Mentales Schach-Training

Schach «für Zebras»

Walter Eigenmann

schach_gambit_zebra.jpgGab’s da nicht mal die legendäre Schachbuch-Reihe aus dem Rowohlt-Verlag namens «Schach für Tiger»? Und nun also: «Schach für Zebras»…? Solche Titelei weckt Hoffnung. Und tatsächlich: Wie weiland die längst vergriffenen Tiger-Bändchen schöpfen auch diese «Zebras» des schottischen Großmeisters und Schach-Schriftstellers Jonathan Rowson («Die sieben Todsünden des Schachspielers») aus dem Vollen der psychologischen Schach-Kriegsführung und des hintersinnig-philosophischen Schach-Witzes.
Der originell konzipierte Band geht dabei den drei eminent praktischen Fragen nach:
1. Warum ist es so schwierig, seine Spielstärke zu verbessern?
2. Welche Art von mentaler Einstellung ist notwendig, um gute Züge in den unter-schiedlichen Phasen der Partie zu finden?
3. Ist der Anzugsvorteil des Weißen ein Mythos, und macht es einen Unterschied, ob man mit Weiß oder mit Schwarz spielt?
Insgesamt ein sehr vergnüglicher Essay über das Denken während der Partie, mit zahlreichen provokanten Thesen und vielen Ratschlägen. Wer nicht mit Varianten erschlagen, sondern auf unterhaltsame und sehr anregende Weise in die Geheimnisse des «Nahkampfes am Brett» eingeführt werden möchte, greife zu dieser amüsant-lehrreichen Neuerscheinung.

Jonathan Rowson: Schach für Zebras, Unterschiedliche Ansichten über Schwarz und Weiss, Gambit Verlag, 304 Seiten, ISBN 978-1-904600-65-7

Dein Kommentar ist uns willkommen!