Zitat der Woche zum Thema Wirtschaftsethik

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Bewusstseinsschub der Menschheit erforderlich

Peter Ulrich

Es ist unzwei­fel­haft ein gera­dezu epo­cha­ler „Bewusst­seins­schub der Mensch­heit“ erfor­der­lich, wenn es gelin­gen soll, die ent­fes­selte glo­bale Wirt­schafts­dy­na­mik in eine sinn­volle und legi­time supra­na­tio­nale Ord­nung sich wech­sel­sei­tig ach­ten­der und aner­ken­nen­der Welt-(Wirtschafts-)Bürger ein­zu­bin­den. Doch es ist eine alter­na­tiv­lose Her­aus­for­de­rung, sofern wir das Pro­jekt der kul­tu­rel­len und gesell­schaft­li­chen Moderne, die Eman­zi­pa­tion der Men­schen aus Abhän­gig­kei­ten und Zwan­gen aller Art, auch aus ideo­lo­gi­schen Denk­zwän­gen, nicht preis­ge­ben wol­len. Das wird noch reich­li­che wirt­schafts­ethi­sche Auf­klä­rungs­ar­beit an der bis anhin herr­schen­den Meta­phy­sik des Welt­mark­tes erfordern.

Peter Ulrich - Wirtschaftsethiker - Glarean Magazin (2)
Wirt­schafts­ethi­ker Peter Ulrich

Gegen den öko­no­mis­ti­schen Zeit­geist ein ethisch ori­en­tier­tes, ,,zivi­li­sier­tes“ Ver­ständ­nis von natio­na­ler und supra­na­tio­na­ler Ord­nungs­po­li­tik zu ver­tre­ten, braucht vor­erst noch ziem­li­chen Mut. Aber es geht um eine attrak­tive, ja viel­leicht um die ein­zige hoff­nungs­volle mensch­heits­ge­schicht­li­che Zukunfts­vi­sion – die Vision einer vital­po­li­tisch ein­ge­bun­de­nen Glo­ba­li­sie­rung, die allen Men­schen auf die­sem Pla­ne­ten die Vor­aus­set­zun­gen für ein gutes, men­schen­wür­di­ges Leben in rea­ler Frei­heit und ver­nünf­ti­gem, d. h. Inter­na­tio­nal und inter­ge­ne­ra­tio­nell ver­all­ge­mei­ne­rungs­fä­hi­gem Wohl­stand gewahrt. ♦

Aus Peter Ulrich: Zivi­li­sierte Markt­wirt­schaft – Eine wirt­schafts­ethi­sche Ori­en­tie­rung, Haupt-Ver­lag (aktua­li­sierte Auf­lage), 978-3-258-07604-1

Lesen Sie im Glarean Maga­zin zum Thema Kul­tu­relle Moderne auch von Rolf Stolz: Die Kul­tur-Uto­pie Europa


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