Interessante Buch-Neuheiten – kurz belichtet

Lese­zeit für die­sen Bei­trag: ca. 3 Minu­ten

Drei beachtenswerte Novitäten

von Wal­ter Eigenmann

Hit-Session – Weihnachtslieder für Keyboard

In Fort­set­zung sei­ner neuen, bereits umfang­rei­chen Serie „Hit-Ses­sion“ ver­öf­fent­lichte der Musik-Ver­lag Bos­worth nun unter dem Titel „Key­board – Weih­nachts­lie­der“ eine Samm­lung der belieb­tes­ten Christ­mas-Songs aus aller Welt. Neben zahl­rei­chen tra­di­tio­nel­len, vor­wie­gend euro­päi­schen Wei­sen – von „Adeste Fide­les“ bis „Zu Beth­le­hem gebo­ren“, von „Feliz Navi­dad“ bis zu „Stille Nacht“ –  ver­sam­melte der Ver­lag auch eine Fülle eng­lisch­spra­chi­ger bzw. ame­ri­ka­ni­scher Christmas-Hits.

Berühmte Namen für Unterrichtszwecke

Hit Session - Weihnachtslieder für Keyboard (Bosworth Edition)Als Autor(inn)en fun­gie­ren hier so berühmte Song-Makers wie Mariah Carey, Boney M, John Len­non, Bryan Adams, Elvis Pres­ley, Chris Rea oder Celine Dion, um nur wenige zu nen­nen, und Titel wie „Last Christ­mas“, „Jingle Bell Rock“, „Dri­ving home for Christ­mas“, „Happy X-mas (War is over)“, „Sleigh ride“, „Rudolph, the red-noi­sed Reindeer“, „Win­ter won­der­land“ oder „Let it snow“ gehö­ren auch hier­zu­lande längst zum fes­ten Weih­nachts­lie­der-Kanon. Jeder Song beinhal­tet neben den obli­ga­ten Akkord- und Tempo-Anga­ben auch die Stro­phen­texte, er ist aus­ser­dem in hand­li­chem For­mat gedruckt und mit sehr prak­ti­ka­bler Spi­ral­hef­tung ver­se­hen. Für  Unter­richts­zwe­cke hätte man sich noch die Fin­ger­sätze der ein­stim­mi­gen Key­board-Nota­tio­nen gewünscht, aber ins­ge­samt: Empfehlenswert. ♦

Hit-Ses­sion: Key­board Weih­nachts­lie­der, 140 Sei­ten, Bos­worth Musik­ver­lag, ISBN 978-3-86543-703-7

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Gos­pel for Pan – Die schöns­ten Gos­pels und Spi­ri­tu­als für 1 oder 2 Panflöte(n)


Hans Sahl: Der Mann, der sich selbst besuchte – Erzählungen

Hans Sahl: Der Mann, der sich selbst besuchte (Erzählungen)Mit dem vier­ten Sahl-Band „Der Mann, der sich selbst besuchte“ schliesst der Luch­ter­hand-Ver­lag seine sehr ver­dienst­volle Werk­aus­gabe Hans Sahls ab. Das Buch, basie­rend auf dem bereits vor 25 Jah­ren in deut­scher Spra­che publi­zier­ten Band „Umstei­gen nach Baby­lon“, ent­hält sämt­li­che Erzäh­lun­gen des Autors, dar­un­ter auch eine Reihe von bis­lang unver­öf­fent­lich­ten Tex­ten aus dem Nach­lass, sowie seine bereits zu Sahls Leb­zei­ten bekannt­ge­wor­de­nen Glos­sen. Diese oft an ent­le­ge­nen Stel­len ver­öf­fent­lich­ten Minia­tu­ren in die­ser Aus­gabe wie­der ver­füg­bar zu machen ist ein beson­de­res Ver­dienst die­ser jüngs­ten und letz­ten Sahl-Anthologie.

Edition eines wertvollen Gesamtwerkes

Zurecht ist der Ver­lag stolz dar­auf, mit die­ser Edi­tion das erzäh­le­ri­sche Werk Sahls in sei­ner Gesamt­heit neu erschlos­sen zu haben – und damit das Werk „eines gros­sen Autors“, der in die Emi­gra­tion getrie­ben wurde, und der „doch auch in der Ferne nichts von sei­nem Witz und sei­ner mora­li­schen Fein­füh­lig­keit ver­lor“. Für lite­ra­risch beson­ders Inter­es­sierte und für jeden Freund hoch­ste­hen­der Kurz­prosa unbe­dingt ein Favo­rit für das Buch­ge­schenk unterm Weihnachtsbaum! ♦

Hans Sahl: Der Mann, der sich selbst besuchte, Erzäh­lun­gen und Glos­sen, 416 Sei­ten, Luch­ter­hand Ver­lag, ISBN 978-3-630-87293-3

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Joanna Lisiak: Spur­los berührt (Drei Gedichte)


Sarah Lark: Die Insel der roten Mangroven – Roman

Sarah Lark: Die Insel der roten Mangroven (Lübbe Verlag)Auf Jamaika schreibt man das Jahr 1753: Deirdre, die Toch­ter der Eng­län­de­rin Nora Fort­nam und des Skla­ven Akwasi lebt behü­tet auf einer Plan­tage. Bis sie den jun­gen Arzt Vic­tor Duf­resne ken­nen­lernt und hei­ra­tet. Gmein­sam schifft man sich ein nach Saint-Dom­in­gue auf der Insel His­pa­niola – um sich dort plötz­lich dra­ma­ti­schen Ver­wick­lun­gen aus­ge­setzt zu sehen.

Publikumswirksame Mischung

Sarah Lark – Pseud­onym der deut­schen Best­sel­ler-Autorin Chris­tiane Gohl – legt hier den zwei­ten Band ihrer erfolg­rei­chen Kari­bik-Saga vor – und bedient sich bei fast allen publi­kums­wirk­sa­men Ingre­di­en­zien des Gen­res: His­to­risch beweg­ter Hin­ter­grund, exo­ti­scher Schau­platz, gran­diose Hel­den­haf­tig­keit, und selbst­ver­ständ­lich ein sat­tes Mass an Herz-Schmerz.
Für Ken­ner und Genies­ser des sog. His­to­ri­schen Roma­nes sind die „Man­gro­ven“ kein Muss, doch für Lark-Fans sicher ein neuer Höhe­punkt des Lesespasses. ♦

Sarah Lark: Die Insel der roten Man­gro­ven, Roman, 668 Sei­ten, Lübbe Ver­lag, ISBN 978-3-7857-2460-6

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Rolf D. Sabel: Der Pompeji-Papyrus

 

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