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Wer bin ich? – Woman Power 07

Auseinandersetzung mit Auschwitz und Tschernobyl

Walter Eigenmann · 13. November 2009

Wer bin ich - Woman Power 07

Dass ich einen genialen Komponisten als Lehrer hatte, war meiner Karriere sicher nicht hinderlich. Mehr noch, eben dieser Lehrer beeinflusste mein schöpferisches Werk massgeblich. Gleichwohl gelang es mir im Laufe meines langen Lebens, einen unverwechselbaren Personalstil zu entwickeln. Dazu gehört, zumal in meinen Vokalwerken, auch der Einbezug von stilistischen Strömungen und Techniken der Neuen Musik nach 1945 bis hin zu aktuellen improvisatorischen Komponenten. Allerdings blieb mein kompositorisches Bestreben, auch wo es unerwartet kühn und artifiziell erscheint, immer der künstlerischen Aussage bis hin zum religiösen Bekenntnis verpflichtet.

Epochale Chiffren als Zentren des musikalischen Schaffens

Die musikalische wie die ethische Auseinandersetzung mit „meinem“ Jahrhundert ist die tiefste Basis meines Schaffens. Zwangsläufig wurden mir epochale Chiffren wie „Auschwitz“, „Hiroshima“ oder „Tschernobyl“ nicht nur zum Gegenstand existentieller Reflexion, sondern auch zu Zentren meines umfangreichen Opern-, Sololied-, Chormusik und Kantaten-Schaffens.

Der nachfolgende Noten-Ausschnitt ist ein Beispiel meiner zwölftönig konzipierten Zahlensymbolik und entstammt einer im Jahre 1974 komponierten Chor-Motette.

Wer bin ich? (Woman Power 7 - Musik): Notenbeispiel

Also: Wer bin ich?


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