Jean Kleeb: Classic goes Jazz (Klavier-Arrangements)

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Geschmackvolle Transformation der Klassiker

von Walter Eigenmann

Puritaner unter den Klassik-Interessierten, womöglich gar akademisch geschult an einem jahrhundertelang entwickelten Kanon fixierter musikästhetischer Vorstellungen, konventioneller Hörgewohnheiten und historisch-formalisierter Konzertmuster, dürften angesichts der folgende Klavier-Takte – aus Jean Kleeb: „Classic goes Jazz“ – einigermassen angewidert die Nase rümpfen:

Jazz-Arrangement der berühmten Schumann'schen "Träumerei" für Klavier von Jean Kleeb
Jazz-Arrangement der berühmten Schumann’schen „Träumerei“ für Klavier von Jean Kleeb

Es handelt sich um die weltbekannte, tausendfach auf Schallplatten und Konzertpodien kolportierte „Träumerei“ – aber wo ist Schumann? Wo ist die hochartifizielle „Naivität“ aller seiner „Kinderszenen“; wo die abgründige, ganz und gar unkindliche Psychologie hinter diesen Miniaturen als „Rückspiegelung eines Älteren und für Ältere“, die nur in der originalen Klavierfassung aufscheinen kann; wo die rhythmische und harmonische Raffinesse der „falschen“, gleichwohl organisch wirkenden Betonungen bzw. Dynamiken des Originals; wo Schumanns romantische „Destabilisierung“ des Zeitlichen; wo der ausdrücklich intendierte musik-dichterische Aspekt, manifestiert u.a. im Kontrast der schlicht-seligen Melodik und der melancholisch-„haltlosen“ Harmonik; und überhaupt: wo ist der historisch begründende Kontext dieses Stückes, generiert durch biographische Entwicklung, kompositionstechnischen Reifegrad und stilistische Zeitgenossenschaft Schumanns? Kurzum: Romantiker Schumann goes Jazz – darf man das?

Schumann goes Jazz – darf man das?

Jean Kleeb - Classic goes Jazz - BärenreiterNatürlich ist diese Diskussion, wiewohl immer wieder (jetzt auch hier) aufgewärmt, eine uralte, vielleicht stets von neuem notwendige, aber letztlich wohl unfruchtbare. Denn wieso sollte ausgerechnet in unseren kulturellen Zeiten des „Anything goes“ die Transformation, ja Assimilierung der „Klassiker“ tabuisiert werden? Und finden nicht viele Klassik-Muffel gerade durch v.a. rhythmisierende „moderne“ Arrangements berühmter Melodien zurück zu den Quellen der Originale? Kann die Patina uralter Stücke nicht durch aktuelles „Auffrischen“ mittels „poppiger“ Rhythmik und Harmonik erfolgreich weggepustet werden? Was ist kulturell falsch daran, mittels „unterhaltenden“ Stilmitteln eine Brücke zu schlagen zwischen Altem und Neuem?
Wie schon angetönt, der hehre Disput über solche „musical correctness“ läuft letztlich auf die simple Geschmacksfrage hinaus – die breite, ohnehin weitgehend kommerziell determinierte Musikpraxis bzw. -rezeption heutzutage schert sich längst nicht mehr um derartige kulturhistorische, musikästhetisch interessante, mancherorts aber fast fundamentalistisch geführten Auseinandersetzungen.

Jazz vom Barock bis zur Spätromantik

Jean Kleeb - Glarean MagazinBleibt immerhin – um wieder zu Jean Kleebs neuem Klavierheft „Classic goes Jazz“ zurückzukehren – die Frage nach der handwerklichen Qualität solcher Transformationen. Und diesbezüglich muss sich „Classic goes Jazz“ nicht verstecken. Den 13 Jazz-Arrangements – vom barocken Bach-Menuett bis zur spätromantischen Mussorgski-Promenade – merkt man durchaus die genauere Beschäftigung Kleebs mit den Vorbildern an, etwa wenn versucht wurde, stilistisch bzw. kompositionstechnisch wichtige Elemente „hinüberzuretten“.

Diesbezüglich nur drei Beispiele:

Imitation bei Bach…

…und bei Kleeb:

Homophonie bei Mozart…

…und bei Kleeb:

Figuration bei Chopin…

…und bei Kleeb:

Den Duktus des jeweiligen „Klassikers“ also zumindest annähernd zu adaptieren war – über den reinen Wiedererkennungswert des Melodischen hinaus – offensichtlich ein Anliegen des Arrangeurs.

Die 13 jazzigen Klassiker-Adaptionen in Jean Kleebs
Die 13 jazzigen Klassiker-Adaptionen in Jean Kleebs „Classic goes Jazz“ klingen ausgesprochen „gut“, sind originell konzipiert, der Klaviersatz liegt dabei bequem in den Fingern, ist auch schlank und transparent gehalten, und die von irregulären Teilungen weitgehend befreite Rhythmik gibt auch dem „klassisch“ aufgewachsenen Amateur-Pianisten keinerlei Probleme auf.

Davon abgesehen sind aber alle Kleebschen Klassik-Bearbeitungen durchaus „pure“ Jazz-Musik (der eher traditionellen Sorte), mit allen deren typisch-standardisierten Ingredienzien, vom ternären Achtel über die exzessive Synkopierung bis zur Septimakkord-Skala. Ausserdem finden sich da und dort in rhythmischer oder melodischer Hinsicht weitere Stilrichtungen wie Tango oder Salsa eingeflochten, und dieser Stile-Mix hat durchaus seinen Reiz. Selbstverständlich will Jazz-Pianist Kleeb bei alledem seine Notentexte aber nicht als sakrosankt verstanden wissen: das Jazz-ureigene Moment des Improvisierens und Variierens gibt er auch in seinem „Vorwort“ ausdrücklich als zusätzlichen Spassfaktor auf den Weg. (Natürlich wurden sämtliche Stücke von Kleeb eigenhändig auf eine Audio-CD gespielt, die dem Notenheft beliegt).

Schlank und transparent gehaltener Klaviersatz

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Alles in allem: Die 13 Stücke von „Classic goes Jazz“ klingen ausgesprochen „gut“, sind originell konzipiert, der Klaviersatz liegt dabei bequem in den Fingern, ist auch schlank und transparent gehalten, und die von irregulären Teilungen weitgehend befreite Rhythmik gibt auch dem „klassisch“ aufgewachsenen Pianisten keinerlei Probleme auf. Spieltechnisch ist die Sammlung etwa auf dem Level „Untere Mittelstufe“ angesiedelt, also für eine Vielzahl auch der Hobby-Spieler realisierbar. Wer die Originale kennt bzw. schon spielte, geht mit schmunzelndem Augenzwinkern an Kleebs Werk, allen anderen sei der umgekehrte Weg „zurück zu den Wurzeln“ ans Herz gelegt – als heilsamer Kulturschock sozusagen… ♦

Jean Kleeb, Classic goes Jazz, 13 jazzige Arrangements für Klavier, Broschur mit Audio-CD, Bärenreiter Verlag, ISMN 979-006-53873-7

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Zoryana & Olena Kushpler: Slawische Seelen (CD)

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Fesselnde Darbietung russischer Liedkunst

von Jörn Severidt

Da diese meine Einschätzung einer neuen CD-Produktion des ukrainischen Musik-Schwesternpaares Zoryana und Olena Kushpler schliesslich – das sei schon verraten – betont positiv enden wird, sei mir erlaubt, mit ein paar kritischen Anmerkungen zu beginnen. Umso mehr, als ich beim Erhalt dieser CD kaum Lust hatte, auch nur die Plastikfolie aufzureissen – und mich somit fast um den Genuss eines ungewöhnlichen musikalischen Erlebnisses betrogen hätte.

Zoryana & Olena Kushpler - Slavonic Souls (Slawische Seelen) - Tschaikowsky - Mussorgsky - Rachmaninow (Capriccio Label)Woher der anfängliche Widerwille? Nun, an der Oberfläche sprach aus meiner Sicht einfach alles gegen diese CD: Ein sinnloser Titel; ein Layout, das sich an die Kuschelklassik-Kundschaft zu wenden scheint; Lieder mit Klavierbegleitung von vier Komponisten, die mir allesamt nicht als Schöpfer solcher Werke bekannt waren; und das Ganze dann auch noch russisch gesungen – wer braucht das denn?

Bereits nach dem ersten Hören begeistert

Beginn von Tschaikowskis „Inmitten des Balles“ (op. 38 Nr. 3) für Mezzosopran und Klavier

Doch zum Glück ist mir das österreichische Label Capriccio (mit seiner hier kürzlich besprochenen CD von Egon Wellesz: Klavierkonzert und Violinkonzert) noch in guter Erinnerung, und so gab ich dieser Veröffentlichung die Chance, die sie, wie sich dann herausstellte, mehr als verdient hat. Denn während ich meine Abneigung gegen die Marketing-Aspekte bis heute nicht überwunden habe, so war ich doch bereits nach dem ersten Hören von dieser Musik begeistert und (beinahe) auch bereit, die im Beiheft aufgestellte Behauptung, die russische Liedtradition sei der deutschen ebenbürtig, zu unterschreiben. Auch durch die Sprache empfand ich keinerlei Minderung des musikalischen Gesamteindrucks, im Gegenteil: sie lässt die inhaltliche Dimension umso glaubwürdiger erscheinen.
Das ist letztlich wenig überraschend, erfreuen sich doch auch Schubert, Wolff und Strauss einer weltweiten Anhängerschaft, die die deutschen Texte kaum verstehen dürften. In diesem Fall liegt ausserdem ein äusserst informatives Beiheft vor (dies scheint bei Capriccio die dankenswerte Regel zu sein), das in die Gefühlswelt der einzelnen Komponisten und Lieder einstimmt. Auch die deutschen Übersetzungen der Liedertitel sind hilfreich, ich musste mich in keinem Fall fragen, was hier denn nun wohl kommuniziert werden solle – Musik ist eben eine echte Lingua Franca.

Hochrangige Komponisten der russischen Romantik

„Ans Symphonische grenzende Stürme“: Sergei Rachmaninow (1873-1943)

Vertreten sind mit Tschaikowski, Rachmaninow, Rimski-Korsakow und Mussorgski vier hochrangige Komponisten der russischen Romantik, die sicherlich keinerlei Vorstellung mehr bedürfen. Mussorgski ist mit 23 Minuten Spielzeit am stärksten repräsentiert, Tschaikowski wurden 12, den anderen beiden Komponisten jeweils 9 Minuten eingeräumt. Es hätte also mehr auf die CD gepasst, doch möglicherweise wollte man bei Capriccio die sehr hohe Qualität des eingespielten Materials nicht verwässern. Immerhin lässt sich diese Platte von vorn bis hinten durchhören, ohne dass auch nur einen Moment lang Langeweile aufkäme.

Die Darbietung der Interpretinnen, des ukrainischen Schwesternpaares Olena und Zoryana Kushpler, ist vollendet. Olena Kushpler meistert die ans Symphonische grenzenden Stürme Rachmaninows ebenso wie die grazile Feinsinnigkeit Mussorgskis. Sie schafft es, in Fortissimo-Passagen Tiefe und Ausdrucksstärke zu vermitteln, ohne ihre Schwester jemals an die Wand zu spielen. Diese wiederum verfügt über einen üppigen, satten Mezzosopran, der mich gelegentlich (trotz der anderen Stimmlage) an Jessye Norman erinnert. Bei aller Kraft bleibt ihre Stimme immer kontrolliert und klar artikuliert, verzichtet ihrerseits ebenfalls darauf, das Klavier in den Hintergrund zu drängen. Hier wird nicht gegeneinander, sondern miteinander musiziert und dabei echte Liedkunst erreicht.

Begeisterndes Klavierspiel bei Rachmaninow

Zoryana Kushpler - Sopranistin - Glarean Magazin
Sopranistin Zoryana Kushpler

Los geht es mit Tschaikowski, dessen sehnsuchtsvoll schwelgende und doch nie aufdringlich dramatische Romanzen (wie sie im Russischen genannt werden) vom ersten Moment an gefangen nehmen. Es fehlen der Hang zum Grossen und zu gelegentlicher Härte, die einen Teil der symphonischen und Kammermusik dieses Komponisten kennzeichnen. Tatsächlich erreicht Tschaikowski in den hier ausgewählten Werken eine Einheit von Inhalt und Ausdruck, sowie ein Gleichgewicht von Emotion und musikalischer Kontrolle, die diese Lieder auf das Niveau des schubertschen Oeuvres heben. Beeindruckend!
Bei Rachmaninow, dessen Beiträge im Beiheft mit „Schmerzen“ überschrieben sind, wird in Sachen expressiver Dramatik deutlich zugelegt. Wer Strauss‘ „Vier letzte Lieder“ liebt (und wer tut das nicht?), wird dahinschmelzen. Hier begeisterte mich das Klavierspiel. Ich musste sofort nachsehen, ob Olena Kushpler nicht vielleicht auch Rachmaninows Werke für Soloklavier eingespielt habe. (Ich hätte sie sofort bestellt, doch leider steht eine solche Aufnahme noch aus).

Unterschiede zwischen den Komponisten trotz ähnlichem Repertoire

Die vier Lieder von Rimski-Korsakow unterscheiden sich untereinander recht deutlich, steigern sich vom intim anmutenden Wiegenlied über introvertiert sinnende Sehnsuchtsbezeugungen bis zum opernhaften, stürmischen Sturm-und-Drang-Lied. Bei Letzterem erinnerte mich die reiche, opernhafte Dramatik des stimmlichen Ausdrucks spontan an Gundula Janowitz. Beeindruckend, wie gut Zoryana Kushpler ihren Ausdruck dem Repertoire anpasst und somit die Unterschiede zwischen den Komponisten auch bei äusserlich ähnlichem Repertoire erfahrbar macht.

Auszug aus Mussorgskys „Abendgebet“ (Teil des Liederzyklus‘ „Die Kinderstube“)

Mussorgski ist sicherlich einer der ungewöhnlichsten, am schwersten einzuordnenden russischen Komponisten. Von seinen neun hier eingespielten Werken bilden die ersten sieben den Zyklus „Kinderstube“. Mit dessen erstem Ton wird ein neues Kapitel aufgeschlagen. Vorbei ist es mit schwelgender Dramatik und volltönigem Innerstes-nach-aussen-Stülpen. Mussorgskis inhaltlich alltäglichen Erzählungen, deren Texte er selbst verfasste, werden in einer Art kindlich anmutendem Sprechgesang vorgetragen, der mit seiner spärlichen, wie selbstvergessen mäandernden Klavierbegleitung fast kabarettistische Züge trägt. Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte ich den Komponisten deutlich später eingeordnet, denn eine ähnliche Mischung aus Naivität und Erfindungsreichtum erfordert ein Mass an Selbstreflexion, das der romantischen Periode eigentlich per definitionem abging.

Hohes Niveau der Aufnahmequalität

Die neue CD der Musik-Schwestern Zoryana und Olena Kushpler gibt gleichzeitig einen schönen Überblick über die russische Liedtradition, macht Lust auf viel mehr, nimmt den Hörer gefangen und überrascht musikalisch immer von neuem. „Slawische Seelen“ sei allen Liederfreunden und Liebhabern russischer Musik ans Herz gelegt.

Da Mussorgski, wie bereits erwähnt, am meisten Spielzeit bekommt, entsteht eine Art Zweiteilung, denn wenn sich auch die Lieder der anderen drei Komponisten bereits deutlich voneinander unterscheiden, so stehen sie im Vergleich zu Mussorgski doch in der gleichen Ecke.
Die Aufnahmequalität bewegt sich auf ebenso hohem Niveau wie die bereits lobend erwähnte Darbietung der Kushpler-Schwestern. Sibilanten (Zischlaute) sind der Fluch des Tonmeisters bei Vokalmusikaufnahmen, und ein Nachklang beim scharfen S hat sich auch hier nicht ganz vermeiden lassen. Wenn man bedenkt, wie reich an Zischlauten die russische Sprache ist, muss die technische Leistung dennoch als überaus gelungen gewürdigt werden.

Eine CD, die gleichzeitig einen Überblick über die russische Liedtradition gibt, Lust auf viel mehr macht, den Hörer gefangen nimmt und immer wieder überrascht. Sie sei Liederfreunden und Liebhabern russischer Musik gleichermassen ans Herz gelegt. ♦

Zoryana Kushpler (Mezzosporan) & Olena Kushpler (Klavier), Slawische Seelen (Slavonic Souls) – Lieder von Tschaikowsky, Rachmaninow, Rimsky-Korssakow und Mussorgsky, Audio-CD, Capriccio Digital (Naxos)

Inhalt

Tschaikowsky: Mein Genius; Nur wer die Sehnsucht kennt; Inmitten des Balles op. 38 Nr. 3; Ich öffnete meine Fenster op. 63 Nr. 2; Es war im frühen Frühling op. 38 Nr. 2 / Rachmaninoff: Oh nein; Ich erwarte dich op. 14 Nr. 1; Wie schmerzt es mich op. 21 Nr. 12; Im Schweigen der Nacht op. 4 Nr. 3; Alles nahm er mir weg op. 26 Nr. 2 / Rimsky-Korssakoff: Leise der Abend erlischt op. 4 Nr. 4; Es ist nicht der Hauch des Windes von oben op. 43 Nr. 2; Die Wolken ziehen sich zurück op. 42 Nr. 3 / Mussorgsky: Liederzyklus Die Kinderstube; Wiegenlied des Jerjomuschka; Gopak

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Egon Wellesz: Klavierkonzert und Violinkonzert (CD)

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Musikalisches Ringen um Schönheit

von Jörn Severidt

Mal ehrlich: Wen überrascht es nicht, zu hören, dass Egon Wellesz (1885-1974) um die Mitte der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts zu den angesehensten und meistgespielten zeitgenössischen Komponisten im deutschsprachigen Raum gehörte? Und doch war dem so, Wellesz war sowohl als Komponist als auch als Musikwissenschaftler anerkannt, unter anderem entschlüsselte er als erster die byzantinische Notenschrift und galt als eine führende Kapazität in Fragen der Barockmusik.
Dann kam der Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland und der Jude Wellesz wurde über Nacht zu einem polizeilich Gesuchten, dessen als „entartet“ eingestuftes Werk von allen Spielplänen gestrichen war. Wellesz ging nach England, wo er seine musikologischen Forschungen an einem eigens für ihn gegründeten Lehrstuhl an der Universität von Oxford fortsetzen durfte und weiter an seinem sowohl umfangreichen wie vielseitigen Oeuvre arbeitete. Nach dem Krieg beeilte man sich um eine Rehabilitierung des verstossenen Sohnes, es regnete geradezu Auszeichnungen und Ehrbekundungen, doch Aufführungen des musikalischen Werkes blieben die Ausnahme.

Egon Wellesz - Klavierkonzert & Violinkonzert - Capriccio
Egon Wellesz – Klavierkonzert & Violinkonzert – Capriccio

Umso erfreulicher ist es da, dass das österreichische Label Capriccio nun diese künstlerisch und klanglich sehr gelungene Einspielung des Klavierkonzertes von 1933 und des Violinkonzerts von 1961 vorlegt. Anhand dieser zwei Konzerte, das frühere von gut 20, das spätere von über 30 Minuten Spieldauer, wird die künstlerische Entwicklung und Persönlichkeit des Egon Wellesz nachvollziehbar.

Musikalisches Bild eines verirrten Menschen

Egon Wellesz (1885-1974)
Egon Wellesz (1885-1974)

Die CD begann für mich mit einer echten Überraschung, denn von den ersten Tönen an erinnerte mich das Klavierkonzert in seiner unmittelbaren Bildhaftigkeit weder an Spätromantik noch an Moderne, sondern an das vierte Klavierkonzert Beethovens. Wie dieses Werk, beginnt auch Wellesz’ Konzert mit einer lyrischen, introvertiert-mäandernden Solostimme, die mit dem Orchester geradezu zu ringen scheint. Innerhalb weniger Takte identifizierte ich diese Solostimme mit einem Individuum, dem sich eine unwirtliche, von Dissonanz und Widersprüchen geprägte Welt entgegenstellt. Es entsteht das Bild eines vereinzelt umherirrenden Menschen, getrieben von der Suche nach Schönheit, aber auch nach Aussöhnung und Hoffnung. Dies sind die grossen Themen Beethovens. Natürlich bricht Wellesz sie im Prisma der Erfahrungen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts, sein Individuum erscheint namenlos, heimatlos, ihm fehlen der Idealismus, der machtvolle Glaube an die Möglichkeit einer heilen Welt. Doch der Konflikt an sich, das Ringen um Schönheit, sind gleich.

Dies mag manchem zu bildhaft erscheinen, doch mir drängt es sich auf, dieses Werk als Beschreibung der Lebenssituation des Komponisten zu sehen: Im Jahr 1933, dem Jahr der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland also, beginnt Wellesz’ Welt endgültig, zu zerfallen und ihrem Untergang entgegen zu streben.

„Karge, kraftvolle, dissonante, spätromantische, klar strukturierte und artikulierte Tonsprache“: Aus Wellesz‘ „Deutschem Lied“ (R. Dehmel) für Mittlere Singstimme und Klavier (Universal Edition 1915)

.Im ersten Satz steigert sich das desorientierte Umherirren des Individuums zu einem fast panischen Ausbruchsversuch, bevor im zweiten Satz Momente der Ruhe einkehren. Das geistige Bild ist das eines Menschen, der eine hektische Grossstadt hinter sich gelassen hat und nun auf die freie Flur hinaustritt. Im abschliessenden, am deutlichsten spätromantisch anmutenden Satz führt Wellesz Individuum und Umgebung in einer vorwärtsdrängenden Gemeinschaft zusammen, deren innere Spannungen und Widersprüche dennoch bis zum Finale erhalten bleiben.

Musikalisch charakterisieren das Werk sowohl barocke, als auch klassische Strukturen im Orchesterteil, in denen auch in dieser Schaffensphase bereits gelegentlich an Mahler und Bruckner erinnernde Klangteppiche ausgebreitet werden. Sie kontrastieren mit der Stimme des Klaviers, in welcher klassischer Ausdruck durch die Brille der schönbergschen Formsprache gesehen erscheint. Zugegeben, Wellesz schafft hier wenig wirklich Neues, doch man muss die geistige Freiheit des Komponisten bewundern, der eklektisch auszuwählen vermag, ohne sich einer Epoche oder einer Stilrichtung völlig zu verschreiben.

Wer die Violinkonzerte von Arnold Schönberg (dessen Schüler Wellesz zwei Jahre lang war) und Alban Berg mag, mit denen es bei seiner Uraufführung zu seinen Gunsten verglichen wurde, der sollte sich das Violinkonzert von Wellesz nicht entgehen lassen. Drei Jahrzehnte nach dem Klavierkonzert entstandenen, ist es durchdrungen vom Geist der so genannten Zweiten Wiener Schule, wenngleich es auch auffällige Unterschiede gibt. Einerseits basieren alle Sätze auf demselben Material, andererseits sind es ihrer vier, Wellesz verleiht seinem Konzert also die formale Struktur einer Symphonie.

Karge, doch kraftvolle Tonsprache

Rundfunkorchester Berlin - Glarean Magazin
Das Rundfunkorchester Berlin (Glarean Magazin)

Wellesz Tonsprache ist gleichzeitig karg und kraftvoll, dissonant und spätromantisch, dabei sowohl klar strukturiert als auch artikuliert. In den ersten drei Sätzen bleibt das Orchester als Ganzes im Hintergrund, aus dem es nur gelegentlich in bedrohlichem, teils militärisch anmutendem Aufbegehren nach vorne drängt und so den Rahmen schafft, in dem sich die Solostimmen bewegen. Solostimmen, denn es sind mehrere, mit denen die erst nach und nach Dominanz erreichende Violine in Dialog tritt. Sie alle umgibt ein Gefühl der Einsamkeit, des Strebens nach etwas Verlorenem. Erst im vierten Satz steuert die Musik einer Katharsis entgegen, wobei die Orchesterpassagen nun an Gustav Mahlers Klangwelt erinnern. Eine lange, intensive Kadenz unterbricht das eruptive Finale, dem die Violine eine Art Nachwort in den höchsten Registern hinzufügt, dessen letzte, schwebende Töne noch lange nachzuklingen scheinen, haarsträubend in ihrer emotionalen Ambivalenz – Wellesz weigert sich bis zuletzt, seine Welt zu vereinfachen oder ihre inneren Konflikte zu lösen.

Verwebung des Orchesters mit den Solisten

Die Aufnahme ist von sehr guter Qualität. Beide Solisten überzeugen, vermögen eine spezifische Sprache zu finden, die Wellesz nicht zu stark an seine Vorbilder annähert. Auch in den virtuosesten Passagen der langen Violinkadenz bleibt der musikalische Bezug in jedem Augenblick erhalten. Das Rundfunksinfonie-Orchester Berlin verzichtet dankenswerterweise darauf, Spannung durch extreme Lautstärken zu unterstreichen und verwebt sich unter der offenkundig kompetenten Leitung von Roger Epple mit den Solostimmen.
Eine CD, die Liebhabern der deutschen Spätromantik und der Moderne gleichfalls ans Herz gelegt sei, die jedoch auch diejenigen angenehm überraschen dürfte, denen diese Epochen eher fern liegen. ♦

Egon Wellesz, Piano Concerto op. 49 & Violin Concerto op. 84, Margarete Babinsky (Klavier), David Frühwirth (Violine), Berliner Radio Sinfonieorchester (Roger Epple), Capriccio (CAP5027)


Jörn Severith

Jörn Severidt

Geb. 1968 in Göttingen/D, Studium der Finnougristik, Skandinavistik und Germanistik in Göttingen, Turku (Finnland) und Hamburg, breite musikalische Interessen und Aktivitäten, verheiratet mit einer Finnin und Vater zweier zweisprachiger Töchter, lebt als Deutsch-Lehrer in Rovaniemi/Finnland

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Alberto Curci: Violinkonzerte (CD)

Alice Sara Ott (Piano): Chopin – Complete Waltzes

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Pianistik voll wunderbarer Leichtigkeit

von Jan Bechtel

Im Jahre 1810 wird in Polen ein Mann geboren, der bis heute als einer der bedeutendsten und wegweisendsten Pianisten und Komponisten des 19. Jahrhunderts angesehen wird: Frédéric François Chopin (eigentlich: Fryderyk Franciszek Waltyr Chopin; polnisch auch Fryderyk Franciszek Waltyr Szopen). Zu den bekanntesten Chopin-Stücken zählen seine Walzer; Die Pianistin Alice Sara Ott hat nun seine „Complete Waltzes“ bei der Deutschen Grammophon eingespielt.

Alice Sara Ott: Chopin - Sämtliche Walzer - Complete Waltzes
Alice Sara Ott: Chopin – Sämtliche Walzer

Chopins Geburtsdatum ist nicht genau belegt, und so weiss man heute nicht mehr, ob Chopin, wie in seiner Taufurkunde vermerkt ist, am 22. Februar 1810 oder erst am 1. März 1810 (wie er es selber angab) geboren wurde. Sein Geburtsort ist Zelazowa-Wola (Herzogtum Warschau); mit sechs Jahren erhält der Junge den ersten Klavierunterricht, da man seine ausserordentliche Begabung erkannt hatte. Sein Lehrer wird der böhmische Violinist und Komponist Wojciech Adalbert Zwyny, der den jungen Chopin von 1816 bis 1822 unterrichtet. Ab 1822 (bis 1829) nimmt er am Konservatorium bei Joseph Elsner zusätzlich Unterricht in Musiktheorie.

Liebling der Salons

Frédéric Chopin (1810-1849)
Frédéric Chopin (1810-1849)

Schon früh wird er ein Liebling der Salons und reisst die polnischen Aristokraten immer wieder zu Begeisterungstürmen hin. 1831 übersiedelt er dann endgültig von Polen nach Paris (von 1829 und 1831 war er ständig zwischen Warschau, Wien und Paris hin und her gependelt). Auch in Paris wird er schnell zum Liebling des dortigen Publikums in den Salons der Stadt. Der Konzertsaal ist nie wirklich Chopins Terrain gewesen, und er steht jedes Mal vor einem Auftritt „Höllenqualen“ aus, weil ihn die „anonyme Menge“ des Publikums zutiefst irritiert und ihm „die Luft zum Atmen nahm“. In den feinen Salons, in denen nur wenige Betuchte und Aristokraten verkehren, fühlt sich Chopin viel freier und kann seine ganze Virtuosität frei entfalten.

Sein Privatleben ist eigentlich eher ruhig, von Krankheit gezeichnet. Einzig das Verhältnis zu George Sand, einer berühmten französischen Schriftstellerin, bringt ein bisschen „Aufregung“ in Chopins Leben. Es ist insgesamt die längste Beziehung, die Chopin zu Lebzeiten eingegangen ist. Warum es zum Bruch zwischen Chopin und Sand kam, ist bis heute nicht ganz geklärt.

Vorbild ganzer Pianisten-Generationen

Chopins originaler Pleyel-Flügel (London 1848)
Chopins originaler Pleyel-Flügel (London 1848)

Im Verlauf des Jahres 1847 verschlechtert sich Chopins Gesundheitszustand rapide, und 1848 gibt er sein letztes öffentliches Konzert im Hause Pleyel. Am 17. Okotber 1849 stirbt Frédéric Chopin mit nur 39 Jahren in seiner Wohnung am Place Vendôme in Paris. Todesursache ist vermutlich die ihn schon länger quälende Mukoviszidose. Er wird auf dem Friedhof Père Lachaise in Paris beigesetzt. Sein Herz wird auf eigenen Wunsch nach Warschau gesandt und dort in der Heiligkreuz-Kirche beigesetzt. Heute wird Frédéric Chopin als der polnische Nationalkomponist angesehen. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts war Chopin, ähnlich wie Franz Liszt, Vorbild für einige der bedeutendsten Pianisten-Komponisten, unter ihnen etwas Sergej Rachmaninow und Alexander Skrjabin, die Chopin zu einigen ihrer Kompositionen anregte.

Das Walzer-Schaffen in den Jahren 1827 bis 1847

Chopin schuf seine Walzer für Klavier in den Jahren zwischen 1827 und 1846/47. Seine „Valses“  haben in engerer Bedeutung nichts mit dem Wiener Walzer eines Johann Strauss (Sohn) und anderer Walzer-Komponisten zu tun. Sie sind im besten Sinne Salonmusik (einzig die Walzer op. 70 haben ein wenig von dem typischen „Tanzwalzer“-Charme, wenn auch nur sehr rudimentär). Chopins erster Walzer ist der Walzer As-Dur KK Iva Nr. 13 von 1827 (KK = Krystyna Kobylanska. Thematisches-biographisches Werkverzeichnis). In der Folge schreibt Chopin noch weitere Walzer, unter ihnen die berühmt gewordenen Walzer Es-Dur op.18 (Grande Valse brillante, 1831), Des-Dur op.64 Nr. 1 („Minutenwalzer“, 1846/47) und op. post. 69 Nr.1 („Abschiedswalzer“, 1835). Die Walzer op.64, die nur einige Jahre vor seinen Tod (1846/47) entstanden, sind der letzte Beitrag Chopins zur Gattung des Walzers für Klavier.

Dem Duft der Werke nachgespürt

Deckblatt der Breitkopf&Härtel-Ausgabe von Chopins Opus 64 (Trois Valses pour le Piano, ca. 1861)
Deckblatt der Breitkopf&Härtel-Ausgabe von Chopins Opus 64 (Trois Valses pour le Piano, ca. 1861)

Anlässlich des aktuellen 200-Jahr-Jubiläums Chopins hat die DGG ein Album mit sämtlichen Walzern des Komponisten mit der jungen deutsch-japanischen Pianistin Alice Sara Ott herausgegeben. Alice Sara Ott wird 1988 in München als Tochter eine deutschen Vaters und einer japanischen Mutter geboren. Schon früh entdeckt sie die Liebe zum Klavier und wird bald, zunächst gegen den Willen der Mutter, zur Konzertpianistin ausgebildet. Seitdem hat sie einige Auszeichnungen und Stipendien erhalten. Sie hat einen Exklusivvertrag mit der Deutschen Grammophon Gesellschaft (DG). Die Aufnahme der Walzer Chopins ist ihre zweite für das „Gelblabel“, nachdem sie zuvor die „Etudes pour l‘ execution transcendante“ von Franz Liszt eingespielt hatte.
Alice Sara Ott ging es, nach eigenem Bekunden, bei der Aufnahme der Walzer nicht darum, eine besonders introvertierte und intellektuelle Einspielung der Werke vorzulegen, sondern den „Duft“ der Werke nachzuspüren. Sie sieht in jedem Walzer ein für sich abgeschlossenes Werk und arbeitet dessen „Eigenheiten“ akribisch heraus. Dabei gelingt es Ott allerdings, eine wunderbare Leichtigkeit zu erzeugen und die „Stimmung“ der einzelnen Stücke sehr schon einzufangen. Es geht ihr, wie man aus jedem Ton hört, nicht um eine eitle Selbstdarstellung. Alice Sara Ott steckt mit ihrer Spielfreude sogar regelrecht an und man könnte die knapp 60 Minuten lange CD immer und immer wieder hören. Sicher kann man jetzt einwenden, dass es schon eine Reihe namhafter Einspielungen dieser Walzer mit etablierten Pianisten gibt, und es mag die Frage laut werden, ob bei einer solch hochkarätigen Auswahl eine Neueinspielung der Werke nötig war. Dazu kann ich persönlich nur sagen: Es ist sicher richtig, dass es viele hervorragende Aufnahmen der Walzer gibt, u. a. von Vladimir Ashkenasy, dessen Gesamteinspielung der Chopin-Werke für Klavier solo ja eine absolute Referenz darstellt. Dennoch bietet Alice Sara Otts Interpretation eine gelungene Alternative zu den etablierten Aufnahmen. Wer Chopin einmal betont jugendlich-frisch und aus einem anderen „Blickwinkel“ erleben möchte, der ist bei dieser japanisch-deutschen Künstlerin genau richtig.

Wunderbar transparentes Spiel

Alice Sara Ott - Glarean Magazin
Alice Sara Ott

Die Tempi sind manchmal vielleicht etwas sehr forsch, aber niemals zu schnell. Otts Spiel ist wunderbar transparent und macht einfach Lust auf mehr. Wenn man ihr zuhört, dann werden die Schwierigkeiten, die diese Musik u. a. interpretatorisch mit sich bringt, in die Bedeutungslosigkeit verbannt. Ihr leichter, perlender Anschlag passt wunderbar zu diesen Walzern. Für mich, der ich selbst auch – wenngleich sozusagen nur für den Hausgebrauch – Pianist bin, ist diese Neueinspielung der Walzer eine absolute Bereicherung und Entdeckung. Ich kann nur jedem Liebhaber von klassischer Musik bzw. Klaviermusik raten, sich diese Aufnahme zuzulegen und sich selbst ein „Bild“ zu machen. Sie ist in jedem Fall eine willkommene Ergänzung der etablierten Einspielungen und muss sich hinter diesen keinesfalls verstecken! ♦

Alice Sara Ott: Chopin, Complete Waltzes, Deutsche Grammophon Gesellschaft

Lesen Sie im Glarean Magazin zum Thema Romantische Klaviermusik auch über: Severin von Eckardstein plays Robert Schumann
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Verband deutscher Musikschulen: Lehrplan Klavierunterricht

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Thematisch erweiterter Lehrplan für Klavier

von Walter Eigenmann

Der Verband deutscher Musikschulen hat seinen neuen „Lehrplan Klavier“ herausgegeben. Die 80-seitige Broschüre will gemäss Herausgeber „alle wesentlichen Aspekte eines zeitgemässen Klavierunterrichts“ vermitteln. Der Plan soll eine Arbeits- und Orientierungshilfe für Beruf und Studium bilden. Wesentliche Themen sind dabei u.a: Klavierschulen und Unterrichtswerke – Klavierunterricht mit Erwachsenen – Liedspiel und Improvisation – Jazz, Rock, Pop – Üben – Unterrichtsplanung – Vorspiel- und Konzertgestaltung.

Verband Deutscher Musikschulen: Lehrplan Klavier (Bosse Verlag)Der Lehrplan für Klavier eröffnet gemäss Verband eine „neue Generation“ von Lehrplänen für alle Instrumente und wird exklusiv vom Bosse Verlag vertrieben. Neu sind die VdM-Lehrpläne in verschiedener Hinsicht: Hinzu kamen nun in einem ersten allgemeinen Teil umfangreiche pädagogische Grundlagen und Einführungen zur Unterrichtsmethodik des jeweiligen Instruments mit speziellen Hinweisen zum Üben, zu Vorspiel und Konzert und zur Leistungsförderung; neu ist der Unterrichtsplan auch in Form einer mehrseitigen Tabelle, die Spieltechnik, Musiklehre und Musizieren nach Inhalt und Methodik über die Unterrichtsstufen hinweg aufschlüsselt. Übersichtlicher ist schliesslich auch das Literaturverzeichnis gestaltet, und erstmals werden neben den „üblichen“ Musikepochen auch die Stilbereiche Jazz, Pop und Rock als selbstständige Kategorien behandelt. Verzeichnisse von Verlagen, elektronischen Medien, Zeitschriften und Verbänden runden das ganze Informationsangebot ab (siehe auch untenstehendes Inhaltsverzeichnis).

Musikpädagogisch breitgefächerte Orientierungshilfe

Der neue „Lehrplan Klavier“ gibt dem interessierten Musikpädagogen eine breitgefächerte, stilistisch wie didaktisch ebenso progressiv wie systematisch konzipierte Orientierungshilfe an die Hand, die weniger ihrem Buchstaben denn ihrem Geiste nach ein Leitfaden für die tägliche Arbeit anbietet. Eine willkommene, angesichts der Vielfalt der heutigen Ansprüche an Schüler- und Lehrerschaft gar notwendige klavierpädagogische Stütze – ob nun im Einzel, Partner- und Gruppenunterricht angewandt. ♦

Verband deutscher Musikschulen, Lehrplan Klavier, 80 Seiten, Bosse Verlag, ISBN 9783764937409

Probeseiten

Verband Deutscher Musikschulen: Lehrplan Klavier (Bosse Verlag) - Inhaltsverzeichnis
Verband Deutscher Musikschulen: Lehrplan Klavier (Bosse Verlag) – Inhaltsverzeichnis

Leseprobe

Verband Deutscher Musikschulen: Lehrplan Klavier (Bosse Verlag) - Probeseite
Verband Deutscher Musikschulen: Lehrplan Klavier (Bosse Verlag) – Probeseite

Lesen Sie im Glarean Magazin zum Thema Musik für den Klavierunterricht auch über Leopold Koželuch: Klavier-Sonaten Band 1

… sowie zum Thema Klaviermusik im Unterricht über Jean Kleeb: Classic goes Jazz (Klavier-Arrangements)

Maria Lettberg: Das Solo-Klavierwerk von Scrjabin (CD)

Ungefähre Lesezeit für diesen Beitrag: 6 Minuten

Der ganze Kosmos des Alexander Skrjabin

von Walter Eigenmann

Wer war Alexander Skrjabin – was war er? Komponist? Symbolist? Mystiker? Revolutionär? Priester? Synästhetiker? Romantiker? Orgiastiker? Theosoph? Spinner? Über Skrjabin zu schreiben heisst über einen ganzen Kosmos zu schreiben: Die Entwicklung dieses genialen Ton-Exzentrikers vom hypersensiblen Chopin-Eklektiker (vor 1900) bis zum atonal entrückten Farb-Ekstatiker (ca. 10 Jahre später) ist beispiellos in der Musikgeschichte. Und der irdische Spiegel, eigentlich die zentrifugale Kraft dieses Kosmos‘ des Alexander Skrjabin ist sein Klavierwerk.

Neue, erweiterte Ausgabe mit Interviews und Multimedia-Projekt

Maria Lettberg (Piano): Das Solo-Klavierwerk von Alexander Scriabin (Skrjabin) - The Solo Piano Works - Complete Recording (Capriccio)Die gleichzeitigen Verehrer (oder Adepten?)  sowohl dieses Komponisten als auch der schwedischen Skrjabin-Expertin Maria Lettberg mussten – nach deren insgesamt dreijähriger Gesamteinspielung von Skrjabins Solo-Klavierwerk, abgeschlossen im Juni 2007 – lange warten, bis die zwischenzeitlich vergriffene Gesamtaufnahme nun kürzlich von dem Wiener Klassik-Label „Capriccio“ neu aufgelegt und in einer schlicht editierten 8-teiligen CD-Box präsentiert wurde. Der instruktiv abrundende Bonus dieser (mit dem Deutschlandradio co-produzierten) Ausgabe: Eine DVD mit Interviews der (blitzgescheiten und sehr belesenen) Pianistin sowie dem Multimedia-Projekt „Mysterium“ der Computer-Farb-Designerin Andrea Schmidt.

Grosse emotionale Spannweite auf kleinstem Raum: Beginn von Skrjabins 9. Klaviersonate op.68 („Die Schwarze Messe“)

 

Alexander Skrjabin (1871-1915)
Alexander Skrjabin (1871-1915)

Bald nach Erscheinen dieser Gesamtaufnahme im Herbst vor zwei Jahren stiess diese Lettberg-Einspielung auf grösstes Interesse in der Fachwelt: Einmal der Tatsache wegen, dass hier neben allen grossen Piano-Werken Skrjabins auch alle seine kaum gespielten Petitessen (frühe „Morceaux“, „Nocturnes“, u.a.) präsentiert wurden, und zum anderen, weil eine sowohl technisch exzellente, emotional ausgereifte und dabei auch theoretisch hervorragend dokumentierte Musikerin am Werk war.

Pianistische Anwältin von Alexander Skrjabin

Skrjabins "Mystischer Akkord"
Skrjabins „Mystischer Akkord“

Die in Riga geborene, in Petersburg ausgebildete, über Skrjabin promovierte und längst mit einer fulminanten internationalen Karriere beeindruckenden Pianistin gilt inzwischen als eigentliche Skrjabin-Anwältin, welche diesem Komponisten in ihren Schallplatten- und Konzert-Aktivitäten eine zentrale Rolle einräumt. Markenzeichen Lettbergscher Pianistik ist dabei neben diffizilster Anschlagstechnik, enormem Dynamikspektrum und poetischer Ausdruckskraft vor allem eine untrügliche Notennähe, aus der präziseste Phrasierung resultiert. Hört man sich diesbezüglich beispielsweise die letzten vier Sonaten an mit der Partitur vor sich, ist die exakte Realisierung des Notentextes verblüffend. Ob das diesem poetischen Phantasten mit dem teils schier improvisatorischen Duktus im Spätwerk immer gerecht wird, ist auch eine Frage des ästhetischen Standpunktes, und es mag sein, dass vorgängige Aufnahmen eines Horowitz, Hamelin oder Sokolow die eine oder andere Stelle packender, expressiver, ja explosiver, kurz: spannender nahmen.

„Nachdichterin“ einer komplexen Komponisten-Persönlichkeit

Musikalische Synästhesie: Die Skrjabin-Klaviatur mit Ton-Farbe-Zuordnung ("Farbenklavier")
Musikalische Synästhesie: Die Skrjabin-Klaviatur mit Ton-Farbe-Zuordnung („Farbenklavier“)

Gleichwohl legt Maria Lettberg hier eine übers Ganze gesehen schlicht referentielle Arbeit vor, die uns diesen pianistisch wie musikhistorisch wohl nie ganz auszuschöpfenden, äussersten widersprüchlichen, eine extreme stilistische Spannweite aufweisenden Russen sehr authentisch nahelegt. Denn bei aller intellektuell-analytischen Durchdringung der teils an neuzeitlichste Modernität des Klaviersatzes erinnernden Linien- und harmonischen Strukturen ist Lettberg eine doch auch wirkliche „Nachdichterin“, deren pianistische Imagination teils betörend wirken kann.

Kurzum: Die gültige „Bewältigung“ eines Klavierwerkes, das endlich – trotz seiner teils erheblichen klaviertechnischen Hürden und v.a. seiner ständigen Forderung der „Hingabe“ an die emotionale Zerrissenheit des Komponisten – unbedingt häufigerer Gast in den Klavier-Recital-Säälen der grossen Musikhäuser sein müsste. Eine derartige Promotion wie Maria Lettbergs jahrelanges pianistisches Bekenntnis zu Skrjabin ist dabei ein überzeugendes Mittel. ♦

Maria Lettberg, Alexander Scriabin – Das Solo-Klavierwerk, Complete Recording, 8-CD-Box (inkl. 1 DVD), Capriccio Digital / DeltaMusic, ASIN B000W4E3OS

Lesen Sie im Glarean Magazin zum Thema Spätromantische Klaviermusik auch über
Gustav Mahler: Lied von der Erde (Klavierfassung)

… sowie zum Thema Klaviermusik über
Severin von Eckardstein plays Schumann


English Translation

The whole cosmos of Alexander Scriabin

by Walter Eigenmann

Who was Alexander Scriabin – what was he? Composer? Symbolist? Mystic? Revolutionary? Priest? Synaesthete? Romantic? Orgiastic? Theosophist? To write about Scriabin means to write about a whole cosmos: The development of this ingenious tone eccentric from the hypersensitive Chopin eclectic (before 1900) to the atonally enraptured color ecstatic (about 10 years later) is unprecedented in music history. And the earthly mirror, actually the centrifugal force of Alexander Scriabin’s cosmos, is his piano work.

New, extended edition with interviews and multimedia project

The concurrent admirers (or adepts?) of both this composer and the Swedish Scriabin expert Maria Lettberg had to wait a long time – after their three-year recording of Scriabin’s solo piano work, completed in June 2007 – until the complete recording, which had meanwhile become out of print, was recently re-released by the Viennese classical label „Capriccio“ and presented in a simply edited 8-part CD box. The instructively rounded off bonus of this edition (co-produced with Deutschlandradio): a DVD with interviews by the (lightning-secure and very well-read) pianist and the multimedia project „Mysterium“ by computer colour designer Andrea Schmidt.

Picture: Large emotional range in the smallest space: Beginning of Scriabin’s 9th piano sonata op.68 („The Black Mass“)

Picture: Alexander Scriabin (1871-1915)

Soon after the release of this complete recording in autumn two years ago, this Lettberg recording met with great interest in the professional world: Firstly because of the fact that, in addition to all of Scriabin’s great piano works, all of his barely played petitessen (early „Morceaux“, „Nocturnes“, etc.) were presented here, and secondly because a technically excellent, emotionally mature and at the same time theoretically excellently documented musician was at work.

Pianistic lawyer of Alexander Scriabin

Picture: Scriabin’s „Mystical Chord“

Born in Riga, educated in St. Petersburg and with a doctorate in Scriabin, the pianist who has long impressing international audiences with her brilliant career is now regarded as a real Scriabin lawyer, who grants this composer a central role in her record and concert activities. The trademark of Lettbergscher Pianistik, in addition to the most difficult touch technique, enormous dynamic spectrum and poetic expressiveness, is above all an unmistakable proximity to the notes, which results in the most precise phrasing. If one listens, for example, to the last four sonatas with the score in front of one, the exact realization of the musical text is astounding. Whether this will always do justice to this poetic phantasm with the partly almost improvisatory ductus in the late work is also a question of the aesthetic point of view, and it may be that previous recordings of a Horowitz, Hamelin or Sokolow took one or the other passage more gripping, more expressive, even more explosive, in short: more exciting.

The „rewriter“ of a complex composer personality

Picture: Musical Synaesthesia: The Scriabin Keyboard with Tone-Color Assignment („Color Piano“)

At the same time, Maria Lettberg presents here a simple referential work which, seen as a whole, very authentically suggests to us these extremely contradictory Russians, with an extreme stylistic range, who are probably never to be fully exhausted both pianistically and historically. For despite all the intellectual-analytical penetration of the line and harmonic structures, some of which remind us of the most modern modernity of the piano movement, Lettberg is also a real „Nachdichterin“, whose pianistic imagination can sometimes have a beguiling effect.

In short: the valid „mastery“ of a piano work which at last – despite its sometimes considerable technical hurdles and above all its constant demand for „devotion“ to the composer’s emotional disruption – would have to be a more frequent guest in the piano recital halls of the great music houses. A doctorate such as Maria Lettbergs longstanding pianistic commitment to Scriabin is a convincing means. ♦

Susi weiss: Bar-Piano-Arrangements (Evergreens)

Ungefähre Lesezeit für diesen Beitrag: 3 Minuten

Swing- und Pop-Classics für Profis und Amateure

von Walter Eigenmann

Wer nach eingänglichen, leicht bis mittelschwer spielbaren Bar-Piano-Arrangements fragt, der dürfte als Antwort in den meisten Fällen v.a. einen Namen hören: Susi weiss. Denn mittlerweile ist die „klassisch“ studierte Bad-Aiblinger Bar-Piano-Dame, die spätestens seit ihren Auftritten als Pianistin auf dem ZDF-„Traumschiff“ bekannt wurde, in den einschlägigen Fachkreisen fast ein Synonym für gepflegte Bar-Klavier-Musik geworden. Ihre Heft-Reihe „Susi’s Bar Piano“ ist inzwischen bei Amateuren wie Profis sehr verbreitet, und jetzt legt sie bereits den fünften Band mit Hit-Titeln aus der schön-schummrigen Welt des Bar-Klavierspiels vor.

Susi's Bar-Piano - Band 5 - Swing, Evergreens und Pop-Classics (Dux-Verlag)Letzteres ist dabei gar so einfach nicht, wie’s sich während des romantischen Tête-à-têtes bei Drink und Kerzenschein jeweils so einschmeichelnd anhört. Die Kunst des effektvollen Bar-Piano-Musizierens verlangt ein eigenes emotionales und doch leicht unterkühltes Timbre, einen speziellen rhythmischen „Groove“, und ein quasi „atmosphärisches“ Dynamik-Feeling, das die noble Balance zwischen Präsenz und Dezenz hält. Gute Bar-Pianisten sind selten – wenn sie mittlerweile nicht überhaupt ihre ganze Musikalität an Mikrophon und Mixer delegiert haben… Jahrelange Erfahrung, gehobene Klaviertechnik und ein (auch stilistisch) breites Repertoire sind für diesen Job unabdingbar; nichts ist falscher als das Klischee, der Bar-Piano-Player sei ein herabgesunkener Konzert-Pianist. Bar-Klaviermusik hat ihre ganz eigenen, keinesfalls simplen Gesetze, und sie ist neben der klassischen und der Jazz-Pianistik eine eigenständige (wenngleich immer seltener gehörte) dritte Klavier-Disziplin.

„Seidene Halbwelt“ in Noten übersetzt

Dieses spezifisch Improvisatorische, die musikalisch „seidene Halbwelt“, ja eine gewisse Laszivität in Rhythmus, Klang und Ausdruck des guten Bar-Pianos nun in primitive Notenschrift umzusetzen ist abermals eine sehr spezielle Herausforderung. Die Arrangeurin Susi weiss hat da in ihren Heften einen pragmatischen, an den Voraussetzungen des eher dilettierenden Klavierspielens orientierten Ansatz gefunden. Einerseits pflegt sie rechtshändig eine oft üppige und dabei die Melodien simultan stützende Akkordik…

Susi weiss: Aus dem Arrangement von
Susi weiss: Aus dem Arrangement von „Aquarius“

.… während die Linke rhythmisch eher simpel grundiert, zuweilen aber durchaus auch synkopisierendes Profil entwickelt:

Susi weiss: Aus dem Arrangement von
Susi weiss: Aus dem Arrangement von „Summertime“

.Das Tonarten-Spektrum ist mit zumeist höchstens einem Vorzeichen betont eng gehalten, während die Harmonik grundsätzlich sehr kontrastierend, spannungsreich daherkommt. Letzteres ist übrigens einer der besonderen Reize aller weiss’schen Bearbeitungen.
Demgegenüber gänzlich verzichtet wird auf technisch Anspruchsvolles wie z.B. weiträumiges Arpeggieren oder variatives Skalenspiel. Wobei der/die Pianist/in das nackte Notenmaterial der Arrangeurin durchaus nicht sakrosankt nehmen sollte:  Versiertere Amateur-Spieler werden auch „zwischen den Noten“ lesen und je nach Spiellaune, insbesondere in den „Slows“, spezifisch barpianistisch „füllen“.

Willkommene Ergänzung des gepflegten Bar-Piano-Repertoires

Dieser aktuellste „Susi’s Bar Piano“-Band ist mit seinen 20 berühmten (und auch weniger berühmten) „Swings, Evergreens und Pop-Classics“ jedenfalls eine neuerlich interessante Ergänzung des gepflegten, aber nicht zu schwierigen Bar-Piano-Repertoires. Sicher nix für „Beginners“ nach zwei oder drei Jahren Unterricht, aber lockeres Spielmaterial für ambitionierte „Aufsteiger“ mit einem besonderen Bar-Feeling.
Bleibt nur zu hoffen, dass die offensichtlich sehr produktive Autorin das Niveau ihrer bisherigen Publikationen halten kann; man darf auf die weiteren Arbeiten dieser aus vielfältiger eigener Praxis heraus schaffenden Arrangeurin gespannt sein. ♦

Susi weiss (Bearb.), Susi’s Bar-Piano / Band 5 (Swing, Evergreens, Pop-Classics), Edition Dux, 68 Seiten, ISMN M-50017-381-6

Inhalt

– Watermelon Man (Herbie Hancock)
– Just A Gigolo (Nello Casucci)
– Basin Street Blues (Spencer Williams)
– Isn’t She Lovely (Stevie Wonder)
– Piano Man (Billy Joel)
– Total Eclipse Of The Heart (Jim Steinman)
– Aquarius/Hair (Galt Mac Dermot)
– Cry Me A River (Arthur Hamilton)
– Dream A Little Dream Of Me (Willy Schwandt)
– s Wonderful (Georg Gershwin)
– Summertime (Georg Gershwin)
– In The Mood (Joseph Garland)
– Baby, It’s Cold Outside
– Daimonds Are A Girl’s Best Friend (Jule Styne)
– All My Myself (Eric Carmen)
– As Time Goes By (Herman Hupfeld)
– Harlem Nocturne (Earle Hagen)
– Blue Bossa (Kenny Dorham)
– Honeysuckle Rose (Andy Razaf)
– Mona Lisa (Ray Evans)

Lesen Sie im Glarean Magazin zum Thema Pop- und Jazz-Klaviermusik auch über Thomas Stabenow: Die Klavierstücke (CD)

…sowie zum Thema auch über Verband deutscher Musikschulen: Klavierunterricht

Musik-Umfrage: Wie viel Honorar für Klavierbegleitung?

Ungefähre Lesezeit für diesen Beitrag: < 1 Minute

Die grosse Glarean-Umfrage:

Welches Honorar ist angemessen?

Die aktuelle Umfrage im Glarean Magazin: Wie hoch soll/darf/muss das Honorar für die Klavierbegleitung eines kürzeren Gesangsstückes kosten?
Die aktuelle Umfrage im Glarean Magazin: Wie hoch soll/darf/muss das Honorar für die Klavierbegleitung eines kürzeren Gesangsstückes kosten?

Sie sind Pianist(in)?
Dann nehmen Sie mal an, Sie würden angefragt, in einem öffentlichen Konzert (Musikschule, Prüfungs-Auftritt, Vortragsübung, Fest-Veranstaltung, Diplom-Konzert etc.) Ihres Wohnortes das folgende 5-seitige Gesangsstück zu begleiten: Händel/Ch’io mai vi possa.
Geplant wären eine Probe (ca. 30 Min.) und eine Aufführung.

Frage:
Welche Honorar-Pauschale würden Sie dafür verlangen?

Lesen Sie im Glarean Magazin zum Thema Musik und Geld auch den Privaten Report von Frieder W. Bergner: Das U und das E in der Musik

50-Euro-Musik-Preisrätsel (Wer bin ich?)

Ungefähre Lesezeit für diesen Beitrag: 2 Minuten

Vom Dandy zum Priester

Banner-Grafik-Wer-bin-ich
Wer zuerst die komplette Lösung des Rätsels präsentiert, erhält wie immer 50 Euro. Einsende-Schluss für das nachstehende Preisrätsel ist am 5. Februar 2009. Für die Einsendung der Lösung ist die „Kommentar“-Funktion zu benützen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. – Viel Spass und Erfolg!

So richtig verstanden hat wohl niemand, warum sich ein gefeierter Dandy wie ich damals – ungefähr zehn Jahre vor jener Zeit, als nachstehendes Klavier-Stück entstand – beinahe über Nacht vollständig vom internationalen Virtuosentum zurückzog, von einer Karriere, die Europa bisher so noch nicht gesehen hatte. Aber wie staunten erst meine lieben Zeitgenossen, als sie erfuhren, dass ich sogar die Soutane angelegt hatte, und dass nun die Kirchenmusik grösste Bedeutung in meinem Schaffen zugesprochen erhielt. Ja, ich gestehe, zwei Seelen wohnten immer in meiner Brust, und – ach! – sie haben mich zerrissen.

Also: Wer bin ich, und um welches Werk handelt es sich hier?
(Einsende-Schluss für die Lösung ist am 5. Februar 2009)

Wer bin ich? (Januar 2009, Glarean Magazin)
Wer bin ich? (Januar 2009, Glarean Magazin)

Lesen Sie im Glarean Magazin zum Thema Klavier auch über:
Verband deutscher Musikschulen – Lehrplan Klavierunterricht

Gratis-Downloads (Musiknoten, Materialien, Schach, E-Books etc.)

Ungefähre Lesezeit für diesen Beitrag: 8 Minuten

Kostenlose Musiknoten, E-Books, Pop-Songs

Hier finden Sie kostenlose und frei verwendbare Musiknoten (Klassik, Pop, Volksmusik, Jazz, etc.) und andere Materialien wie Audio-Dateien, Schach-Datenbanken, E-Books u.a.
Einige Gratis-Downloads sind trotz Freeware nur mit persönlichem Passwort/Kennwort zu öffnen und ausschliesslich für den privaten/häuslichen Gebrauch bestimmt.

Die Musiknoten liegen meist im PDF-Format vor. Zur Beachtung: Es sind keine Mehrfach- oder Sammelbestellungen, sondern nur Einzellieferungen möglich. –

Falls Sie sich für unseren Gratis-Service mit einer kleinen Spende bedanken möchten, können Sie das hier tun:

Classic-Highlights für den Musikunterricht

♦ J. S. Bach: Präludium C-Dur (Klavier) ♦ J. S. Bach: Menuett G-Dur (Klavier)
♦ J. S. Bach: Musette D-Dur (Klavier) ♦ J. S. Bach: Vom Himmel hoch – Choral (Orgel)
♦ J. S. Bach: Invention Nr. 8 BWV 779 (Klavier) ♦ C. Ph. E. Bach: Solfeggietto c-moll (Klavier)
♦ G. Bingham: 50 Airs Anglois (Blockflöte/n) ♦ B. Bartok: Allegro barbaro (Klavier)
♦ B. Bartok: Bauernlied (Mikrokosmos/Klavier) ♦ B. Bartok: Mitsummen (Mikrokosmos/Klavier)
♦ L. v. Beethoven: Albumblatt „Für Elise“ (Klavier) ♦ L. v. Beethoven: Die Ehre Gottes aus der Natur – Gesang&Klavier)
♦ L. Boccherini: Menuett (Keyboard) ♦ J. Brahms: Guten Abend, gut‘ Nacht (Querflöte&Gitarre)
♦ J. Brahms: Walzer A-Dur (Klavier vierhändig) ♦ J. Brahms: Ungarischer Tanz Nr.5 (2 Panflöten)
♦ F. Chopin: Prélude e-moll op.28/4 (Klavier) ♦ M. Clementi: Sonatine für Klavier op.36/5 (1.Satz)
♦ Cl. Debussy: Syrinx (Querflöte solo ♦ Cl. Debussy: Le petit nègre (Klavier)
♦ C. Franck: Panis Angelicus (Posaune & Klavier) ♦ G. Gershwin: Summertime (Gesang & Klavier)
♦ Gounod&Bach: Ave Maria (Trompete & Klavier/Orgel) ♦ G. F. Händel: Ch’io mai vi possa (Gesang&Klavier)
♦ G. F. Händel: Largo (Ombra mai fu – Orgel) ♦ J. Haydn: Deutscher Tanz D-Dur (Klavier)
♦ S. Joplin: The Entertainer (Klavier) ♦ F. Liszt: Liebestraum (Nocturne – Klavier)
♦ J.-B. Lully: Air G-Dur (Cello & Klavier) ♦ E. MacDowell: To a Wild Rose (Klavier)
♦ F. Couperin: Postludium A-Dur (Orgel) ♦ N. W. Gade: 1. Elegie  (Klavier)
♦ F. Mendelssohn-Bartholdy: Abschied (Klavier) ♦ F. Mendelssohn-Bartholdy: Trost (Klavier)
♦ F. Mendelssohn-Bartholdy: Venetianisches Gondellied (Klavier) ♦ W. A. Mozart: Klaviersonate C-Dur KV 545 (Andante)
♦ W. A. Mozart: Klaviersonate C-Dur KV 330 ♦ W. A. Mozart: Rondo Alla Turca (Klavier)
♦ W. A. Mozart: Menuett G-Dur (Klavier) ♦ J. Offenbach: Can-Can (Violine)
♦ M. Ravel: Prélude (1913 – Klavier-Piano) ♦ D. Scarlatti: Sonata a-moll (Klavier)
♦ F. Schubert: Ave Maria (Keyboard) ♦ F. Schubert: Ave Maria (Panflöte & Orgel)
♦ F. Schubert: Moment musical op. 94/3 (Klavier) ♦ E. Satie: Gymnopédie Nr.1 (Klavier)
♦ R. Schumann: Melodie (2 Gitarren) ♦ R. Schumann: Träumerei (Klavier)
♦ C. Gurlitt: Nocturno F-Dur (2 Klaviere 8-händig): Piano 1 / Piano 2 ♦ Fr. Smetana: Die Moldau (Keyboard)
♦ Johann Strauss: An der schönen blauen Donau / Wiener Walzer (Klavier) ♦ P. I. Tschaikowsky: Italienisches Lied (Klavier)

Musik-Materialien

Das Notensystem Akkord-Griffe für Keyboard
Aufgaben-Blatt Musiknoten Akkord-Griffe für Gitarre
Rhythmus-Diktate
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Notenlinien-Blätter (Notenpapier) zum Ausdrucken

A4 hoch (Solo mit Violin-Schlüssel) A4 hoch (Solo mit Bass-Schlüssel)
A4 hoch (für Klavier) A4 hoch (für Klavier&Solostimme)

Grössere Klassik-Besetzungen (Orchester, Ensemble, Chor, Kammermusik)

♦ A. Vivaldi: Vier Jahreszeiten/Le Quattro Stagioni (Sommer/L’estate) ♦ J.S. Bach: Air D-Dur (Orchester-Suite Nr. 3 BWV 1068)
♦ Urner Tanz-Lieder: Meitäli wenn dü witt go tanzä & Zogä-n-am-Bogä (4st. Gem. Chor) ♦ 3 Schweizer Weihnachtslieder für 4st. Männerchor a cappella a) Auf ihr Hirten b) ’s ist für uns eine Zeit angekommen c) Es kam die gnadenvolle Zeit
Zwei englische Weihnachts-Rufe für 4st. Gemischten Chor (pdf) a) How many miles to Bethlehem? b) We wish you a merry Christmas ♦ C. M. v. Weber: Jägerchor aus „Der Freischütz“ (4st. Männerchor & Blasorchester – Partitur)
Gloria (Les anges dans nos campagnes) für Blockflöten-Quartett (Partitur) ♦ W. Eigenmann: Aura Lee für 4st. Männerchor
♦ J. Brahms: In stiller Nacht / Gemischter Chor (pdf) ♦ Negro Spiritual/Jubilee: Free at last (Gemischter Chor)
♦ R. Wagner: Hochzeitsmarsch (Wedding March – Keyboard) ♦ R. Wagner: Hochzeitsmarsch (Lohengrin / Klavier-Orgel)
♦ Polo Hofer: Giggerig für 9.st. Saxophon- Orchester ♦ H. Berlioz: Chor der Trinker (aus „Fausts Verdammnis“) für 4st. Männerchor)
♦ W. Eigenmann: Frisch auf (Sing-Spruch) für 4st. Männerchor ♦ W.A. Mozart: Ave verum corpus KV 618 Motette für Gemischten Chor, Streicher und Orgel (Partitur)
♦ M. Schneider: Danke für diesen guten Morgen 4st. Gemischter Chor ♦ B. Coulais: Vois sur ton chemin – aus „Les Choristes“ (Piano/Klavier easy)

Kostenlose Jazz-Stücke

♦ Fats Waller: Bright Eyes-Piano für Klavier (pdf) ♦ Otto Motzan: Bright Eyes-Piano für Klavier (pdf)
♦ Fats Waller: The Sheik of Araby für Klavier (pdf) ♦ Ted Snyder: The Sheik of Araby für Klavier (pdf)
♦ Traditional: The Cotton Mill Blues für Klavier (pdf) ♦ Traditional: Another Shade of Blue für Klavier (pdf)

Diverse Gratis-Musik

♦ 2 Gospel-Songs: a) Amazing Grace b) Oh when the Saints (2 Panflöten) Happy Birthday (Klavier)
Happy Birthday (Keyboard) Happy Birthday (Gitarre)
Happy Birthday (Trompete&Klavier) ♦ J.P. Martini: Plaisir d’amour (Alt-Saxophon Es & Klavier / Piano)
Flohwalzer/Kotelett-Walzer/Chopsticks (Klavier) ♦ W. Eigenmann: Chroma-Boogie (Klavier)
♦ A. Zwyssig: Schweizerpsalm-Nationalhymne („Trittst im Morgenrot daher / Männerchor) ♦ Mani Matter: s‘Zündhölzli (Kavier)
♦ Deutschland: Deutsche Nationalhymne (Vokal/Gesang und Klavier) ♦ S. Yradier: La Paloma / Die Taube (Klavier)
♦ Bach/Gounod: Ave Maria (Sopran & Alt & Orgel) ♦ Drei Kinderlieder: a) Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann b) Ist ein Mann in‘ Brunn‘ gefallen c) Merily we roll along (Violine & Klavier)
♦ R. Wagner: Ritt der Walküren (Ride of the Valkyries – Klavierauszug) ♦ Spiritual: Oh When The Saints (Alt-Saxophon Es & Klavier)
♦ Pulton: Aura Lee (Alt-Saxophon Es & Klavier ♦ Karl Svoboda & Ella Endlich: Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (Küss mich, halt mich, lieb mich – Klavier easy)
♦ Karl Svoboda & Ella Endlich: Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (Küss mich, halt mich, lieb mich – Keyboard easy) Nationalhymne Israel: Hatikvah-Hoffnung (Ha Tikwa) (Vocal & Piano)
♦ Yann Tiersen: Amelie – Film (Leichte Bearbeitung für Klavier / Piano easy) ♦ Yann Tiersen: Amelie – Film (Leichte Bearbeitung für Keyboard easy)

Kostenlose Audio-Files (Midi)

Happy Birthday (Gitarre) J.S. Bach: Air D-Dur (Orchester-Suite Nr. 3)
J. S. Bach: Menuett G-Dur J. S. Bach: Präludium C-Dur
J.S. Bach: Invention Nr. 8 BWV 779 J. Brahms: Guten Abend, gut Nacht
F. Couperin: Postludium A-Dur G.F. Händel: Tochter Zion, freue dich
W. Eigenmann: Chroma-Boogie Jingle bells & Go tell it on the mountain
Zwei russische Weihnachtslieder: Bajuschki baju & Jolotschka Drei Kinderlieder (Violine&Klavier): a) Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann b) Ist ein Mann in‘ Brunn‘ gefallen & c) Merily we roll along
Morgen kommt der Weihnachtsmann Leise rieselt der Schnee & Süsser die Glocken
H. Berlioz: Chor der Trinker (aus „Fausts Verdammnis“) Gloria (Les anges dans nos campagnes)
W. Eigenmann: Frisch auf (Sing-Spruch) A. Vivaldi: Vier Jahreszeiten/Le Quattro Stagioni (Sommer/L’estate)

Pop, Rock, Filmmusik

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♦ Imagine Dragons / Thunder Klavier (Easy) ♦ Justin Timberlake / Can’t stop the feeling Klavier ♦ Avicii / Wake me up / Klavier & Vocal
♦ Avicii / Hey Brother Klavier ♦ James Bond-007 / Skyfall / Adele (Klavier & Vocal)
♦ James Bond-007 / Skyfall / Adele (4-stimmiger Chor SATB) ♦ Maroon 5: Payphone (Keyboard) ♦ Maroon 5: Payphone (Klavier)
♦ Yann Tiersen: Amélie-Thema (Comptine d’un autre été –  l’après midi / Klavier) ♦ Lady Gaga: Alejandro (Klavier) ♦ Michael Jackson: Earth Song (Klavier/Keyboard/Gesang)
♦ Abba: Mamma mia (Keyboard) Harry Potter – Hedwig-Thema (Klavier) ♦ Hot Butter: Pop Corn (Keyboard)
♦ ACDC: Money talk (Klavier) ♦ Christina Aguilera: Hurt (Keyboard) ♦ Green Day: Boulevard of broken dreams
♦ Christina Aguilera: Hurt (Keyboard) ♦ Green Day: Boulevard of broken dreams (Keyboard) Star Wars – Main Theme (Klavier-Piano) Star Wars – Main Theme (Keyboard)
James Bond-007 / Monty Norman / Theme (Keyboardf) ♦ John Lennon / The Beatles: Imagine (Klavier&Keyboard) River flows in your / Yiruma / Twilight (Klavier)
♦ Pink: U + Ur Hand (Klavier) ♦ Mani Matter: s’Zündhölzli (Keyboard) ♦ Queen: We will rock you (Klavier)
♦ Rihanna: Don’t stop the music (Keyboard) ♦ Rihanna: Umbrella (Keyboard) ♦ Melanie Fiona: Monday Morning (Klavier)
♦ Melanie Fiona: Monday Morning (Keyboard) ♦ Leona Lewis: Better in time (Keyboard) ♦ Film-Theme (Badelt): He’s a Pirate (Klavier)
♦ Film-Theme (Badelt): He’s a Pirate / Fluch der Karibik (Keyboard) ♦ Mariah Carey: Hero (Song & Klavier/Guitar – Piano) ♦ Film-Theme (Dion): My heart will go on / Titanic (Keyboard)
♦ Film-Theme (Disney): The bare necessities (Dschungelbuch/Jungle book – T. Gilkyson – Keyboard) ♦ The Beatles: Yellow Submarine & Yesterday (Keyboard) ♦ Henry Mancini: The Pink Panther (Klavier)
♦ Bruno Mars: Grenade (Klavier / Piano) ♦ Bruno Mars: Grenade (Keyboard) ♦ Scorpions: Still loving you (Piano & Keyboard)
♦ Adele: Someone like You (Keyboard) ♦ Adele: Someone like You (Klavier) ♦ Fugees: Killing me softly (Keyboard)
♦ Helene Fischer: Von hier bis unendlich (Solo-Gesang & Piano/Keyboard) ♦ Carly Rae Jepsen: Call me maybe (Klavier / Piano / Keyboard) ♦ Emily Sande: Read all about it (Keyboard)
♦ Helene Fischer: Atemlos durch die Nacht (Keyboard) ♦ One Republic: Counting Stars (Keyboard) ♦ One Direction: Steal My Girl (Klavier – Piano)
♦ Adel Tawil: Lieder (Keyboard) ♦ Ed Sheeran:  Supermarket Flowers (Melodie-Singstimme & Klavier) ♦ Ed Sheeran:  Perfect (Klavier einfach / Easy Piano & Vocal-Gesangs-Text)
♦ Adele: Hello (Keyboard) ♦ Josh Groban:  You raise me up (Klavier easy) ♦ Ed Sheeran:  Photograph (Klavier einfach / Easy Piano & Vocal-Gesangs-Text)
♦ Maroon 5: Memories (Klavier/Piano) ♦ Selena Gomez: We Don’t Talk Anymore (Klavier/Piano)

Gratis-Weihnachtslieder

Jingle bells (2 Panflöten) Go tell it on the mountains (Keyboard/ pdf)
Oh du fröhliche (2 Violinen) Adeste fideles – Herbei o ihr Gläub’gen (Keyboard)

Christmas for Pan - Die schönsten Weihnachtslieder aus aller Welt - Für 1 oder 2 Panflöte(n) - Scriptum VerlagAnzeige

Christmas for Pan

„Christmas for Pan“ ist eine Sammlung der 22 schönsten Weihnachtslieder aus aller Welt für eine oder zwei Panflöte/n. Der Schwierigkeitsgrad bewegt sich zwischen sehr leicht bis mittelschwer. Mit Strophen-Texten zum Mitsingen. Jedes Stück kann auch solistisch gespielt werden.

Lesen Sie hier mehr über „Christmas for Pan“


Alle Jahre wieder (2 Violinen) Lasst uns froh und munter sein (Klavier)
♦ Zwei russische Weihnachtslieder: Bajuschki baju & Jolotschka (Gitarre solo) Stille Nacht, heilige Nacht (Gitarre – Keyboard – Piano)
Stille Nacht, heilige Nacht (Klavier) Stille Nacht, heilige Nacht (Keyboard)
Stille Nacht, heilige Nacht (Akkordeon)

Vom Himmel hoch (Akkordeon) Leise rieselt der Schnee & Lasst uns froh und munter sein (Klarinette&Klavier)
Go tell it on the mountains (2 Panflöten) Kling, Glöckchen (Klavier – Keyboard – Gitarre)
Feliz Navidad (Klavier – Keyboard – Gitarre) Kumbaya my Lord Spiritual (Chor&Gitarre)
In dulci jubilo (Keyboard) Ihr Kinderlein kommet (Klavier)
Ihr Kinderlein kommet (Keyboard) Was soll das bedeuten / Hirtenlied (Gesang&Gitarre)
♦ G. F. Händel: Joy to the World (aus Messias / Klavier – Keyboard – Gitarre) Oh Tannenbaum (Klavier)
Hark! The angels sing (Lied&Akkorde) Morgen kommt der Weihnachtsmann & Ihr Kinderlein kommet (Violine&Klavier)
Andachtsjodler (Klavier) Es schneielet, es beielet (Klavier)
Süsser die Glocken nie klingen & Leise rieselt der Schnee ( Gitarre) ♦ G. F. Händel: Tochter Zion (Klavier/Piano)
Winter Wonderland ( Klavier) Winter Wonderland ( Keyboard)
♦ J.Hopkins: Wir drei Könige aus dem Morgenland (Saxophon Es & Klavier/Piano)

Kostenlose Schach-Materialien

5-Züge-Eröffnungsbuch für „Fritz“-Turniere (Ersteller: Michael Scheidl) Download: ZIP-Datei

Five Engine Crackers

Die folgenden 5 modernen Schach-Studien sind für manche Schachprogramme echte Engine Crackers. Viel Spass beim Analysieren mit oder ohne Computer 🙂

FEN-Strings für das schnelle Copy/Paste der Stellungen in das eigene Schachprogramm:

  • 5N1n/3P1p1p/5P1k/1Pp1P2p/4KP1P/2p5/p4b2/5N2 w – – 0 1
  • k7/P4pp1/1P6/2p1P3/2P1n3/p5pB/P4n2/K5b1 w – – 0 1
  • 2k5/p2p4/1P6/P3p3/1q2N3/2p5/K7/7Q w – – 0 1
  • 7k/pp1pBp1N/1p3Pp1/b3K1PR/P3P2p/R1n4P/2P1N1P1/3q4 w – – 0 1
  • 4kb2/Rpn1p1rP/1P1pBPN1/4p3/4P1Qn/3b4/1r2R1K1/3qN3 w – – 0 1

Ernest Bloch & Ferruccio Busoni: Klavier-Werke (CD)

Ungefähre Lesezeit für diesen Beitrag: 3 Minuten

Politur kontra Durchleuchtung

von Dr. Markus Gärtner

Nicht erst das Jubiläums-Jahr 2009 (50. Todestag) sollte den Blick auf Ernest Bloch, einen der Stammväter der amerikanischen E-Musik im 20. Jahrhundert, lenken. Der gebürtige Schweizer, Lehrer von Roger Sessions und George Antheil, vermittelte seinen Schülern etwas, was er selbst bereits frühzeitig ausbildete: Einen regelrechten – amerikanisch gesprochen – „Sound“, eine spezifische, wiedererkennbare Art, das Klangbild seiner Musik zu prägen.

Unterschiedliche Bloch-Annäherungen

Ernest Bloch - Concerto symphonique - Concerto grosso No. 1 - Scherzo fantasque - SWR Rundfunkorchester - Jenny Lin (Piano)
Ernest Bloch – Concerto symphonique – Concerto grosso No. 1 – Scherzo fantasque – SWR Rundfunkorchester – Jenny Lin (Piano)

Zwei CDs neueren Datums geben Gelegenheit, den Bloch-Klang zu ergründen, wobei sich die verschiedenen Programme um ein zentrales Werk gruppieren: Das 1925 uraufgeführte Concerto grosso Nr. 1. Die bei Hänssler erschienene Aufnahme des SWR Rundfunkorchesters Kaiserslautern unter Jirí Stárek mit Jenny Lin als Solistin bietet eine Kopplung mit weiteren Bloch-Kompositionen (Concerto Symphonique, Scherzo fantastique); beim finnischen Label Alba setzten Daniel Raiskin und das St. Michel String Orchestra zusammen mit dem Pianisten Risto Lauriala lieber auf die Gegenüberstellung mit dem wenig bekannten Klavierkonzert op. 17 von Ferruccio Busoni.

Ernest Bloch - Ferruccio Busoni - The St. Michel String Orchestra - Risto Lauriala (Piano)
Ernest Bloch – Ferruccio Busoni – The St. Michel String Orchestra – Risto Lauriala (Piano)

Obwohl sie sich in einem zentralen Werk überschneiden, scheinen beide Veröffentlichungen völlig unterschiedliche Annäherungsweisen zu praktizieren. Geschuldet ist das einerseits der Werkauswahl, andererseits der Besetzung. Lin und Stárek bedienen über 77 Minuten hinweg die grosse Pose, wie sie für das Concerto symphonique und das kleinformatigere Scherzo fantasque sehr angemessen erscheint. In beiden Werken kommen Kompositionsmethoden zum Einsatz, die noch heute bestimmten Bereichen der Filmmusik ihren charakteristischen Klang geben. Raiskin und Lauriala dagegen widmen sich mehr den zurückhaltenden Momenten der Blochschen Tonkunst, wirken ernsthafter und trotz reduziertem Orchester gleichzeitig zupackender.

Divergente Akzentuierungen des „Zeitgenössischen“

Ernest Bloch (1880-1959)
Ernest Bloch (1880-1959)

Bei beiden CDs nimmt das Concerto grosso Nr. 1 zudem eine exponierte Stellung ein – bei Raiskin als Eröffnung, bei Stárek bildet es das Zentrum. Der Klavierpart dieses Werkes ist dem Namen entsprechend nicht als Soloinstrument, sondern mehr als basso continuo mit gelegentlichen Extras aufzufassen. Diese Herangehensweise findet man bei Lauriala weit ausgeprägter als bei Lin, welche – möglicherweise von den umliegenden gestisch auftrumpfenden Werken beeinflusst – unbeirrt weiter auf grosse Wirkung statt auf unterstützende Zurückhaltung setzt. Im Gegensatz zum saftigen, auch rhythmisch variablen Zugriff Raiskins und Laurialas scheint sie eher gerade heraus denn wohldosiert und durchdacht zu spielen. Eine gewisse Kälte lässt sich nicht verleugnen. Warm und sehr dicht hingegen gestaltet Lauriala – eine Vorgehensweise, die er auch in das ansonsten luftige Klavierkonzert op. 17 von Busoni herüber transportiert. Das Werk eines 12-Jährigen ist dem Gestus nach eher locker gehalten, sodass es vor Blochs schwereren Klanggestalten eine Kontrastwirkung erzeugt, ohne den Rahmen der Gesamtkonzeption dieser CD ganz zu verlassen.

Sibelius hat Bloch einmal als „greatly gifted man whose music is both modern in the best sense and within the grasp of the contemporary musical mind“ beschrieben. Beide CDs zeigen, wie weit auseinander verschiedenen Akzentuierungen des „Zeitgenössischen“ in Blochs Musiksprache liegen können, wie sich ein und dasselbe Werk durch unterschiedliche Blickrichtungen radikal wandelt. So kann der Blick auf beide Einspielungen vielleicht sogar als Lehrbeispiel dafür dienen, wie grosse Musik immer zwischen Glanz und Intensität, zwischen äusserer Politur und innerer Durchdringung changiert. ♦

Lesen Sie im Glarean Magazin zum Thema Zeitgenössische Klaviermusik auch über
Maria Lettberg: Das Solo-Klavierwerk von Skrjabin (CD)

… sowie zum Thema Filmmusik über
Giya Kancheli: Letters to Friends (Musik-CD)