Gedicht von Marianne Figl

An Salome Alt

An Salome Alt

Meine Freundin,
fast einzige Salzburgerin.
Wählerische
mit heißem Blut
Das Hirn und Herz
durchströmt,
genug Nahrung für
den Rest
der naturgetreu
ohne Aufsehens
der jährlichen Fortpflanzung
dient. Ungenügsam fortweisend
den gleichaltrigen,
um nicht zu enden
im geistigen Elend
der häuslichen Enge.
Beispielgebend
doch nur
den Besessenen.
Deine Schwester sagt
Jahrhunderte später:
Es hat sich
in diesem Städtchen
nicht viel geändert,
die Starken
kommen nie zurück,
der Rest spielt weiter
mit hängenden
Mundwinkeln.


Marianne FiglMarianne Figl

Geb. 1946 in Wien, Studium Malerei&Graphik an der Hochschule für Angew. Kunst/Wien; Atelier in Salzburg & Online-Galerie, Literarische Texte in Anthologien

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