Zitat der Woche von Erich Fromm: Intellekt und Gefühl

Über die Spaltung von Intellekt und Gefühl

Erich Fromm

Zitat der Woche - Intellekt und Gefühl - Glarean Magazin - Juni 2024Es ge­nügt nicht, die in­tel­lek­tu­el­len Fä­hig­kei­ten zu ent­wi­ckeln. In der Er­zie­hung müs­sen so­wohl die in­tel­lek­tu­el­len wie die emo­tio­na­len Kräf­te ent­wi­ckelt wer­den.
In der heu­ti­gen Ge­sell­schaft ent­steht eine im­mer grö­ße­re Spal­tung zwi­schen In­tel­lekt und Ge­fühl. Der Mensch von heu­te er­fasst, was er er­lebt, in der Haupt­sa­che mit dem Ver­stand, statt un­mit­tel­bar zu be­grei­fen, was sein Herz fühlt, sei­ne Au­gen se­hen und sei­ne Oh­ren hö­ren.
Die Spal­tung zwi­schen In­tel­lekt und Ge­fühl hat im mo­der­nen Men­schen eine fast schi­zo­ide See­len­ver­fas­sung ge­schaf­fen, die es ihm na­he­zu un­mög­lich macht, Er­fah­run­gen an­ders als auf ge­dank­li­chem Wege zu machen“. ♦

Aus Erich Fromm: Vor­wort zu „Theo­rie und Pra­xis der an­ti­au­to­ri­tä­ren Er­zie­hung“ von A. Su­t­her­land Neill (zi­tiert aus „Päd­ago­gik und Ethik„, Re­clam 1996)

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