FS-Großmeister werden?

GM: Ist ei­gent­lich für ei­nen am­bi­tio­nier­ten FS-Spie­ler der Ge­danke noch rea­lis­tisch, im in­ter­na­tio­na­len CC-Wett­be­werb auch ohne Soft­ware Groß­meis­ter-Ni­veau er­rei­chen zu kön­nen?

AN: Nein. Da sich das «Groß­meis­ter-Ni­veau» durch Soft­ware-Ein­fluss er­heb­lich ge­stei­gert hat, ist dies auf eine grö­ßere Par­ti­en­zahl be­zo­gen un­denk­bar. Auch im Fern­schach ist nie­mand in der Lage, ohne En­gi­nes auf ei­nem Elo-Durch­schnitts­ni­veau von 3000 oder mehr zu spie­len. Das aber wäre etwa die ge­schätzte Leis­tungs­stei­ge­rung, die man er­hielte, wenn man 10 Fern­schach-GMs ohne En­gi­nes ge­gen 10 Fern­schach-GMs mit En­gi­nes spie­len ließe. Na­hezu über­flüs­sig, zu er­wäh­nen, dass auch Nah­schach-Su­per­groß­meis­ter ohne En­gi­nes, wenn sie es denn ver­such­ten, im Fern­schach chan­cen­los wä­ren. In­zwi­schen wer­den ja so­gar schon Nah­schach-Pro­fis ge­fragt, ob sie sich er­öff­nungs­mä­ßig noch aus­rei­chend ohne Com­pu­ter­hilfe vor­be­rei­ten kön­nen, ob sie sich gar trauen, «Neue­run­gen» aufs Brett zu brin­gen, die sie nicht zu­vor «ge­fritzt» ha­ben… Das heißt, der Ein­fluss der Schach-Soft­ware nimmt auch im Nah­schach spür­bar zu.

GM: Wo ha­ben denn Rybka&Co. ihre grund­sätz­li­chen bzw. struk­tu­rel­len Schwä­chen? Im «stra­te­gi­schen» Be­reich? Im End­spiel?

AN: Wenn man in Be­zug auf Com­pu­ter von struk­tu­rel­len Schwä­chen oder stra­te­gi­schen De­fi­zi­ten spricht, muss man sich über zwei Dinge im kla­ren sein:
1. Schach­pro­gramme ver­fol­gen keine «Stra­te­gien», son­dern sie be­wer­ten aus ei­ner ge­ge­be­nen Stel­lung zig Mil­lio­nen von mög­li­chen Fol­ge­stel­lun­gen, eva­lu­ie­ren so­zu­sa­gen, wie das Spiel sich auf diese und jene Züge hin ent­wi­ckeln und ver­zwei­gen könnte. Die Aus­wahl der am höchs­ten be­wer­te­ten Va­ri­an­ten mag als Si­mu­la­tion von «Stra­te­gie» er­schei­nen, was aber im Grunde eine op­ti­sche Täu­schung ist, denn diese «best move»-Evaluationen er­ge­ben sich rein per Aus­schluss­ver­fah­ren ge­mes­sen an den Stel­lun­gen, die eben schlech­ter be­wer­tet wer­den. Nicht das Pro­gramm ver­folgt eine «Stra­te­gie», son­dern der Mensch in­ter­pre­tiert die Pro­gramm­vor­schläge und ord­net sie mit sei­nem Schach­wis­sen und -ver­ständ­nis stra­te­gi­schen Ka­te­go­rien zu, die mehr oder we­ni­ger zu­tref­fend sein kön­nen.

Die Verzweigungen bestimmen die Fernschacharbeit

Häu­fig er­ge­ben En­gine-Eva­lua­tio­nen in fast oder schein­bar gleich­ste­hen­den Stel­lun­gen ein et­was merk­wür­di­ges Bild. Die En­gine zeigt zum Bei­spiel im 5-Va­ri­an­ten-Mo­dus fünf ziem­lich gleich be­wer­tete Va­ri­an­ten an, die aber völ­lig un­ter­schied­li­chen «Stra­te­gien» zu fol­gen schei­nen (mal mit Da­men­tausch, mal ohne, mal ge­schlos­sen, mal of­fen, mal agres­siv, mal ru­hig). Der Laie neigt in sol­chen Si­tua­tio­nen zu dem er­götz­li­chen Kom­men­tar: «Der weiß ja nicht, was er will!» Und die Pointe ist – der Laie hat Recht, aber er weiß nicht warum und kann dar­aus kei­nen Nut­zen für sich zie­hen! Kor­rekt wäre als ers­tes eine In­ter­pre­ta­tion etwa der­ge­stalt: Das Pro­gramm sieht in der ge­ge­be­nen Re­chen­tiefe (und un­ter Be­rück­sich­ti­gung di­ver­ser Pa­ra­me­ter) in den nächs­ten Zü­gen keine si­gni­fi­kante Ver­än­de­rung des Stel­lungs­gleich­ge­wichts. Und nun ist ei­gent­lich erst­mal der Mensch ge­fragt, die­sen Be­fund un­ter Be­rück­sich­ti­gung sei­ner ei­ge­nen Zug­kan­di­da­ten zu ana­ly­sie­ren. Stimmt der Be­fund auch dann noch bzw. bleibt es da­bei, wenn man tie­fer in die Va­ri­an­ten hin­ein­geht? Oft ent­steht hier das Pro­blem ei­ner weit­läu­fi­gen Ver­zwei­gung, und da be­ginnt die ei­gent­li­che Fern­schach­ar­beit…
2. Schach­pro­gramme sind in ih­ren Be­rech­nun­gen aber auch ohne «Stra­te­gie» meis­tens so ge­nau, dass sie die Ver­su­che von Men­schen, stra­te­gi­sche Ziele zu ver­fol­gen und diese tak­tisch durch­zu­set­zen, erst­mal durch­kreu­zen bzw. deut­li­chen Wi­der­spruch an­mel­den. Sie fin­den im­mer das be­rühmte «Haar in der Suppe». Men­schen ste­hen da­her, so­fern sie das selb­stän­dige Den­ken nicht völ­lig auf­ge­ben wol­len, vor ei­nem Bün­del kom­li­zier­ter Fra­gen, die es durch gründ­li­che Er­for­schung der Stel­lung zu be­ant­wor­ten gilt, zum Bei­spiel:
a) Ist meine «Stra­te­gie» wirk­lich stel­lungs­ge­mäß oder muss ich sie än­dern? Muss ich sie grund­le­gend än­dern oder nur mo­di­fi­zie­ren?
b) Tref­fen die Stel­lungs­be­wer­tun­gen der Engine(s) zu? Wel­che Aus­sa­ge­kraft ha­ben sie? Sind Be­wer­tungs­un­ter­schiede zwi­schen ein­zel­nen Va­ri­an­ten re­le­vant oder nicht?
c) Ist mein tak­ti­sches Vor­ge­hen rich­tig?
d) Wie gut «ver­steht» das Schach­pro­gramm die Stel­lung – wie gut ver­stehe ich selbst sie?

Dialog mit dem Computer, gesteuert durch den Anwender

Das Ana­ly­sie­ren mit Com­pu­ter ge­schieht in Form ei­nes Dia­log­ver­fah­rens, ge­steu­ert durch den An­wen­der, und die Qua­li­tät der Er­geb­nisse hängt sehr stark von der Qua­li­tät des Frage- und Ant­wort­spiels ab. Der Mensch muss er­ken­nen, wel­ches sinn­volle und loh­nens­werte Fra­gen sind, und dann die Ant­wor­ten kri­tisch be­wer­ten. Da­bei ist ein ho­hes Maß an Ob­jek­ti­vi­tät ge­for­dert. Vor­ur­teile und Ober­fläch­lich­keit schla­gen letzt­lich ge­gen ihn selbst zu­rück. Die Er­geb­nisse wer­den um so bes­ser sein, je gründ­li­cher der Ana­ly­ti­ker zu­nächst ein­mal ver­sucht, die Stel­lung zu ver­ste­hen, an­statt sich vor­schnell auf ei­nen «bes­ten Zug» zu ori­en­tie­ren.
Um nun auf die Frage nach «struk­tu­rel­len» oder «stra­te­gi­schen» Schwä­chen von En­gi­nes zu­rück­zu­kom­men – das wäre ein gro­ßes Thema für sich. Für Pro­gramme ist es na­tur­ge­mäß schwie­rig, die Be­deu­tung lang­fris­ti­ger Fak­to­ren an­ge­mes­sen zu be­wer­ten, also zum Bei­spiel die Aus­wir­kun­gen ei­ner Bau­ern­struk­tur im frü­hen Mit­tel­spiel für ein End­spiel, das noch in wei­ter Ferne ist; ähn­li­ches gilt für den Wert der Fi­gu­ren für ei­nen späe­te­ren Über­gang vom Mit­tel­spiel zum End­spiel. Ein an­de­rer As­pekt sind spe­zi­elle Stel­lungs- bzw. End­spiel­ty­pen. Man muss sich al­ler­dings vor Ver­all­ge­mei­ne­run­gen hü­ten. Wenn es auch viel­leicht zu­trifft, dass zum Bei­spiel Rybka 4 im­mer noch ge­wisse De­fi­zite in der Ein­schät­zung und Be­hand­lung von Tur­m­end­spie­len oder un­glei­chen Läu­fe­rend­spie­len auf­weist, so heißt dies nicht, dass dies in je­der kon­kre­ten Stel­lung zu Bu­che schlägt, wie um­ge­kehrt ein an­de­res Pro­gramm, neh­men wir zum Bei­spiel Shred­der 12, das von vie­len un­ter an­de­rem we­gen sei­ner End­spiel­tech­nik ge­schätzt wird, in be­stimm­ten Fäl­len auch mal ge­hö­rig da­ne­ben­lie­gen kann.
In der Fern­schach­ana­lyse stößt man oft auf kom­plexe oder tief­lie­gende Zu­sam­men­hänge, die sich auch mit En­gi­nes und trotz gro­ßen Zeit­auf­wan­des ei­ner kla­ren und ein­deu­ti­gen Durch­drin­gung ent­zie­hen – sprich: das Schach­spiel bleibt auch mit größ­tem Com­pu­ter­ein­satz in vie­ler Hin­sicht ge­heim­nis­voll.

Die Programme als elektronische Sekundaten

GM: Worin be­steht die Her­aus­for­de­rung an den Tur­nier-FS-Spie­ler hin­sicht­lich des ef­fi­zi­en­ten Um­gangs mit mo­der­ner Schach-Soft­ware?

AN: Bei «Schach­soft­ware» muss man na­tür­lich un­ter­schei­den zwi­schen den En­gi­nes, der Be­nut­zer­ober­flä­che, den Da­ten­ban­ken und mensch­li­chen Kom­men­tie­run­gen al­ler Art, die in die «Soft­ware» ein­ge­gan­gen sind. Auch die Hard­ware be­stimmt das prak­ti­sche Leis­tungs­po­ten­tial der Soft­ware. Ge­ne­rell ver­sucht wohl je­der auf seine Weise, sein tech­ni­sches Ar­se­nal im Sinne ei­nes Par­tie­er­fol­ges aus­zu­schöp­fen, was in An­be­tracht der ho­hen Leis­tungs­dichte eine zu­neh­mend schwie­rige Auf­gabe ist. Es be­darf ei­nes viel­fäl­ti­gen stän­di­gen Ex­pe­ri­men­tie­rens, um her­aus­zu­fin­den, was «ef­fi­zi­ent» ist, denn da­für gibt es kei­ner­lei Pa­tent­re­zept, und die Her­aus­for­de­rung stellt sich mit je­der neuen Par­tie im Grunde ge­nom­men im­mer wie­der neu und im­mer wie­der et­was an­ders.
Als be­son­ders ge­lun­gen er­schei­nen mir ge­glückte Ver­su­che, mensch­li­che Ideen mit Hilfe oder auch ge­gen den zeit­wei­li­gen Wi­der­stand von En­gi­nes zu ver­wirk­li­chen. Neh­men wir an, ein Spie­ler hat eine Op­fer­idee, die ihn nicht los­lässt, aber das Schach­pro­gramm zeigt ihm erst­mal nur die kalte Schul­ter. Nach lan­gen Ver­su­chen und Um­stel­lun­gen fin­det der Spie­ler ei­nen Weg, das Op­fer doch zu recht­fer­ti­gen und die En­gine zu «über­zeu­gen», dass dies der ein­zige aus­sichts­rei­che Ge­winn­ver­such ist – ist das nicht ein äu­ßerst reiz­vol­les Sze­na­rio? Lehr­reich und wert­voll sind aber auch Bei­spiele, wo der Mensch seine Stel­lungs- oder Par­tie­ein­schät­zung als Er­geb­nis des Dia­lo­ges mit der En­gine (sei­nem elek­tro­ni­schen Se­kun­dan­ten!) grund­le­gend re­vi­die­ren muss – das kann bis hin zu ei­ner Wi­der­le­gung von Va­ri­an­ten bzw. Spiel­plä­nen ge­hen, die in der «Theo­rie» bis­lang als ge­si­chert gal­ten.
Der Fern­schach­spie­ler ist im Un­ter­schied zum Nah­schach­spie­ler in viel stär­ke­rem Maße beim Ein­satz von Soft­ware (insb. En­gi­nes) der Wahr­heit ver­pflich­tet. Ein Er­öff­nungs­buch-Au­tor, der für den Nah­schach­spie­ler schreibt, was ja der Re­gel­fall ist, lo­tet seine Va­ri­an­ten nicht in der Tiefe aus wie ein Fern­schach­spie­ler, der dies auf be­grenz­tem Raum sehr wohl tut, wenn er auch nur ei­nen klei­nen Aus­schnitt des Gro­ßen und Gan­zen sieht, um das sich der Er­öff­nungs­buch-Au­tor küm­mern muss. Was der Ex­perte fürs Nah­schach emp­fiehlt oder nicht, muss für den Fern­schach­be­reich, wo bei je­dem Zug in die Tiefe ana­ly­siert wird, nicht im­mer gel­ten und kann sich so­gar als ziem­lich frag­wür­dig er­wei­sen, egal welch große Na­men hin­ter den Emp­feh­lun­gen ste­hen.

Hoher menschlicher Arbeitsaufwand trotz Schach-Software

GM: Ist das mo­derne Fern­schach zur rei­nen Ma­te­ri­al­schlacht ver­kom­men, oder gibt es tech­nisch-or­ga­ni­sa­to­ri­sche Mög­lich­kei­ten, es wie­der als krea­tiv-mensch­li­che Leis­tung zu eta­blie­ren?

AN: Das Wort «Ma­te­ri­al­schlacht» weckt As­so­zia­tio­nen an den Ers­ten Welt­krieg, wo diese Be­zeich­nung zum ers­ten­mal als gän­gi­ger Be­griff auf­ge­taucht ist. Schein­bar ver­schwin­det der Mensch völ­lig hin­ter den von ihm ge­führ­ten Ma­schi­nen bis hin zu der Ex­trem­vor­stel­lung, dass es die Ma­schi­nen bzw. heute eben die Com­pu­ter selbst sind, die die Aus­ein­an­der­set­zung füh­ren und ent­schei­den. Be­zo­gen auf das Schach «hinkt» die Par­al­lele aber in ver­schie­de­ner Hin­sicht: beim Schach wird ab­wech­selnd ge­zo­gen und man kann zur Zeit im­mer nur ei­nen Zug ma­chen. Wenn der Zug er­zwun­gen ist, spielt es keine Rolle, wie schwach oder stark die Ma­schi­ne­rie ist. Wenn der Spie­ler die Stel­lung nicht ver­steht und sich voll­kom­men der Ma­schi­ne­rie an­ver­traut, wird er ge­gen bes­sere Spie­ler re­gel­mä­ßig schei­tern, auch wenn diese nur über eine schwä­chere Aus­stat­tung ver­fü­gen. Man kann heute al­ler­dings da­von aus­ge­hen, dass zu­min­dest auf Meis­ter­ni­veau ein ei­ni­ger­ma­ßen aus­ge­gli­che­nes Ni­veau an Soft­ware- und Com­pu­ter­aus­stat­tung be­steht, wes­halb wirk­lich der in­tel­li­gente Um­gang mit bei­dem viel ent­schei­den­der ge­wor­den ist als die Aus­stat­tung selbst. Die Un­gleich­ge­wichte in der Aus­stat­tung, vor al­lem in­ter­na­tio­nal ge­se­hen, sind in den letz­ten Jah­ren im­mer ge­rin­ger und je­den­falls un­be­deu­ten­der ge­wor­den.
Nun mag es wohl Fern­schach­spie­ler ge­ben, die ihre Rech­ner und ihre Soft­ware nicht ef­fi­zi­ent und vor al­lem nicht selbst­kri­tisch ge­nug ein­set­zen und dies so wahr­neh­men, als hät­ten sie eine «Ma­te­ri­al­schlacht» ver­lo­ren. Doch im Grunde ist dies eine be­queme Aus­rede, sie ge­ben die Ver­ant­wor­tung für ihre Züge an die En­gi­nes ab, statt gründ­li­cher zu ana­ly­sie­ren.
Man muss sich über ei­nige wei­tere Dinge im kla­ren sein:
1.) Der Ein­satz von Soft­ware, insb. von En­gi­nes, be­deu­tet ab­so­lut ge­se­hen nicht eine Ver­rin­ge­rung des mensch­li­chen Zeit- und Ar­beits­auf­wan­des, son­dern die­ser ist im Ver­gleich zu frü­her eher gleich ge­blie­ben. Er ist ver­mut­lich et­was ra­tio­nel­ler ge­wor­den, was für beide Sei­ten in ei­ner Fern­schach­par­tie gilt. Wer statt des­sen Rech­ner ein­setzt, um schnell und mit mög­lichst we­nig ei­ge­nem Ein­satz zum Er­folg zu ge­lan­gen, wird auf die Dauer nicht allzu weit kom­men.
2.) Das mo­derne Fern­schach ist durch ei­nen wis­sen­schaft­lich-krea­ti­ven Stil ge­prägt. Diese Kom­bi­na­tion ist kenn­zeich­nen­der denn je. Man mag es be­dau­ern, dass der kühne Gam­bit- oder An­griffs­spie­ler heute viel­leicht we­ni­ger auf seine Kos­ten kommt als frü­her, aber die Zeit lässt sich nun mal nicht zu­rück­dre­hen, so we­nig wie sich ein Schach­spie­ler der auf­ge­klär­ten Stei­nitz-Ära ins ro­man­ti­sche Zeit­al­ter zu­rück­bea­men konnte.

Kritisches Hinterfragen der Nahschach-Partien

3.) Um im Fern­schach heut­zu­tage zum Er­folg zu kom­men, muss man Leis­tun­gen und Vor­ga­ben («Er­öff­nungs­theo­rie») aus dem Nah­schach­be­reich kri­ti­scher denn je ana­ly­sie­ren. Viele Er­folgs­re­zepte und -kon­zepte aus dem Nah­schach über­zeu­gen im Fern­schach nicht, weil der strenge elek­tro­ni­sche Se­kun­dan­ten­stab sich zu Recht un­be­ein­druckt von ih­nen zeigt, nicht zu­letzt auch weil Nah­schach­spie­ler ins­ge­heim im­mer ein we­nig auf die mensch­li­chen Schwä­chen ih­rer Geg­ner spe­ku­lie­ren, was aber im Fern­schach sel­ten funk­tio­niert.
Wer im Fern­schach ge­gen gute Geg­ner ge­win­nen will, muss sich heute mei­nes Er­ach­tens schon in der Er­öff­nung mehr ei­gene Ge­dan­ken denn je ma­chen, denn der Er­kennt­nis­fort­schritt in den Haupt­va­ri­an­ten (das kön­nen auch Mo­de­va­ri­an­ten sein, die da­bei sind, alte Haupt­va­ri­an­ten zu ver­drän­gen) hat grund­sätz­lich eine starke Re­mis­ten­denz. Gute Fern­schach­spie­ler fol­gen nicht ein­fach blind ir­gend­wel­chen ak­tu­el­len Er­öff­nungs­zü­gen von Anand, Kram­nik oder Carl­sen, nur weil diese ge­won­nen oder re­mis ge­hal­ten ha­ben, son­dern lo­ten durch­aus viele kri­ti­sche Stel­lun­gen von Vor­gän­ger­va­ri­an­ten bis zu ei­ner ge­wis­sen Tiefe aus.
Krea­ti­vi­tät ist also durch­aus sehr ge­fragt im mo­der­nen Fern­schach.
Er­gän­zend sei dar­auf ver­wie­sen, dass Fern­schach­spie­ler, die ihr Hobby ohne En­gine-Ein­fluss ge­nie­ßen wol­len, also mög­lichst tra­di­tio­nell, sich in en­gi­ne­freien Tur­nie­ren zu­sam­men­fin­den kön­nen (und dies ja auch tun), wo man also un­ter Gleich­ge­sinn­ten ge­mäß ei­nem Eh­ren­ko­dex spielt. So et­was gibt es un­ter an­de­rem beim BdF, dem Deut­schen Fern­schach­bund; wie er­folg­reich, das ent­zieht sich mei­ner Kennt­nis. Eine an­dere Idee, ist die Po­pu­la­ri­sie­rung des Fi­scher-Schachs bzw. Chess960 im Fern­schach­be­reich, die quasi dem «Over­kill» im Er­öff­nungs­be­reich ent­ge­gen­wirkt, al­ler­dings die En­gi­nes nicht au­ßen vor lässt.

Vermisst: Hochkarätige Turniere und FS-Sponsoring

GM: Gibt es bei die­ser po­si­ti­ven Sicht des mo­der­nen Fern­schachs denn über­haupt Pro­bleme, die jetzt und in Zu­kunft eine ge­wich­tige Rolle spie­len bzw. spie­len könn­ten? Wie se­hen die Wachs­tums­zah­len im Mit­glie­der­be­reich aus?

AN: Letz­te­res ver­mag ich nicht ge­nau zu sa­gen, es hat schon ei­nen ge­wis­sen Mit­glie­der­schwund im or­ga­ni­sier­ten Fern­schach als Folge der «Com­pu­te­ri­sie­rung» ge­ge­ben; das hat aber viel mit der Al­ters­struk­tur zu tun. Frü­her gab es viele Äl­tere im Fern­schach, die ein­fach über mehr Zeit ver­füg­ten als Be­rufs­tä­tige oder Schüler/Studenten. Das geht bis hin zum Brief­mar­ken- oder Post­kar­ten­samm­ler, der ei­nen ganz an­de­ren Zu­gang zu sei­nem Fern­schach-Hobby hatte als der ehr­gei­zige Tur­nier­spie­ler. In­ter­es­san­ter­weise gibt es heute viel mehr Fern­schach­spie­ler au­ßer­halb der eta­blier­ten Ver­bände, weil näm­lich das In­ter­net un­glaub­lich viele und at­trak­tive An­ge­bote be­reit­hält, die auch ge­nutzt wer­den. Wenn man die Fern­schach­ser­ver bzw. -web­sites, auf de­nen ge­spielt wird, mit­zählt, könnte man also viel­leicht fest­stel­len, dass heute all­ge­mein mehr Fern­schach ge­spielt wird als frü­her. Es wäre eine ver­dienst­volle Auf­gabe, dies nä­her sta­tis­tisch zu un­ter­su­chen. Ne­ben­bei be­merkt, ge­hö­ren ja auch alle diese Frei­zeit-Fern­schach­spie­ler zum Markt für Schach­soft­ware.
Die neuen al­ter­na­ti­ven Spiel­an­ge­bote im In­ter­net kom­men oft mo­der­ner da­her als die tra­di­tio­nel­len Ver­bände, die diese Spie­ler, dar­un­ter si­cher­lich viele junge, gar nicht erst er­rei­chen.
Im Grunde in­ter­es­siert mich das aber nur am Rande. We­sent­lich mehr be­schäf­ti­gen mich die Pro­bleme im Spit­zen­fern­schach, die ich wie folgt sehe:
1.) Es gibt zu we­nig hoch­ka­rä­tige Tur­niere, wozu ich Tur­niere ab Ka­te­go­rie 15 (Elo­schnitt über 2600) zähle. Ins­be­son­dere sind die Fern­schach­welt­meis­ter­schaf­ten seit ei­ni­gen Jah­ren we­gen ei­nes un­at­trak­ti­ven Qua­li­fi­ka­ti­ons­mo­dus, der elo-stär­kere Spie­ler von ei­ner Be­tei­li­gung ab­hält, ten­den­zi­ell un­ter­klas­sig. Es han­delt sich durch­schnitt­lich um Ka­te­go­rie 13-Tur­niere (Elo­schnitt 2550-2575).
2.) Es gibt zu we­nig Spon­so­ring im Fern­schach. Dies ließe sich mit ei­nem ak­ti­ve­ren Er­schei­nungs­bild, ins­be­son­dere durch mehr hoch­ka­rä­tige Er­eig­nisse, ver­mut­lich et­was ver­bes­sern. Das Fern­schach müsste mei­ner An­sicht nach auch be­rei­ter sein, Quer­ein­stei­gern aus dem Nah­schach­be­reich, also zum Bei­spiel Nah­schach-Groß­meis­tern, ent­spre­chende An­reize zu bie­ten. De­ren Be­kannt­heits­grad könnte oft wer­be­wirk­sam fürs Fern­schach ge­nutzt wer­den.

Diskrepanz der Elo-Leistungen im Nah- und Fernschach

3.) Die Nor­men­an­for­de­run­gen für Fern­schach-Ti­tel wa­ren bis vor kur­zem all­ge­mein zu nied­rig an­ge­sichts der ver­mehr­ten An­ge­bote, Nor­men er­rei­chen zu kön­nen. Das hat in den letz­ten 10 Jah­ren zu ei­ner Ti­tel­in­fla­tion ge­führt. Man ist da­bei, dies nun wie­der et­was zu­rück­zu­fah­ren, aber mit wel­chem Er­folg muss sich noch zei­gen. Rück­wir­kend geht das na­tür­lich über­haupt nicht. Der Fern­schach­bund hat lei­der et­was zu starke Si­gnale mit den Ti­teln als «Lock­mit­tel» ge­ge­ben, – mit dem Er­geb­nis, dass er nun pein­li­cher­weise hier und da öf­fent­lich ge­fragt wird, wie es mög­lich ist, dass Spie­ler mit ei­nem Nah­schach-Ni­veau von deut­lich un­ter 2000 (teil­weise so­gar um 1600) rei­hen­weise in­ter­na­tio­nale Ti­tel­trä­ger wer­den, dar­un­ter so­gar im­mer mehr Groß­meis­ter.

Der moderne Fernschachmeister ist Schach-Forscher

4.) Wo­mit das Fern­schach aber tat­säch­lich be­ein­dru­cken kann und muss, sind Par­tien, also schach­li­che Leis­tun­gen und de­ren an­ge­mes­sene Auf­be­rei­tung in Pu­bli­ka­tio­nen. Wie heißt es doch so schön? «An ih­ren Ta­ten sollt ihr sie er­ken­nen!» So wäre es bei­spiels­weise wün­schens­wert, dass die bes­ten und in­ter­es­san­tes­ten Par­tien von Fern­schach­spie­lern, ganz gleich, ob es sich um Ti­tel­trä­ger han­delt oder nicht, in Ge­stalt ei­nes Fern­schach-In­for­ma­tors re­gel­mä­ßig vor­ge­stellt wür­den. Frü­here Ver­su­che die­ser Art sind als Print­me­dien nach ei­ni­gen Jah­ren lei­der ge­schei­tert. Es scheint nun an der Zeit, in diese Rich­tung neue – pro­fes­sio­nelle – Schritte zu un­ter­neh­men und da­bei auch die Mög­lich­kei­ten des In­ter­nets bzw. der Com­pu­ter­tech­no­lo­gie zu nut­zen. Ein be­son­de­rer Le­cker­bis­sen könnte in sol­chen Ver­öf­fent­li­chun­gen die Dis­kus­sion von kon­kre­ten En­gine-Er­geb­nis­sen und -An­tei­len sein, denn die Zei­ten, in de­nen Fern­schach­spie­ler ver­schämt oder aus fal­scher Ei­tel­keit sol­che As­pekte in ih­ren Ana­ly­sen und Kom­men­ta­ren ver­schwie­gen, soll­ten nun end­gül­tig der Ver­gan­gen­heit an­ge­hö­ren. Der mo­derne Fern­schach­meis­ter hat mehr denn je An­teil an der Er­for­schung des Schach­spiels – das gilt es zu er­ken­nen, an­zu­stre­ben und zu ver­mit­teln..

Le­sen Sie im Glarean Ma­ga­zin zum Thema „Com­pu­ter­schach“ auch die große Um­frage zu den be­lieb­tes­ten Ver­wen­dungs­zwe­cken von Schach­pro­gram­men

2 Gedanken zu “Interview mit Fernschach-Großmeister Arno Nickel

  1. Ganz be­stimmt das beste Ar­ti­kel daß Ich je über „mo­der­nes“ Fern­schach ge­le­sen habe. Ak­tu­ell und mit ei­ner ob­jek­ti­ven Per­spek­tive. Mit Bei­fall und Kom­pli­mente an Schach­freund Arno von Ron.

  2. In­ter­es­sant, Fern­schach wird wohl im­mer mehr zu ei­nem Schach der „drit­ten Art“, Deep Blue hoch zehn oder so. Wer ver­steht aber noch, um was es geht in sol­chen High-Tech-Par­tien? Ohne Kom­men­tare, in der Da­ten­bank, sa­gen die ja gar nichts aus. Kann man ir­gendwo sonst noch et­was dar­über le­sen? Frü­her gab es ja mal eine Com­pu­ter­schach-Zeit­schrift, wo so­was er­schien, aber die gibt es wohl seit län­ge­rem schon nicht mehr. Ei­gent­lich schade. In­ter­es­siert sich nie­mand mehr für Com­pu­ter­schach? Na gut, ich ak­zep­tiere, Fern­schach ist nicht ein­fach gleich Com­pu­ter­schach, aber es gibt doch große ge­mein­same Schnitt­men­gen, was für mich auch völ­lig okay ist. Auf je­den Fall wei­ter­ma­chen – und viel Er­folg dem Fern­schach-Groß­meis­ter!

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