András Mészáros: 1000 Schach-Endspiel-Studien

Originelles Endspiel-Kompendium

von Wal­ter Ei­gen­mann

Andras Meszaros - 1000 Endspiel-StudienWie je­der End­spiel-Buch-Au­tor weist auch der un­ga­ri­sche In­ter­na­tio­nale Meis­ter An­drás Més­záros in sei­nem neu­es­ten Schach-Wäl­zer «1000 End­spiel-Stu­dien» auf die Wich­tig­keit des End­spiels ge­rade auch im prak­ti­schen Tur­nier-Schach hin. Doch dar­über hin­aus wid­met sich Més­záros auch dem äs­the­ti­schen, künst­le­ri­schen Stu­dien-Schach, das meist den al­lesent­schei­den­den Plot ei­ner Wen­dung ver­steckt – auf dass dann die Grund­idee umso über­ra­schen­der strahle: «…just like when a sculp­tor is put­ting the fi­nal tou­ches to his work of art.»
Der Au­tor hält das Stu­dium von End­spiel-Kom­po­si­tio­nen für ganz be­son­ders ge­eig­net, die grund­le­gen­den Me­cha­nis­men die­ser Par­tie-Phase zu ver­in­ner­li­chen, wo­bei seine Stu­dien-Se­lek­tion al­ler­dings Vor­aus­set­zun­gen zu er­fül­len hatte: «The end­game stu­dies have to be witty, ori­gi­nal and eco­no­mi­cal.»

Ein Buch für nimmermüde Sammler

Die­sem An­spruch wer­den Més­záros‘ «1000 End­game Stu­dies» ge­wiss in ho­hem Maße ge­recht. Sein Pech ist je­doch, dass auf dem Markt be­reits eine Un­menge in­ter­es­san­ter mo­der­ner End­spiel-Stu­dien-Samm­lun­gen rum­schwirrt, an­ge­fan­gen bei Van Der Hei­j­dens rie­si­ger «End­game Study Da­ta­base» bis hin zu Convekta’s «Stu­dies», um nur zwei be­son­ders ver­brei­tete di­gi­tale Edi­tio­nen zu nen­nen – ganz zu schwei­gen von den un­zäh­li­gen, spe­zi­fisch schach-päd­ago­gi­schen oder pro­blemschach­li­chen Pro­duk­tio­nen be­rühm­ter Au­to­ren bzw. Kom­po­nis­ten.
Den­noch: Für ru­he­los-nim­mer­müde Samm­ler, wel­che die­ser teils hoch­kom­ple­xen letz­ten Phase ei­ner Schach­par­tie be­son­de­res In­ter­esse ent­ge­gen­brin­gen,  ist «1000 End­game Stu­dies» ge­wiss ein Muss. Der Band ist ge­die­gen ge­ar­bei­tet und birgt durch­aus Un­be­kann­tes. ■

An­dras Mes­za­ros, 1000 End­game Stu­dies (engl/figurin), Ma­gyar Sakkvilág Sakkbolt, 312 Sei­ten, ISBN 978-963-9750-09-8

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