Computerschach: Shredder 12 erschienen

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Technische Stabilität und optische Balance

von Wal­ter Eigen­mann & Peter Martan

Für Ken­ner und Insi­der der inter­na­tio­na­len Com­pu­ter­schach-Szene gehört die Soft­ware „Shred­der“ des deut­schen Pro­gram­mie­rers Ste­fan Meyer-Kah­len seit lan­gem zum fes­ten Bestand­teil des Engine-Par­kes. Denn jah­re­lang domi­nierte Meyer-Kah­len die Com­pu­ter­schach-Tur­niere welt­weit fast nach Belie­ben, und zwar in allen Dis­zi­pli­nen. Nun prä­sen­tiert der 41-jäh­rige Düs­sel­dor­fer Infor­ma­ti­ker eine neue Ver­sion sei­nes Shred­ders – mitt­ler­weile bereits als zwölfte Generation.

Stabiles und ausgereiftes Interface

Shred­ders „Gra­phi­cal User Inter­face“ (GUI), also seine „Benut­zer­ober­flä­che“ – nicht zu ver­wech­seln mit sei­ner „Engine“, dem eigent­lich rech­nen­den „Motor“ – gilt seit lan­gem als eine beson­ders aus­ge­reifte Sache. Denn Sta­bi­li­tät und Aus­ge­wo­gen­heit waren schon immer die spe­zi­el­len Mar­ken­zei­chen die­ses Schach-Pake­tes. „Pro­gramm-Absturz“ ist für die Shred­der-Gemeinde (übri­gens auch im Linux- und im Mac­In­tosh-Seg­ment) ein Fremd­wort, und die funk­tio­nale Aus­ge­wo­gen­heit, die „klas­si­sche“ Auf­ge­räumt­heit sei­ner Ober­flä­che war für ein­ge­fleischte Shred­der-Fans schon immer ein Grund, die­ses GUI den ande­ren, teils ver­spielt-über­la­de­nen User-Schnitt­stel­len vorzuziehen.

Seit Jahren im Computerschach ein Vorbild für Stabilität und klassisches Outfit: Das betont aufgeräumte, schlicht konzipierte Shredder-Interface in seiner 12. Version
Seit Jah­ren im Com­pu­ter­schach ein Vor­bild für Sta­bi­li­tät und klas­si­sches Out­fit: Das betont auf­ge­räumte, schlicht kon­zi­pierte Shred­der-Inter­face in sei­ner 12. Version

Üppig ausgestatteter Werkzeugkasten

Nichts­des­to­we­ni­ger ver­birgt sich unter dem eher schlich­ten Out­fit der üppig aus­ge­stat­tete Menü-Werk­zeug­kas­ten aller moder­nen Schach-Soft­ware. Das Shred­der-GUI lässt kaum Wün­sche offen, was die Viel­falt der tech­ni­schen Ansprü­che angeht, die heut­zu­tage an ein Schach­pro­gramm gestellt wer­den müs­sen: Ana­lyse eige­ner und/oder frem­der Par­tien, Engine-Engine-Tur­niere, indi­vi­du­ell ange­pass­tes Spiel gegen den Com­pu­ter, Daten­bank-Funk­tio­nen, End­spiel-Unter­su­chun­gen u.v.a.
Zwei High­lights zeich­nen dabei Meyer-Kah­lens Pro­gramm gegen­über der Kon­kur­renz ganz beson­ders aus: Seine enge Zusam­men­ar­beit mit der eige­nen Home­page, wel­che in Form direk­ter Abfra­gen eige­ner Daten­ban­ken als inte­gra­ti­ver GUI-Bestand­teil fun­giert, sowie das Fea­ture „Tri­ple Brain“, eine spe­zi­elle Ana­lyse-Tech­nik, bei der zwei (mög­lichst gleich­starke, aber mög­lichst unter­schied­li­che) zuge­la­dene „Gehirne“ rech­nen, wäh­rend ein drit­tes „Gehirn“ über diese zwei Ana­lyse-Ergeb­nisse mit­tels aus­ge­klü­gel­tem Sta­tis­tik-Ver­fah­ren entscheidet.

Zwei starke, aber unterschiedliche Engines unterbreiten einem Entscheider-Modul ihre Analyse: Das berühmte, aber immer noch zu wenig genutzte Shredder-Feature "Triple Brain"
Zwei starke, aber unter­schied­li­che Engi­nes unter­brei­ten einem Ent­schei­der-Modul ihre Ana­lyse: Das berühmte, aber immer noch zu wenig genutzte Shred­der-Fea­ture „Tri­ple Brain“

.Qualitätsvolles Eröffnungsbuch

Ein wei­te­res Qua­li­täts­merk­mal ist Shred­ders Eröff­nungs­buch, das erneut der aktu­el­len Gross­meis­ter-Pra­xis ange­passt wurde und schon län­ger von San­dro Nec­chi edi­tiert wird. Immer mehr kom­men dabei auch weni­ger gespielte Ope­nings zu ihrem Recht. Zwei Bei­spiele: 1. e4 b6 2. d4 e6 3. c4 Lb7 4. Sc3 Lb4 5. f3 f5 6. exf5 Sh6 7. fxe6 Sf5 8. Ld3 – wel­ches Pro­gramm (aus­ser viel­leicht „Fritz“) weiss hier noch wei­ter? Eines der aktu­ell bes­ten Bücher über­haupt in der Szene, das „R3.ctg“ von J. Noo­men, jeden­falls nicht. Oder auch nach: 1. b3 d5 2. Lb2 c5 3. e3 Sf6 4. Sf3 e6 5. Se5 Le7 6. f4 O-O 7. Ld3 – hier hal­ten eben­falls höchs­tens die Books von „Fritz“ und „Rybka“ mit. Und sollte auch bei Shred­der das auf Fest­platte instal­lierte Buch nicht mehr wei­ter wis­sen, kommt bei Meyer-Kah­lens Pro­gramm sofort der schon posi­tiv erwähnte Zugriff auf die noch grös­sere Online-Eröff­nungs­da­ten­bank zum Zuge.

Schach-Programmierer Stefan Meyer-Kahlen bei der Arbeit
Schach-Pro­gram­mie­rer Ste­fan Meyer-Kah­len bei der Arbeit

Endspiel-Performance dank Datenbanken

Selbst­ver­ständ­lich glänzt auch der neu­este Shred­der nach wie vor in der quasi ent­ge­gen­ge­setz­ten Ecke der Schach­par­tie, dem End­spiel. Hier hebt sich das Pro­gramm schon seit Jah­ren mit sei­nen von Meyer-Kah­len haus­ei­gen adap­tier­ten „Shred­der­ba­ses“ her­vor, einer 6-Stei­ner-Daten­bank, wel­che eben­falls GUI-inte­gra­tiv den sofor­ti­gen Online-Zugriff erlaubt. (Dem­nächst soll es auch alle 6-Stei­ner als Shred­der­ba­ses im Shred­der-eige­nen, platz­spa­ren­den For­mat geben, wobei nicht die Wege zum Matt aus der jewei­li­gen Stel­lung, son­dern nur Gewinn, Ver­lust oder Remis gespei­chert wer­den, womit der Abruf um ein viel­fa­ches schnel­ler als bei her­kömm­li­chen Ver­fah­ren sein wird). Die Shred­der­ba­ses für die 3-, 4- und 5-Stei­ner sind bei Shred­der 12 bereits im Kauf­preis inbe­grif­fen und ste­hen auf der Home­page zum Down­load bereit.

Lese-Hilfe via Mauszeiger

Sofort-Diagramm nach Maus-Bewegung: Das attraktive neue Feature in Shredder 12
Sofort-Dia­gramm nach Maus-Bewe­gung: Das attrak­tive neue Fea­ture in Shred­der 12

Was fällt sonst noch auf am Out­fit des aktu­ells­ten Shred­ders? Am augen­fäl­ligs­ten ist sicher ein brand­neues Fea­ture: Erst­mals zeigt das Inter­face auf jeder Zug-Nota­tion am Bild­schirm ein klei­nes Stel­lungs-Fens­ter, aus­ge­löst durch blos­ses Mit-der-Maus-dar­auf-zei­gen. Man kann also erst­mals auch als in der Schach­schrift unge­üb­ter Anfän­ger dem Gross­meis­ter Shred­der beim „Den­ken“ zuse­hen, nicht nur abs­trakt mit­le­sen. Das funk­tio­niert sogar im „Par­tie-Pro­fil“, Shred­ders gra­phi­scher Dar­stel­lung des Par­tie-Ver­lau­fes. Hier mit der Maus ent­lang­fah­ren lässt das ganze Game im Tipp-Tools-Fens­ter gleich Revue pas­sie­ren. Ein inno­va­ti­ves Shred­der-Fea­ture, das mit eini­ger Sicher­heit frü­her oder spä­ter bei den Kon­kur­renz-GUIs eben­falls erschei­nen wird…

Deutliche Steigerung der Spielstärke

Und was hat denn Shred­der 12 nun in Sachen Spiel­stärke zu bie­ten? Bis jetzt ver­zeich­nete dies­be­züg­lich noch jede neue Shred­der-Ver­sion eine (teils mas­sive) Stei­ge­rung – grund­los ist das Pro­gramm nicht viel­fa­cher Com­pu­ter­schach-Welt­meis­ter. Und die jüngste Aus­gabe macht da keine Aus­nahme, auch wenn heut­zu­tage, bei dem extrem hohen Stärke-Niveau der moder­nen Schach­pro­gram­mie­rung die ein­zel­nen Per­for­mance-Sprünge nicht mehr wie frü­her im 150-Elo-Bereich rea­li­siert wer­den können.

Für ein defi­ni­ti­ves Urteil über Shred­der 12 hin­sicht­lich sei­ner „Kampf­kraft“ ist es momen­tan, ein paar Tage nach Erschei­nen, noch zu früh. (Die welt­weite User-Gemeinde arbei­tet daran wie gewohnt auf Hoch­druck). Der erste Trend im Engine-Engine-Tur­nier­be­trieb ist aber mehr als viel­ver­spre­chend: Die neue Ver­sion dürfte sich unter die Top-Drei der aktu­el­len Pro­gramm-Ran­kings spielen.

Vorgänger hinter sich gelassen

Wir haben aus­ser­dem die neue UCI-Engine auf ein paar beson­ders anspruchs­volle Schach­stel­lun­gen ange­setzt, wel­che weder von Shred­ders Vor­gän­ger noch von den meis­ten ande­ren Engi­nes kapiert werden:

Beispiel 1 (Zugzwang)

Stellung 1 - Zugzwang
Stel­lung 1 – Zugzwang

Wäh­rend sehr viele Pro­gramme wie der sprich­wört­li­che Esel am Berg gerade vor dem berühmt-berüch­tig­ten Pro­blem „Zug­zwang“ ste­hen, lei­tet hier der neue Shred­der in null­kom­ma­nix Sekun­den das 14-zügige Matt ein:
1. Kf7!! Kd3 2. Lf5+ Kc3 3. Lc8 Kd3 4. Lxa6+ Kc3 5. Lc8 Kd3 6. Lf5+ Kc3 7. Ld7 Kd3 8. Lb5+ Kc3 9. Lxa4 Kd3 10. Lb5+ Kc3 11. Ke6 a4 12. Kd5 axb3 13. Lc4 bxc2 14. Se2 matt (Stu­die: Knud­sen 1924)

Beispiel 2 (Patt)

Stellung 2 - Patt
Stel­lung 2 – Patt

Der elfte Shred­der sah hier noch kei­ner­lei Land, sein jün­ge­rer Bru­der hin­ge­gen beweist (auf schnel­len Rech­nern) schon nach rund einer hal­ben Minute sei­nen Durch­blick (auch dank sei­ner „Bases“) in die­sem für Schach­pro­gramme sehr anspruchs­vol­len Turmendspiel:
1… Tf3+!! 2. Txf3 Tb5+ 3. Ke4 Te5+ 4. Kd4 Te4+ 5. Kd3 Te3+ remis (Stu­die: N.N.)

Beispiel 3 (Initiative)

Stellung 3 - Initiative
Stel­lung 3 – Initiative

Auch in Sachen Initia­tive dürfte Meyer-Kah­lens aktu­ells­tes Opus zuge­legt haben. Botte­rills effi­zi­en­tes Turm­ma­nö­ver (in einer FS-Par­tie gegen Pri­zant) stellt jeden­falls für Shred­der kein Pro­blem dar:
17. Ta2!! De7 18. Td2 Lb8 19. Dc2 Dc7 20. Lb2 Se7 21. Lc4 mit Angriff (Botte­rill-Pri­zant, Corr­Game 1993)

Beispiel 4 (Endspiel)

Stellung 4 - Endspiel
Stel­lung 4 – Endspiel

Im End­spiel war und ist Shred­der bekannt­lich durch­aus auch ohne Daten­ban­ken sehr kom­pe­tent, und in die­ser Turm&Läufer-Stellung hat der „Zwöl­fer“ bald den Dreh raus:

50. Txd7+!! Kxd7 51. Lxb7 Txf2+ 52. Ke3 Ta2 53. Lxa6 Kc7 54. Lc4 (Bin­ham-Rüfe­nacht, Corr­Game 1991)

In man­chen com­pu­ter­schach­li­chen Pro­blem­zo­nen ist Shred­der 12 also deut­lich bes­ser gewor­den, in spe­zi­fi­schen Stel­lun­gen sogar stär­ker als fast die gesamte Kon­kur­renz. Und wer noch Shred­ders seit jeher beein­dru­ckende Fähig­keit des „Memo­rie­rens“, will heis­sen seine aus­ge­prägte Lern­fä­hig­keit mit­tels aus­ge­klü­gel­tem Hash-Manage­ment (Stich­wort „Retro­ana­lyse“), aber auch sein (lei­der noch zu wenig bekann­tes) exklu­si­ves Fea­ture „End­spiel-Ora­kel“ (schon seit Ver­sion 5 dabei) auf die Plus-Waage legt, der kriegt auch mit dem neu­es­ten Meyer-Kah­len-Pro­dukt ein bewährt effi­zi­en­tes Ana­lyse-Werk­zeug in die Hände.

Fazit: Empfehlenswert

Das Impressum des neuen Shredder
Das Impres­sum des neuen Shredder

Kurzum, Shred­der 12 ist viel­leicht (zumal in sei­ner Gra­phik) nicht der ulti­ma­tiv-unwi­der­steh­li­che Über­flie­ger der gesam­ten Com­pu­ter­schach-Szene, und auch die Anzahl sei­ner Novi­tä­ten mag auf den ers­ten Blick nicht gar so beein­dru­cken.  Aber das brand­neue Opus aus der Meyer-Kah­len-Werk­statt wird mit sei­ner tech­ni­schen Sta­bi­li­tät, sei­nen durch­dach­ten „Acces­soires“, sei­ner neu­er­lich gestei­ger­ten Spiel­stärke und sei­ner umfang­rei­chen Online-Inte­gra­tion defi­ni­tiv die Her­zen der „Kön­ner und Ken­ner“ höher schla­gen las­sen; der neue Shred­der ist nicht nur für Samm­ler, son­dern auch für Exper­ten eine klare Kauf­über­le­gung wert. Nicht zufäl­lig zählt das Pro­dukt des Düs­sel­dor­fers zu den belieb­tes­ten Schach­pro­gram­men der gan­zen Szene.

Nach­fol­gend eine schöne Angriff­s­par­tie des „Zwöl­fers“ gegen die aktu­elle Num­mer Eins des Engine-Zir­kus‘ Rybka (5-moves-Boo­k/­Dual­Core-PC/PGN-For­mat):

[Event „15Min/Engine“]
[Site „Dual­Core“]
[Date „2009.10.12“]
[Round „?“]
[White „Deep Shred­der 12“]
[Black „Rybka 3“]
[Result „1-0“]
[ECOD18“]
[Ply­Count „77“]

1. c4 Nf6 2. d4 c6 3. Nc3 d5 4. Nf3 dxc4 5. a4 Bf5 6. e3 e6 7. Bxc4 Nbd7 8. O-O  Bb4 9. Nh4 Bg4 10. f3 Bh5 11. g4 Nd5 12. Ng2 Bg6 13. Qb3 Qb6 14. Ne2 Qa5 15. h4  h5 16. e4 Ne7 17. g5 O-O-O 18. Bf4 Bh7 19. Rfd1 Ng6 20. Bg3 Nb6 21. Ne3 Nd7 22. Bd3 Bf8 23. Nc4 Qb4 24. Qc2 e5 25. a5 Nb8 26. dxe5 Na6 27. Kg2 Nc5 28. Nd6+  Bxd6 29. exd6 Nxd3 30. Qxd3 Rd7 31. a6 f6 32. Ra3 Bg8 33. axb7+ Qxb7 34. Rda1  Qb8 35. Qc3 Ne5 36. Bxe5 fxe5 37. Ra6 Bf7 38. Qxc6+ Kd8 39. Qc5 1-0

Ste­fan Meyer-Kah­len, Shred­der 12, Schach­pro­gramm, Download/Lizenz

Lesen Sie im Glarean Maga­zin zum Thema Com­pu­ter­schach auch über den Shred­der-Nach­fol­ger: Deep Shred­der 13

2 Kommentare

  1. In einer Spon­tan­ana­lyse kriegte ich soeben fol­gen­den Out­put von Deep Shre­der 12 (Stan­dard-Quad­Core / 512 MB Hash):

    21 1:49 +3.89 1…Tf3+ 2.Txf3 Tb5+ 3.Kf4 Tb4+ 4.Ke3 Te4+ 5.Kd3 Te3+ 6.Kc4 Tc3+ 7.Kd5 Td3+ 8.Kc6 Td6+
    Such­tiefe 21 Halb­züge nach 1:49 min; Bewer­tung +3.89 bedeu­tet Weiß hat ent­schei­den­den Vorteil

    Natür­lich stimmt die Bewer­tung nicht, und bei wei­te­ren Ver­su­chen könnte Shred­der durchaus
    auch zwi­schen­durch abwei­chende Ant­wor­ten geben – eine „Marotte“ vie­ler Multi-Core-Engines.
    Aber andere füh­rende MP-Pro­gramme kom­men in die­ser Stel­lung über­haupt gar nicht erst auf die
    Lösungs-Idee 1…Tf3!!, obwohl man sie viele dut­zende Male auf die Posi­tion ansetzt.

    Viel­leicht haben Sie die Shred­der­ba­ses nicht zuge­schal­tet? Oder noch irgend­wel­che Shredder-Einträge
    im Hash? Oder Shred­ders „Protokoll“-Datei zuge­schal­tet? Oder die Nali­mov-5-Stei­ner unvollständig?

    Aber davon unanb­hän­gig: Das Löse­ver­hal­ten bestimm­ter Pro­gramme in bestimm­ten Aufgabenstellungen
    darf man nicht über­be­wer­ten; es kann inter­es­sant und durch­aus auf­schluss­reich sein,
    doch es lies­sen sich dem­ge­gen­über locker auch Posi­tio­nen auf­lis­ten, in denen
    Shred­der ver­sagt und statt­des­sen seine Kon­kur­ren­ten reüssieren.

    Von eini­gem Reiz ist es also, her­aus­zu­fin­den, wel­che Schach-Typo­lo­gie grundsätzlich
    zu wel­cher Engine-Typo­lo­gie passt…

    Merci für das Feed­back: W.E.

  2. Sehr geehrte Her­ren Eigen­mann und Martan,
    zunächst ein­mal vie­len Dank für ihre Mühe und die (Test-)Arbeit , die sie sich machen!
    (Spe­zi­ell an die­ser Stelle ein Dan­ke­schön an W.Eigenmann für die Reihe „Der brill. Schachzug!“)
    Der Grund mei­ner Mail ist die obige Stel­lung 2 (….Tf3+) . Shred­der löst sie auch nach meh­re­ren Ver­su­chen auf einem sau­schnel­len 8(!)-Cores-Rechner nicht in 90min!!
    Ver­mut­lich ein Effekt der Mul­ti­co­re­tech­nik , der bei Ihnen zu einem Glücks­tref­fer führte , wie so oft bei ande­ren Test­stel­lun­gen ver­schie­de­ner Maschi­nen (CSS-Forum!).
    Bei einem sol­chen Review , von dem viel­leicht einige den Kauf des Pro­gram­mes abhän­gig machen , soll­ten sol­che Zufalls­tref­fer aber aus­ge­schlos­sen sein!
    Nichts­des­to­trotz wün­sche ich Ihnen viel Kraft und Zeit , uns mit vie­len wei­te­ren Tests , Stel­lun­gen und Berich­ten zu versorgen!
    Herz­li­chen Dank noch­ein­mal von die­ser Stelle aus und ver­ste­hen Sie bitte meine Kri­tik nicht falsch!

    mfg
    C.Ullrich

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