Computerschach: Fritz 15 erschienen

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Fritz der Fünfzehnte

von Mario Ziegler

Mit dem Slogan „Neuer Fritz, neuer Freund“ wirbt die Hamburger Software-Firma ChessBase für das neueste Pferd in ihrem Stall, die aktuelle Version des Schachprogramms Fritz. Wer sich ernsthaft mit Schach beschäftigt und dabei den Computer nicht völlig vernachlässigt, wird bereits eigene Erfahrungen mit der einen oder anderen Vorgängerversion gemacht haben – nicht umsonst ist der seit 1991 existierende Fritz das verbreitetste Schachprogramm überhaupt.
In meiner nachfolgenden Besprechung werde ich mich folglich nicht auf die unzähligen nützlichen Funktionen beziehen, die Fritz 15 mit seinen Vorgängern gemeinsam hat. Es ist völlig unstrittig, dass ein Schachfreund, der noch keinen einen älteren Fritz besitzt, bei Fritz 15 bedenkenlos zugreifen kann. Wie sieht es aber aus, wenn man schon die Vorgängerversion auf dem heimischen PC installiert hat? Lohnt sich auch dann der Umstieg trotz erheblichen Kaufpreises?

„Fritz“ massiv in Richtung Internet

Zunächst etwas zu den Testbedingungen, die in der immer komplexer werdenden Technikwelt des 21. Jahrhunderts zunehmende Bedeutung gewinnen. Ich habe Fritz (und natürlich auch die zum Vergleich herangezogene Engine Houdini 4) auf einem AMD FX-8320 Eight-Core Prozessor mit 32 GB RAM und Windows 8.1 betrieben.

Gleich der Startbildschirm fällt auf – alles so anders und ungewohnt:

Ungewohnter Startbildschirm des neuen "Fritz 15"
Ungewohnter Startbildschirm des neuen „Fritz 15“

Bereits dieser Bildschirm macht deutlich, wohin es vermutlich in der Zukunft bei Fritz noch stärker gehen wird: Gefragt sind die Angebote im Internet, sei es als Trainingsfeatures, sei es in Form von Cloud-Datenbanken. Auch der Videobereich ist selbstverständlich von Interesse, erhält man hier doch Zugriff auf die zahlreichen Videolektionen und Übertragungen, die ChessBase mittlerweile dem Premium-Nutzer zur Verfügung stellt. Im Leistungspaket von Fritz 15 sind 6 Monate kostenloser Premium-Zugang enthalten.

Startbildschirm der ChessBase-Mediathek von "Fritz 15"
Startbildschirm der ChessBase-Mediathek von „Fritz 15“

Doch auch über diesen Aspekt möchte ich mich nicht weiter auslassen, auch wenn die spielerischen und didaktischen Möglichkeiten des ChessBase-Servers Playchess sicher für viele Nutzer ein entscheidendes Kriterium darstellen werden. Aber diese Möglichkeiten können natürlich auch auf anderem Wege als durch den Erwerb von Fritz 15 erworben werden. Was bringt Fritz also selbst Neues mit sich?

„Rybka“-Programmierer für „Fritz“-Motor verantwortlich

Sofort springt der Name des Programmierers ins Auge. Vasik Rajlich, internationaler Schachmeister und durch die Erfolge seines früheren Programms Rybka weithin in der Szene bekannt, zeichnet für den „Motor“ von Fritz 15 verantwortlich. Nach den Plagiatsvorwürfen gegen ihn im Zusammenhang mit der angeblichen Verwendung des Codes zweier anderer Engines für Rybka und der nachfolgenden Aberkennung der Computerschach-Weltmeisterschaften 2006-2010 durch die International Computer Games Association war es still um Rajlich geworden. Nun meldet er sich also mit einer neuen prestigeträchtigen Engine zurück.
Die Spielstärke des Programms liegt bei… keine Ahnung! Die Rangliste des Schwedischen Schachcomputervereins SSDF führte Fritz 15 zum Zeitpunkt der Abfassung dieser Rezension noch nicht, und ich als absoluter Nicht-Schachcomputer-Experte masse mir nicht an, durch irgendwelche Tests eine Angabe über die Spielstärke des Programms machen zu wollen. Bei Elozahlen jenseits der 3300 (!!), die die SSDF-Liste für die Spitzenprogramme vermerkt, dürften hier kleine Unterschiede auch allenfalls für die absolute Weltspitze im Nah- oder Fernschach von Interesse sein. Im Übrigen verweise ich auf die Rezension des Kollegen Uwe Bekemann auf dem Schach-Ticker vom 23. Januar 2016, wo auf diese Frage näher eingegangen wird. Ich fand es lediglich interessant, dass bei einer längeren Daueranalyse (Rechenzeit ca. eine Stunde) einer Partie zweier „alter Meister“ Fritz 15 zu deutlich anderen Bewertungen kam als mein Houdini 4:

"Fritz"-Analysebildschirm bei Spassky-Simagin
„Fritz“-Analysebildschirm bei Spassky-Simagin

In dieser Situation wählte Simagin die Umgruppierung 36…Ld8, die etwa Mark Dworetzki und Artur Jussupow mit einem Rufzeichen schmücken: „Wie kann Schwarz die Position verstärken? Verfrüht wäre 36…h4? 37.g4. Simagin findet einen ausgezeichneten Plan. Er führt seinen Läufer nach c7 und baut damit eine Dame-Läufer-Batterie auf, die dem weissen König gefährlich werden kann. Die Bauerndurchbrüche gewinnen danach an Kraft.“ (aus: Positionelles Schach – Wie man sein Stellungsgefühl trainiert, Hombrechtikon/Zürich, Olms 1996).
Wie zu sehen, ziehen beide Engines den Zug 36…Ld8 in Betracht, favorisieren aber jeweils einen anderen. Interessant ist nun, dass Fritz 15 mit immerhin nennenswertem Abstand von 0,14 Bauerneinheiten die sofortige Transformation der Stellung durch 36…cxb4 vorschlägt, während Houdini diesen Zug noch nicht einmal unter seinen Top 5 führt. Und wer hat nun Recht – sofern man das überhaupt sagen kann? Ich griff Fritz‘ Vorschlag auf, liess Schwarz auf b4 nehmen und kam nach wenigen Zügen, über die beide Engines sich einig waren, zu folgender Stellung:

"Fritz"-Analysebildschirm bei Spassky-Simagin
„Fritz“-Analysebildschirm bei Spassky-Simagin

Hier liess ich die Engines wiederum eine Stunde rechnen, und siehe da, Houdini schwenkte auf die Linie von Fritz ein und sah Schwarz nun ebenfalls merklich im Vorteil. Achtungserfolg für Fritz, aber ich betone noch einmal, dass ich damit keinerlei Aussage über die Spielstärke oder Analysefähigkeit der Engines treffen möchte. Für den normalsterblichen Schachspieler sind beide sicherlich absolut erste Wahl.

„Freund“-Modus passt sich dem Menschen an

Das Spiel gegen Fritz hat angesichts der Spielstärke heutiger Computer nur noch den Charakter eines Trainings: Eine Chance hat man als Mensch (vielleicht von Magnus Carlsen und wenigen Anderen abgesehen) sowieso nicht mehr. Umso wichtiger ist es heute, dem Menschen nicht die Lust am Spiel zu verderben, ihm also eine Chance zu lassen. Bereits seit langem beinhaltet Fritz den „Freund“-Modus, der sich der Stärke des menschlichen Partners anpasst. Nun lässt Fritz auch eine Signallampe leuchten, sobald er einen Fehler einstreut (im folgenden Screenshot liess Sf3-d2 natürlich den Figurengewinn durch …f5-f4 zu).

Die blinkende Lampe am unteren Rand weist auf den taktischen Fehler hin
Die blinkende Lampe am unteren Rand weist auf den taktischen Fehler hin

Auf Grund der Ergebnisse aus diesen Partien berechnet das Programm eine Wertungszahl des Menschen für die verschiedenen Partiephasen:

Auswertung zweier Freundschaftspartien. Offensichtlich gibt es noch Steigerungspotential...
Auswertung zweier Freundschaftspartien. Offensichtlich gibt es noch Steigerungspotential…

Wie aussagekräftig diese Statistik nun ist, muss jeder für sich entscheiden, denn logischerweise sagt eine schwache Wertungszahl im Mittelspiel noch nicht viel aus (hat man taktisch gepatzt oder eine strategische Stellung misshandelt?).

Trainingsfunktionen bei „Fritz 15“

Die Trainingsfunktionen von Fritz sind zahlreich. An neuen Elementen ist mir besonders das Rechentraining aufgefallen, wo – analog zur praktischen Partie – die Variante im Kopf berechnet werden muss. Die Züge werden per Maus eingegeben, auf dem Bildschirm aber nicht angezeigt.

Stellung der Partie Bowdler-Philidor, London 1788. Na, wie war denn gleich noch mal die Variante nach Sxh7?
Stellung der Partie Bowdler-Philidor, London 1788. Na, wie war denn gleich noch mal die Variante nach Sxh7?

Nach Beendigung des Trainings nimmt das Programm eine Bewertung der Berechnung vor.

Ein weiteres nettes Feature ist die Vorgabepartie:

Auch wenn ein Mehrbauer (oder auch mal ein -springer?) gegen Fritz noch lange keine Sieggarantie bedeutet, vermittelt er doch ein gutes Gefühl...
Auch wenn ein Mehrbauer (oder auch mal ein -springer?) gegen Fritz noch lange keine Sieggarantie bedeutet, vermittelt er doch ein gutes Gefühl…
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Für wen lohnt sich die Neuanschaffung des jüngsten, des 15. „Fritz“-Schachpaketes? Hier sehe ich die Zielgruppe diesmal nicht so sehr bei den „Profis“, die von Neuerungen bei früheren Versionen wie etwa der Cloud sicher eher profitierten als die Hobby- und Vereinsspieler. Doch gerade für diese stellt Fritz 15 etliche interessante neue Funktionen bereit, die für das Training eingesetzt werden können oder auch einfach nur Spass machen. Wer nicht sowieso schon eine aktuellere Software aus dem Haus ChessBase besitzt, kann angesichts der Möglichkeiten, die der Playchess-Server und die Mediathek bieten, bei einem Kauf ohnehin nicht viel falsch machen.

Zum Schluss also wie immer die Gretchenfrage: Für wen lohnt sich die Neuanschaffung? Hier sehe ich die Zielgruppe diesmal nicht so sehr bei den „Profis“, die von Neuerungen bei früheren Versionen wie etwa der Cloud sicher eher profitierten als die Hobby- und Vereinsspieler. Doch gerade für diese stellt Fritz 15 etliche interessante neue Funktionen bereit, die für das Training eingesetzt werden können oder auch einfach nur Spass machen. Wer nicht sowieso schon eine aktuellere Software aus dem Haus ChessBase besitzt, kann angesichts der Möglichkeiten, die der Playchess-Server und die Mediathek bieten, bei einem Kauf ohnehin nicht viel falsch machen. ♦

Fritz 15, DVD-Schach-Software, ChessBase, ISBN 978-3-86681-483-7

Lesen Sie im Glarean Magazin auch über die neue Schach-DVD von ChessBase:
Fritz-Trainer Vol. 10 – Mikhail Botvinnik

Computerschach: „Komodo“ gewinnt trotz Handicap

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Schachprogramm gibt seinesgleichen einen Bauern vor

von Walter Eigenmann

Vor 150 Jahren dominierte das amerikanische Schach-Genie Paul Morphy seine weltweite Konkurrenz derart überlegen, dass er auch stärksten Meisterspielern einen Bauern, wenn nicht sogar einen Springer oder einen ganzen Turm vorzugeben pflegte. Seither haben Vorgabepartien eine lange und ebenso interessante wie amüsante Tradition.

Nicht der Mensch, sondern die Maschine gibt heute den Ton an

Paul-Morphy-Schach-Glarean-Magazin
Schach-Genie Paul Morphy (1837-1884)

Heutzutage geben allerdings längst nicht mehr Menschen, sondern Maschinen den Ton im Schach an – und so gewähren inzwischen Schachprogramme (wenngleich immerhin noch von Menschen programmiert…) ihren humanoiden Kontrahenten materiellen oder massiven Zug-Eröffnungsvorteil. Jüngstes und spektakuläres Beispiel war im Januar 2016 das Match des US-Super-Grossmeisters Hakira Nakamura gegen Komodo, eine der momentan führenden Schach-Engines. Die Begegnung geriet wie so viele früheren dieser Mensch-vs-Computer-Auseinandersetzungen zum Desaster für den Menschen: Trotz massiver Bevorteilung vermochte Nakamura – seines Zeichens nicht nur Top-Ten-Spieler der Welt, sondern gleichzeitig weltbester Bullet-Player sowie Chess960-Weltmeister – keine Partie gegen das Programm zu gewinnen.

Komodo mit dem f-Bauern weniger…

Schach-Komodo-Chess-Glarean-MagazinEine amüsante Frage in diesem Zusammenhang ist nun, ob Komodo auch gegen die zweite und dritte Garnitur seiner „Artgenossen“ so erfolgreich reüssieren könnte: Wie würde dieses Programm mit Materialnachteil gegen andere (notabene ja sehr starke!) Schachsoftware abschneiden?

In einem Experiment hatte Komodo also mal gegen insgesamt 20 Top-Twenty(!)-Engines mit einem Minus-f-Bauern anzutreten. (Der fehlende f-Bauer bei weiss oder Schwarz ist der Klassiker unter den historisch verbürgten Handicap-Partien).

Das Resultat ist, sogar für eingefleischte Komodo-Fans, verblüffend: Die Engine verlor – trotz Handicap – keine einzige der absolvierten 20 Partien!

Hakira Nakamura - Glarean Magazin
Schach-Genie Hakira Nakamura (*1987)

Verblüffend ist aber ebenso die Art und Weise, wie dieses Programm trotz (oder gerade wegen?) seines Materialnachteils agiert. Sofortiges Entwickeln, Linienöffnen, möglichst grosser Figurenradius, bewegliches Zentrum und schnelle Bauernvorstösse/-angriffe am Königsflügel scheinen zentrale Bestandteile seiner Programmierung zu sein. Und wie die Stellungsbewertungen der Engine zeigen, ist keinerlei „Angst“ vor der materiellen Asymmetrie zu sehen; das Programm bewertet bzw. „prognostiziert“ die Positionen bzw. Fortschritte sehr realistisch, der Bauernnachteil wird (natürlich) oft in den Vorteil einer offenen Turmlinie umgemünzt – ein Klammern ans bzw. Rückerobern des Materials ist kein Thema. Stattdessen scheint die Software nur einen Blickwinkel zu haben: den nach vorne.

Ein illustratives Beispiel für diesen „Komodo-Sound“ ist die folgende Partie:

Komodo gewinnt mit einem Bauern weniger gegen das Spitzenprogramm Rybka
Komodo gewinnt mit einem Bauern weniger gegen das Spitzenprogramm Rybka

Wenn man Komodo so beim Spielen zuschaut, könnte man meinen, im Schach einen Bauern weniger zu haben wäre kein Nachteil, sondern ein Vorteil…

Hier können Sie die Original-Partien downloaden (PGN/zip)

Die Match-Bedingungen waren:
♦ Teilnehmer: Komodo 9.3 kontra „Rest der Welt“
♦ Hardware: AMD 8350 / 4Ghz / 8-Core-Prozessor / x64-bit
♦ Software: Windows 10-64bit / Interface: Deep Fritz-14 / Alle Endgame-Bases
♦ Konditionen: 10 Min/Engine – 1024 Mb Hash/Engine – 2CPU/Engine – Pondering off

Lesen Sie im Glarean Magazin zum Thema Komodo auch über das
1. Engine-Gambit-Turnier

Die besten Online-Schach-Portale (Report)

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Virtuell Schach spielen – einfach, praktisch, gut

von Walter Eigenmann

Seit es das World-Wide-Web 2.0 gibt, gibt’s auch internationale Server, die jedermann/-frau das virtuelle Gamen und Zocken am Computer ermöglichen – Internet-Seiten also, wo man sich in Minutenschnelle (mit Echt- oder Pseudo-Namen) anmeldet, um dann gegen zahllose andere Spieler/innen weltweit in allen möglichen und unmöglichen Spiele-Sparten antreten zu können. Hier eine kleine Auswahl der besten Online-Schach-Portale.

Gross und mächtig: Chessbase & Co.

Chess-Com-Online-Schach-Portal
10 Millionen Mitglieder weltweit: Der Chess.com-Server

In Sachen Schach mischt seit vielen Jahren die Hamburger Software-Schmiede Chessbase („Fritz“) ganz vorne in der Online-Szene mit, und in deren zahllosen virtuellen Turniersälen tummelt sich zu jeder Tages- und Nachtzeit tausendfach der Anfänger wie der Profi, der Patzer wie der Grossmeister. Handling, Organisation und Funktionalität von „Schach.De“ bzw. „PlayChess“ genügen absolut professionellen Ansprüchen, was die enorme Beliebtheit dieses Schachservers begründet. Sogar ganze Vereine können hier ihre Mitgliedschaft zu Blitzturnieren einladen/anmelden, und regelmässig gastieren internationale GM-Koriphäen mit Video-Theorieschulungen oder Simultan-Vorstellungen. Einen Nachteil für Gelegenheitsspieler hat aber Chessbase mit vielen anderen Anbietern gemeinsam: der Dienst ist kommerziell bzw. nur anfänglich kostenlos.

Ein weiterer, insbesondere im angelsächsischen Raum ebenfalls tausendfach frequentierter und seit Jahren bewährter Schachserver ist der Internet Chess Club (ICC). Auch hier ist das Spielangebot für Anfänger, Vereins- oder Meisterspieler gross, wenngleich für Teilnehmer mit ggf. rudimentären Englischkenntnissen das Handling vielleicht etwas anstrengend ist. Grösster Nachteil für den Amateur-Gelegenheitsspieler allerdings auch hier: Nur der erste Monat ist gratis, anschliessend geht’s aufs Portemonnaie.

Kommerziell kontra nicht-kommerziell

ICC-Online-Schach-Portal
Eines der ältesten internationalen Portale: Der Internet Chess Club

Natürlich wäre das Internet nicht das weltumspannende Virtual Net, wenn sich gerade im Schach-Bereich nicht auch diverse interessante Server tummelten, die das Online-Schachspielen kostenlos frei Haus liefern. Wer hartnäckig recherchiert im Netz, entdeckt mit Sicherheit zahllose weitere Schach-Portale, kleinere oder ganz kleine, wo sich nach Herzenslust, in klein-intimem Rahmen mit der Compi-Maus die Schachfiguren rumschieben lassen. Sogar die gewaltige FIDE, der weltweite Dachverband aller organisierten Schachspieler, ist inzwischen auf den Geschmack gekommen und bietet das Online-Spiel ebenfalls an unter ihrer „Arena“-Seite (inkl. Rating-System…)

Seit bereits einiger Zeit wird nun der internationale Schachserver-„Markt“ mit einer neuen Website aufgemischt, die es mir persönlich ganz besonders angetan hat, nämlich lichess.org.

Online-Schach am Beispiel „lichess“

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Zu diesem Server fallen einem Stichworte ein, die jeden Online-Schächer in Verzückung versetzen: werbefrei, kostenlos, übersichtlich, vielfältig, verbreitet, computerfrei, lehrreich – dies alles sind unschlagbare Attribute, die auch den Autor dieser Zeilen zu einer Anmeldung bewogen… (Ok, ich geb’s zu, ich bin auch noch bei anderen Schachportalen Mitglied… 😉

Für all jene, die (z.B. wie ich) momentan Schlechtwetter-Ferien haben, oder die – wegen Betriebsferien des Lokals – nicht an ihren Klubabend gehen können, oder die eher nachts als am Tag schachspielen möchten, oder die pensioniert sind und Zeit en masse haben, oder die aus irgendwelchen privaten oder medizinischen Handicap-Gründen nicht in einem regulären Schachverein mitmachen können, oder einfach überhaupt für alle, die schon immer mal Schach im Internet spielen wollten, aber sich noch nie trauten – für diese ist lichess.org mit Sicherheit eine der allerersten Adressen.

Schachonline-Online-Schach-Portal
Klein, aber fein: Schachonline aus der Schweiz

Das Anmelden gestaltet sich denkbar simpel (und funktioniert bei den meisten Schachservern ähnlich): Auf der Hauptseite 1. gewünschten Namen ( = Pseudonym) eingeben – 2. gewünschtes Passwort schreiben 3. Captcha-Abfrage ( = einfache Schachaufgabe) bestätigen – und schon kann’s losgehen. Oben stehen als Ausgangspunkte die Menüs „Spielen“ (fürs Aufspüren/Einladen der Gegner), „Partien“ (fürs Kiebitzen bei laufenden Games), „Training“ (z.B. fürs Lösen von Schachaufgaben), „Turniere“ (für die Teilnahme/Eröffnung neuer Blitz-Turniere), „Schachspieler“ (für die Mitglieder-Recherche), „Mannschaften“ (fürs Beitreten zu internationalen Spieler-Gruppierungen) und „Forum“ (fürs Diskutieren über diverse Schach- und andere Themen mit Gleichgesinnten) zur Verfügung.

Kein Computereinsatz bitte!

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Bereits bei der Registrierung wird einem deutlich klargemacht, dass die Zuhilfenahme von Schachcomputern bzw. -engines auf „lichess“ grundsätzlich verboten ist. (Die meisten Schachserver setzen mittlerweile spezialisierte Software ein, die die Menschen-Partien auf typische „Computerzüge“ hin analysieren, und die mit ihren Qlgorithmen teils äusserst effizient als Ermittler funktionieren). Es sei denn, man wolle nicht mit, sondern gegen die Bit-Virtuosen antreten – zurzeit ist das die bekannte Chess-Engine „Stockfish“, deren Spielstärke man in 8 Schritten runterdrosseln kann (damit man als Mensch nicht schon in 15 Zügen unter die Räder kommt…)

Selbstverständlich lässt sich auch die Option „Mit einem Freund spielen“ anklicken, sprich eine Rundum-Einladung mit gezielten Vorstellungen bezgl. Bedenkzeit und gegnerischer Spielstärke verschicken. Wer „nur zum Plausch“ mitmachen, also seine Partien nicht werten lassen will, kann auch dies tun. Weiters kann man sich in einen der angebotenen „Autopairing-Pools“ einspeisen und erhält dort schnell einen Gegner (gemäss selbstdefinierter Bedenkzeit) zugeteilt. Wie bei vielen anderen Portalen ist aber auch bei „lichess“ das Mitmachen als Nur-Gast ohne Registrierung eine Option – für das gelegentliche Spielchen zwischendurch.

Schön – einfach – gut

Lichess-Online-Schach-Portal
Mit Potential zur Expansion: Die LiChess-Plattform

Was gilt es im Zusammenhang mit „lichess“ noch an Highlights zu erwähnen? Beispielsweise, dass sogar Anhänger der nach wie vor exotischen, seinerzeit von Bobby Fischer propagierten Spiel-Variante „Chess960“ auf ihre Kosten kommen. Oder dass man seine Partien gleich im Anschluss nicht nur als PGN runterladen und damit sammeln, sondern vom Computer bzw. einer Schach-Engine sogar analysieren lassen kann – versehen mit allerlei Statistik sowie mit Zug-Kommentaren wie „Ungenauigkeiten“, „Fehler“ oder „Patzer“ (sowohl im eigenen Spiel wie in jenem des Gegners…)
Alles in allem: „lichess“ ist einfach nur empfehlenswert, eine wirkliche Alternative zu den grossen kommerziellen Anbietern. Klein und schlicht, aber oho: Schönes Layout, einfaches Handling, viele Optionen, und praktisch jederzeit mit einem Spielerfeld von 1’000 bis 1’500 Teilnehmern aller Nationen und Levels verfügbar – was will das Herz des Online-Schach-Zockers mehr!?

Nur eines ist m.E. noch schöner als Schach am Compi: Die reale Partie in einem realen Verein am realen Brett gegen einen realen Menschen… ♦

Lesen Sie im Glarean Magazin zum Thema Computerschach auch: Die beliebtesten Schachprogramme (Umfrage)

… und lesen Sie auch die neue Serie mit Schach-Aufgaben: Godzilla Endgame Chess Puzzles (2)

Chessbase: Die neue Corr Database 2011 (DVD)

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Qualitätsvolles Kompendium des Fernschachs

von Walter Eigenmann

Die etwas älteren Semester unter den Freunden des internationalen Wettkampf-Fernschachs erinnern sich noch an Zeiten, da hatte das Correspondence Chess ein gänzlich anderes, einige meinen: ein sympathischeres Gesicht als heute. Es war die Zeit der persönlichen Partien-Karteien und der schönen Briefmarken, auch die Zeit der dicken Variantenkoffer und der unleserlichen Handschriften, die Zeit der monatelangen Zugübermittlung und des freundschaftlichen Briefwechsels, die Zeit des stundenlangen Ausprobierens von vielversprechenden Opferkombinationen mit mehreren Schachbrettern gleichzeitig auf dem heimischen Stubentisch…

Von der Postkarte zum Digital-Archiv

Die Corr Database 2011 mit 834'000 Fernschach-PartienDoch das sind schon seit langem Tempi passati, bestenfalls schöne Nostalgie. Denn erfolgreiches Fernschach, und spiele es sich auch nur national ab, sieht heutzutage gänzlich verändert aus. Es kommt längst daher in Gestalt des modernen PC: An die Stelle der Postkarte sind zahlreiche Schach-Mail-Server getreten, die (auch Online-)Partienverwaltung übernehmen spezielle Archivierungsprogramme, und sogar durch das immer wieder frisch wuchernde Taktik-Gestrüpp hilft dem Spieler mittlerweile extrem starke Schach-Software, die imstande ist, jedem Grossmeister Paroli zu bieten.
Und schliesslich die unverzichtbare Eröffnungs- bzw. Partien-Sammlung, die man früher mühsam mittels themenverwandten Zeitschriften, Loseblatt-Kompendien und natürlich umfangreichen Schachbibliotheken zusammenzustoppeln pflegte? Sie ist schon seit Jahren ersetzt durch systematisch gepflegte, hinsichtlich Spieler- wie Turnier-Namen vereinheitlichte Datenbanken – beispielsweise die „Corr Database“ des deutschen Schachsoftware-Herstellers Chessbase.

Screenshot der über 834’000 Games umfassenden „Corr“-Partienliste mit ihren vielfältigen Sortier- und Such-Optionen

Die neue „Corr Database 2011“-DVD aus der Hamburger Softwareschmiede knüpft hinsichtlich Konzeption und Handling nahtlos an ihre Vorgängerinnen an, umfasst aber inzwischen mehr als 834’000 Fernschach-Partien. Der Zeitraum aller archivierten Partien erstreckt sich dabei über 206 Jahre; das erste (unvollständige, mit Sicherheit via Post oder Telegraphie ausgetragene) Game (eines Friedrich Von Mauvillon gegen einen N.N.) datiert aus dem Jahre 1804, die jüngste Partie stammt vom April dieses Jahres (eine auf dem ICCF-Server via E-Mail gespielte Begegnung zwischen den beiden Franzosen Dejonckheere und Jacon).
Die Sammlung beinhaltet nun Partien von nicht weniger als 79’000 Spielern aus über 50’000 Turnieren, wobei praktisch alle relevanten Wettkämpfe und Matches enthalten sind, von den historischen Weltmeisterschaften bis zu den modernen ICCF-Thematurnieren, von den weltweiten FS-Olympiaden bis runter zu nationalen Mannschaftskämpfen.

Einfaches Setup und beschleunigtes Handling

Auf Partien-Daten-Suche mit dem kostenlos mitgelieferten „Chessbase Reader 9.0“

Die Installation der insgesamt 531 Megabyte schweren DVD gestaltet sich einfach und voraussetzungslos: Nach „setup.exe“, „Sprache wählen“ und einem Computer-Neustart hat man den kostenlos mitgelieferten „Chessbase Reader 9.0“ auf dem Desktop, womit dann in der „Corr Database 2011“ direkt ab DVD (oder nach entspr. Dateien-Kopieren auf der Harddisk) gesurft werden kann. Dabei liest der CB-Reader nicht nur das hauseigene CBH/CBF-, sondern auch das international verbreitete PGN-Format. Mit verschiedenen Such-Masken lässt sich dann komfortabel recherchieren und filtern, etwa spezifische Kommentare, Stellungen und Materialverhältnisse, oder sogar nach detaillierten Figuren-Manövern suchen. Wen’s nach noch weitergehenden Datenbank-Techniken (z.B. Doubletten-Suche, Varianten-Statistik u.a.) gelüstet, der kann sich im Netz auch leistungsstarke Freeware-Programme wie z.B. „Scid“ runterladen oder dann zu (nicht gerade billiger) Software wie beispielsweise „Chess Assistant“ oder „ChessBase“ greifen, die bezüglich Partien-Handling keine professionellen Wünsche mehr offen lassen; mit ihnen lassen sich dann Partiensammlungen wie die „Corr Database 2011“ archivieren, systematisieren, katalogisieren, sortieren, selektieren, online recherchieren und aktualisieren.

Konkurrenz erwuchs der Hamburger „Corr“ schon seit ihrer Erstauflage im Jahre 1997 – damals „Corr Nr. 1“ genannt – immer mal wieder von zwei weiteren kommerziellen Fernschach-Datenbanken, nämlich der bis vor einigen Jahren von ChessMail (Tim Harding) vertriebenen „Mega Corr“ sowie der seinerzeit ebenfalls recht verbreiteten „Ultra Corr“ aus dem gleichen Haus. Interessant ist ein direkter Vergleich einiger wichtiger „Features“ dieser drei Bases bzw. ihrer zurzeit aktuellen Versionen:

Verschiedene Fernschach-Datenbanken im Zahlen-Vergleich
Verschiedene Fernschach-Datenbanken im Zahlen-Vergleich

Etwas unschön springt hier der relativ hohe Anteil von sog. „Bye“-Partien in der „Corr Database“ ins Auge – doch das hat durchaus nachvollziehbare Methode: Die Hamburger Sammlung legt besonderen Wert auf chronologische Vollständigkeit, wodurch der Leser gerade aufgrund dieser Null-Züge- bzw. Forfait-Partien die betroffenen Turniere und Begegnungen schachhistorisch lückenlos rekonstruieren kann. (Im Hinblick aufs Eröffnungsstudium sind sie allerdings nur lästige Datenleichen…)

Einigermassen aktuell – mit der Option Aktualisierung

Ein Blick auf die Aktualität weist die Chessbase-Sammlung als die weitaus modernste aus (auch wenn man über die Namensgebung angesichts der jüngsten Partie, die aus dem Frühjahr 2010 stammt, geteilter Meinung sein kann…). Wer hinsichtlich neuesten Partien- bzw. Eröffnungsmaterials wöchentlich auf dem Laufenden sein will, kommt ohnehin bei keiner der drei genannten Sammlungen darum herum, sich im Internet die entsprechenden Free-Downloads zu besorgen; zwei seit Jahren erste Adressen sind diesbezüglich TWIC (Nahschach) und  das ICCF-Game-Archiv (Fernschach). Eine riesige Fülle von Schachpartien jeder Art und Qualität findet sich ausserdem bei dem bekannten Online-Sammler Lars Balzer.

Differenzierte Möglichkeiten der Recherche via Material, Stellung, Zugmanöver oder Kommentierungen
Differenzierte Möglichkeiten der Recherche via Material, Stellung, Zugmanöver oder Kommentierungen

Die „Corr Database 2011“ setzt die gepflegte Tradition des Hauses Chessbase in Sachen Datenbanken fort; auch diese DVD weist Sorg- und Vielfalt in der Partien-Zusammenstellung, Schnelligkeit der Software, hoher Grad der Vereinheitlichung von Spieler- und Turniernamen, differenzierte Filter-Optionen, einen beachtlichen Anteil von hochstehenden Kommenta(to)ren sowie das typische aufgeräumte Erscheinungsbild aller CB-Bases von „Fritz“ übers „CB-Magazin“ bis hin zur 4-Millionen-„Megabase“ auf. Hinzu kommt als Sahnehäubchen ein spezielles „Fernschach-Lexikon“, das ca. 71’000 Spieler umfasst.
Als bescheidene technische Voraussetzungen für ein flottes Arbeiten mit der Datenbank nennt Chessbase einen Pentium PC mit Windows XP, 32 MB Hauptspeicher, 350 MB Harddisk-Bedarf sowie den bereits erwähnten, gratis mitgelieferten CB-Reader 9.

Beispiel einer „Corr“-Turniertabelle (hier das ICCF-Mare-Nostrum-Thematurnier B01 vor zwei Jahren)

Bliebe noch die Frage, ob der verhältnismässig hohe Verkaufspreis dieser DVD von 80 Euro gerechtfertigt ist.  Denn wer als nur gelegentlicher „Hobby-Korrespondenzler“ nach neuen FS-Partien sucht, der wird heutzutage problem- und kostenlos fündig auch im Internet mit seinem Überangebot an Open-Source-Lösungen und Freeware-Materialien.

Corr 2011 als momentane Referenz-Datenbank

Wer als seriöser Wettkampf-FS-Spieler auf internationalem Niveau erstens den eröffnungshistorisch kompletten Überblick sucht, zweitens auf statistisch verlässliches Material hinsichtlich prozentualer Auswertungen der Systeme und Varianten angewiesen ist und drittens ein sorgfältig aufbereitetes, in den Details vereinheitlichtes Partien-Kompendium sucht, der wird gerade in dem Nischenmarkt Fernschach-Software um diese über Jahre hinweg sorgfältig begleitete „Corr Database 2011“ schwerlich herumkommen; Sie ist sicher die zurzeit beste käufliche Datenbank in dieser Kontinuität, Systematik und Qualität des Handlings.

Wer hingegen als seriöser Wettkampf-FS-Spieler auf internationalem Niveau erstens den eröffnungshistorisch kompletten Überblick sucht und dabei zweitens auf statistisch verlässliches Material betreffend prozentualer Auswertungen der Systeme und Varianten angewiesen ist, der wird gerade in dem Nischenmarkt Fernschach-Software um die hervorragend aufbereitete, über Jahre hinweg sorgfältig begleitete und in den Daten-Details wohltuend vereinheitlichte „Corr Database 2011“ schwerlich herumkommen; Sie ist sicher die zurzeit beste käufliche Datenbank in dieser Kontinuität, Systematik und Qualität des Handlings.
Für die Hamburger Software-Köche scheint die „Corr“ jedenfalls nicht auf den Massenmarkt des schachlichen Fast-Food zu zielen; dafür ist das ganze Mahl wohl zu teuer angerichtet. Angesprochen ist vielmehr der FS-Gourmet, der sich dies exquisite Partien-Menü auch was kosten lässt… ♦

Corr Database 2011, 834’000 Fernschach-Partien, DVD-ROM, 531 MB, Chessbase Hamburg

Lesen Sie im Glarean Magazin zum Thema „Fernschach“ auch den
Report: Die besten Online-Schach-Portale

… und lesen Sie über die die neue Serie mit schwierigen Fernschach-Stellungen:
Brilliant Correspondence Chess Moves BCCM (01)

Computerschach: Fritz Beginner Edition 2010

Lesezeit für diesen Beitrag: ca. 4 Minuten

Systematische Beantwortung der Schachanfänger-Fragen

von Malte Thodam.

Wenn man das Schachspiel ohne Vorkenntnisse erlernen möchte, gibt es sofort eine Vielzahl von Fragen. Diese fangen schon bei den Regeln an, die nicht immer sicher beherrscht bzw. manchmal auf kuriose Art und Weise von Laien ausgelegt werden; auch die Gangart der Figuren erfordert etwas Erklärungsbedarf, hat so ein Springer doch etwas merkwürdige Bewegungseigenschaften, wenn er schlenkernd über alle Hindernisse auf dem Brett hinweg hüpft. Dann: Wann ist eine Partie remis, was ist Zugzwang, was bedeutet es, en passant zu schlagen, und wann ist der König patt? Und auch: Die verschiedenen Mattführungen mit unterschiedlichen Materialkonstellationen müssen erst erlernt werden, um eine fast gewonnene Partie zum Sieg führen zu können.
Wenn das alles verstanden worden ist, bleibt immer noch die Frage, wie man  sein Spiel überhaupt vom ersten Zug an anlegen soll. Wohin ziehen die Bauern und Figuren, damit ihre Aufstellung Sinn ergibt?

Die schwierigste Schach-Stellung: Die Anfangsstellung…

Für die Beantwortung all dieser Fragen von Menschen, die das Königliche Spiel erlernen möchten, hat Chessbase nun eine „Fritz Beginner Edition“ als DVD herausgebracht. In insgesamt ca. 10-stündigen Video-Lektionen werden die elementarsten Dinge auf den 64 Feldern für jeden Interessierten verständlich erläutert. Björn Lengwenus, Jugendtrainer und selbst spielstarker Amateur, beginnt sozusagen am absoluten Nullpunkt mit dem Schachbrett und führt den Novizen zu den Figuren und die ihnen anhaftenden Eigenschaften bis hin zu einem Minimum an für Anfänger gut spielbaren Eröffnungen (erklärt werden die grundlegenden Ideen einiger klassischer Eröffnungen wie beispielsweise Königsgambit, Italienisch oder Damengambit). Dabei weist er auch auf die wichtigsten Grundregeln für einen gelungenen Spielbeginn hin.

Die taktischen Motive und ihre Tücken

Gisbert Jacoby, ehemaliger Bundesligatrainer, zeigt danach allerhand taktische Motive bzw. deren Tücken. So wird klar, worauf im komplizierten Getümmel des Mittelspiels zu achten ist. Den Abschluss der Videoinstruktionen macht eine kurze Vorstellung elementarer Endspiele durch GM Karsten Müller. Hier werden die wichtigsten Mattführungen mit den verschiedenen Figuren gegen den einsamen König gezeigt. Gedeckte sowie entfernte Freibauern werden vorgestellt, wobei ihre Stärke vom Grossmeister anschaulich verdeutlicht wird. Auch andere wesentliche Grundlagen des Endspiels wie Opposition und Dreiecksmanöver kommen nicht zu kurz – wobei Müller wie gewohnt recht schnell seinen Stoff vorträgt, so dass eventuell einmaliges Anschauen einer Videoeinheit dem Unerfahrenen noch nicht ausreicht, um alles zu verstehen, bzw. zu behalten.

Der Haupt-Screen der DVD mit seinen Verzweigungen zum „Trainer“, zum Online-Server und zu den Video-Sessions

Insgesamt werden viele typische Anfängerfehler gezeigt, so z.B. das Schlagen vergifteter Bauern in der Eröffnung oder mehrfaches Ziehen mit einer Figur. Die Konsequenzen solcher Fehler werden dem Lernenden dabei klar vor Augen geführt, so dass er sie von Anfang an in seinen eigenen Partien vermeiden kann. Dazu kann der Anfänger gegen „Fritz“ im Trainingsmodus antreten, wobei sich der Rechenknecht der eigenen Spielstärke anpassen lässt – wie bei Fritz eben üblich. Das Programm gibt in diesem Modus Hinweise, und Züge lassen sich zurücknehmen. Drei Monate Zugang auf dem Schach.de-Server – allerdings ohne Zugriff auf das Premium-Programm – runden die DVD ab; so kann der Schachneuling auch online erste Erfahrungen auf den 64 Feldern sammeln. Eine Datenbank mit über einer Million Partien bietet genügend Material, um von den Meistern zu lernen.

Gute und systematische Einführung für Anfänger

Fazit-Banner Glarean Magazin
Die Spitzenspieler G. Jacoby, K. Müller B. Lengwenus führen den unerfahrenen Schach-Novizen systematisch in die Regeln und grundlegenden Techniken des Schachspiels ein – von der Eröffnung bis zum Endspiel; die neue DVD aus dem Hause Chessbase begleitet den Anfänger auf seinen ersten Schritten ins Reich des faszinierenden Königlichen Spiels.

Wer mit dem Schachspiel beginnen, aber zunächst noch keine Bücher kaufen möchte, der ist mit dieser DVD gut beraten. Sie enthält alles Nötige, um die ersten Partien mit Erkenntnisgewinn bestreiten zu können. Und auch diejenigen, die nie ernsthafter Schach gespielt, aber hier und da aus Spass bereits die Holzfiguren über das Brett geschoben haben, können nun auf neue und vor allem systematische Art mit dem Schachspiel beginnen. So steht dann auch später der Hinwendung zu komplexeren Bereichen des Schachspiels nichts mehr im Wege. ♦

Chessbase/Lengwenus/Lengwenus/Müller/Fritz Beginner Edition 2010, DVD-Schach-Software

Lesen Sie im Glarean Magazin auch über einen Klassiker des Anfänger- und Schulschachs:
Rudolf Teschner: Schach in 40 Stunden

Umfrage: Die beliebtesten Schachprogramme

Lesezeit für diesen Beitrag: ca. 5 Minuten

Das eiserne Triumvirat: Fritz – Rybka – Shredder

von Walter Eigenmann

Über 5’000 Votes verzeichnete die grosse Schach-Umfrage, welche das „Glarean Magazin“ anfangs Oktober letzten Jahres gestartet hatte. Nun steht fest, welches aktuell die beliebtesten Schachprogramme sind.

Der zweimonatige, anonym durchgeführte Poll thematisierte dabei die vier Aspekte:

  • A) „Meine 3 Lieblings-Schach-Programme sind…“
  • B) „Ich benütze meine Schach-Software hauptsächlich für…“
  • C) „Meine 3 Lieblings-Schach-Oberflächen sind…“
  • D) „Ein Schachprogramm darf kosten…“

Dank einerseits verschiedener nationaler sowie zahlreicher regionaler Schach-Verbände, welche auf diese User-Befragung hinwiesen – wodurch weite Kreise des „Vereins-Schachs“ in Deutschland, Österreich und der Schweiz angesprochen werden konnten -, aber auch zweitens aufgrund des hohen Interesses in der einschlägigen (Computer-)Schach-Szene im Internet erreichte diese „Schach-Volksabstimmung“ dabei nicht nur internationale Verbreitung weit über den deutschsprachigen Raum hinaus, sondern auch einen recht guten „Profile-Mix“ der teilnehmenden Schachspieler. Insofern dürfen die Ergebnisse der Befragung einige Repräsentanz beanspruchen, jedenfalls aber ist sie die zurzeit einzige Anwender-Konsultation mit dieser Thematik, die bislang mit solchem Umfang und in dieser Differenziertheit innerhalb der aktiven Schachwelt organisiert wurde.

Stichworte und Trens

Das
Das „Arena“-Interface von Martin Blume

Die folgenden Infos verstehen sich nicht als detaillierte Analyse, sondern beschränken sich auf ein paar Stichworte und auf die Trends, wie sie sich in den vier „Rankings“ zeigen. Darüber hinaus ist wie jede Umfrage auch diese viel zu grob, um ein differenziertes Bild der mittlerweile so unübersehbaren wie buntschillernden Computerschach-Welt zu zeichnen – ganz abgesehen von den veralteten und hier ausgeklammerten, aber in Nischen noch immer nostalgisch gepflegten Urahnen der Szene, nämlich den eigentlichen Schachcomputern.

Darüber hinaus ist sich der Autor natürlich bewusst, dass neben den zahlreichen gestellten Fragen noch viele andere Aspekte des Themas – Internet-Schach-Clients, Pocket-Programme, Anzahl Prozessoren u.a. – hätten integriert werden können, doch es galt, einigermassen die Balance zwischen der Geduld der Votierenden einerseits und dem Anspruch auf Vollständigkeit andererseits zu finden…
An dieser Stelle sei nochmals ausdrücklich allen Schachspielern gedankt, die sich die Zeit nahmen, durch die vier Poll-Rubriken zu klicken!

A) Das Lieblingsprogramm: Rybka

Ein Viertel aller Voten entfiel bei der Frage nach den drei Lieblings-Schachprogrammen auf die Engine „Rybka“. Damit verdrängte, allerdings nur hauchdünn, diese zurzeit spielstärkste Software überraschend den jahrelang unumstrittenen Liebling der internationalen Schachszene, nämlich „Fritz“, auf den zweiten Rang. Ziemlich beliebt ist aber auch bzw. nach wie vor der Drittplatzierte „Shredder“.
Hinter diesem mittlerweile schon lange etablierten Triumvirat bereits deutlich abgeschlagen rangiert mit „Hiarcs“ das vierte kommerziell vertriebene Programm.

An der Spitze aller Freeware-Programme steht „Glaurung/Stockfish“, das sich sogar vor die beiden in der Computerschach-Szene seit Jahren bekannten und eher im englischsprachigen Raum verbreiteten, seinerzeit aber auch hierzulande  vielgesehenen kommerziellen Engines „Zappa“ und „Chessmaster“ schieben konnte.
Keine Rolle mehr im sich schnell drehenden Engine-Zirkus spielen offenbar solche einst klangvollen Namen wie „Spike“, „Pro Deo“, „Loop“, „Sjeng“ oder „Chess Tiger“. Andererseits kann sich ein Winboard-Dinosaurier wie „Crafty“ noch immer recht gut halten in der Gunst der schachspielenden Anwenderschaft.

Programm/Engine                      Votes1  Prozent2
01. Rybka                            406       25%
02. Fritz                            403       24%
03. Shredder                         322       19%
04. Hiarcs                            78        5%
05. Glaurung/Stockfish                69        4%
06. Zappa                             59        4%
07. Fruit/Toga                        51        3%
08. Chessmaster/TheKing               46        3%
09. Junior                            35        2%
10. Naum                              35        2%
11. Crafty                            30        2%
12. Bright                            18        1%
13. ProDeo                            18        1%
14. Thinker                           13        1%
15. Sjeng                             12        1%
16  Spike                             10        1%
(Weitere Nennungen: Loop, Genius, Hermann, Jonny, Goliath u.a.)
1(mindestens 10)        2(auf-/abgerundet)

B) Der Hauptzweck: Analyse der eigenen Partien

Die Analyse von eigenen Partien als wichtigster Verwendungszweck von Schachsoftware wurde von der überwältigenden Mehrheit (fast einem Drittel der insgesamt 1’505 Votes in dieser Rubrik) genannt – ein Umfrage-Ergebnis, das nicht erstaunt. Weit weniger häufig werden „Rybka“&Co. zur Begutachtung fremder Games eingesetzt (13%). Am dritthäufigsten trifft man das Spiel im Internet mittels Schachsoftware an.
Erstaunlich ist, dass zahlreiche Schachspieler noch immer persönlich gegen die 3000-Elo-Taktik-Aliens antreten (10%), während die relativ häufige Zuhilfenahme von Software beim Fernschach-Spielen nicht überrascht (9%).

Verwendungszweck                     Votes     Prozent
01. Analyse eigener Partien          450       30%
02. Analyse fremder Partien          199       13%
03. Spielen im Internet              195       13%
04. Spielen gegen den Computer       143       10%
05. Fernschach-Spielen               140        9%
06. Lösen von Schachproblemen         91        6%
07. Schachturniere unter Programmen   79        5%
08. Schachlernen oder -lehren         78        5%
09. Schachwissenschaftliche Zwecke    38        3%
10. Spielen auf dem Handy             33        2%
11. Schachhistorische Zwecke          26        2%
12. Schachturniere unter Menschen     20        1%.
(Weitere Nennungen: Schachprogrammierung, Eröffnungstheorie u.a.)

C) Die Lieblings-Oberfläche: „Fritz“

Das
Das „Scid“-Interface von Shane Hudson/Pascal Georges

Mit deutlichem Vorsprung erkürten die Abstimmer „Fritz“ zu ihrem Lieblings-Interface; über ein Drittel aller Votes hier vereinte das Chessbase-Flaggschiff auf sich. Am zweithäufigsten mit immer noch stattlichem Anteil von fast 20% wurde „Shredder“ gewählt, den dritten Rang nimmt die Freeware-Oberfläche „Arena“ ein.

Beachtlich ist, dass sich das noch relativ junge Schach-GUI „Aquarium“ von Convekta noch vor dem langjährigen und kostenlosen „Scid“ platziert, während der ebenso traditions- wie Feature-reiche „ChessAssistant“ offenbar nur eine marginale Rolle spielt; kaum mehr benutzt werden auch die kostenlos downloadbaren Interfaces „José“ und „Winboard“. Endgültig von der Bildfläche der Praxis verschwunden sind inzwischen GUIs wie „Chesspartner“/Lokasoft oder „ChessGenius“.

Programm/GUI                         Votes     Prozent
01. Chessbase/Fritz                  454       35%
02. Shredder                         242       19%
03. Arena                            157       12%
04. Chessbase/Datenbank              154       12%
05. Aquarium                          90        7%
06. Scid                              64        5%
07. Chessmaster                       41        3%
08. Winboard                          38        3%
09. ChessAssistant                    26        2%
10. Jose                              16        1%
(Weitere Nennungen: Chesspartner, ChessGenius u.a.)

D)  Wie teuer darf Schach-Software sein?

Auf die Frage, wie viel ein Schachprogramm kosten darf, ergab sich überraschenderweise ein recht hoher Anteil von Schachspielern, die relativ viel für solche Software zu investieren bereit sind, und etwa jedem siebten User ist der Preis egal, solange das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Als ungefährer Richtwert kann aber offenbar wohl von einem breit akzeptierten Preis eines Schachprogrammes von ca. 50 Euro ausgegangen werden. Nicht berücksichtigt wurde dabei die Frage des Preisunterschiedes von Single- und Multi-Prozessoren-Software.

Preis                                Votes     Prozent
01. 40-70 Euro                       227       36%
02. 20-40 Euro                       165       26%
03. Egal (bei gutem Preis-
    Leistungs-Verhältnis)             86       14%
04. 70-120 Euro                       52        8%
05. 10-20 Euro                        43        7%
06. 0 Euro                            36        6%
07. Über 120 Euro                     12        2%

(Weitere Nennungen: Bis 50 Euro, 1CPU=50 Euro, u.a.)

Lesen Sie im Glarean Magazin zum Thema Computerschach die grosse Umfrage: Schachspieler benützen welche Programme wie und wann?

… sowie über den Engine-Test Nightmare 2

ausserdem im Glarean Magazin: Nutzen und Schaden der Endgame-Tablebases

Computerschach: Fritz 12 erschienen

Lesezeit für diesen Beitrag: ca. 8 Minuten

Schach-Paket „für die ganze Familie“

von Walter Eigenmann

Es war vor bald 20 Jahren, da geschah in der Hamburger Software-Firma Chessbase Einflussreiches für die Welt des Schachs. 1991 brachten der Physiker Matthias Wüllenweber, der Informatiker Mathias Feist, der Wissenschafts-Journalist Frederic Friedel und der Programmierer Frans Morsch eine Engine (inkl. User-Interface) auf den Markt, die sich anfänglich „Quest“ nannte, und die heute weltweit zum Synonym überhaupt für das gesamte Computerschach avanciert ist: „Fritz“.

"Fritz Twelve" - Das ganz grosse SchachprogrammIn den Schachvereinen landauf, landab ist, wie jeder aktive Spieler bestätigen kann, der Spruch längst in den Volksmund erhoben worden: „Muss ich mir zuhause mit Fritz anschauen!“ Denn professionelle Programmierung, breiteste Produkte-Palette und (last but not least) gerissene Marketingstrategien (bis hin zum Einbezug der grossen nationalen Schachverbände und zum Sponsoring international-spektakulärer Man-vs-Machine-„Zweikämpfe“) haben dies Chessbase-Flagschiff zum unumstrittenen Software-Marktleader in der gesamten Schachwelt gemacht, auch wenn „Fritz“ als seinerzeit spielstärkste Engine inzwischen von anderen Programmen abgelöst wurde.
Seit einigen Wochen feiert nun „The World’s Leading Chess Software Company“ (Washington Post) das Dutzend-Jubiläum ihrer wohl einträglichsten DVD: „Fritz Twelve“ ist erschienen.

Die neue "Fritz 12"-Oberfläche mit Notationsfenster, Uhr, Bewertungsprofil, Engine-Output und Messungsanzeiger
Die neue „Fritz 12“-Oberfläche mit Notationsfenster, Uhr, Bewertungsprofil, Engine-Output und Messungsanzeiger

Trendig auf den Schach-Markt hin programmiert

Wie trendig Chessbase auch nach fast 20 Jahren noch immer auf den Markt hin programmiert, wie smart die Leute um Chessbase-Chef Wüllenweber den Mainstream lesen, umsetzen und vermarkten, zeigt sich dem Anwender augenblicklich nach der „Fritz“-Installation. Nicht mehr das altvertraute, mittlerweile etwas verstaubte, teils eher unübersichtliche Outfit der Fritze 5 bis 11 blickt einem da entgegen, nun dominiert den Monitor der von Bill Gates‘ Microsoft weltweit unlängst zum Quasi-Standard erhobene und inzwischen weitgehend etablierte „Office-07“-Look des sog. „Ribbon-Menu-Controllings“:

Fritz nun auch im "Office-07"-Look des sog. "Ribbon-Menu-Controllings"
Fritz nun auch im „Office-07“-Look des sog. „Ribbon-Menu-Controllings“

Microsoft-„Office“ lässt grüssen

Ein so bekannt Feature-reiches Schachprogramm wie „Fritz“ tut gut daran, seine vielfältigen Menüs möglichst kompakt und sinnvoll strukturiert zu verpacken; insofern ist nur zu begrüssen, dass Chessbase auf diese neue Windows-„Vorgabe“ aufgesprungen ist. Die GUI macht einen sichtlich aufgeräumteren, hierarchisch klaren Eindruck, es lässt sich unter dieser Multifunktionsleiste – nach der unvermeidlichen Einarbeitungszeit – jetzt eindeutig flotter hantieren. (Auch wenn man halt anfänglich ein paar Mal vergeblich – wie jahrelang gewohnt – auf F10 statt auf F11 drückt, bis die neue Partie der Datenbank erscheint…) Diese kräftig geliftete, nun sehr kompakt wirkende, farblich beeinflussbare Anordnung aller Fritz-Funktionen und -Steuerelemente wertet das aktuelle Interface zweifellos auf.

Die neuen „Messgeräte“

Riecht die Stellung nach einem Matt? Der "Matt-o-Meter" in "Fritz 12" zeigt's an...
Riecht die Stellung nach einem Matt? Der „Matt-o-Meter“ in „Fritz 12“ zeigt’s an…

Das rundum aufgefrischte Outfit ist sicher die wichtigste Novität des zwölften „Fritz“, besonders augenfällig sind aber auch zwei neue Features: Der sog. „Schärfemesser“, dessen Grafik anzeigt, ob die gerade gespielte Partie in taktisch ruhigen oder eher kombinationsreichen Gewässern fährt, sowie das „Matt-o-Meter“, das (ebenfalls via Armaturen-Zeiger) dokumentieren soll, ob die Stellung etwa gar nach Matt „riecht“ (Bild links).
Kenntnisreiche bzw. erfahrene Anwender mögen solche GUI-Spielereien mit einigem Recht als verzichtbare Kinkerklitzchen abtun, doch Schach-(Software-)Newbies können derartige Accessoires durchaus hilfreich-informativ zur Seite  stehen, wenn’s darum geht, abstrakte schachliche Zusammenhänge plastisch-real rüberzubringen.

Professionelle Grafik

Der dreidimensionale Laserstrahl des "Magischen Auges" visualisiert die Rechenvorgänge von Fritz 12
Der dreidimensionale Laserstrahl des „Magischen Auges“ visualisiert die Rechenvorgänge von Fritz 12

Ebenfalls weniger für die Grossmeister-Szene denn für die abertausend gewöhnlichen Schach-Sterblichen wurden die meisten übrigen, teils äusserst ästhetischen, wenngleich ein betont leistungsfähiges Hardware-Equipment voraussetzenden Grafik-Ingredienzen dieses Schach-Pakets entwickelt. Da wären (nach wie vor) zu nennen das „Magische Auge“, ein dreidimensionaler „Laserstrahl“, der optisch verblüffend die Rechenvorgänge des Programmes visualisiert; die realistisch gestalteten Schach-Räume wie z.B. die „Englische Bibliothek“ (Bild unten); oder etwa das „Chess-Media-System“ mit seiner schachlich integrierten Audio-&Video-Unterstützung.

Die Spielstärke des neuen Fritz

Es lassen sich unschwer Stellungen finden, die „Fritz 12“ weitaus besser liegen als seinen Vorgängern, was den Eindruck erwecken könnte, die Engine hätte bezüglich Spielstärke kräftig zugelegt. Um nur drei Exempel zu statuieren, bei denen die neue Engine mehr oder weniger sofort durchblickt, ganz im Gegensatz zu vielen anderen Programmen:

Stellung 1 (Lloyd-Ling, CorrGame 2000)

Test-Stellung 1 ((Lloyd-Ling, CorrGame 2000)
Test-Stellung 1 ((Lloyd-Ling, CorrGame 2000)

17. 0-0-0 ! Sxd5 18. Lc4 S7b6 19. Txd5 Sxd5 20. Td1 Dxe6 21. Lxd5 Dxd5 22. Txd5 +-

Stellung 2 (Napolitano-Kjellander, CorrGame 1956)

Test-Stellung 2 (Napolitano-Kjellander, CorrGame 1956)
Test-Stellung 2 (Napolitano-Kjellander, CorrGame 1956)

20. h4!! gxh4 21. g4 Ld7 22. Th2 (Var) De7 23. g5 (mit Angriff)

.

Stellung 3 (Studie: Pospisil 2000)

Test-Stellung 3 (Studie: Pospisil 2000)
Test-Stellung 3 (Studie: Pospisil 2000)

1. c6!! c1=D 2. c7 Dc6 3. Le5 Ke2 4. Kb8 Db5+ 5. Ka7 Dc6 6. Kb8 Db6+ 7. Kc8 De6+ 8. Kb8 Db3+ 9. Ka7 Da3+ 10. Sa4 Dxa4+ 11. Kb7 (remis)

Wenn hier „Fritz 12“ also glänzt, so widersprechen diesem positiven Eindruck allerdings sämtlichen anderen Testergebnisse, wie sie die einschlägige Computerschach-Szene über die neueste Engine bislang gesammelt hat. Diesen Messungen zufolge dürfte „Twelve“ bezüglich seiner Turnier-Performance in etwa gleich stark wie der Vorgänger sein; leider keine signifikante Verbesserung also. Damit entfällt für so manchen Computerschach-Freund ein ganz wesentliches Kaufargument.

99,99 Prozent aller Schachspieler chancenlos gegen Fritz 12

Wer darüber jedoch nun in Wehklagen ausbricht, der klagt auf extrem hohem Niveau. Denn ob der allgemeinen Diskussion über vermeintliche oder tatsächliche „Spielstärke“ vergisst man leicht, dass Fritz 12″ und mit ihm zahlreiche andere Programme inzwischen 99,99 Prozent aller Schachfreunde weltweit chancenlos lassen, und für die allermeisten Turnierspieler bis hinauf zum Grossmeister stellt sich heutzutage allenfalls die Frage, ob sie von „Fritz 12“ in 35 Zügen oder von noch stärkeren Engines bereits in 30 Zügen besiegt werden…

Üppige Grafik, ästhetische Schach-Räume, aber auch Ressourcen-Fresser: Die "Englische Bibliothek" in "Fritz 12"
Üppige Grafik, ästhetische Schach-Räume, aber auch Ressourcen-Fresser: Die „Englische Bibliothek“ in „Fritz 12“

 

Die "Vollautomatische Partien-Analyse" inkl. Erläuterungen
Die „Vollautomatische Partien-Analyse“ inkl. Erläuterungen

Dies dokumentiert übrigens eine weitere, bereits mit „Fritz 11“ eingeleitete konzeptionelle Ausrichtung dieser Chessbase-Software, nämlich die offensichtlich endgültige Verabschiedung vom jahrelang als sakrosankt definierten Diktat der Performance-Progression. Einfacher gesagt: Fritz scheint nicht mehr in die Tiefe, sondern in die Breite gesteuert zu werden. „Breite“ durchaus auch im Sinne von Breitensport; nicht mehr für die „Engine-Freaks“ programmiert man in Hamburg, sondern „für die ganze Familie“; es soll offensichtlich für den Schachspieler jeder Couleur etwas dabei sein.
Ob Chessbase damit der Not gehorcht – sprich: das programmiertechnische Knowhow erschöpft ist – oder dem eigenen Triebe, darüber darf man spekulieren. Fest steht, dass das schachliche „Drumherum“ des Software-Paketes „Fritz“ nach wie vor seinesgleichen sucht, auch in der kommerziellen Szene. Die integrierten Fritz-Highlights sind geläufig:

Die speziellen „Fritz“-Highlights

Umfangreiche Partien-Datenbank: Die aktuell mitgelieferte CBH-Sammlung umfasst nun 1,5(!) Millionen Partien, und zwar hochwertig komponiert mit zahllosen Themen-, Taktik-, Endspiel- und Eröffnungsschlüsseln. Hinzu kommt ein qualitatives „Opening Book“ aus der Grossmeister-Praxis mit diversen Statistik-Komponenten
Diverse Trainings-Optionen: Auch in den neuen Fritz wurde wieder eine Fülle an Features reingepackt wie mehrstündige Videolektionen, automatische Spielstärke-Anpassung, Handicap- und Coach-Optionen, Eröffnungsstatistik, Zugerklärung, verschiedene Traningsmodule, automatische Partien-Analyse, diverse Sparring-Funktionen etc.
Multimediale Komponenten: Sprache und Musik sind abermals aufgepeppt worden, ebenso die Sprüche-„Kommentare“ des Kabarettisten Matthias Deutschmann, die integrierte Text-Partiekommentierung, sowie (wie erwähnt) eine Fülle sehr attraktiver „Raum“-Graphiken und (3D-)Brett-Outfits. Nebenbei interessant mag ausserdem für entsprechende Liebhaber sein, dass „Fritz“ die Schach-Derivate „Chess 960“ und „Räuberschach“ für das exotische Spiel zwischendurch offeriert.
Schach-Server-Zugang: Sie ist das ganz besondere Aushängeschild von Fritz, diese Live-Plattform http://www.schach.de, deren einjähriges Gratis-Abo ein „Fritz“-Käufer automatisch erhält. Neu gibt’s nun noch einen Premium-Account obendrauf: Ohne weitere Verpflichtung oder Kosten lassen sich jetzt auf dem „weltgrössten Schachserver“ (Chessbase) exklusvie Audio-Kommentare bei Spitzenturnieren, Live-Trainings-Events, Grossmeister-Simultane und Schach-TV-Sendungen geniessen.

Erfolgreiches Rundum-Paket

Chessbase-Geschäftsführer Matthias Wüllenweber
Chessbase-Geschäftsführer Matthias Wüllenweber

Fazit: „Fritz“ hat sich, mit seiner ganzen Unmenge an graphischen Accessoires – ganz zu schweigen von der inzwischen fast unüberblickbaren Vielfalt an direkt kompatiblen weiteren DVD-/CD-Produkten aus allen denkbaren Schach-Sparten -, mit seinem Multimedia-Equipement, mit seinem ständig wachsenden Analyse-Werkzeugkasten und mit seinem umfangreichen Online-Service längst vom „Experten“ wegentwickelt, hin zum vielfältigen Schach-Paket quasi „für die ganze Familie“, bei dem für absolut jeden was dabei ist, sei er nun Newbie oder Meisterspieler. Schön auch, dass nun endlich einige bekannte kleine „Fritz“-Schönheitsfehler abgestellt wurden; z.B. lässt sich jetzt nach Neustart mit exakt jenen Fenstern weiterarbeiten, die vor dem Programm-Ende aktiv waren.
Kurzum, der Rezensent gesteht: Müsste er sich heute entscheiden, welches Schachprogramm er auf die berühmt-berüchtigte „einsame Insel“ mitnähme, seine Wahl fiele ihm relativ leicht.
Mit dieser Entscheidung stünde er allerdings nicht alleine: Die kürzlich gestartete, grossangelegte Umfrage des „Glarean Magazins“ bezüglich GUI-Präferenz unter den Schachspielern spricht bereits jetzt, lange vor Abschluss des Polls, eine überdeutliche Sprache: Auf „Fritz“ entfielen bis heute mehr als 400 Votings – doppelt so viele wie  auf die zweitbeliebteste Oberfläche, nämlich jene von „Shredder„.
Es scheint also einiges darauf hinzudeuten, dass „Fritz“ auch zukünftig bleibt, was er von Anfang an war: Volkes Stimme in Sachen Computerschach. ♦

Chessbase / Hamburg: Fritz Twelve, DVD-Schach-Software, ISBN 978-3-86681-133-1

So spielt der neue Fritz

Fritz 12 – Stockfish 1.5 JA
15Min./Engine (DualCore/5moves-Book – 2009) [E10]

1.Sf3 c5 2.c4 Sf6 3.d4 e6 4.d5 b5 5.dxe6 fxe6 6.cxb5 d5 7.Lg5 Le7 8.e3 a6 9.Sc3 c4 10.bxa6 Db6 11.Tb1 Sc6 12.Le2 0-0 13.0-0 Dxa6 14.Sd4 Lb4 15.Lxf6 Txf6 16.e4 dxe4 17.Sdb5 Db6 18.Lxc4 Tg6 19.a3 Le7 20.Tc1 e3 21.Sd6 Ld7 22.fxe3 Se5 23.Sf5 Lg5 24.Sd5 Dd8 25.h4 Kh8 26.hxg5 exf5 27.Sf4 Tc6 28.Dd4 Sxc4 29.Txc4 Dxg5 30.Ta4 Td8 31.Ta7 Lc8 32.Txg7 Txd4 33.Txg5 Td2 34.e4 h6 35.Tg3 Txb2 36.Sg6+ Kh7 37.exf5 Tbb6 38.Se7 La6 39.Sxc6 Lxf1 40.Kxf1 Txc6 41.Kf2 Ta6 42.Ke1 Ta4 43.f6 Tf4 44.Tf3 Te4+ 45.Kd2 Kg8 46.f7+ Kf8 47.Kc3 h5 48.g3 Ta4 49.Kb3 Te4 50.a4 Te5 51.Kc3 Te4 52.a5 Te5 53.Kb4 Te4+ 54.Kc5 Te5+ 55.Kb6 1-0

Lesen Sie im Glarean Magazin zum Thema Computerschach auch das Interview mit dem Schachprogrammierer Stefan Meyer-Kahlen

Computerschach: Interview mit Vasik Rajlich

Lesezeit für diesen Beitrag: ca. 6 Minuten

Einiges Neues bei Rybka 4

von Peter Martan

Die Welt des Computerschachs hat schon seit langem ein allmächtiges Triumvirat, das da heisst: Rybka, Shredder, Fritz. Und für gewöhnlich pflegt dieses omnipräsente (und -potente) Trio alljährlich so gegen den Spätherbst hin mit neuen Versionen auf sich aufmerksam zu machen – das Weihnachtsgeschäft lässt grüssen.
Vor kurzem erschien nun bereits Fritz 12, seit einigen Tagen ist auch Shredder 12 auf dem Markt – doch wo bleibt Rybka 4 ?
Wo ist der absolute Generalissimus der Szene – jenes kleine blaue „Fischchen“, das als gefrässiger Killer-Hai hinsichtlich Spielstärke jedes Engine-Turnier so dominant beherrscht wie kaum ein anderes Programm in der bisherigen Computerschach-Geschichte?

Vasik Rajlich - Schachprogrammierer von Rybka und Fritz - Interview im Glarean Magazin
Internationaler Schach-Meister und Programmierer von „Rybka“: Vasik Rajlich

Das „Glarean Magazin“ hielt die Spannung vor dem neuen Release nicht mehr länger aus, und Peter Martan gelangte mit ein paar ungeduldigen Fragen an den Rybka-Erfinder und -Chefdenker Vasik Rajlich.

Glarean Magazin: Was ist Ihre zurzeit wichtigste Arbeit an Rybka?

Vasik Rajlich: Ich befinde mich gerade im „Release-Modus“; da gibt es eine Menge  kleinerer Dinge zu tun.

GM: Welche Innovationen können wir von Rybka 4 erwarten?

VR: Die Evaluation und die Suche sind neu gestaltet, beides habe ich letztes Jahr mehrfach geändert. Es werden zudem ein paar neue Analyse-Funktionen hinzukommen.

GM: Wann etwa dürfen wir Rybka 4 erwarten?

VR: Das ist noch offen…

GM: Wird es in der gleichen Weise verkauft bzw. vertrieben wie bisher?

VR: Ja, Convekta und ChessBase werden wieder die publizierenden Firmen sein.

GM: Gab es im Entwickler-Team etwelche Veränderungen?

VR: Die eigentliche Entwicklungsarbeit wird immer noch ausschliesslich von mir gemacht. Aber wir haben ein tolles Team: Lukas Cimiotti hat beim „Clustering“ sehr viel beigetragen, ebenso auch in Sachen Turnier-Vorbereitungen, und seine Mitarbeit im vergangenen Jahr war enorm. Unser „Book“-Team hat sich ein wenig verändert, wir haben nun zusätzlich Jiri Dufek ins Team geholt, aber Jeroen Noomen bleibt nach wie vor dabei. Nicht unerwähnt lassen will ich Felix Kling und seinen Bruder Christoph, welche für unsere Website verantwortlich sind. Weiters sind da noch Hans van der Zijden, der als PC-Operator auf Computer-Turnieren fungiert, meine Frau Iweta als die Verantwortliche für die Tests, Larry Kaufman für die Leitung der Mensch-vs-Maschine-Matches sowie der ganzen Parameter-Tunings, und schliesslich Nick Carlin, der ebenfalls bei den „Book“-Arbeiten und Turnier-Vorbereitungen beteiligt ist.

Rybka3-Aquarium_Screenshot
Die aktuelle Oberfläche der (noch) aktuellen Rybka-Version: Das „Aquarium“ des „Fischleins“ (russ.)

GM: Wird es – früher oder später – eine öffentliche Cluster-Version von Rybka geben?

VR: Nein, jedenfalls nicht als Bestandteil der kommenden Rybka-4-Version. Aber wir haben Pläne, dies zusätzlich für den spezifischen Einsatz in Turnieren weiter zu entwickeln. Es wird gegenüber dem Bisherigen kleine Unterschiede geben, aber lassen Sie sich überraschen…

GM: Bereits im Rybka-Forum wurde mal danach gefragt, ob eine automatische „Backward Analysis“ („Rückwärtsanalyse“) im Multi-Varianten-Modus implentiert werden könnte, worauf geantwortet wurde, dass dies eine Frage des Interfaces, nicht der Engine sei. Aber würden Sie es als nützlich unterstützen, so etwas auch optional sogar im „normalen“ Spiel-Modus, zumal für Cluster-Versionen, möglich zu machen?

VR: Der Output einer Cluster-Version ist ein schwieriges Thema, das noch einiges Nachdenken erfordert. Grundsätzlich könnte der „Cluster“ sicher eine Art von Multi-PV-Analyse liefern, auch in seinem „Play“-Modus. Bisher haben wir aber überhaupt Cluster-Technik nur für Turniere angewandt, so dass dieses „Problem“ noch nicht gelöst wurde.

GM: Wird Rybka 4 einen spezifischen „Finde-Gewinn-„Modus haben bzw. wird wieder eine zusätzliche „Winfinder“-Engine mitgeliefert?

VR: Die Entwicklung besonders „interessanter“ Derivate (einschliesslich „WinFinder“-Versionen) ist auf meiner To-Do-Liste, aber zurzeit noch nicht in Angriff genommen, ebenso wenig wie ein spezieller „Win-Finder“-Modus. Fest steht aber, dass Rybka 4 auch taktisch viel stärker als jetzt Rybka 3 sein wird.

GM: Wird die neue Engine auch die Option enthalten, den sog. „Nullmove“ ein- oder ausschalten zu können?

VR: Dieses Feature ist wohl nicht so wichtig, dass es in die Parameter-Liste der Engine integriert werden müsste.

GM: Haben Sie schon News betreffend „Shared Analysis“ und „Persistent Hash“?

VR: Noch nicht, bisher sind diesbezüglich nur ein paar Bugfixes zu melden. Das sind aber weitere Themen, die wohl noch eine ganze Menge Arbeit machen werden… ♦

___________________________________

Interview in english:

GM: What is your main work to be done with Rybka right now?

VR: Right now I am in „release mode“, there are a ton of little things to do now.

GM: What innovations may we expect from Rybka 4?

VR: The eval and search are revamped, I changed it completely three times last year. There will also be a few new analysis features.

GM: When approximately may we expect Rybka 4?

VR: This is still TBD.

GM: Will it be sold and distributed in the same ways as formerly?

VR: Yes, Convekta and ChessBase will be the publishers.

GM: Has there been any change in the team of developers?

VR: The development work is still done only by me, but we have a great team. Lukas Cimiotti has helped tremendously with the clustering and with tournament preparations, his contribution over the past year has been enormous. Our book team has changed a bit, we have added Jiri Dufek, while Jeroen Noomen remains involved. We will give more details later. I also should mention Felix Kling and his brother Christoph for their work on our web site, Hans van der Zijden as the Rybka operator, my wife Iweta for testing, Larry Kaufman for man-vs-machine matches and parameter tuning, and Nick Carlin for book work and tournament preparations.

GM: Will we have a public Rybka cluster-version sooner or later?

VR: This won’t be a part of the Rybka 4 release, but we do have plans for this in addition to competing in tournaments. It will be something a little different, you’ll have to stay tuned.

GM: Maybe you remember me asking you once at Rybka forum about multi-variant-mode of analysis. My special wish of automatic backward analysis in mv- mode was answered by you then as a matter of GUI, which it is, of course. But would you support it as useful, even sometimes in normal game mode, especially as for cluster version?

VR: Can you say what you mean by „backward analysis“?

GM: I just meant the feature of some GUIs to step back automatically in the game analyzed.

VR: The output of our cluster is a tricky issue which needs some thinking. Outputting a single PV is a poor fit to how the cluster searches. In principle, the cluster could provide a sort of multi-pv analysis even in its more efficient „game-play“ mode. So far we have only used the cluster for competitions, so this issue has not been resolved.

GM: Will the „find win“ mode be new too in Rybka 4 or will even a new WinFinder come up again?

VR: Making more interesting versions (including some WinFinders) is on my to-do list, but I haven’t touched it since Rybka 3. Ditto for „find win“ mode – it could be improved, but so far hasn’t been. Rybka herself is much stronger tactically now than Rybka 3.

GM: Or do you think nullmove to be switched off as an option of the engine would also be a feature worth adding?

VR: This feature probably doesn’t have enough value to add to the parameter list.

GM: Any news to be expected as for shared analysis and persistent hash?

VR: Not yet, so far there are only some bug fixes. This is another topic which will eventually get a lot of work. ♦

Lesen Sie im Glarean Magazin zum Thema Computerschach-Programmierung auch das Interview mit Stefan Meyer-Kahlen

Computerschach: Shredder 12 erschienen

Lesezeit für diesen Beitrag: ca. 8 Minuten

Technische Stabilität und optische Balance

von Walter Eigenmann & Peter Martan

Für Kenner und Insider der internationalen Computerschach-Szene gehört die Software „Shredder“ des deutschen Programmierers Stefan Meyer-Kahlen seit langem zum festen Bestandteil des Engine-Parkes. Denn jahrelang dominierte Meyer-Kahlen die Computerschach-Turniere weltweit fast nach Belieben, und zwar in allen Disziplinen. Nun präsentiert der 41-jährige Düsseldorfer Informatiker eine neue Version seines Shredders – mittlerweile bereits als zwölfte Generation.

Stabiles und ausgereiftes Interface

Shredders „Graphical User Interface“ (GUI), also seine „Benutzeroberfläche“ – nicht zu verwechseln mit seiner „Engine“, dem eigentlich rechnenden „Motor“ – gilt seit langem als eine besonders ausgereifte Sache. Denn Stabilität und Ausgewogenheit waren schon immer die speziellen Markenzeichen dieses Schach-Paketes. „Programm-Absturz“ ist für die Shredder-Gemeinde (übrigens auch im Linux- und im MacIntosh-Segment) ein Fremdwort, und die funktionale Ausgewogenheit, die „klassische“ Aufgeräumtheit seiner Oberfläche war für eingefleischte Shredder-Fans schon immer ein Grund, dieses GUI den anderen, teils verspielt-überladenen User-Schnittstellen vorzuziehen.

Seit Jahren im Computerschach ein Vorbild für Stabilität und klassisches Outfit: Das betont aufgeräumte, schlicht konzipierte Shredder-Interface in seiner 12. Version
Seit Jahren im Computerschach ein Vorbild für Stabilität und klassisches Outfit: Das betont aufgeräumte, schlicht konzipierte Shredder-Interface in seiner 12. Version

Üppig ausgestatteter Werkzeugkasten

Nichtsdestoweniger verbirgt sich unter dem eher schlichten Outfit der üppig ausgestattete Menü-Werkzeugkasten aller modernen Schach-Software. Das Shredder-GUI lässt kaum Wünsche offen, was die Vielfalt der technischen Ansprüche angeht, die heutzutage an ein Schachprogramm gestellt werden müssen: Analyse eigener und/oder fremder Partien, Engine-Engine-Turniere, individuell angepasstes Spiel gegen den Computer, Datenbank-Funktionen, Endspiel-Untersuchungen u.v.a.
Zwei Highlights zeichnen dabei Meyer-Kahlens Programm gegenüber der Konkurrenz ganz besonders aus: Seine enge Zusammenarbeit mit der eigenen Homepage, welche in Form direkter Abfragen eigener Datenbanken als integrativer GUI-Bestandteil fungiert, sowie das Feature „Triple Brain“, eine spezielle Analyse-Technik, bei der zwei (möglichst gleichstarke, aber möglichst unterschiedliche) zugeladene „Gehirne“ rechnen, während ein drittes „Gehirn“ über diese zwei Analyse-Ergebnisse mittels ausgeklügeltem Statistik-Verfahren entscheidet.

Zwei starke, aber unterschiedliche Engines unterbreiten einem Entscheider-Modul ihre Analyse: Das berühmte, aber immer noch zu wenig genutzte Shredder-Feature "Triple Brain"
Zwei starke, aber unterschiedliche Engines unterbreiten einem Entscheider-Modul ihre Analyse: Das berühmte, aber immer noch zu wenig genutzte Shredder-Feature „Triple Brain“

.Qualitätsvolles Eröffnungsbuch

Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist Shredders Eröffnungsbuch, das erneut der aktuellen Grossmeister-Praxis angepasst wurde und schon länger von Sandro Necchi editiert wird. Immer mehr kommen dabei auch weniger gespielte Openings zu ihrem Recht. Zwei Beispiele: 1. e4 b6 2. d4 e6 3. c4 Lb7 4. Sc3 Lb4 5. f3 f5 6. exf5 Sh6 7. fxe6 Sf5 8. Ld3 – welches Programm (ausser vielleicht „Fritz“) weiss hier noch weiter? Eines der aktuell besten Bücher überhaupt in der Szene, das „R3.ctg“ von J. Noomen, jedenfalls nicht. Oder auch nach: 1. b3 d5 2. Lb2 c5 3. e3 Sf6 4. Sf3 e6 5. Se5 Le7 6. f4 O-O 7. Ld3 – hier halten ebenfalls höchstens die Books von „Fritz“ und „Rybka“ mit. Und sollte auch bei Shredder das auf Festplatte installierte Buch nicht mehr weiter wissen, kommt bei Meyer-Kahlens Programm sofort der schon positiv erwähnte Zugriff auf die noch grössere Online-Eröffnungsdatenbank zum Zuge.

Schach-Programmierer Stefan Meyer-Kahlen bei der Arbeit
Schach-Programmierer Stefan Meyer-Kahlen bei der Arbeit

Endspiel-Performance dank Datenbanken

Selbstverständlich glänzt auch der neueste Shredder nach wie vor in der quasi entgegengesetzten Ecke der Schachpartie, dem Endspiel. Hier hebt sich das Programm schon seit Jahren mit seinen von Meyer-Kahlen hauseigen adaptierten „Shredderbases“ hervor, einer 6-Steiner-Datenbank, welche ebenfalls GUI-integrativ den sofortigen Online-Zugriff erlaubt. (Demnächst soll es auch alle 6-Steiner als Shredderbases im Shredder-eigenen, platzsparenden Format geben, wobei nicht die Wege zum Matt aus der jeweiligen Stellung, sondern nur Gewinn, Verlust oder Remis gespeichert werden, womit der Abruf um ein vielfaches schneller als bei herkömmlichen Verfahren sein wird). Die Shredderbases für die 3-, 4- und 5-Steiner sind bei Shredder 12 bereits im Kaufpreis inbegriffen und stehen auf der Homepage zum Download bereit.

Lese-Hilfe via Mauszeiger

Sofort-Diagramm nach Maus-Bewegung: Das attraktive neue Feature in Shredder 12
Sofort-Diagramm nach Maus-Bewegung: Das attraktive neue Feature in Shredder 12

Was fällt sonst noch auf am Outfit des aktuellsten Shredders? Am augenfälligsten ist sicher ein brandneues Feature: Erstmals zeigt das Interface auf jeder Zug-Notation am Bildschirm ein kleines Stellungs-Fenster, ausgelöst durch blosses Mit-der-Maus-darauf-zeigen. Man kann also erstmals auch als in der Schachschrift ungeübter Anfänger dem Grossmeister Shredder beim „Denken“ zusehen, nicht nur abstrakt mitlesen. Das funktioniert sogar im „Partie-Profil“, Shredders graphischer Darstellung des Partie-Verlaufes. Hier mit der Maus entlangfahren lässt das ganze Game im Tipp-Tools-Fenster gleich Revue passieren. Ein innovatives Shredder-Feature, das mit einiger Sicherheit früher oder später bei den Konkurrenz-GUIs ebenfalls erscheinen wird…

Deutliche Steigerung der Spielstärke

Und was hat denn Shredder 12 nun in Sachen Spielstärke zu bieten? Bis jetzt verzeichnete diesbezüglich noch jede neue Shredder-Version eine (teils massive) Steigerung – grundlos ist das Programm nicht vielfacher Computerschach-Weltmeister. Und die jüngste Ausgabe macht da keine Ausnahme, auch wenn heutzutage, bei dem extrem hohen Stärke-Niveau der modernen Schachprogrammierung die einzelnen Performance-Sprünge nicht mehr wie früher im 150-Elo-Bereich realisiert werden können.

Für ein definitives Urteil über Shredder 12 hinsichtlich seiner „Kampfkraft“ ist es momentan, ein paar Tage nach Erscheinen, noch zu früh. (Die weltweite User-Gemeinde arbeitet daran wie gewohnt auf Hochdruck). Der erste Trend im Engine-Engine-Turnierbetrieb ist aber mehr als vielversprechend: Die neue Version dürfte sich unter die Top-Drei der aktuellen Programm-Rankings spielen.

Vorgänger hinter sich gelassen

Wir haben ausserdem die neue UCI-Engine auf ein paar besonders anspruchsvolle Schachstellungen angesetzt, welche weder von Shredders Vorgänger noch von den meisten anderen Engines kapiert werden:

Beispiel 1 (Zugzwang)

Stellung 1 - Zugzwang
Stellung 1 – Zugzwang

Während sehr viele Programme wie der sprichwörtliche Esel am Berg gerade vor dem berühmt-berüchtigten Problem „Zugzwang“ stehen, leitet hier der neue Shredder in nullkommanix Sekunden das 14-zügige Matt ein:
1. Kf7!! Kd3 2. Lf5+ Kc3 3. Lc8 Kd3 4. Lxa6+ Kc3 5. Lc8 Kd3 6. Lf5+ Kc3 7. Ld7 Kd3 8. Lb5+ Kc3 9. Lxa4 Kd3 10. Lb5+ Kc3 11. Ke6 a4 12. Kd5 axb3 13. Lc4 bxc2 14. Se2 matt (Studie: Knudsen 1924)

Beispiel 2 (Patt)

Stellung 2 - Patt
Stellung 2 – Patt

Der elfte Shredder sah hier noch keinerlei Land, sein jüngerer Bruder hingegen beweist (auf schnellen Rechnern) schon nach rund einer halben Minute seinen Durchblick (auch dank seiner „Bases“) in diesem für Schachprogramme sehr anspruchsvollen Turmendspiel:
1… Tf3+!! 2. Txf3 Tb5+ 3. Ke4 Te5+ 4. Kd4 Te4+ 5. Kd3 Te3+ remis (Studie: N.N.)

Beispiel 3 (Initiative)

Stellung 3 - Initiative
Stellung 3 – Initiative

Auch in Sachen Initiative dürfte Meyer-Kahlens aktuellstes Opus zugelegt haben. Botterills effizientes Turmmanöver (in einer FS-Partie gegen Prizant) stellt jedenfalls für Shredder kein Problem dar:
17. Ta2!! De7 18. Td2 Lb8 19. Dc2 Dc7 20. Lb2 Se7 21. Lc4 mit Angriff (Botterill-Prizant, CorrGame 1993)

Beispiel 4 (Endspiel)

Stellung 4 - Endspiel
Stellung 4 – Endspiel

Im Endspiel war und ist Shredder bekanntlich durchaus auch ohne Datenbanken sehr kompetent, und in dieser Turm&Läufer-Stellung hat der „Zwölfer“ bald den Dreh raus:

50. Txd7+!! Kxd7 51. Lxb7 Txf2+ 52. Ke3 Ta2 53. Lxa6 Kc7 54. Lc4 (Binham-Rüfenacht, CorrGame 1991)

In manchen computerschachlichen Problemzonen ist Shredder 12 also deutlich besser geworden, in spezifischen Stellungen sogar stärker als fast die gesamte Konkurrenz. Und wer noch Shredders seit jeher beeindruckende Fähigkeit des „Memorierens“, will heissen seine ausgeprägte Lernfähigkeit mittels ausgeklügeltem Hash-Management (Stichwort „Retroanalyse“), aber auch sein (leider noch zu wenig bekanntes) exklusives Feature „Endspiel-Orakel“ (schon seit Version 5 dabei) auf die Plus-Waage legt, der kriegt auch mit dem neuesten Meyer-Kahlen-Produkt ein bewährt effizientes Analyse-Werkzeug in die Hände.

Fazit: Empfehlenswert

Das Impressum des neuen Shredder
Das Impressum des neuen Shredder

Kurzum, Shredder 12 ist vielleicht (zumal in seiner Graphik) nicht der ultimativ-unwiderstehliche Überflieger der gesamten Computerschach-Szene, und auch die Anzahl seiner Novitäten mag auf den ersten Blick nicht gar so beeindrucken.  Aber das brandneue Opus aus der Meyer-Kahlen-Werkstatt wird mit seiner technischen Stabilität, seinen durchdachten „Accessoires“, seiner neuerlich gesteigerten Spielstärke und seiner umfangreichen Online-Integration definitiv die Herzen der „Könner und Kenner“ höher schlagen lassen; der neue Shredder ist nicht nur für Sammler, sondern auch für Experten eine klare Kaufüberlegung wert. Nicht zufällig zählt das Produkt des Düsseldorfers zu den beliebtesten Schachprogrammen der ganzen Szene.

Nachfolgend eine schöne Angriffspartie des „Zwölfers“ gegen die aktuelle Nummer Eins des Engine-Zirkus‘ Rybka (5-moves-Book/DualCore-PC/PGN-Format):

[Event „15Min/Engine“]
[Site „DualCore“]
[Date „2009.10.12“]
[Round „?“]
[White „Deep Shredder 12“]
[Black „Rybka 3“]
[Result „1-0“]
[ECO „D18“]
[PlyCount „77“]

1. c4 Nf6 2. d4 c6 3. Nc3 d5 4. Nf3 dxc4 5. a4 Bf5 6. e3 e6 7. Bxc4 Nbd7 8. O-O  Bb4 9. Nh4 Bg4 10. f3 Bh5 11. g4 Nd5 12. Ng2 Bg6 13. Qb3 Qb6 14. Ne2 Qa5 15. h4  h5 16. e4 Ne7 17. g5 O-O-O 18. Bf4 Bh7 19. Rfd1 Ng6 20. Bg3 Nb6 21. Ne3 Nd7 22. Bd3 Bf8 23. Nc4 Qb4 24. Qc2 e5 25. a5 Nb8 26. dxe5 Na6 27. Kg2 Nc5 28. Nd6+  Bxd6 29. exd6 Nxd3 30. Qxd3 Rd7 31. a6 f6 32. Ra3 Bg8 33. axb7+ Qxb7 34. Rda1  Qb8 35. Qc3 Ne5 36. Bxe5 fxe5 37. Ra6 Bf7 38. Qxc6+ Kd8 39. Qc5 1-0

Stefan Meyer-Kahlen, Shredder 12, Schachprogramm, Download/Lizenz

Lesen Sie im Glarean Magazin zum Thema Computerschach auch über den Shredder-Nachfolger: Deep Shredder 13

Computerschach: Opening Encyclopaedia (Chessbase)

Lesezeit für diesen Beitrag: ca. 6 Minuten

Fachmännische Betreuung einer modernen Partien-Sammlung

von Peter Martan

Erneut präsentiert Deutschlands bekanntester Schachsoftware-Produzent Chessbase eine aktuelle Ausgabe seiner traditionellen „Opening Encyclopaedia“. Die mit knapp 100 Euro nicht eben billige DVD kommt wie gewohnt mit einer fulminanten Fülle (neuen) Materials daher.

Neue Vorneweg ein kleiner Hinweis für User wie mich, die vor längerer Zeit die letzte Version des „ChessBase Readers“ installiert haben: Die Datenbank lässt sich zwar ggf. mit einer alten Version starten, funktioniert aber evtl. trotzdem nicht fehlerfrei. Bei mir war es so, dass die Links zur Info und zu den alten Datenbanken Fehlermeldungen erzeugten; Erst nach Neuinstallation lief die Sache. Und noch ein Tip: Dass die Gebrauchsanleitung (abgesehen von den ersten Schritten der Installation, im Cover beschrieben) lediglich auf der DVD im Stammverzeichnis als „cb9readerGER.pdf“ vorliegt, findet man auch nicht gleich heraus… Andererseits ist es natürlich komfortabel, die Datenbank auch von „Fritz“ bzw. dem „ChessBase“-Datenbankprogramm aus starten zu können; dort hat man auch die volle Online-Hilfe-Unterstützung, welche im Reader nicht aktiv ist. Dessen Hauptvorteil gegenüber dem reinen Datenbankprogramm ist der Titel- und Informationstext, der gleichzeitig als Menüführung durch das gesamte Partienmaterial dient.

Imposante Geschwindigkeit der Suche

Das Blättern in dem nach Text, Partien, Spielern, Turnieren, Kommentatoren, Quellen, Mannschaften und Eröffnungen geordneten Material ist einem Browser ähnlich und intuitiv erfassbar. Mit entsprechenden „Schlüsseln“ kann man dann noch nach Themen, taktischen und strategischen Motiven sowie nach Endspielen suchen. Dabei imponiert die Geschwindigkeit, mit der das riesige Material z.B. nach bestimmten Brettstellungen durchforstet wird – auf einem modernen Rechner nur wenige Minuten -, um nach bestimmten Brettstellungen zu suchen. Auf der DVD sind 4,4 GB, über 3,35 Millionen Partien, auf Festplatte installiert werden davon nur 30 MB. Dazu kommt, dass Statistiken blitzschnell erstellt werden, z.B. die Performance zweier beliebiger Kontrahenten.

„Erfinder des modernen Schachs“

Back-Cover der
Back-Cover der „Opening Encyclopaedia“ von Chessbase

Um, was den Inhalt anbelangt, mit dem Ende anzufangen, weil es mir historisch so besonders gut gefallen hat: Unter dem Titel „Erfinder des modernen Schachs“ geht Grossmeister Curt Hansen, gleichsam als Anhang des Verzeichnisses, in zwei Teilen Fragen der Urheberschaft von Zügen in Eröffnungssystemen nach. Erstes Beispiel: Schwarzer Bauernvorstoss h7-h5 der Scheveninger/Paulsen-Variante im Sizilianer, wie ihn heutzutage z.B. Igor Miladinivoc verficht. Hansen bringt als für ihn erste Partie, „in welcher der Nachziehende in diesem modernen Aufbau offenbar recht genau wusste was er tat“, aus der Schachgeschichte die Partie Yates-Bogoljubow (Moskau 1925), in der Schwarz 13… h5!? zog. Das Beispiel gefällt mir auch so, weil es Isaac Lipnitzky in seinem Buch „Fragen der modernen Schachtheorie“ ebenfalls bringt. Offenbar war die Partie damals wirklich ebenso beachtet wie folgenreich, und so etwas ist natürlich schachhistorisch immer spannend zurückzuverfolgen. In nicht weniger als 80 Partiebeispielen wird die Entwicklung der Idee dann historisch weiterverfolgt und kommentiert. Im zweiten Teil erörtert Hansen dann noch umfangreicher und strategisch vielschichtig das Problem, wie sich das Motiv des Abtausches des Königs-Fianchettoläufers (Lg2/Lg7) gegen den Sc3/Sc6 entwickelt hat. Von den Anfängen des Läufer-Fianchettos, das ja um 1900 noch etwas Neues war und noch z.B von Richard Teichmann als „diese dumme Doppelloch-Eröffnung“ bezeichnet wurde, bis hin zu der modernen Idee, diesen Läufer auch noch abzutauschen, ein weiter Weg… Ihm geht Hansen in 255 Partien nach – für schachistorisch Interessierte ein besonderer Leckerbissen.

Fachspezifische Betreuung aller Kapitel

Jedes Eröffnungssystem hat eine einleitende Beschreibung von einem anerkannten Fachmann des entsprechenden Themas, der das Material dem Kapitel zuordnet und kommentiert. Von Lubomir Ftacnik werden einige Kapitel besprochen. Willkürlich greife ich den Englischen Angriff des Sizilianers heraus. Ftacnik nennt eine Variante daraus nach Veselin Topalov, weil er nach seiner Partie gegen Peter Leko in San Luis 2005 „die theoretische Diskussion als amtierender Weltmeister eröffnete“. (Anmerkung der Redaktion: zwar kam der Zug 9… Sd7 schon einmal in einer Fernpartie zwischen Vladimir Stancl und Jan Schwarz 2003 vor, fand aber damals offenbar nicht sonderlich Beachtung.) Ftacnik zeigt in 24 Partien, gespielt zwischen 2000 und 2006, dass in diesen Partien die Statistik von 55% für Schwarz in dieser Variante zu der Schlussfolgerung am Ende des Kapitels berechtigt: „Die Topalov-Variante ist hier um zu bleiben.“ (Anmerkung d.Red.: Tatsächlich habe ich die fragliche Variante nach 2006 nur noch 10 mal in der Internationalen Meisterpraxis gefunden, alle 2007, davon ging allerdings nur noch eine für Schwarz aus,  vier mal gewann Weiss bei 5 Remis. Nach 2007 fand ich kein Beispiel mehr, offenbar ist es doch wieder etwas stiller geworden darum.)

Hochkarätige Kommentatoren

Lubomir Ftacnik - Schachspieler - Glarean Magazin
Chessbase-Autor Lubomir Ftacnik

Erst recht kann man in wenig gespielten Eröffnungssystemen keine Vollständigkeit des Variantenbaumes erwarten. Z.B. erörtern Alexander Bangiev und Peter Leisebein sehr schön meine geliebte Larsen-Eröffnung anhand von 107 Partien, von denen zehn kommentiert sind. Dass sie alle aber nur ein einziges Abspiel bis zum 5.Zug dokumentieren, tut dem System zuviel Abbruch. Man muss sich dabei allerdings vor Augen halten, dass selbst eine derartig grosse Sammlung von Partien unmöglich ein wirklich komplettes Nachschlagewerk der gesamten Schachtheorie sein kann, sondern immer nur einen mehr oder weniger repräsentativen Querschnitt bieten kann. Ausserdem kann man natürlich mit „Fritz“ oder „ChessBase“ die Datenbank von der DVD auf Festplatte installieren, um dort dann Partien hinzufügen. Dass die ganze Datenbank sowohl im „Reader“ als auch in „Fritz“ als Eröffnungsbuch im Chessbase-eigenen ctg-Format verwendbar ist, muss gar nicht eigens erwähnt werden für Fans, ist aber natürlich ein mächtiges Feature, das die Vielseitigkeit der Formate ausmacht: Eröffnungsbücher zu erstellen und zu editieren hat ebenso grosse Nützlichkeit für die meisten Hobby- und Profi-Spieler wie die Möglichkeit, kommentierte Partien platzsparend abzuspeichern.

Fazit: In dieser Schach-Enzyklopädie findet sich nicht nur eine sehr grosse und relevante Partiensammlung, sondern auch deren historisch exakte Aufbereitung – notabene von hochklassigen Kommentatoren: Anand (262 Partien), Bangiev (1614!), Marin (457), Kasparov (48)oder Kramnik (59) sind nur einige besonders klingende Namen. Was diese Autoren als Schachspieler zu sagen haben, findet man wohl in keinem einzelnen Lehrbuch derart umfangreich und schon gar nicht in dieser Funktionalität eines elektronischen Nachschlagwerkes.

Chessbase: Opening Encyclopaedia 2009, DVD-ROM (inklusive deutsche Version des Eröffnungslexikons 2009)

Screenshots: „Opening Encyclopaedia“ 2009

Die Links zu den CBM-Theorie-Datenbanken im Text-File der "Opening Encyclopedia 2009"
Die Links zu den CBM-Theorie-Datenbanken im Text-File der „Opening Encyclopedia 2009“
Der Varianten-Baum in der "Opening Encyclopedia 2009"
Der Varianten-Baum in der „Opening Encyclopedia 2009“
Die Turnier-Detail-Angaben in der "Opening Encyclopedia 2009"
Die Turnier-Detail-Angaben in der „Opening Encyclopedia 2009“

Lesen Sie im Glarean Magazin zum Thema Computerschach auch über das Halloween Chess Puzzle 2018

Computerschach: Die Endspiel-Tabellen in der Praxis

Lesezeit für diesen Beitrag: ca. 5 Minuten

Nutzen und Schaden der Endgame-Tablebases

von Walter Eigenmann

Seit der amerikanische Informatiker Ken Thompson vor über 20 Jahren erstmals seine Datenbanken mit kompletten Lösungen von Schach-Wenigsteiner-Positionen generierte, reisst die Diskussion unter den Computerschach-Experten nicht ab darüber, ob bzw. in welchem Ausmasse solche Endspiel-Tabellen (Endgame-Tablebases) die Performance eines Schachprogrammes positiv beeinflussen. Inzwischen haben Thompsons russischer Berufskollege Jewgeni Nalimov und andere (z.B. Meyer-Kahlen: Shredderbases/SB; Pfister&Shawul: Bitbases/EGBB) die Indizierung der 3-6-Steiner-Endspiele soweit vorangetrieben, dass sie den Programmen bzw. Interfaces praktisch vollständig und (heutzutage) fast in Echtzeit zur Verfügung stehen. Am häufigsten in der Computerschach-Praxis eingesetzt wird dabei die Nalimov-Datenbank (EGTB), welche sämtlichen 3-5-Steiner umfasst, und die mittlerweile von den meisten führenden Schach-Engines unterstützt wird.

Von Engine zu Engine unterschiedliches Zugriff-Handling

Unix-Entwickler und Computerschach-Pionier: Ken Thompson (*1943)
Unix-Entwickler und Computerschach-Pionier: Ken Thompson (*1943)

Nun werden bei der Anbindung dieser Datenbanken in die Engine-Struktur von Programmierer zu Programmierer unterschiedliche und darum auch unterschiedlich effiziente Wege beschritten. Wo manches Programm schon früh im Endspiel exzessiv auf diese Bases zugreift, rechnen andere Engines noch lange selbstständig, und während gewisse Engines sehr viel Endspiel-Knowhow einfach an die „Nalimovs“ zu delegieren scheinen, erreichen andere Programme ohne jegliche EGTB-Hilfe ebenso gute oder gar bessere Endspiel-Resultate. Welche Schachprogramme profitieren also wie sehr von diesen „sagenumwobenen“ Endspiel-Datenbanken? Oder wird deren Einfluss grundsätzlich überschätzt? Mehr noch: Können Engines sogar „ausgebremst“ werden durch EGTB?
Um ein wenig (praktisch vielleicht nutzbares) Licht in dieses (theoretisch ziemlich umkämpfte) Performance-Dunkel zu bringen, hat der Autor eine Testreihe mit über zwei Dutzend Schachprogrammen durchgeführt. Letztere hatten einmal mit, einmal ohne Bases (alle 3-5-Steiner) die 100-teilige, in der Computerschach-Szene recht verbreitete Endspiel-Aufgaben-Sammlung E-E-T zu durchlaufen. Die Auswahl der Programme wurde dabei mehr oder weniger zufällig vorgenommen, wiewohl alle verwendeten Engines heute auch in den einschlägigen CS-Turnieren eingesetzt werden: Single- und Dual-Core-, alte und neue, Freeware- und kommerzielle Engines (was halt gerade sich so auf der Festplatte des Autors tummelte…) Die Programme hatten (auf einem gewöhnlichen Intel-Dual-Core6400-Rechner unter dem Fritz10-Interface mit 128MB Hash & 64MB TB-Hash auf Harddisk) für jede Aufgabe jeweils exakt 60 Sekunden Zeit.

100 Prüfsteine für die Programme: Der E-E-T  („Eigenmann-Endspiel-Test“)

Der E-E-T entstand 1997 und wurde bewusst als Sammlung konzipiert, die nicht Tablebases-sensitiv sein sollte: Die 100-teilige Suite enthält kaum 7- und keine 6- oder gar 5-Steine-Positionen; der E-E-T fragt also nicht in erster Linie die Güte der technischen EGTB-Anbindung ab, sondern die beiden Computerschach-relevanten Parameter „Endspielwissen“ und „Rechentiefe“. Über das schachtheoretische Design des E-E-T ist unter obigem Link das Nähere zu erfahren; bezüglich des reinen Tablebase-Aspektes enthält der E-E-T Beispiele aller vier wichtigen Abteilungen:

A) Endspiel-strategische Aufgaben, die für Schachprogramme, ob mit oder ohne EGTB, schwierig zu lösen sind – beispielsweise:

Kategorie A) VanScheltinga 1941_E-E-T Nr.65

Königswanderung (E-E-T 065): 1.Kc2! a2 2.Kb2 Ta3 3.Ka1 Ta4 4.a7 Ta6 5.f5 exf5 6.e6 f4 7.Th8 f3 8.a8D Txa8 9.Txa8 f2 10.Ta7+ +-

B) Endspiel-taktische Aufgaben, die für Schachprogramme, ob mit oder ohne EGTB, (fast) immer lösbar sind – beispielsweise:

Kategorie B) Chispa-Gothmog 2003_E-E-T Nr.20

Zu vermeidender taktischer Reinfall (E-E-T 020): 57…g3? 58.hxg3 fxg3 59.Ld6 g2 60.Lh2 Kf6 61.a5 Kf5 62.Kxb7 +-

C) Aufgaben, die von Schachprogrammen mit EGTB meist schneller lösbar sind – beispielsweise:

Kategorie C) Weichert 1968_E-E-T Nr.78

Forcierte Abwicklung in die 5-Steiner (E-E-T 078): 1.Tf6+! Ke7 2.Ta6 bxa2 3.Txa3 Sb3+ 4.Kb2 a1D+ 5.Txa1 Sxa1 6.Le4 =

D) Aufgaben, deren Berechnung die Schachprogramme meist verlangsamt, wenn EGTB im Einsatz sind – beispielsweise:

Kategorie D) Reti 1929_E-E-T Nr.07

Weitzügiges Tempo-Spiel (E-E-T 007): 1.Kd3! Kg3 2.Ke3 Kh4 3.Kd4 Kg4 4.Ke4 Ld8 5.Ke5 g6 6.d6 La5 7.f5 Kxg5 8.f6 +-

Die Test-Resultate

1. Sie bestätigen insgesamt, dass der Einfluss der Endspiel-Datenbanken offensichtlich überschätzt wird. Denn bei den meisten Programmen sind durchaus leicht, aber statistisch vernachlässigbar positive Resultate durch den EGTB-Einsatz nachweisbar.

2. Es sind allerdings deutliche Ausnahmen zu verzeichnen.
Ein überdurchschnittlich besseres Ergebnis mit EGTB erzielen die Programme Hiarcs, Fritz, Colossus, SmarThink und ChessTiger.

3. Ein schlechteres Ergebnis mit EGTB resultierte bei den (Uralt-)Engines Gandalf, Nimzo und AnMon sowie massiv bei WildCat, (während das „Schlusslicht“ Homer grundsätzlich mit der Partiephase Endspiel nicht viel am Hut hat…) – –

Engine                             Gelöste    Differenz
                                   Aufgaben
Rybka3(2CPU)__Mit EGTB             75
Rybka3(2CPU)__Ohne EGTB            74         1
Zappa MexicoII(2CPU)__Ohne EGTB    71
Zappa MexicoII(2CPU)__Mit EGTB     71         0
Colossus2008b__Mit EGTB            69
Colossus2008b__Ohne EGTB           63         6
Hiarcs11.2__Mit EGTB               68
Hiarcs11.2__Ohne EGTB              59         9
Movei00.8.438__Mit EGTB            66
Movei00.8.438__Ohne EGTB           62         4
Fritz11__Mit EGTB                  64
Fritz11__Ohne EGTB                 58         6
Naum3.1(2CPU)__Mit EGTB            66
Naum3.1(2CPU)__Ohne EGTB           62         4
SmarThink1.00__Mit EGTB            61
SmarThink1.00__Ohne EGTB           55         6
ChessTiger2007.1__Mit EGTB         60
ChessTiger2007.1__Ohne EGTB        52         8
DeepShredder11(2CPU)__Mit EGTB     58
DeepShredder11(2CPU)__Ohne EGTB    57         1
Fruit05/11/03__Mit EGTB            57
Fruit05/11/03__Ohne EGTB           55         2
WildCat8__Ohne EGTB                56
WildCat8__Mit EGTB                 48         8
Yace0.99.87__Mit EGTB              56
Yace0.99.87__Ohne EGTB             53         3
Pharaon3.5.1(2CPU)__Mit EGTB       55
Pharaon3.5.1(2CPU)__Ohne EGTB      53         2
The Baron1.8.1__Mit EGTB           53
The Baron1.8.1__Ohne EGTB          50         3
Gandalf6.0__Ohne EGTB              51
Gandalf6.0__Mit EGTB               47         4
Crafty23.00(2CPU)__Mit EGTB        48
Crafty23.00(2CPU)__Ohne EGTB       47         1
Junior10.1__Mit EGTB               47
Junior10.1__Ohne EGTB              43         4
Anaconda2.0.1__Mit EGTB            46
Anaconda2.0.1__Ohne EGTB           43         3
Nimzo8__Ohne EGTB                  45
Nimzo8__Mit EGTB                   42         3
Quark2.35__Mit EGTB                39
Quark2.35__Ohne EGTB               37         2
SOS5__Mit EGTB                     36
SOS5__Ohne EGTB                    35         1
AnMon5.60__Ohne EGTB               29
AnMon5.60__Mit EGTB                28         1
Delphil1.9__Mit EGTB               26
Delphil1.9__Ohne EGTB              23         3
Homer2.0__Ohne EGTB                24
Homer2.0__Mit EGTB                 22         2

(Gegegebenfalls wird die Liste nächstens mit zusätzlichen Programmen erweitert. Im übrigen liesse sich natürlich der Test auch auf andere Formate wie z.B. die Bitbases ausdehnen, das experimentelle Feld ist hier ein grosses. Weiters wäre zu testen, welche Ergebnisunterschiede zwischen der langsameren Festplatten- und der schnelleren USB-Stick-Verwendung beim Einsatz der Bases bestehen.)

Download einer Excel-Tabelle mit allen Einzel-Resultaten: Die Nalimov-EGTB im Endspiel-Test

Lesen Sie im Glarean Magazin zum Thema Endspiele auch über Karsten Müller: Schachendspiele für Kids

Ausserdem zum Thema Schach-Datenbanken: 676’000 Computer-Schachpartien zum Downloaden

… sowie zum Thema Schwerfiguren-Endspiele über Boris Gelfand: Decision Making In Major Piece Endings (engl.)

Computerschach: Interview mit Stefan Meyer-Kahlen

Lesezeit für diesen Beitrag: ca. 8 Minuten

Schachprogrammierung: „Wir stehen erst am Anfang“

Interview mit dem Shredder-Programmierer Stefan Meyer-Kahlen

von Peter Martan

Viermaliger Weltmeister bei den Mikro-Schachcomputern, zwei Mal Sieger einer Computerschach-Weltmeisterschaft, fünf Mal Gewinner der Computer-Blitzschach-WM, und Erster bei der Chess960-WM in Mainz – dies der eindrückliche Palmarès des deutschen Schachprogrammes Shredder seit dem Jahre 1996. Vater dieser erfolgreichen Schach-Engine, welche im Kreise der Computerschach-Experten einen seit langem hervorragenden Ruf geniesst, ist der Düsseldorfer Software-Entwickler Stefan Meyer-Kahlen.

Stefan Meyer-Kahlen wurde 1968 in Düsseldorf geboren, studierte Informatik in Passau und ist seit 1996 hauptberuflich Programmierer. Er ist verheiratet und hat drei Töchter.
Stefan Meyer-Kahlen wurde 1968 in Düsseldorf geboren, studierte Informatik in Passau und ist seit 1996 hauptberuflich Programmierer. Er ist verheiratet und hat drei Töchter.

In einigen Wochen will der bekannte Profi-Programmierer, der seit 1993 an Shredder arbeitet, die zwölfte Version seines Programmes veröffentlichen. Aus diesem Anlass stellte ihm der Wiener Computerschach-Kenner Dr. Peter Martan im Auftrag des „Glarean Magazins“ einige Fragen zum Stand der aktuellen Shredder-Dinge, aber auch zur Zukunft überhaupt der Schachprogrammierung. ♦

Glarean Magazin: An der kürzlich beendeten Computer-Schach-Weltmeisterschaft in Pamplona hat Ihr Shredder-12-Prototyp den Titel zwar in allen drei Bewerben knapp verfehlt, aber nur die seit längerem absolute Nummer Eins im Computerschach, die Engine Rybka, war noch erfolgreicher. Wann darf man Shredder 12 erwarten, und wird er auch in den einschlägigen Ranglisten wieder härtester Konkurrent von Rybka werden?

Stefan Meyer-Kahlen: Shredder-12 erscheint Ende Juli. Die neue Engine ist deutlich verbessert und wird in den diversen Ranglisten sicher einen grossen Sprung nach vorne machen. Meines Erachtens aber mindestens genauso wichtig am neuen Shredder 12 sind die Elostufen, bei denen man die Spielstärke in Elo einstellen kann, mit der Shredder spielen soll. Das hat im alten Shredder schon ganz gut geklappt, aber ich habe hier sehr viel Arbeit investiert und denke, dass es nun noch viel besser funktioniert. Shredder macht nun auch die typischen Fehler, die ein menschlicher Spieler mit der eingestellten Spielstärke macht. Shredder berechnet nun auch die Spielstärke des Benutzers besser und passt sich auf Wunsch automatisch an diese Spielstärke an. Das ist für den normalen Nutzer sicher sehr viel wichtiger als die letzten paar Elos.
Pamplona lief für Shredder wirklich nicht so schlecht, aber ich würde natürlich gerne auch mal wieder eine WM gewinnen. Ich gebe nicht auf und werde es beim nächsten Mal wieder probieren. Mit den Partien von Shredder in Pamplona bin ich aber sehr zufrieden.

Standard Winboard verdrängt von Standard UCI

GM: In den Anfangszeiten des Computerschachs war es unmöglich, Schach-Engines unterschiedlichster Plattformen automatisiert gegeneinander spielen zu lassen – bis Sie damals das sog. UCI-Protokoll vorstellten, welches inzwischen von fast jedem namhaften Schachprogramm unterstützt wird und damit zum Standard avancierte. Wie sehen Sie in der Erinnerung und in der Zukunft die UCI-Geschichte?

Rybka vs Shredder
Wird der neue Shredder dem amtierenden Weltmeister Rybka (links: Programmierer Vas Rajlich) die Stirn bieten können?- Hier eine Partie von der WM 2009 (Weiss: Rybka – Schwarz: Shredder-X): 1. d4 d5 2. c4 e6 3. Nf3 Nf6 4. Nc3 Bb4 5. Bg5 Nbd7 6. cxd5 exd5 7. e3 c5 8. Bd3 Qa5 9. Qc2 c4 10. Bf5 O-O 11. O-O Re8 12. Nd2 g6 13. Bh3 Bxc3 14. Qxc3 Qxc3 15. bxc3 Kg7 16. Rfb1 b6 17. g3 h6 18. Bf4 g5 19. Bd6 Nf8 20. Bg2 Ng6 21. a4 Bd7 22. Bb4 Bf5 23. Rb2 h5 24. a5 b5 25. a6 h4 26. Nb1 Bd7 27. Ra5 h3 28. Bf3 Ne7 29. Bd6 Rac8 30. Kf1 Kg6 31. Na3 Nc6 32. Raxb5 Re6 33. Bc5 Nd8 34. Rb8 Rxa6 35. Rxc8 Bxc8 36. Rb8 Bg4 37. Bxg4 Nc6 38. Rh8 Nxg4 39. Rxh3 Nd8 40. Be7 Ne6 41. Rh8 Nf6 42. Rb8 Ne4 43. f3 Nxc3 44. Ke1 f5 45. Kd2 Na4 46. Nc2 Rb6 47. Rxb6 Nxb6 48. Bc5 Kf6 49. Bxb6 axb6 50. Kc3 Ke7 51. e4 fxe4 52. fxe4 dxe4 53. d5 Ng7 54. Kxc4 Nf5 55. g4 Nh4 56. Kd4 Nf3+ 57. Kxe4 Nxh2 unentschieden

MK: Die erste Version für Chessbase war 5.32, ein Mittelding zwischen 5 und 6, welche Version die erste mit UCI war, weiss ich gar nicht mehr so genau, ich denke 4 oder 5. Ohne Rudolf Huber, mit dem ich UCI ja zusammen „erfunden“ habe, und mich hier zu sehr selbst zu loben, denke ich schon, dass UCI eine sinnvolle Sache war, die das Computerschach weiter gebracht hat. Wir hatten damals allerdings keine Visionen oder langfristige Pläne für UCI, wir waren nur mit dem existierenden Standard Winboard sehr unzufrieden und waren der Meinung, dass es Zeit für etwas Neues, viel Besseres sei. Da ich in Shredder ja die GUI und die Engine selber programmiere, hab ich es dann direkt in beides eingebaut und so eine Art Referenz-Implementierung geschaffen.
Dass sich UCI durchgesetzt hat und so erfolgreich ist, freut mich natürlich schon. Die Entwicklung von UCI ist noch nicht am Ende. Wir haben es ja damals extra so angelegt, dass man es ohne Probleme erweitern kann und dabei immer noch kompatibel zu älteren Engines oder GUIs ist.

Irgendwann werden sich mehrere Prozessoren nicht mehr lohnen

GM: Prof. Ingo Althöfers Idee vom „Dreihirn“ hat Shredder als eines der interessantesten Features seiner GUI aufgegriffen. Ist eine Art Triple Brain ein Ansatz, die alte Frage nach Strategie und Taktik zu beantworten? Eine Engine, die hochselektiv in die Tiefe und eine zweite, die an der Basis des Suchbaumes sozusagen mehr in die Breite rechnet, von einer „Master Engine“ oder wahlweise auch dem Bediener kontrolliert in der Entscheidung, was in der entsprechenden Stellung wesentlicher für die Bewertung ist?

MK: In der Schachprogrammierung gibt es wie in fast allen Bereichen Trends. Zurzeit ist der Trend, dass man sehr selektiv rechnet und aggressiv pruned. Das wird auch in der parallelen Version so gemacht. Sicher gibt es aber einige, die diesem Trend mehr und andere, die diesem Trend weniger folgen.
Cluster kommen so langsam in Mode und es ist richtig, dass man da andere Sachen machen kann, als in der normalen Version. Ob man dort aber weniger selektiv rechnen soll oder nicht ist unklar. Eine Möglichkeit, auf einem Cluster zu rechnen, ist sicher eine Art 3-Hirn oder aber ein Mehrhirn. Man kann auch mehrere Programme oder ein Programm mit unterschiedlichen Einstellungen an verschiedenen Stellungen rechnen lassen. Wenn man viele Prozessoren hat ist es schwer, ein klassisches Schachprogramm darauf effektiv laufen zu lassen. Irgendwann kommt der Punkt, an dem sich mehrere Prozessoren nicht mehr lohnen, dann muss man nach anderen Wegen suchen, die vorhandene Rechenpower zu nutzen. Hier ist sicher viel möglich und wir stehen erst am Anfang des Weges.

Aufgrund seiner teils exklusiven Features sowie seiner Stabilität sehr geschätzt: Das Interface von Shredder 11
Aufgrund seiner teils exklusiven Features sowie seiner Stabilität sehr geschätzt: Das Interface von Shredder 11

GM: Eine weitere Neuerung kam ab Shredder 10 mit den „Shredder-Bases“. Darin werden zu den gespeicherten Endspielstellungen nicht wie in den „Nalimov- Datenbanken“ Zugzahlen zum Gewinn oder Remis gespeichert, sondern nur Bewertungen. Das macht den Zugriff während der Partie schneller und bei kurzen Bedenkzeiten besser nutzbar. Wird es die kompletten 6- Steiner, die es von Nalimov gibt, als Shredderbases geben und was kann man sich davon für den Partie-Erfolg erwarten?

MK: Ja, es wird die kompletten 6-Steiner als Shredderbases geben. Wir haben eine Beta-Version sogar schon fertig, die für alle 6-Steiner ca. 40 GB braucht. Leider gab es noch kleinere Probleme, und anderer Projekte hatten Priorität, so dass wir die 6-Steiner etwas zurückgestellt haben, sie werden aber bald definitiv kommen.
Was das alles an Spielstärke bringt, ist eine gute Frage. Ehrlich gesagt hatte ich schon erwartet, dass die 5-Steiner als Shredderbases mehr bringen. Man hat dort schliesslich sehr schnellen Zugriff auf den perfekten Wert für alle Stellungen mit 5 oder weniger Figuren.
Meine Einstellung zurzeit ist, dass die Endspiel-Datenbanken für das praktische Spiel sicher nicht schaden, und irgendwann wird es sicher was bringen. Wenn die 6-Steiner nicht helfen, dann vielleicht die 7-Steiner. Wenn die nicht, dann die 8-Steiner… Spätestens bei 32 ist Schluss, und die bringen garantiert was…

Algorithmen deutlich verbessert

GM: Wie weit wird die Computertechnik und die Wissenschaft in nächster Zeit fortschreiten bezüglich der Berechenbarkeit des Schachspiels?

Deep Blue
Im Mai 1997 schlug die Super-Machine Deep Blue den amtierenden Weltmeister, das russische Schach-Genie Garry Kasparow, in einem Match mit 3,5:2,5. Seitdem ist der Computer in ständigem Vormarsch, und inzwischen haben (auch gegen simple PC-Software) nur noch wenige Spitzen-Grossmeister eine Chance.

MK: Das Schachspiel wird in absehbarer Zeit sicher nicht gelöst werden, dafür ist es einfach zu komplex. Es wurde schon oft vorhergesagt, dass die Engines irgend wann nicht mehr weiter kommen, oder dass dem Schachspiel der Remistod droht. Wenn man sich die letzten zwei, drei Jahre anschaut, dann geht es so schnell voran wie schon lange nicht mehr. Dabei wurden die Programme nicht nur besser, weil die Rechner viel schneller und massiver parallel wurden, sondern auch die Algorithmen wurden ganz eindeutig verbessert. Wenn man sich die auch noch vorhandenen klaren Schwächen der Programme ansieht, dann wird auch klar, dass es noch sehr viel Raum für weitere Verbesserungen gibt.
Ich bin also sehr zuversichtlich, dass es mit dem Computerschach noch eine ganze Weile voran geht.

Schach-Intelligenz eine Frage der Definition

GM: Wohin geht die „Artificial Intelligence“ Ihrer Meinung nach überhaupt, was sind die Speerspitzen heute, nachdem im Schach kaum ein menschlicher Spieler unter üblichen Turnierbedingungen gegen die Maschine mehr echte Gewinnchancen hat? Und wird Shredder sprachgesteuert werden (wie z.B. beim IBM-Projekt Jeopardy), völlig ohne Brettansicht, ohne Tastatur und Maus bedienbar?

MK: Mit KI oder künstlicher Intelligenz ist es so eine Sache. Wenn man sich anschaut, auf welche Art Programme Schach und Dame spielen, dann ist das sicher nicht intelligent. Wenn man sich nur das Ergebnis anschaut, also dass z.B. ein Schachprogramm stärker als alle Menschen Schach spielen kann, dann hat das sicher etwas von Intelligenz. Es ist also eine Frage der Definition.

Bei Ankündigungen von grossen Firmen muss man immer aufpassen, nicht auf Marketing-Aktionen reinzufallen. Gerade bei IBM hab ich noch gut im Kopf, was Deep Blue alles Gutes für die Menschheit tun sollte, nachdem er das Schach drangegeben hat. Eine Maschine, die Jeopardy spielt, wäre aber sicher nicht schlecht.
Ein Shredder, der nur mit Sprachsteuerung gesteuert wird, ist heute schon möglich. Für ein Schachprogramm gibt es ja nicht so viele Sachen, die es verstehen muss.  ♦

Lesen Sie im Glarean Magazin auch unseren Report über den neuen Shredder 12 von Stefan Meyer-Kahlen

… sowie über das Konkurrenz-Programm von Chessbase: Fritz 16 – In Hamburg nichts Neues

Computerschach: Die Datenbank COMP2007

Lesezeit für diesen Beitrag: ca. 41 Minuten

676’000 Computer-Schachpartien

Walter Eigenmann

Die sog. COMP2007 ist eine umfangreiche Kollektion von Computer-Schach-Partien, welche der Autor im Laufe der letzten sechs Jahre zusammentrug (Stand: Oktober 2007). Wesentlichstes Charakteristikum dieser Datenbank ist, dass sie keine der üblichen Blitz-Games, sondern ausschliesslich Partien mit längerer Bedenkzeit (mindestens 30Min pro Engine) aufweist. Die COMP2007 beinhaltet mehr als 676’000 Partien aus den Jahren 2000 bis 2007 von über 3’800 Engines, welche von ca. 300 Programmierern geschaffen und von ca. 80 Testern aus der ganzen Welt in zahllosen Turnieren&Matches verwendet wurden.

Der schachliche Wert der COMP2007

Die momentan stärkste Chess Engine (hier das Logo der letzten Version 4): Rybka von Vasik Rajlich
Die momentan stärkste Chess Engine (hier das Logo der letzten Version 4): Rybka von Vasik Rajlich

…ist überdurchschnittlich: Da die Partien verhältnismässig neu sind, kam vorwiegend neuere und neueste Schach-Software zum Einsatz, und weil zweitens das (v.a. taktische) Niveau der modernen Engines mittlerweile enorm gestiegen ist, enthält diese Datenbank wahrscheinlich nur noch einen Bruchteil der Patzer, wie sie hunderttausendfach in den einschlägig-vielgerühmten Turnier-Datenbanken der menschlichen (Meister-)Spieler anzutreffen sind.

Die COMP2007 weist hinsichtlich Eröffnungs-, Mittel- und End-Spiel-Theorie das gesamte Schach-Spektrum auf: Ob „Default-Book“ oder „Nunn-Serien“, ob „Kurzbuch“ oder „Noomen-Vorgaben“, ob breite „Chessbase-ctg’s“ oder spezifische Thema-Turniere, ob mit oder ohne Nalimov-Bases, ob mit oder ohne „Pondern“, ob mit Autoplayer oder gar manuell, ob unter einem „Fritz“- oder „Assistant„- oder „Winboard“- oder „Arena“-Interface, und ob auf einem gemächlichen „Pentium3“ oder irgend einem „Quad-Turbo-64biter“ – die Vielfalt der hier eingesetzten Soft- und Hardware-Konfigurationen sucht wohl ihresgleichen. In der COMP2007 gibt’s quasi nichts, was es nicht gibt – insofern ist diese Datenbank ein exaktes Abbild der vielfältig-schillernden Computerschach-Szene, wie sie sich im WWW täglich neu in zahllosen Homepages und Internet-Forums spiegelt.

Zeitnot-Schlachten bei kurzen Bedenkzeiten

In letzteren taucht dabei regelmässig die Frage auf, was denn nun „besser“ sei: Eine 10-Minuten-Partie auf einem schnellen oder eine 30-Minuten-Partie auf einem „langsamen“ Rechner. Der Autor neigt zur zweiten Ansicht, weshalb die COMP2007 ungeniert auch ein paar tausend 30-Min-Games auf (heutzutage) gemächlichen Prozessoren enthält.
Denn erfahrenen Testern ist die Beobachtung geläufig: Bei kurzen Zeiten pro Engine (5-10 Min) spielen sich (sogar bei „Fischer-Modi“) oft wahre Zeitnotschlachten ab, sobald die Partien in die Endspielphase münden. Diese „Panik“-Phase lässt sich – zumal wenn noch Tablebase-Festplattenzugriffe hineinspielen – auch durch schnelle Hardware kaum egalisieren; das Niveau sinkt oft schlagartig ab, ein u.U. interessant geführtes Mittelspiel wird im Sekunden-Blitz-Gewitter vergeigt, und der Sieger kann völlig zufällig werden. Es dürfte sich mittels detaillierten Engine-Endspiel-Analysen nachweisen lassen, dass dieses Phänomen bei Partien mit deutlich längerer Bedenkzeit (>/= 30Min) signifikant seltener auftritt. (Kein Widerspruch zu diesem schachlichen Aspekt ist aber die statistische Annahme, dass ein 5000-Partien-Turnier mit 5 Minuten BZ in etwa das gleiche Ranking generiere wie eines mit 30 oder 60 Minuten BZ – sofern nur die Bedenkzeit die einzige Abweichung ist).

Die Themen „Buch-Fehler“ und „Zeit-Überschreitungen“

…liessen sich vom Sammler-Standpunkt aus weitschweifig abhandeln… Denn immer wieder sind Partie-Verluste aufgrund von Bedenkzeit-Programmierfehlern (wo vom Tester überhaupt mittels Partie-Protokollen dokumentiert) sowie sog. „Book-Bugs“ ( = Eröffnungsbuch-Patzer, die oft zu Mini-Partien von 8-10 Zügen führen) anzutreffen. Sogar manuelles Partie-Beenden durch den Anwender selber kurz nach der Eröffnung ist in (notabene öffentlich publizierten) Turnieren gar nicht selten zu finden. Und häufiger als man meint lassen sich auch bei „renommierten“ Testern gar Turniere downloaden, welche Games mit 0 Zügen aufweisen… Partien mit weniger als 15 Zügen fanden deshalb konsequent keine Aufnahme in die COMP2007; beim heutigen hohen Niveau der Programme kann bei solchen Partien nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein. Ebenso eliminiert wurden (wo dokumentiert bzw. eruierbar) alle Games, bei denen Zeitüberschreitung oder/und fehlerhaftes „Time-Management“ einen schachlich definierten Partieausgang verhinderte/n.

Hunderte von Turnier-Quellen

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…hat der Autor in den letzten sechs Jahren „abgeklappert“, sowohl im Internet als auch auf diversen Datenträgern. Bei dieser Gelegenheit bedanke ich mich ausdrücklich bei den zahllosen Anwendern, deren Tester-Fleiβ diese Datenbank erst möglich machte! Dabei ist in letzter Zeit unter all den vielen „Einzelkämpfern“ mit ihren teils hervorragenden Homepages ein neuer, sehr positiver Trend zu beobachten. Die Rede ist von eigentlichen Personen-Gruppen (z.B. „CCRL“ oder „CEGT“), welche sich auf bestimmte Programme einigen, um diese dann gemeinsam bzw. gezielt mit jeweils längerer Bedenkzeit (bzw. Hardware-Adaption) zu testen. Auf diese Weise ist es möglich, eine relativ hohe Anzahl von Engines mit relativ vielen Partien, doch gleichzeitig auch langer Bedenkzeit (im Falle CCRL&CEGT: 40Min./Engine) spielen zu lassen. Solche Formationen werden also nicht nur der statistischen, sondern auch der schachlichen Seite des Hobbys „Computerschach“ eine spürbar neue Qualität hinzufügen, und sie ergänzen sehr willkommen das bisherige Angebot jener Tester, die schon immer mit längeren Bedenkzeiten arbeiteten.
Die Turnier-Angaben in der einzelnen Partie selbst mussten sich natürlich aufs absolut Wesentlichste, nämlich auf Tester-Quelle, Hardware und Bedenkzeit beschränken; „30Min“ heisst also „mindestens 30Min/Engine“, bedeutet aber in sehr vielen Fällen „30Min plus Inkrement-Zeit„.

Die besten Programme

…der Jahre 2000 bis 2007 sind in der COMP2007 natürlich vollzählig versammelt. Neben dem einsamen Überflieger der Jahre 2006/07 „Rybka“ ist sogar das berühmte (bzw. berüchtigte) Hardware-Monster „Hydra„, welches vornehmlich auf Internet-Schachservern für Furore sorgte, in dieser vorliegenden, aktuellsten Fassung der COMP2007 mit fast 600 Partien vertreten. Aber auch der tiefere und und tiefste Level des Amateurengine-Segments ist (bis hin zu unveröffentlichter „Privateware“) praktisch lückenlos integriert; die COMP2007 weist wohl das zurzeit bei weitem breiteste Soft- und Hardware-Spektrum der aktuellen Computerschach-Szene auf. Eine Sammlung also, die den Forscherdrang sowohl des Grossmeisters als auch des Schach-Statistikers oder des „Book-Cookers“ bis hin zu Eröffnungs- und Endspieltheoretikern zu befriedigen vermag.

Die COMP2007 wurde mit der Schach-Datenbank „Chessbase 8.0“ redigiert (Vereinheitlichung der Spieler-Namen, Suchen von Partie-Dubletten, Eliminierung von gleichnamigen Paarungen, etc.)

Die folgende Gesamt-Rangliste basiert auf Berechnungen des Ranking-Tools ELOStat, von dem mir freundlicherweise sein Autor Dr. Frank Schubert eine Spezial-Version für die COMP2007 programmierte.

Gesamt-Rangliste September 2007

    Program                          Elo    +   -   Games   Score   Av.Op.  Draws
 
  1 Rybka 2.3.2a 64bit 4CPU        : 3096   16  16  1282    75.3 %   2903   35.3 %
  2 Rybka 2.3.2a 64bit 2CPU        : 3066   13  13  1972    77.1 %   2855   35.3 %
  3 Rybka 2.3.2a 64 2CPU           : 3054   18  18   940    73.2 %   2879   38.2 %
  4 Rybka 2.3.2a 64bit             : 3033   24  24   628    75.9 %   2834   31.1 %
  5 Rybka 2.1 64bit 2CPU           : 3028   23  23   665    73.8 %   2848   33.2 %
  6 Rybka 2.3 LK 64bit 2CPU        : 3023   24  24   562    71.8 %   2860   34.0 %
  7 Rybka 2.3.1 64bit 2CPU         : 3021   20  19   848    73.8 %   2841   36.1 %
  8 Rybka 2.3 64bit 2CPU           : 3012   14  14  1635    73.5 %   2834   35.2 %
  9 Rybka 2.1c 64bit 2CPU          : 3010   13  13  1948    72.9 %   2838   33.5 %
 10 Zap!Chess Zanzibar 64bit 4CPU  : 3007   14  14  1331    61.0 %   2929   46.7 %
 11 Rybka 2.1o 64bit 2CPU          : 3005   22  22   618    67.2 %   2881   39.5 %
 12 Rybka 2.2 64bit                : 3002   23  23   560    75.4 %   2807   38.4 %
 13 Rybka 2.2 64bit 2CPU           : 2986    9   9  3710    71.3 %   2828   35.9 %
 14 Rybka 2.3.1 2CPU               : 2978   13  13  1834    64.4 %   2876   38.3 %
 15 Rybka 2.3.2a                   : 2977   11  11  2289    68.1 %   2845   38.3 %
 16 Rybka 1.2f 64bit               : 2969   12  12  2588    74.1 %   2786   31.3 %
 17 Rybka 2.2 2CPU                 : 2968   22  22   618    68.4 %   2834   39.6 %
 18 Rybka 1.1 64bit                : 2963   14  13  2492    81.0 %   2711   24.5 %
 19 Zappa Mexico 64bit 2CPU        : 2963   17  17   988    63.2 %   2869   40.5 %
 20 Rybka 2.1d3 2CPU               : 2958   16  16  1037    57.2 %   2907   46.3 %
 21 Rybka 2.1 2CPU                 : 2957   24  23   507    70.8 %   2803   41.0 %
 22 Naum 2.2 64bit 4CPU            : 2956   14  14  1213    52.8 %   2937   46.4 %
 23 Rybka 2.2n2 2CPU               : 2953   18  18   801    62.5 %   2864   46.4 %
 24 Rybka 1.2 64bit                : 2952   20  19   905    74.0 %   2770   33.5 %
 25 Rybka 2.2 4CPU                 : 2948   19  18   701    58.9 %   2885   48.2 %
 26 Rybka 2.3 2CPU                 : 2945   21  21   542    57.4 %   2894   47.6 %
 27 Zap!Chess Zanzibar 64bit 2CPU  : 2943    9   9  3051    59.4 %   2877   43.9 %
 28 Rybka 2.3.1                    : 2938   13  13  1885    62.6 %   2848   36.3 %
 29 Rybka 2.0                      : 2936   30  29   534    78.6 %   2710   22.3 %
 30 Rybka 1.2f                     : 2934   18  17  1085    68.1 %   2802   33.2 %
 31 Rybka 2.1c                     : 2929   17  17  1099    67.0 %   2806   35.7 %
 32 Rybka 2.3                      : 2926   22  22   652    63.1 %   2833   35.7 %
 33 Hydra                          : 2925   33  32   552    76.3 %   2722    6.9 %
 34 Hiarcs 11.1 4CPU               : 2924   14  14  1485    50.9 %   2918   41.1 %
 35 Rybka 2.1                      : 2922   18  17  1050    70.6 %   2769   35.5 %
 36 Naum 2.1 64bit 4CPU            : 2918   15  15  1113    50.4 %   2916   43.8 %
 37 Rybka 1.2                      : 2911   12  12  2425    70.2 %   2762   33.0 %
 38 Rybka 1.1                      : 2905   10  10  3890    73.4 %   2728   30.1 %
 39 Naum 2.2 64bit 2CPU            : 2904   12  12  1957    53.7 %   2878   43.6 %
 40 Loop M1_P 4CPU                 : 2904   22  22   560    42.7 %   2955   40.4 %
 41 Rybka 2.2                      : 2902   11  11  2234    56.1 %   2859   39.7 %
 42 Loop M1_T 64bit 4CPU           : 2900   19  19   697    50.1 %   2899   45.9 %
 43 Rybka 2.2n2                    : 2899   18  18   878    60.5 %   2825   38.8 %
 44 Zap!Chess Paderborn 64bit 4CP  : 2898   17  17   943    53.8 %   2872   43.1 %
 45 Deep Fritz 10 2CPU             : 2895   11  11  2420    54.6 %   2863   38.0 %
 46 Zap!Chess Zanzibar 64bit       : 2895   17  17   910    54.0 %   2867   45.5 %
 47 Loop 13.6 64bit 4CPU           : 2892   18  18   865    45.5 %   2923   39.3 %
 48 Rybka 1.01 b13d                : 2890   12  12  2363    73.0 %   2717   30.7 %
 49 Deep Shredder 10 64bit 4CPU    : 2887   12  12  1987    48.5 %   2898   40.9 %
 50 Loop M1_T 4CPU                 : 2887   22  23   537    41.5 %   2946   42.1 %
 51 Hiarcs 11.2 2CPU               : 2885   14  14  1531    49.8 %   2886   39.4 %
 52 Deep Fritz 10                  : 2881   11  11  2314    53.3 %   2858   36.3 %
 53 Hiarcs 11.1 2CPU               : 2876    9   9  3176    49.8 %   2878   39.3 %
 54 Zap!Chess Zanzibar             : 2875    8   8  4693    54.1 %   2847   41.2 %
 55 Loop M1_P 2CPU                 : 2875   17  17   913    46.9 %   2896   41.4 %
 56 Loop M1_T 2CPU                 : 2872   16  16  1093    49.5 %   2876   40.7 %
 57 Deep Fritz 10 4CPU             : 2872   14  14  1474    46.0 %   2900   37.0 %
 58 LoopMP 12.32 2CPU              : 2872   16  16  1009    51.1 %   2864   43.0 %
 59 Rybka 1.0 b 64bit              : 2871   17  17  1019    64.9 %   2765   36.3 %
 60 Rybka 1.0 64bit                : 2870   15  15  1385    68.7 %   2733   34.8 %
 61 Deep Shredder 10 2CPU          : 2867   18  17   951    57.2 %   2817   37.7 %
 62 Deep Shredder 10 64bit 2CPU    : 2866    8   8  4269    50.7 %   2861   38.3 %
 63 Deep Junior 10 4CPU            : 2862   18  18   922    47.5 %   2880   35.4 %
 64 Hiarcs 11 2CPU                 : 2859   10  10  3087    49.7 %   2861   36.8 %
 65 Naum 2.1 64bit 2CPU            : 2856    8   8  3870    50.1 %   2855   43.9 %
 66 Loop 13.5 64bit 2CPU           : 2855   10  10  2871    51.7 %   2843   39.9 %
 67 LoopMP 11A.32 2CPU             : 2851   13  13  1530    49.1 %   2857   41.3 %
 68 Zap!Chess Paderborn 64bit 2CP  : 2850    9   9  3188    50.7 %   2845   40.7 %
 69 List 11.64 2CPU                : 2849   11  11  2387    48.7 %   2859   40.3 %
 70 Naum 2.2                       : 2844   16  16  1124    54.7 %   2812   41.1 %
 71 Deep Shredder 10 64bit         : 2844   19  19   806    51.8 %   2832   36.6 %
 72 Toga II 1.3.4 egbb             : 2844   17  17   975    49.5 %   2848   38.9 %
 73 Loop 13.6 64bit 2CPU           : 2843   16  16  1170    48.4 %   2854   38.5 %
 74 List 11.64 64bit 2CPU          : 2842   22  22   628    50.6 %   2837   36.6 %
 75 Hiarcs 11.1                    : 2838   10  10  2925    53.6 %   2813   40.0 %
 76 Fruit 051103                   : 2835   15  15  1258    51.5 %   2825   40.5 %
 77 Rybka 1.0                      : 2835   15  15  1312    61.1 %   2757   40.1 %
 78 Loop 13.6                      : 2834   17  17   935    55.5 %   2796   42.0 %
 79 Spike 1.2 Turin 2CPU           : 2833    9   9  3804    45.7 %   2863   40.7 %
 80 Toga II 1.3.1                  : 2831   12  12  1924    46.7 %   2854   40.5 %
 81 List 10.64f                    : 2830   16  16  1047    52.2 %   2815   39.6 %
 82 Deep Junior 10 2CPU            : 2830   11  11  2629    49.0 %   2837   35.0 %
 83 Deep Shredder 10               : 2829   14  14  1707    61.1 %   2750   31.1 %
 84 Fritz 10                       : 2829    7   7  6762    52.5 %   2812   34.2 %
 85 Rybka 1.0 b                    : 2829    7   7  7533    63.5 %   2733   32.8 %
 86 Fruit 2.3 agg                  : 2827   16  16  1071    45.3 %   2860   39.9 %
 87 Hiarcs 11                      : 2827   10  10  2725    55.6 %   2788   37.2 %
 88 Hiarcs 11.2                    : 2824   17  17   987    51.3 %   2815   37.6 %
 89 LoopMP 12.32                   : 2823   14  14  1593    58.7 %   2762   33.0 %
 90 Loop 10.32f                    : 2823    8   8  3893    52.7 %   2804   39.7 %
 91 Deep Junior 10.1 2CPU          : 2820   18  18  1007    45.7 %   2851   31.2 %
 92 Shredder 10.1                  : 2820   19  19   807    50.4 %   2817   35.2 %
 93 Hiarcs 11 Hypermodern          : 2817   21  21   634    48.3 %   2829   40.5 %
 94 Shredder 10                    : 2816    7   7  5807    54.0 %   2788   35.5 %
 95 Toga II 1.2.1                  : 2816   11  11  2283    50.2 %   2815   40.6 %
 96 Toga II 1.2 b2a                : 2815   10  10  2965    61.4 %   2735   32.6 %
 97 Deep Shredder 9 2CPU           : 2815   13  13  1831    58.3 %   2756   33.4 %
 98 Deep Junior 10.1               : 2810   15  15  1320    43.5 %   2856   35.4 %
 99 Fruit 2.3.1                    : 2809   21  21   601    49.7 %   2811   41.4 %
100 Deep Sjeng 2.7 2CPU            : 2808   14  14  1393    45.5 %   2839   37.3 %
101 Toga II 1.2.1a                 : 2807    7   7  6301    47.9 %   2822   39.0 %
102 Glaurung 1.2.1 64bit 4CPU      : 2807   19  19   844    39.3 %   2882   38.2 %
103 Toga II 1.3x4                  : 2806   15  15  1322    42.3 %   2860   39.9 %
104 Glaurung 2 epsilon5 64bit 2CP  : 2803   15  15  1209    43.5 %   2848   38.9 %
105 Deep Sjeng 2.7                 : 2793   16  16  1106    54.5 %   2762   36.3 %
106 Hiarcs X54                     : 2792   19  18   852    55.6 %   2753   37.6 %
107 Deep Junior 10                 : 2792   16  16  1295    51.9 %   2778   27.9 %
108 Fruit 2.2.1                    : 2791    5   5 10360    55.1 %   2756   36.1 %
109 Hiarcs X50                     : 2791    8   8  4444    49.8 %   2792   36.1 %
110 Fruit 2.2                      : 2791    8   8  4713    60.5 %   2717   33.7 %
111 Rybka WinFinder 2.2            : 2790   19  19   799    53.8 %   2764   37.4 %
112 Hiarcs X54 64bit               : 2790   13  13  1782    48.5 %   2800   37.8 %
113 Toga II 1.2                    : 2788   17  17  1026    53.5 %   2763   38.9 %
114 Toga II 1.1                    : 2787   12  12  2014    60.4 %   2714   35.7 %
115 Junior 10.1                    : 2787   14  14  1654    50.7 %   2782   28.4 %
116 Spike 1.2 Turin                : 2787    5   5  9498    49.8 %   2789   39.1 %
117 Fritz 9                        : 2786    5   5 12311    54.3 %   2756   32.1 %
118 Deep Shredder 9                : 2785    8   8  4727    60.5 %   2712   30.9 %
119 Hiarcs 10 Hypermodern          : 2784    9   9  3698    54.0 %   2756   35.9 %
120 Naum 2.1                       : 2782   11  11  2276    50.5 %   2779   40.2 %
121 Junior 10                      : 2782   10  10  3145    49.5 %   2785   32.8 %
122 Deep Fritz 8 2CPU              : 2781   13  13  1851    46.9 %   2803   33.4 %
123 Hiarcs 10                      : 2781    6   6  7731    50.5 %   2778   37.1 %
124 Strelka 1.0 b                  : 2779   15  15  1458    53.3 %   2756   33.1 %
125 Toga II 1.1a                   : 2777   13  13  1872    57.4 %   2726   36.0 %
126 Fruit 2.2 Uri                  : 2776   23  23   579    65.1 %   2668   34.9 %
127 Fruit Gambit 1 b4              : 2768   13  13  1777    50.9 %   2762   35.1 %
128 Shredder 9                     : 2765    5   5 15101    59.6 %   2697   32.6 %
129 Shredder 9.1                   : 2762   12  13  2033    45.3 %   2795   31.9 %
130 Glaurung 1.2 2CPU              : 2761   15  15  1318    41.3 %   2822   37.9 %
131 Glaurung 1.2.1 64bit 2CPU      : 2758   12  12  2144    44.5 %   2796   35.3 %
132 Shredder 8                     : 2757    6   6 12626    60.6 %   2682   18.0 %
133 Deep Junior 9 2CPU             : 2756   12  12  2230    48.7 %   2765   33.1 %
134 Toga II 1.0 b2                 : 2756   14  14  1585    57.5 %   2703   30.9 %
135 Shredder 9 Eccentric           : 2754   17  17  1002    63.9 %   2655   38.2 %
136 Ktulu 8.0                      : 2754    7   7  5645    44.3 %   2794   35.6 %
137 Toga II 1.0                    : 2751   10  10  3334    57.0 %   2702   33.2 %
138 Naum 2.0 64bit                 : 2749   10  10  2603    49.5 %   2752   41.1 %
139 Deep Sjeng 2.5 2CPU            : 2745   16  16  1150    44.2 %   2785   35.0 %
140 Scorpio 1.9 2CPU               : 2739   18  18   945    43.9 %   2781   35.3 %
141 Shredder 7.04                  : 2738    5   5 14179    57.2 %   2687   24.8 %
142 Glaurung 2 epsilon5            : 2737   20  20   803    49.8 %   2739   33.5 %
143 Chess Tiger 2007.1             : 2736   10  10  2895    44.6 %   2774   40.9 %
144 Glaurung 2 epsilon2            : 2734   19  19   887    48.5 %   2745   33.0 %
145 Naum 2.0                       : 2734   10  10  3177    47.8 %   2749   38.1 %
146 Chess Tiger 2007               : 2734    8   8  4277    42.6 %   2786   38.8 %
147 Deep Fritz 8                   : 2732    7   7  8107    54.1 %   2704   23.6 %
148 Deep Sjeng 2.5                 : 2732   13  13  1697    50.1 %   2731   38.1 %
149 Fruit 2.1                      : 2731    7   7  6770    57.9 %   2675   33.5 %
150 Fritz 8 Bilbao                 : 2730    8   8  5100    54.7 %   2698   31.5 %
151 Spike 1.1                      : 2729    7   7  7038    49.1 %   2735   35.9 %
152 Deep Junior 9                  : 2727   11  11  2421    49.9 %   2728   31.1 %
153 Shredder 8 Gambit              : 2726   18  18  1071    58.2 %   2669   30.3 %
154 SmarThink 1.0 64bit            : 2723   11  11  2255    45.3 %   2756   37.3 %
155 Glaurung 1.2.1 64bit           : 2716   18  18   958    44.9 %   2751   35.4 %
156 Deep Fritz 7                   : 2715    8   8  5739    53.6 %   2690   25.9 %
157 Zappa 1.1 64bit 2CPU           : 2715   19  19   823    46.8 %   2738   36.0 %
158 Glaurung 1.2                   : 2714   21  21   728    48.3 %   2726   29.3 %
159 Junior 9                       : 2714    5   5 12703    50.7 %   2709   32.2 %
160 Deep Junior 8                  : 2713   15  15  1812    54.8 %   2680   14.6 %
161 Alaric 707                     : 2712   15  15  1387    48.5 %   2723   32.2 %
162 Chessmaster10000 Spock         : 2710   21  21   713    46.9 %   2731   33.8 %
163 Zap!Chess Paderborn            : 2706   13  13  1614    43.9 %   2748   37.4 %
164 Fritz X3D                      : 2706   21  21   732    49.9 %   2706   27.7 %
165 Glaurung CCT8 2CPU             : 2704   16  16  1289    48.1 %   2717   29.8 %
166 SmarThink 1.0                  : 2704    8   8  4351    45.9 %   2732   34.2 %
167 Deep Frenzee 3.0 64bit 2CPU    : 2703   19  19   859    43.6 %   2748   35.3 %
168 Chessmaster10000 Xperience     : 2702   10  10  2881    44.2 %   2743   37.2 %
169 Ktulu 7.5                      : 2701    7   7  5739    45.5 %   2733   32.1 %
170 Scorpio 1.9                    : 2701   22  22   619    44.9 %   2737   33.9 %
171 Chessmaster9000 Gladiator      : 2701   23  23   538    53.2 %   2679   36.4 %
172 Scorpio 1.8 2CPU               : 2700   21  21   698    41.5 %   2759   32.1 %
173 Scorpio 1.91                   : 2699   18  18   864    46.9 %   2721   37.2 %
174 Chessmaster10000 Paralyse      : 2697   16  16  1222    40.6 %   2763   36.7 %
175 Chessmaster10000 R2D2          : 2697   22  22   559    49.0 %   2703   42.2 %
176 Glaurung 1.2.1                 : 2694   11  11  2482    46.2 %   2720   32.4 %
177 Glaurung 1.0.1                 : 2693   25  25   533    41.8 %   2751   28.9 %
178 Chessmaster10000 Cell          : 2693   14  14  1501    48.1 %   2707   38.3 %
179 Chessmaster10000 Milan2.3      : 2692   22  22   572    48.9 %   2700   39.0 %
180 Chessmaster10000 Ogre          : 2690   22  22   588    49.1 %   2696   41.2 %
181 Chessmaster10000 Imperator     : 2690   22  22   620    51.6 %   2679   33.5 %
182 Junior 8                       : 2690    6   6  8191    50.5 %   2686   26.4 %
183 Fritz 8                        : 2689    5   5 15816    49.7 %   2691   26.8 %
184 Chessmaster10000 Schumacher    : 2688   23  23   545    50.7 %   2683   36.5 %
185 List Loop                      : 2688    8   8  5640    45.3 %   2721   31.8 %
186 Chessmaster10000 Behemoth      : 2687   23  23   508    48.6 %   2697   44.1 %
187 Chessmaster10000 Pestilence    : 2687   13  13  1819    48.7 %   2696   37.7 %
188 Spike 1.0a                     : 2687    7   7  5468    48.0 %   2701   35.1 %
189 Chessmaster10000 Magic2        : 2684   15  15  1131    41.4 %   2744   43.2 %
190 Chessmaster9000 SKR            : 2684   16  16  1241    52.7 %   2665   35.1 %
191 Ktulu 7.1                      : 2683   10  10  2850    44.1 %   2725   33.6 %
192 Hiarcs 9                       : 2681    5   5 13839    48.6 %   2691   32.2 %
193 Shredder 7                     : 2681    9   9  4156    53.3 %   2658   22.1 %
194 Toga II 0.93                   : 2681   12  12  2350    53.6 %   2656   28.9 %
195 Scorpio 1.8                    : 2681   12  12  2082    47.9 %   2695   31.8 %
196 Hiarcs 8 Bareev                : 2680   14  14  1557    46.3 %   2706   32.2 %
197 Delfi 5.1                      : 2680   12  12  2205    47.7 %   2696   33.1 %
198 Chessmaster9000 Pillen         : 2678   18  18  1053    61.6 %   2596   27.7 %
199 Alaric 704                     : 2678   22  22   665    50.1 %   2677   32.5 %
200 Chessmaster10000 Warrior       : 2677   22  22   576    44.0 %   2718   39.1 %
201 Deep Pharaon 3.5.1 2CPU        : 2676   16  16  1165    44.4 %   2715   32.5 %
202 Chess Tiger 15.0               : 2676    4   4 14805    48.4 %   2687   37.6 %
203 Chessmaster10000 Steadfast     : 2674   15  15  1343    50.1 %   2673   38.9 %
204 Chess Tiger 2004               : 2673   10  10  2941    49.7 %   2676   41.5 %
205 Deep Sjeng 1.6 2CPU            : 2673   19  19   851    41.2 %   2735   33.5 %
206 Gandalf 6.0                    : 2672    4   4 15394    46.7 %   2695   33.0 %
207 Chessmaster10000               : 2672    6   6  8242    46.4 %   2696   28.9 %
208 Glaurung 1.0.2                 : 2671   11  11  2758    46.4 %   2696   29.8 %
209 SlowChess Blitz WV2.1          : 2671    9   9  3896    46.6 %   2695   35.1 %
210 Ruffian Leiden2003             : 2671   12  12  2231    44.6 %   2708   31.8 %
211 Glaurung 1.1                   : 2669   16  16  1257    48.5 %   2680   29.9 %
212 Movei 0.08.438                 : 2669   13  13  1892    50.5 %   2665   33.8 %
213 Ktulu 7.0                      : 2667    8   8  4606    51.6 %   2656   33.1 %
214 Fritz 7                        : 2666    8   8  5358    55.9 %   2625   24.5 %
215 Chessmaster9000 Sel.Search12   : 2666   18  18   995    45.2 %   2699   29.1 %
216 Chess Tiger 15.0 Gambit        : 2665   16  16  1083    46.1 %   2692   37.3 %
217 Chess Tiger 14.0               : 2663    8   8  4070    57.5 %   2611   38.4 %
218 Ruffian 2.1.0                  : 2663    5   5 10316    47.6 %   2680   34.5 %
219 Zappa 1.1 64bit                : 2663   21  21   681    45.7 %   2693   37.6 %
220 Ruffian 2.0.0                  : 2660   14  14  1639    46.0 %   2688   30.4 %
221 Gambit Tiger 2.0               : 2660    9   9  3531    55.4 %   2623   38.0 %
222 WildCat 7.0                    : 2657   11  11  2765    50.6 %   2653   33.9 %
223 Chessmaster9000                : 2656   11  11  3146    49.5 %   2659   20.4 %
224 Shredder 6.02                  : 2655   14  14  1622    56.0 %   2613   32.9 %
225 Jonny 2.89                     : 2654   12  12  2264    47.0 %   2675   28.9 %
226 Naum 1.91 64bit                : 2654   16  16  1110    41.8 %   2711   38.3 %
227 Scorpio 1.7                    : 2654   15  15  1445    50.6 %   2650   28.2 %
228 Pro Deo 1.1                    : 2654    7   7  6873    47.3 %   2672   31.2 %
229 Chessmaster10000 Yoda2.5       : 2654   18  18   936    48.4 %   2665   35.9 %
230 Deep Pharaon 3.5.1             : 2653   23  23   604    46.4 %   2678   31.6 %
231 Deep Fritz                     : 2651   13  12  1988    58.4 %   2592   34.0 %
232 Pharaon 3.5.1                  : 2649   12  12  2145    48.6 %   2659   32.4 %
233 Pro Deo 1.2                    : 2649   11  11  2644    47.1 %   2669   30.4 %
234 Ruffian 1.0.0                  : 2648   23  23   561    55.0 %   2613   37.6 %
235 SlowChess Blitz WV2            : 2647    9   9  3938    42.5 %   2700   33.7 %
236 The Baron 2.8 64bit            : 2645   24  24   573    45.3 %   2678   26.7 %
237 Chiron 0.8.7                   : 2644   16  16  1314    46.9 %   2666   28.9 %
238 Ruffian 1.0.5                  : 2644    7   7  7240    52.9 %   2624   33.1 %
239 Naum 1.91                      : 2643    9   9  3442    43.5 %   2688   34.1 %
240 Aristarch 4.51                 : 2643   23  23   551    45.3 %   2676   36.8 %
241 Shredder 6                     : 2643   13  13  1743    54.8 %   2609   32.5 %
242 List 5.12                      : 2642    6   6  8832    49.1 %   2648   31.9 %
243 Junior 7                       : 2640    8   8  4618    52.8 %   2621   28.8 %
244 Pro Deo 1.0                    : 2636    9   9  4427    51.9 %   2623   29.3 %
245 Delfi 5.0                      : 2633   11  11  2393    46.4 %   2658   34.9 %
246 Ruffian 1.0.1                  : 2632   10  10  3101    54.8 %   2598   31.0 %
247 Glaurung 051213                : 2631   20  20   870    43.9 %   2674   29.3 %
248 Rebel Century 4.0              : 2630   23  23   589    56.2 %   2587   35.0 %
249 Hiarcs 8                       : 2629    9   9  4129    46.6 %   2652   31.2 %
250 Deep Sjeng 1.5                 : 2626   16  16  1153    50.8 %   2621   33.0 %
251 Fruit 2.0                      : 2625    9   9  4425    50.6 %   2621   29.3 %
252 Deep Sjeng 1.6                 : 2624    9   9  3907    46.6 %   2647   29.5 %
253 WildCat 6.0                    : 2623   10  10  3045    44.8 %   2660   30.4 %
254 Alaric 0702b                   : 2623   17  17  1165    49.1 %   2629   29.4 %
255 Spike 0.9a                     : 2623   10  10  3518    55.5 %   2585   31.7 %
256 Aristarch 4.50                 : 2623    5   5 12631    46.9 %   2644   30.8 %
257 Colossus 2007a                 : 2621   20  20   770    43.7 %   2665   36.0 %
258 Naum 1.82                      : 2620   13  13  1788    42.9 %   2670   34.8 %
259 The Baron 1.8.1                : 2619   20  20   752    51.5 %   2608   32.3 %
260 Zappa 1.1                      : 2619   11  11  2818    47.2 %   2638   32.8 %
261 Pseudo 0.7c                    : 2619    8   8  5471    49.2 %   2624   33.1 %
262 Delfi 4.6                      : 2617   12  12  2299    43.1 %   2665   33.9 %
263 Jonny 2.84                     : 2616   23  23   645    44.4 %   2655   25.6 %
264 Rebel 12                       : 2616   11  11  2632    44.6 %   2654   27.2 %
265 Petir 4.39                     : 2616   16  16  1072    49.1 %   2622   37.3 %
266 List 5.04                      : 2616   10  10  2825    47.3 %   2634   33.5 %
267 SlowChess Blitz WV             : 2615   14  14  1459    46.9 %   2637   37.1 %
268 Fritz 6                        : 2614   10  10  3069    52.5 %   2597   34.3 %
269 Scorpio 1.6                    : 2613   20  20   805    49.0 %   2620   30.9 %
270 SOS.5 for Arena                : 2613    7   7  6423    44.3 %   2653   32.7 %
271 SmarThink 0.18a                : 2612   19  19   864    51.1 %   2605   32.5 %
272 Aristarch 4.21                 : 2612   13  13  1764    50.1 %   2611   32.3 %
273 Jonny 2.83                     : 2610   14  14  1754    46.3 %   2636   28.7 %
274 Shredder 5                     : 2610   22  22   633    54.4 %   2579   32.4 %
275 Pharaon 3.3                    : 2610    9   9  4297    45.5 %   2642   33.3 %
276 Naum 1.8                       : 2610   16  15  1248    51.5 %   2600   35.5 %
277 Shredder 5.32                  : 2609   12  12  2263    49.0 %   2616   32.1 %
278 Glaurung Mainz                 : 2609   13  13  1976    47.4 %   2627   30.6 %
279 Junior 6                       : 2608   14  14  1667    54.7 %   2576   32.7 %
280 Scorpio 1.6f                   : 2608   22  22   667    46.2 %   2634   31.5 %
281 Anaconda 2.0.1                 : 2607    9   9  4114    44.2 %   2648   31.6 %
282 Jonny 2.82                     : 2606   16  16  1282    51.2 %   2597   28.9 %
283 Delfi 4.4                      : 2606   22  22   655    57.3 %   2555   29.9 %
284 Glaurung 0.2.4                 : 2604   16  16  1172    50.1 %   2603   33.9 %
285 Booot 4.13.1                   : 2601   18  18   970    52.1 %   2586   35.8 %
286 Aristarch 4.41                 : 2597   23  23   648    50.0 %   2597   28.7 %
287 The Baron 2.8                  : 2596   20  20   796    44.7 %   2633   30.2 %
288 SOS.4 for Arena                : 2596   10  10  3590    51.3 %   2587   28.4 %
289 The Baron 1.7.1 b              : 2594   25  25   511    48.8 %   2602   30.3 %
290 Colossus 2006f                 : 2590   13  13  1854    49.5 %   2594   29.7 %
291 Frenzee 3.0                    : 2589   18  18   994    52.0 %   2575   29.4 %
292 Delfi 4.5                      : 2588    7   7  5999    48.3 %   2600   32.6 %
293 Gandalf 4.32h                  : 2586   14  14  1546    50.5 %   2582   33.7 %
294 SlowChess Blitz                : 2586   11  11  2432    52.3 %   2570   31.5 %
295 Zappa 1.0                      : 2585   11  11  2604    47.6 %   2602   32.7 %
296 SmarThink 0.17a                : 2585   11  11  2746    51.8 %   2572   32.3 %
297 Thinker 4.7a                   : 2584    8   8  5168    48.3 %   2596   35.0 %
298 Crafty 20.14                   : 2584   18  18  1068    46.8 %   2607   28.9 %
299 WARP 0.65                      : 2584   23  23   603    46.5 %   2608   30.7 %
300 SOS.3 for Arena                : 2583   16  16  1163    49.7 %   2586   33.3 %
301 Movei 0.08.403                 : 2582   16  16  1177    48.9 %   2590   31.6 %
302 Ufim 8.02                      : 2582   12  12  2188    49.4 %   2586   29.2 %
303 Glaurung 0.2.3                 : 2582   16  16  1315    46.5 %   2606   31.9 %
304 Petir 3.99d                    : 2582   19  19   815    51.4 %   2572   35.6 %
305 Chessmaster8000                : 2582   12  12  2104    47.9 %   2596   36.2 %
306 WildCat 5.0                    : 2582   16  16  1217    51.0 %   2575   29.8 %
307 Pharaon 3.0                    : 2582   19  19   920    41.2 %   2643   26.6 %
308 Gandalf 5.1                    : 2580   13  13  1943    49.4 %   2584   34.5 %
309 Colossus 2007b                 : 2580   25  25   524    43.7 %   2624   28.6 %
310 Scorpio 1.3                    : 2580   15  15  1329    48.9 %   2587   32.1 %
311 Petir 3.95                     : 2579   24  23   517    52.0 %   2565   38.7 %
312 Hiarcs 7.32                    : 2577   13  13  1690    45.7 %   2607   36.0 %
313 Fritz 5.32                     : 2577   12  12  2563    43.8 %   2620   25.0 %
314 Pharaon 3.2                    : 2577   12  12  2173    44.6 %   2614   33.2 %
315 Ktulu 5.1                      : 2574   15  15  1414    45.9 %   2603   30.6 %
316 DanChess CCT7                  : 2574   13  13  2005    47.4 %   2592   30.4 %
317 Thinker 4.6c                   : 2572   17  17   995    48.5 %   2583   35.7 %
318 Ktulu 4.2                      : 2572   17  17  1263    53.4 %   2548   24.5 %
319 SmarThink 0.16b                : 2568   22  22   691    50.7 %   2563   31.0 %
320 E.T.Chess 181105               : 2568   15  15  1499    47.5 %   2585   31.6 %
321 Junior 5                       : 2567   20  20   782    48.8 %   2575   32.0 %
322 Goliath Light 2.0              : 2567   16  16  1287    43.4 %   2613   32.8 %
323 Crafty 17.13                   : 2567   19  19  1017    31.7 %   2700   29.5 %
324 E.T.Chess 300805               : 2566   20  20   796    51.9 %   2553   30.2 %
325 Pharaon 3.1                    : 2566   19  19   961    49.6 %   2569   29.0 %
326 Gandalf 5.0                    : 2565   21  21   681    42.4 %   2619   37.7 %
327 Movei 0.08.352                 : 2564   23  23   583    50.2 %   2563   32.4 %
328 Nimzo 8                        : 2563    8   8  4642    40.7 %   2628   31.3 %
329 LittleGoliath Evolution        : 2562   10  10  3107    43.9 %   2604   31.4 %
330 AnMon 5.53                     : 2561   14  14  1649    48.6 %   2571   30.0 %
331 AnMon 5.50                     : 2560   12  12  2214    39.7 %   2633   28.8 %
332 AnMon 5.60                     : 2560   11  11  2636    45.9 %   2589   27.7 %
333 El Chinito 3.25                : 2558   19  19   929    52.7 %   2539   28.2 %
334 The Baron 1.7.0                : 2558   14  14  1679    46.9 %   2579   29.2 %
335 Naum 1.7                       : 2557   13  13  1708    45.9 %   2585   34.4 %
336 Nimzo 2000b                    : 2556   17  17  1090    56.7 %   2510   30.0 %
337 Nimzo 7.32                     : 2556   16  16  1224    39.4 %   2631   33.8 %
338 Shredder 4                     : 2554   23  23   554    47.7 %   2570   37.0 %
339 Anaconda 1.6.2                 : 2553   24  24   567    42.9 %   2603   28.2 %
340 GreenLightChess 3.01.2.2       : 2553   10  10  3329    48.7 %   2561   33.0 %
341 Crafty Cito 1.2                : 2553   24  24   543    49.1 %   2559   34.4 %
342 AnMon 5.30                     : 2551   24  24   624    50.0 %   2551   25.6 %
343 Movei 0.08.358                 : 2551   20  20   799    51.2 %   2543   31.5 %
344 Crafty 18.15                   : 2550   20  20   736    46.1 %   2577   35.2 %
345 Crafty 19.15                   : 2549   14  14  1582    46.3 %   2575   32.6 %
346 Crafty 19.03                   : 2549   22  22   609    53.8 %   2523   34.6 %
347 The Baron 1.6.1                : 2549   22  22   673    49.1 %   2555   29.6 %
348 AnMon 5.51                     : 2549   17  17  1212    48.8 %   2557   23.8 %
349 Glaurung 0.2.1                 : 2548   23  23   650    51.8 %   2535   28.9 %
350 Patriot 1.3.0                  : 2547   17  17  1135    40.6 %   2614   27.4 %
351 Tao 5.6                        : 2547   13  13  1962    51.8 %   2534   26.7 %
352 Jonny 2.75                     : 2543   21  21   830    51.6 %   2532   23.7 %
353 Tao 5.7b                       : 2542   10  10  3126    45.0 %   2577   27.8 %
354 Aristarch 4.40                 : 2542   14  14  1756    52.2 %   2526   29.8 %
355 Yace 0.99.87                   : 2540    8   8  5115    44.5 %   2579   29.4 %
356 LittleGoliath Nemesis          : 2540   16  16  1317    36.8 %   2634   28.5 %
357 The Baron 1.5.0                : 2539   16  16  1398    46.9 %   2561   27.4 %
358 Crafty 17.14                   : 2539   24  24   565    43.0 %   2588   32.6 %
359 GreenLightChess 3.00.3.4       : 2539   22  22   629    49.7 %   2541   34.5 %
360 Yace 0.99.56                   : 2539   14  14  1628    47.7 %   2555   31.4 %
361 Trace 1.37a                    : 2539   17  17  1117    52.6 %   2520   29.6 %
362 Gandalf 4.32f                  : 2538   22  22   656    46.4 %   2563   31.9 %
363 Quark 2.62                     : 2538   20  20   826    47.2 %   2558   27.7 %
364 Zarkov 4.75                    : 2538   21  21   679    45.0 %   2573   34.6 %
365 Yace Paderborn                 : 2536   15  15  1549    48.5 %   2546   28.7 %
366 LittleGoliath2000 3.9          : 2535   19  19   924    50.1 %   2535   30.4 %
367 SlowChess 2.94                 : 2535   25  25   548    38.8 %   2614   28.6 %
368 Twisted Logic 0.085            : 2534   22  22   755    45.2 %   2568   23.6 %
369 Ufim 7.01                      : 2534   14  14  1731    45.4 %   2566   29.4 %
370 Crafty 18.12                   : 2533   18  18  1089    37.9 %   2619   29.3 %
371 WildCat 4.0                    : 2533   13  13  2059    50.3 %   2531   28.9 %
372 Naum 1.6                       : 2532   24  24   530    52.5 %   2514   34.9 %
373 GreenLightChess 3.00           : 2531   16  16  1331    52.2 %   2516   26.2 %
374 Yace 0.99.50                   : 2530   23  23   543    40.4 %   2598   37.4 %
375 Crafty Cito 1.4.1              : 2530   24  24   531    44.2 %   2571   32.6 %
376 SOS.2 for Arena                : 2529   23  23   622    43.1 %   2577   31.2 %
377 Gothmog 1.0 b10                : 2529   12  12  2410    47.1 %   2549   26.6 %
378 Amyan 1.595                    : 2528   15  15  1511    39.7 %   2601   29.5 %
379 Crafty 19.19                   : 2526   21  21   786    37.3 %   2616   30.2 %
380 Movei 0.08.310                 : 2524   16  16  1194    42.0 %   2580   32.8 %
381 Naum 1.4                       : 2524   23  23   710    34.3 %   2637   26.9 %
382 Pharaon 2.62                   : 2520   12  12  2343    49.1 %   2527   28.4 %
383 Movei 0.08.295                 : 2520   16  16  1219    48.2 %   2533   29.6 %
384 Arasan 10.0 64bit 2CPU         : 2520   26  26   509    40.4 %   2588   27.7 %
385 Amyan 1.597                    : 2518   10  10  3034    47.9 %   2532   30.3 %
386 LittleGoliath Revival          : 2516   13  13  1800    48.0 %   2530   30.7 %
387 Zarkov 4.86                    : 2516   23  23   653    44.4 %   2555   26.3 %
388 SpiderChess 070603             : 2515   19  20   776    43.4 %   2561   36.9 %
389 DanChess 1.07                  : 2515   22  22   693    54.8 %   2482   29.9 %
390 Ufim 6.00                      : 2515   15  15  1482    44.3 %   2555   32.8 %
391 Pepito 1.59                    : 2515   10  10  3143    48.9 %   2523   29.7 %
392 Frenzee 2.0                    : 2514   18  18  1036    50.1 %   2513   26.5 %
393 Petir 2.75                     : 2512   22  22   644    43.4 %   2558   35.9 %
394 Zarkov 4.67                    : 2511   24  24   552    50.1 %   2511   30.6 %
395 Trace 1.34                     : 2511   26  26   513    40.7 %   2576   29.2 %
396 Fruit 1.5                      : 2509   18  17  1252    59.6 %   2441   19.8 %
397 SlowChess 2.93                 : 2508   21  21   732    52.0 %   2494   27.6 %
398 Ikarus 0.18                    : 2507   17  18  1203    31.5 %   2642   27.0 %
399 Petir 2.5c                     : 2503   19  19   861    42.7 %   2555   31.0 %
400 Quark 2.35                     : 2503   11  11  2877    42.8 %   2553   27.2 %
401 Comet B50                      : 2502   26  26   706    19.8 %   2745   22.2 %
402 Trace 1.35                     : 2500   16  16  1247    48.3 %   2512   27.0 %
403 LambChop 10.99                 : 2499   17  17  1174    52.0 %   2485   26.7 %
404 Amyan 1.594                    : 2499   21  21   797    48.9 %   2506   26.1 %
405 E.T.Chess 071204               : 2496   16  16  1306    41.3 %   2557   29.2 %
406 Genius 6.5                     : 2495   17  17  1043    37.6 %   2583   33.7 %
407 SOS                            : 2495   13  14  2022    37.1 %   2587   24.1 %
408 LambChop 10.88                 : 2491   16  16  1240    42.5 %   2544   28.8 %
409 Gromit 3.8.2                   : 2490   12  12  2265    49.6 %   2493   27.6 %
410 King Of Kings 2.57             : 2489   25  25   546    47.8 %   2504   28.2 %
411 Kiwi 0.6d                      : 2488   15  15  1491    46.5 %   2512   26.8 %
412 WildCat 2.79                   : 2488   22  22   670    44.3 %   2528   29.4 %
413 Tao 5.4                        : 2487   15  15  1560    49.4 %   2491   24.0 %
414 Cerebro 2.06                   : 2487   24  24   640    40.5 %   2554   22.8 %
415 Crafty 19.17                   : 2486   22  22   679    34.9 %   2595   31.8 %
416 Nejmet 3.07                    : 2486   11  11  2723    48.0 %   2500   29.5 %
417 Quark 2.05b                    : 2485   25  25   539    49.5 %   2488   27.5 %
418 Arasan 8.4                     : 2485   21  21   718    51.9 %   2472   29.4 %
419 King Of Kings 2.56             : 2484   14  14  1601    46.4 %   2508   29.8 %
420 AnMon 5.21                     : 2484   17  17  1224    41.7 %   2541   28.3 %
421 Goliath Light 1.0              : 2483   18  18  1059    31.4 %   2619   30.1 %
422 Comet B60                      : 2482   24  24   598    43.6 %   2526   27.4 %
423 Comet B68                      : 2481   12  12  2254    46.5 %   2505   26.6 %
424 Abrok 5.0                      : 2481   12  12  2387    50.0 %   2481   26.7 %
425 Amyan 1.59                     : 2481   23  23   644    47.9 %   2495   26.2 %
426 Snitch 1.6.2                   : 2472   19  19   908    51.4 %   2462   26.0 %
427 Crafty 17.07                   : 2471   23  23   692    31.6 %   2605   28.0 %
428 Dragon 4.5                     : 2470   18  18  1046    48.1 %   2483   30.5 %
429 Djinn 0.925x                   : 2468   22  22   673    51.6 %   2456   29.9 %
430 Dragon 4.6                     : 2468   16  16  1348    49.4 %   2472   28.9 %
431 Leila 0.53h                    : 2466   13  13  2125    51.6 %   2455   23.7 %
432 Cerebro 2.01                   : 2465   26  26   508    42.5 %   2518   25.6 %
433 PostModernist 1016             : 2464   20  20   867    46.6 %   2487   24.9 %
434 Amy 0.7.0                      : 2462   23  23   672    48.6 %   2472   24.0 %
435 KnightDreamer 3.3              : 2462   16  16  1329    48.1 %   2475   30.3 %
436 KnightDreamer 3.2              : 2461   19  19   952    50.5 %   2458   27.4 %
437 Patzer 3.61                    : 2460   14  14  1851    49.0 %   2468   24.0 %
438 Phalanx 22                     : 2460   11  11  2778    47.9 %   2474   23.3 %
439 Homer 2.0                      : 2459   21  21   785    43.9 %   2502   27.6 %
440 PostModernist 1010             : 2459   13  13  1915    50.9 %   2453   28.0 %
441 Trace 1.33                     : 2457   21  21   786    49.6 %   2460   24.8 %
442 SOS 99/1103                    : 2456   24  24   635    44.7 %   2493   23.3 %
443 Amy 0.8.7                      : 2455   17  17  1151    45.7 %   2484   25.6 %
444 GreenLightChess 2.18           : 2454   25  25   542    43.0 %   2503   28.8 %
445 FrancescaMAD 0.0.9             : 2453   17  17  1137    47.1 %   2473   28.0 %
446 Gaia 3.5                       : 2452   18  18  1070    48.0 %   2466   25.1 %
447 Bringer 1.9                    : 2451   20  20   870    49.0 %   2457   22.4 %
448 Muse 0.8.99b                   : 2448   15  15  1507    53.4 %   2425   22.7 %
449 The Crazy Bishop 0052          : 2447   15  15  1531    47.3 %   2466   27.8 %
450 List 4.61                      : 2446   23  23   751    63.2 %   2352   16.5 %
451 Quark 1.76b                    : 2445   24  24   621    45.9 %   2474   26.1 %
452 Bruja 1.9                      : 2445   14  14  1778    47.2 %   2464   24.0 %
453 Patzer 3.80                    : 2445   23  23   711    50.3 %   2443   20.4 %
454 Matacz 1.02                    : 2443   23  23   659    50.6 %   2439   27.2 %
455 Amateur 2.80                   : 2440   23  23   642    48.1 %   2453   24.9 %
456 Dragon 4.2                     : 2439   26  26   515    51.7 %   2427   27.4 %
457 Amateur 2.86                   : 2439   20  20   897    50.5 %   2435   22.3 %
458 Sjeng 12.13                    : 2437   17  17  1269    49.1 %   2443   24.0 %
459 The Crazy Bishop 0045          : 2435   17  17  1215    48.7 %   2444   26.3 %
460 Capture R1                     : 2434   18  18   969    45.4 %   2466   29.3 %
461 Amateur 2.82                   : 2434   22  22   753    46.4 %   2459   24.0 %
462 Betsy 6.51                     : 2431   19  19  1056    51.3 %   2422   17.7 %
463 Queen 3.09                     : 2431   19  19   924    48.8 %   2439   31.8 %
464 Frenzee 159                    : 2431   21  21   809    47.7 %   2447   20.1 %
465 Gosu 0.11                      : 2429   27  27   514    52.8 %   2409   22.0 %
466 Bionic Impakt 4.01             : 2424   27  27   510    50.9 %   2418   19.4 %
467 Terra 3.3b                     : 2418   23  23   680    46.0 %   2446   24.1 %
468 King Of Kings 2.02             : 2418   26  25   564    57.0 %   2369   22.2 %
469 Snitch 1.0.8                   : 2412   23  23   668    48.4 %   2423   22.8 %
470 Chezzz 1.0.3                   : 2407   15  15  1640    48.9 %   2415   21.3 %
471 GES 1.36                       : 2407   23  23   638    52.2 %   2391   24.8 %
472 Terra 3.4                      : 2406   19  19  1036    47.7 %   2422   22.5 %
473 Thor's Hammer 2.28             : 2406   21  21   828    52.8 %   2386   24.0 %
474 Resp 0.19                      : 2393   14  14  1915    47.4 %   2412   24.4 %
475 KnightX 1.92                   : 2392   20  20   946    49.9 %   2392   20.7 %
476 Arion 1.7                      : 2392   19  19   919    50.5 %   2388   27.1 %
477 Queen 2.44                     : 2385   25  25   533    44.7 %   2422   27.0 %
478 Djinn 0.870                    : 2383   22  22   772    48.8 %   2392   22.7 %
479 Eeyore 1.49                    : 2377   24  24   633    51.9 %   2364   24.8 %
480 Averno 0.70                    : 2370   22  22   748    51.6 %   2359   21.4 %
481 Chispa 4.03                    : 2369   23  23   667    47.5 %   2386   27.4 %
482 Natwarlal 0.12                 : 2365   20  20   983    53.6 %   2340   18.9 %
483 Butcher 1.53                   : 2361   25  25   567    43.6 %   2406   25.4 %
484 Zeus 1.27                      : 2356   25  25   543    50.2 %   2354   24.5 %
485 Esc 1.16                       : 2355   16  16  1484    47.1 %   2375   23.1 %
486 Ant 2006F                      : 2353   23  24   649    43.9 %   2395   23.7 %
487 Horizon 4.1b                   : 2350   21  22   810    43.8 %   2393   20.5 %
488 Ayito 0.2.994                  : 2348   25  25   637    54.6 %   2316   14.1 %
489 Scidlet 3.6                    : 2348   23  23   723    45.1 %   2383   21.3 %
490 Anechka 0.08                   : 2348   23  23   670    46.9 %   2369   21.0 %
491 Dorky 3.48                     : 2345   16  16  1414    53.0 %   2324   21.9 %
492 BeoWulf 2.3                    : 2344   22  22   735    44.5 %   2382   21.5 %
493 Rotor 0.1a                     : 2330   26  26   577    61.1 %   2251   20.6 %
494 EXchess 4.03                   : 2328   18  18  1167    42.8 %   2379   22.1 %
495 CyberPagno 2.1                 : 2328   16  16  1487    49.3 %   2332   21.2 %
496 NullMover 0.25                 : 2321   26  26   544    48.6 %   2331   18.6 %
497 Alarm 0.93.1                   : 2319   19  19  1047    50.9 %   2313   18.7 %
498 Hagrid 0.7.56                  : 2313   21  21   828    48.9 %   2321   17.9 %
499 Scidlet 3.6.1                  : 2312   25  26   560    45.4 %   2344   22.1 %
500 Ant 6.06                       : 2311   18  18  1176    45.1 %   2345   21.3 %
501 Merlin 2.0                     : 2306   27  27   563    52.4 %   2290    9.9 %
502 Genesis 2.0                    : 2301   25  25   617    51.0 %   2295   15.7 %
503 InmiChess 3.05                 : 2297   18  18  1174    43.4 %   2343   16.7 %
504 Gaviota 0.33                   : 2296   19  19  1110    47.4 %   2314   17.8 %
505 BlackBishop 0.9.7i             : 2289   22  22   795    46.5 %   2313   18.0 %
506 NagaSkaki 3.07                 : 2283   22  22   774    47.3 %   2302   21.2 %
507 Madeleine 0.2                  : 2277   21  21   943    46.6 %   2301   13.7 %
508 Sunsetter C10                  : 2245   24  25   670    41.6 %   2303   15.8 %
509 GK 0.90                        : 2240   25  25   618    45.0 %   2275   15.2 %
510 Ghost 0.13                     : 2239   24  24   721    46.6 %   2262   13.0 %
511 Bodo 0.2                       : 2230   28  28   501    52.2 %   2215   18.2 %
512 Ax 0.8                         : 2221   20  20  1006    48.2 %   2233   13.5 %
513 Bestia 0.90                    : 2219   22  22   825    39.7 %   2291   17.6 %
514 Fortress 1.6.2                 : 2212   16  16  1518    39.1 %   2289   18.2 %
515 Monarch 2002                   : 2208   24  24   696    45.7 %   2238   11.8 %
516 Matheus 2.3                    : 2206   20  20   986    47.0 %   2227   17.0 %
517 Requiem 0.53                   : 2201   24  24   567    44.0 %   2243   30.2 %
518 EnginMax 5.11c                 : 2195   25  25   643    45.7 %   2225   15.9 %
519 LaDameBlanche 2.0c             : 2194   16  16  1429    43.8 %   2238   18.6 %
520 Asterisk 0.4b                  : 2192   22  22   816    43.0 %   2241   16.4 %
521 Plywood 1.7.3                  : 2192   23  23   781    50.3 %   2190   12.8 %
522 Jan Willem 1.13                : 2189   22  22   830    40.9 %   2253   15.5 %
523 Gerbil R2                      : 2182   18  18  1268    46.6 %   2205   15.3 %
524 Faile 1.4                      : 2180   16  16  1492    43.0 %   2229   18.9 %
525 SSEChess 2.045                 : 2180   18  18  1241    43.5 %   2225   15.8 %
526 Small Potato 0.6.1             : 2176   24  24   668    46.0 %   2204   15.9 %
527 Freyr 1.067                    : 2164   23  23   772    40.1 %   2234   12.6 %
528 Marvin 1.3.0                   : 2162   23  23   759    45.7 %   2192   17.4 %
529 Sharper 0.17                   : 2157   27  27   532    45.3 %   2190   18.4 %
530 Cilian 4.13                    : 2152   18  18  1161    42.9 %   2202   22.7 %
531 MrChess 2.1                    : 2140   24  24   646    42.4 %   2193   18.6 %
532 Morphy 3.22                    : 2128   26  26   606    38.4 %   2210   15.0 %
533 RDChess 3.23                   : 2127   26  26   616    42.5 %   2179   13.6 %
534 Gullydeckel 2.15pl10           : 2114   27  27   554    38.7 %   2193   15.7 %
535 Chessterfield i5a              : 2090   23  23   824    39.0 %   2168   10.9 %
536 SnailChess 4.013               : 2080   24  24   692    41.0 %   2143   16.5 %
537 Monik 2.11                     : 2078   27  28   526    37.3 %   2168   19.0 %
538 Grizzly 1.40                   : 2072   28  28   543    38.1 %   2156   14.4 %
539 BSC 2.8                        : 2063   28  28   519    49.1 %   2069   15.0 %
540 PolarChess 1.3                 : 2028   26  26   592    40.7 %   2094   15.2 %
541 DChess 1.02                    : 2004   28  28   570    35.7 %   2106   12.8 %
542 Mint 2.3                       : 1998   24  25   681    39.4 %   2073   15.3 %
543 Golem 0.4                      : 1959   24  24   714    37.6 %   2047   13.3 %
544 Blikskottel 0.7                : 1953   30  30   553    27.6 %   2120   11.0 %
545 Storm 0.6                      : 1949   22  22   905    38.5 %   2031   12.4 %
546 Skaki 1.19                     : 1923   28  28   565    32.6 %   2049   12.7 %
547 LarsenVB 0.050.01              : 1910   29  29   510    35.0 %   2018   16.7 %
548 Ozwald 0.43                    : 1888   21  21  1059    29.0 %   2044   15.9 %
549 StAndersen 1.31                : 1852   32  33   513    24.9 %   2044    9.2 %
550 Yawce 0.16                     : 1848   32  32   545    23.9 %   2050    9.2 %
551 Chad's Chess 0.15              : 1582   43  45   586     9.6 %   1971    5.3 %

Die „Beliebtheitsskala“ der ECO-Gruppen:

ECO B = 188683 Games (27.9 %)
ECO D = 150181 Games (22.2 %)
ECO C = 119476 Games (17.7 %)
ECO E = 114034 Games (16.9 %)
ECO A = 103784 Games (15.3 %)

Die durchschnittliche Länge einer Computer-Partie beträgt 67 Züge.
(Menschen bringen es auf nur 42 Züge…)

Der Download der gesamten Datenbank ist in die fünf ECO-Gruppen zerlegt; die Partien liegen als komprimierte CBV-Dateien (= komprimierte Chessbase-CBH-Dateien) vor, die in jedem „Fritz“-Schachprogramm (Fritz, Rybka, Junior, Hiarcs) geöffnet werden können, sowie als PGN-Dateien (ZIP) für alle anderen Oberflächen vor.

C B V – Format:

ECO-A(16Mb/zip)     ♦ECO-B(29Mb/zip)     ♦ECO-C(19Mb/zip)

ECO-D(24Mb/zip)     ECO-E(18Mb/zip)

P G N – Format:

ECO-A(34Mb)     ECO-B(60Mb)     ECO-C(38Mb)

ECO-D(49Mb)     ECO-E(37Mb)

Lesen Sie im Glarean Magazin zum Thema Computerschach auch Godzilla Endgame Chess Puzzles – Die Grenzen der Schachprogramme

… sowie zum Thema Schachturniere den Report von Eric van Reem: Die Schach-Kinder von Wijk aan Zee


Engl. Translation

676’000 Computer Chess Games

Walter Eigenmann

The so-called COMP2007 is an extensive collection of computer chess games, which the author has collected over the last six years (as of October 2007). The most important characteristic of this database is that it does not contain any of the usual Blitz games, but only games with a longer time for consideration (at least 30 minutes per engine). The COMP2007 contains more than 676’000 games from the years 2000 to 2007 from over 3’800 engines, which were created by about 300 programmers and used by about 80 testers from all over the world in countless tournaments&matches.

The chess value of the COMP2007

…is above average: Since the games are relatively new, mainly newer and newest chess software was used, and secondly, because the (mainly tactical) level of modern engines has increased enormously in the meantime, this database probably contains only a fraction of the mistakes that can be found a hundred thousand times in the relevant, highly acclaimed tournament databases of human (master) players.

The COMP2007 covers the entire chess spectrum with regard to opening, middle and endgame theory: Whether „Default-Book“ or „Nunn-Series“, whether „Short Book“ or „Noomen Presets“, whether broad „Chessbase-ctg’s“ or specific theme tournaments, whether with or without Nalimov-Bases, whether with or without „Pondern“, whether with Autoplayer or even manually, whether under a „Fritz“ or „Assistant“ or „Winboard“ or „Arena“ interface, and whether on a leisurely „Pentium3“ or some „Quad-Turbo-64biter“ – the variety of software and hardware configurations used here is probably without equal. In the COMP2007 there is practically nothing that does not exist – in this respect this database is an exact image of the manifold and shimmering computer chess scene as it is reflected daily in the WWW in countless homepages and internet forums.
In the latter the question regularly arises what is „better“: A 10-minute game on a fast or a 30-minute game on a „slow“ computer. The author tends to the second view, which is why the COMP2007 also contains a few thousand 30-minute games on (nowadays) slow processors.

Experienced testers are familiar with the observation: With short times per engine (5-10 min), real time battles often take place (even in „Fischer modes“) as soon as the games lead to the final phase. This „panic“ phase can – especially when tablebase hard disk accesses are still playing into it – hardly be equalized even by fast hardware; the level often drops abruptly, a possibly interestingly conducted middlegame is blown in a flash of lightning and the winner can become completely random. It should be possible to prove by means of detailed engine-end game analyses that this phenomenon occurs significantly less often in games with a significantly longer consideration time (>/= 30min). (No contradiction to this chess aspect, however, is the statistical assumption that a 5000 games tournament with 5 minutes FC generates approximately the same ranking as a tournament with 30 or 60 minutes FC – as long as the time for consideration is the only difference).

The topics „Book Mistakes“ and „Time Overruns

…could be dealt with in broad strokes from a collector’s point of view… Because time and again there are game losses due to programming errors (where the tester has documented them with game protocols) as well as so-called „book bugs“ (= opening book mistakes, which often lead to mini-games of 8-10 moves). Even manual game termination by the user himself shortly after the opening is not uncommon in (nota bene publicly published) tournaments. And more often than one might think, even „renowned“ testers download tournaments with games with 0 moves… Games with less than 15 moves were consequently not included in the COMP2007; with today’s high level of the programs not everything can be right with such games. Also eliminated were (where documented or ascertainable) all games where timeouts and/or faulty „time management“ prevented a chess defined game outcome.

Hundreds of tournament sources

…the author has „crawled“ over the last six years, both on the Internet and on various data media. I would like to take this opportunity to thank the countless users whose tester-Fleiβ made this database possible! Recently a new, very positive trend can be observed among all the many „lone fighters“ with their partly excellent homepages. We are talking about actual groups of people (e.g. „CCRL“ or „CEGT“), who agree on certain programs in order to test them together or specifically with a longer time for consideration (or hardware adaptation). In this way it is possible to play a relatively high number of engines with a relatively large number of games, but at the same time with a longer consideration time (in the case of CCRL&CEGT: 40min./engine). Such formations will therefore add a noticeable new quality not only to the statistical but also to the chess side of the hobby „computer chess“, and they complement very welcome the previous offer of those testers who have always worked with longer reflection times.
The tournament information in the individual game itself had to be limited to the most important things, namely tester source, hardware and time for consideration; „30Min“ means „at least 30Min/engine“, but in many cases it means „30Min plus increment time“.

The best programs

…of the years 2000 to 2007 are of course completely assembled in the COMP2007. Besides the lonely high-flyer of the years 2006/07 „Rybka“ even the famous (or notorious) hardware monster „Hydra“, which caused a furore mainly on internet chess servers, is represented in this present, latest version of the COMP2007 with almost 600 games. But also the deeper and and lowest level of the amateur engine segment is (up to unpublished „Privateware“) practically completely integrated; the COMP2007 probably shows the currently by far broadest soft- and hardware spectrum of the current computer chess scene. A collection, therefore, which is able to satisfy the urge for research of the grandmaster as well as of the chess statistician or the „book-cooker“ up to opening and endgame theorists.

The COMP2007 was edited with the chess database „Chessbase 8.0“ (unification of player names, search for game duplicates, elimination of pairs of the same name, etc.)

The following overall ranking (see above German section of this report) is based on calculations of the ranking tool ELOStat, of which its author Dr. Frank Schubert kindly programmed a special version for the COMP2007 for me. Download of all games —> see above German section of this report